Auswirkungen des CBAM auf den Schrauben-Großhandel
Die Auswirkungen der neuen CBAM-Regelungen auf den europäischen Schraubenmarkt
CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) ist der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU, der seit Oktober 2023 schrittweise eingeführt wird. Er verpflichtet Importeure, für CO₂-intensive Waren (wie Stahl, Zement, Dünger) aus Drittländern Emissionszertifikate zu kaufen.
Jetzt sind auch die Co2-Steuern auch direkt im Holzwerkerbereich angekommen. Zwar ist die ausgelöste Debatte über eine Co2-Steuer für Holz gestoppt worden. Doch wir wissen aus der Vergangenheit, das ALLES Angesprochene auch kommen wird. Und jetzt sind auch Schrauben im Co2-Geflecht der linksgünen Ideologen dran.
Was läuft falsch in den Köpfen dieser Menschen?
Das ist eine berechtigte Frage, in der viel Frust mitschwingt. Wenn man sich die CBAM-Thematik (Carbon Border Adjustment Mechanism) anschaut, prallen hier zwei Welten aufeinander, was oft mehr als nur das Gefühl von „Realitätsverlust“ führt.
Hier ist eine kurze Analyse, warum das Ganze aus Sicht der Praktiker so „falsch“ wirkt und auch ist:
1. Theorie vs. Praxis (Der Elfenbeinturm-Effekt)
In der Theorie ist CBAM ein geniales Lenkungsinstrument: Man will verhindern, dass europäische Firmen durch billige, CO₂-intensive Importe plattgemacht werden. In den Köpfen der Bürokraten in Brüssel ist das ein reines Rechenmodell.
Die Realität: Ein Mittelständler in Ennepetal oder Buxtehude hat keine Heerscharen an Beamten, die für eine einzelne Schraube den CO₂-Fußabdruck einer Fabrik in Fernost verifizieren können. Das wird schlicht unterschätzt.
2. „Bestrafung“ bei Unwissenheit
Dass die EU Standardwerte ansetzt, die „exorbitant hoch“ sind, ist eine bewusste Entscheidung. Man will Druck ausüben, damit die Daten geliefert werden.
Das Problem: Wenn der Lieferant die Daten nicht hat oder nicht geben will, zahlt der europäische Importeur die Zeche. Das fühlt sich für Unternehmer nicht nach Umweltschutz an, sondern nach einer Strafsteuer auf die Existenzgrundlage.
3. Planwirtschaftliche Züge im Jahr 2026
Die Tatsache, dass man heute Preise machen muss, die erst 2027 final abgerechnet werden, widerspricht jeglicher kaufmännischer Vernunft.
Der psychologische Faktor: Unternehmer brauchen Planungssicherheit. Wenn die Politik sagt: „Kalkulier mal im Nebel, wir sagen dir in einem Jahr, ob du pleite bist“, führt das zu einer tiefen Entfremdung zwischen Wirtschaft und Politik.
4. Das „Green-Ordering“-Paradoxon
Man will, dass Händler „grün“ einkaufen. Aber wenn die bürokratischen Hürden so hoch sind, dass man nicht einmal vergleichen kann, welcher Lieferant am Ende inklusive Abgaben der günstigste/beste ist, blockiert sich das System selbst.
Kurz gesagt: In den Köpfen der Entscheider steht das „Was“ (Klimaschutz) so sehr im Vordergrund, dass das „Wie“ (Umsetzbarkeit im Alltag) völlig unter die Räder kommt. Man nimmt Kollateralschäden in der Wirtschaft in Kauf, um ein globales politisches Ziel zu erzwingen.
Die Einführung der CBAM-Regelungen beeinflusst den europäischen Markt für Edelstahlprodukte massiv und stellt Händler wie Endkunden vor große Herausforderungen. Zunächst ist mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen: Während die Preise für importierte Edelstahlschrauben aus China voraussichtlich um etwa 15 % steigen, könnten sich Sechskantmuttern sogar um 30 bis 35 % verteuern.
Erschwert wird die Lage durch eine erhebliche Kalkulationsunsicherheit. Da die endgültigen Abgaben erst rückwirkend im Jahr 2027 fällig werden, müssen Unternehmen derzeit „im Nebel kalkulieren“, wie Dr. Volker Lederer (Geschäftsführer der Lederer GmbH und FDS-Vorsitzender) betont. Eine verlässliche Einzelpreiskalkulation ist unter diesen Umständen kaum möglich.
Ein wesentlicher Preistreiber ist zudem der Mangel an validen Emissionsdaten der Zulieferer. In Ermangelung dieser Daten greift die EU auf Standardwerte zurück, die von Importeuren als „exorbitant hoch“ kritisiert werden. Diese Pauschalwerte führen zu Aufschlägen von meist 10 bis 20 %, im Extremfall sogar bis zu 50 %. Zusammen mit der Pflicht zum Kauf von CO₂-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel führt dies zu einer komplexen Kostenstruktur, die den strategischen Wechsel zu emissionsärmeren Lieferanten paradoxerweise erschwert: Solange die finale Abgabenlast unklar ist, bleibt das wirtschaftliche Risiko bei der Lieferantenwahl unkalkulierbar.
Kritische Themen wie diese finden in den öffentlich-rechtlichen Medien kaum statt – eine echte Aufklärung der Bürger bleibt aus. Bei kritischen Fragen wird man sehr schnell als "Nazi" bezeichnet. Stattdessen werden hochkomplexe Gesetze in Brüsseler Hinterzimmern von selbsternannten Experten entworfen und mit Wissen der Bundesregierung durchgewinkt. Für den Praktiker vor Ort wirkt das Ganze wie der Versuch, eine einseitige und verirrte-verwirrte linksgrüne ideologische Agenda durch die Hintertür zu erzwingen, ohne Rücksicht auf die Zerstörung gewachsener Wirtschaftsstrukturen zu nehmen.
Deshalb gibt es für den dringenden Umschwung für mich nur noch eine Partei!
Ist der Mafell DDF 40 DuoDübler sein Geld wert? Erfahrungen!
Ist der Mafell DDF 40 DuoDübler sein Geld wert?
Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen mit dieser Maschine wieder. Dies ist keine Bewertung der Leistung, Qualität oder möglicher fehlender Anwendungen.
Im Jahr 2019, kurz nach der Einführung der Mafell DDF-40, habe ich diese Maschine gekauft – in der Annahme und Hoffnung, sie für Arbeiten einsetzen zu können, die eine Festool DF 500 DOMINO oder eine Lamello ZETA P2 nicht leisten kann.
Der Preis für die Maschine betrug damals 1.030 Euro bei einem großen Online-Händler. Heute liegt der Preis bereits bei über 1.200 Euro
Lieferumfang
Die Maschine selbst war im Lieferumfang großzügig ausgestattet. Fräser und Dübel für den Anfang waren gleich dabei, ebenso nützliche Kleinigkeiten wie eine Gummiunterlage und weiteres Zubehör für die Fräse.
Eigentlich hatte ich keinen direkten Bedarf für diese Doppeldübelfräse.
Nach einem Test bzw. einer Vorstellung durch einen bekannten Tischlermeister im Netz wurde ich jedoch neugierig und wollte sie ausprobieren. Zwar konnte man schon recht deutlich in der Vorstellung erkennen, dass es keine überzeugende Meinung von ihm war, doch dieser Tischlermeister muss ja auch sein Geld mit Werbung verdienen...
Anpassung Elektroanschluss
Da ich mit dem Festool-Saugsystem arbeite ist das Anschlusskabel der Mafell DDF 40 für mich unbequem.
Der Staubsauger schaltet sich über das Kabel, welches mit dem Saugschlauch verbunden ist, nicht selbst ein.
Deshalb habe ich gleich den Festool Umbausatz eingebaut. Das geht sehr einfach.
erster Einsatz
Für den ersten Test habe ich 2 Holzstücke mteinander verbunden.
Diese Arbeit unterscheidet sich in keiner Weise zum Einsatz mit der Festool DF 500 oder mit der Lamello ZETA P2. Anzeichnen und fräsen... Ach ja, die passenden Fräser einsetzen nicht vergessen.
Dies soll nur ein "Schnellschuss" werden; also ohne jede Anforderung.

war's das?
Ok, zwei Holzstücke sind in diesem Fall durch zwei Runddübel verbunden. Aber welchen echten Vorteil habe ich durch diese teure Maschine? Die Dübel hätte ich genauso gut mit einem 8 mm-Bohrer oder einer sehr preisgünstigen Schablone einbringen können.
Gibt es überhaupt wasserfeste Runddübel, zum Beispiel aus SIPO? Bisher habe ich keine gefunden.
Ich musste mich abermals selbst fragen, warum ich wieder auf die Empfehlung eines solchen „Fachmanns“ im Netz hereingefallen bin. Nun, ich muss nicht unbedingt auf den Preis achten, doch es werden sicher viele hundert Holzwerker enttäuscht sein – ohne es meist selbst zuzugeben.
mein Eindruck
Die Maschine erfüllt genau ihren Zweck: ein oder zwei Dübel für eine lagerichtige Verbindung ins Holz treiben.
Das Ergebnis überzeugt. Allerdings: Wenn man bereits eine oder zwei andere Dübelfräsen besitzt, lohnt sich die Mafell DDF-40 nicht mehr.
Die Holzdübel sind vielleicht günstiger als Festool DOMINOS, aber teurer als Lamellos. Und die Dübel sind nicht wasserfest.
Wenn ich mich zwischen den drei Maschinen entscheiden müsste, wäre es mit Abstand die Lamello ZETA P2, zumal der Preisunterschied nicht sehr groß ist.
Übrigens habe ich die Mafell DDF-40 kurz nach dem Test wieder verkauft.
Stabiles Gartentor selber bauen – so gelingt es
Stabiles Gartentor selber bauen – so gelingt es
An der Seite unseres Ferienhauses soll ein Blickfang entstehen, der gleichzeitig die Einsicht auf den hinteren Teil des Hauses verhindert.
Allerdings soll der Durchgang für unseren Hund weiterhin möglich sein, und das Tor muss sich leicht öffnen lassen.
Die Konstruktion habe ich zunächst in SketchUp geplant. Auf Grundlage des Entwurfs konnte ich anschließend das passende Holzmaterial einkaufen.
Dieses Mal verwende ich kein Tropenholz, da ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob ich das Tor später vielleicht noch einmal anders bauen werde.
Materialzusammenstellung
Die Pfosten möchte ich fertig kaufen, also kein Leimholz selbst herstellen müssen.
Mein Holzhändler bietet eine große Auswahl an Pfosten an. Ich habe mich für Douglasie entschieden. Das ist zwar nicht das hochwertigste Holz für Pfosten, aber nach einer guten Lackierung sollte es dennoch mehrere Jahre halten.
Aus dem hier abgebildeten Block von Pfosten habe ich drei Stück ohne äußerliche Makel ausgewählt. Und ja: unbehandeltes Holz sieht nach einigen Jahren draußen genau so aus.
Der Rest des Holzes wird Fichte sein.
Pfosten vorbereiten
Douglasie lässt sich recht gut verarbeiten und hat nur sehr wenige Äste oder versteckte Harzgallen.
Trotzdem muss das Holz gut vorbereitet werden. Zunächst habe ich die Pfosten grob geschliffen und anschließend die Zierrillen sowie die Fasenlängen angezeichnet.
Danach wurden die Pfosten auf der Festool Kappsäge KS 120 abgelängt und für die Pfostenschuhe eingekerbt. So stehen die Pfosten etwas tiefer und es entsteht kein „Stelzeneindruck“. Die Pfostenschuhe werden anschließend auf das Pflaster aufgeschraubt.
Rillen fräsen
Die Rillen haben keinen konstruktiven Zweck, sie dienen ausschließlich der optischen Aufwertung.
Hierfür setze ich die Festool OF 1010 mit einem Halbrundfräser ein – ähnlich wie bei den Schneidebrettern für die Saftrille.
Die Oberfräse führe ich dabei über einen Längsanschlag, um eine gleichmäßige Führung zu gewährleisten.
Ausklinken für die Pfostenschuhe
Normalerweise sitzt der Pfosten auf der oberen Kante des runden Bereichs des Pfostenschuhes. Das war mir jedoch zu hoch, deshalb habe ich den Pfosten unten ein Stück ausgeklinkt. So fällt er etwas tiefer und wirkt optisch deutlich ansprechender.
erste Grundierung
Die beiden Pfosten, die in Pfostenschuhen stehen, sind nun grundiert und müssen vollständig durchtrocknen, bevor sie lackiert werden.
Der dritte Pfosten wird in Zement gesetzt, da an dieser Stelle kein Pflaster vorhanden ist.
Und ja, ich kenne den Faulvorgang bei im Boden eingesetztem Holz. Es soll hier nicht für die Ewigkeit halten.
Torrahmen
Der Torrahmen wird aus einem Fichtenrahmen mit einer Füllung gefertigt. Die Fichte ist 45 mm dick, die Füllung 19 mm.
Die Holzverbindungen werden mit SIPO-Dübeln gesichert. Eine Überblattung wollte ich aus Zeitgründen hier nicht verwenden.
Der Schlosskasten nimmt das Kastenschloss auf und muss entsprechend tief gestemmt werden.
Die Füllung besteht aus zusammengesetzten Nut-und-Feder-Brettern, die für Stabilität und gleichmäßiges Aussehen sorgen.
Schutzrand oben
Dieser Schutzrahmen schützt nicht nur die obere Kante des Tores vor Nässe, sondern wertet gleichzeitig die Optik deutlich auf.
Für den Rahmen hatte ich noch ausreichend Meranti vorrätig, das ich schräg auf der Tischsäge zugeschnitten und auf dem Frästisch genutet habe.
So passt es exakt auf die Oberkante des Tores und den Seitenspiegel.
Falzen
Die Füllung soll bündig mit dem Außenrand des Rahmens abschließen.
Diesen Falz habe ich mit einem Falzkopf auf dem Frästisch in die Fichte gefräst. Die Ecken wurden anschließend mit dem Stechbeitel sauber gestemmt.
Nach all diesen Vorarbeiten habe ich alle Holzteile grundiert und mit SIKKENS-Lack lackiert.
Nur durch diese sorgfältige Vorbehandlung hält dieser Zaun über viele Jahre hinweg.
Beschläge
Die Beschläge für dieses Gartentor bestehen aus einfachen, langen Bändern mit Kloben.
Das Kastenschloss wird vermutlich nach einigen Jahren gewechselt werden müssen, da es nicht aus Edelstahl gefertigt ist.
Die Drückergarnitur ist eigentlich nicht für den Außenbereich konzipiert, besteht jedoch aus Aluminium, und bei anderen Installationen hatte ich damit bisher keine Probleme.
Der Drehknauf wirkt zwar optisch ansprechend, ist bei Regen jedoch sehr unpraktisch, da die Finger abrutschen. Eine normale Klinke wäre hier deutlich funktionaler.
Schaukasten aus Meranti: Bauanleitung und Tipps für draußen
Schaukasten aus Meranti bauen
Seit nunmehr 13 Jahren steht der von mir gebaute Schaukasten an der Einfahrt zu unserem Park.
Und ja – es gibt immer wieder Leser, die Interesse am Bauplan haben. Diesen stelle ich unter diesem Beitrag über einen Download-Button zur Verfügung. Allerdings handelt es sich um eine SketchUp-Datei ohne Bemaßung – die Maße kann sich jeder selbst direkt im Programm eintragen.
Der Schaukasten besteht überwiegend aus Meranti. Die Rückwand sowie die Unterkonstruktion des Daches sind aus Multiplex gefertigt. Die Dachschindeln sind aus Zedernholz.
Selbstverständlich bestehen die Glasscheiben aus Sicherheitsglas.
Warum Meranti?
Meranti ist ein Tropenholz, das sich durch eine hohe Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Es hat eine charakteristische rötliche Färbung, lässt sich sehr gut bearbeiten und gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 3–4. Zudem ist es in der Regel astfrei und daher besonders angenehm zu verarbeiten.
Da der Schaukasten möglichst langlebig sein sollte, kam für mich damals nur diese Holzart infrage.
Zu jener Zeit (wie auch heute) spielte das Thema FSC-Zertifizierung für mich noch keine Rolle. Auch heute sehe ich dieses Siegel eher kritisch, da es meiner Meinung nach stark kommerziell geprägt ist. Wer sich intensiver damit beschäftigt, kann sich dazu ein eigenes Bild machen.
Wie auch immer: Ich kaufte ausreichend Meranti-Balkonbretter mit den Maßen 27 × 140 mm im Querschnitt.
Holzverbindungen
Die Breite des Rahmens ergab sich direkt aus der Breite der Meranti-Balkonbretter – also rund 140 mm. Leimholz habe ich damals noch nicht selbst hergestellt.
Die Holzverbindungen fertigte ich mit Dominos, gefräst mit der Festool DF 500. Eine andere Dübelfräse besaß ich zu diesem Zeitpunkt nicht.
Aus heutiger Sicht bin ich die Sache wohl recht naiv angegangen – aber es hat dennoch funktioniert.
Auch eine Dickenhobelmaschine stand mir damals nicht zur Verfügung, sodass ich vieles von Hand fräsen musste.
Eckverbindungen
Konstruktion und praktische Umsetzung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Eckverbindungen habe ich damals tatsächlich genau so ausgeführt, wie ich sie zuvor gezeichnet hatte.
Heute würde ich diese Details allerdings anders lösen.
Die innere Verbindung wird durch zwei Dominos sowie wasserfesten Leim gehalten – und das nun schon seit all den Jahren zuverlässig.
Solange Holz immer wieder ausreichend trocknen kann, bleibt es auch dauerhaft haltbar.
MPX im Außenbereich
Konstruktion und praktische Umsetzung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Eckverbindungen habe ich damals tatsächlich genau so ausgeführt, wie ich sie zuvor gezeichnet hatte.
Heute würde ich diese Details allerdings anders lösen.
Die innere Verbindung wird durch zwei Dominos sowie wasserfesten Leim gehalten – und das nun schon seit all den Jahren zuverlässig.
Solange Holz immer wieder ausreichend trocknen kann, bleibt es auch dauerhaft haltbar.
Dachbau
Das Dach, als zweites Teil des Schaukastens, besteht aus Meranti-Profilholz, Merantileisten, MPX als Unterbau und Schindeln aus Zedernholz.
Die Schindeln aus Zeder lagen sicher schon Jahrzehnte beim Holzhändler in einer abgeschiedenen Ecke. Zeder ist nicht gerade ein weit verbreitetes Material.
Die Kanten an den Schindeln habe ich noch mit einer Silikonfuge abgedichtet.
Konstruktion
Nun ja – von „Konstruktion“ zu sprechen, ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Im Grunde handelt es sich um eine Grundplatte in Rahmenbreite sowie zwei schräge Dachflächen, die auf zwei niedrigen Sockeln aufliegen.
Die Dachspitze wird durch eine senkrechte Stütze getragen. An der Vorderseite habe ich zusätzlich zwei Leisten unterhalb des Dachrandes angebracht, um die Front aus Profilbrettern befestigen zu können.
Zur optischen Aufwertung wurden anschließend Frontleisten aus Meranti aufgedübelt. Dazwischen befinden sich die Zedernschindeln.
Lackierung
Schon damals legte ich großen Wert auf eine widerstandsfähige und dichte Lackierung und kaufte den Lack daher in den Niederlanden.
Auch heute gibt es noch erhebliche Qualitätsunterschiede bei Lacken – warum das so ist, bleibt eine berechtigte Frage. Meiner Einschätzung nach spielen dabei auch unterschiedliche gesetzliche Vorgaben eine Rolle, die die Zusammensetzung und Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Dank linksgrün in Deutschland...
Der Lack schützte das Holz zuverlässig vor äußeren Einflüssen, sodass ich das Dach anschließend problemlos montieren konnte.
Auf dem Bild sind die Dübelverbindungen der Seitenleisten gut zu erkennen.
Schlosskasten
Damals erschien es mir als gute Idee, ein Schloss mit Bartschlüssel einzubauen.
Zwar funktionierte dieses rund sechs Jahre zuverlässig, doch irgendwann musste es ersetzt werden. Leider werden solche Schlösser nicht dauerhaft produziert oder auf Lager gehalten, sodass ein passender Ersatz kaum noch zu bekommen ist.
Heute setze ich daher auf eine andere Lösung zur Sicherung der Türen.
Lasieren des Schaukastens
Natürlich ist es schön, die attraktive Optik von Meranti sichtbar zu erhalten. Deshalb habe ich den Schaukasten komplett vor dem Zusammenbau lasiert – mit OSMO-Holzlasur.
Heute würde ich jedoch eher zu einem deckenden Anstrich raten. Selbst die beste Lasur muss spätestens nach zwei Jahren nachbehandelt oder komplett erneuert werden. Der Aufwand mit Schleifen, Reinigen und Nachlasieren ist dabei erheblich.
Da ich derzeit ohnehin die Türen repariere, werde ich den gesamten Schaukasten gleich vollflächig mit SIKKENS lackieren.
Aufstellen des Schaukastens
Zwei in H-Anker fest verankerte Bangkirai-Pfosten halten den Schaukasten äußerst stabil. Der Kasten ruht im Wesentlichen auf dem Querbrett zwischen den beiden Pfosten, ist aber zusätzlich mit den hinten abgeschrägten Pfosten verschraubt.
Die Glasscheiben bestehen aus Einscheiben-Sicherheitsglas. Sollte es zerbrechen, fällt es in viele kleine Stücke, ohne scharfkantige Splitter zu hinterlassen.
Festool Support: So gut ist der Service wirklich
Festool Support: So gut ist der Service wirklich
Während meines aktuellen Projekts – der Reparatur eines Schaukastens – gab meine Festool OF 2200 im Frästisch plötzlich den Geist auf.
Natürlich machte ich mich sofort auf die Suche nach einem möglichen, versteckten Fehler. Tatsächlich lief die Oberfräse kurzzeitig wieder an, versagte jedoch kurz darauf wieder. So macht Arbeit keinen Sinn.
Werkzeugschäden sind wie Schmerzen: Sie treten meist spontan am Abend oder am Wochenende auf – genau dann, wenn keine schnelle Hilfe zu erwarten ist. So war es auch in meinem Fall.
Da es keine Alternative zur Arbeit mit dem Frästisch gab, blieb mir nichts anderes übrig, als die Arbeiten vorerst zu unterbrechen.
Festool Support aktivieren
Mein Holzlieferant war noch bis vor zwei Jahren Vertragshändler von Festool. Aufgrund der allgemeinen Preispolitik hat er diese Zusammenarbeit jedoch aufgegeben, weshalb er mir in diesem Fall nicht weiterhelfen konnte.
Also suchte ich Unterstützung im Online-Portal von Festool – und wurde dort auch fündig. Inzwischen habe ich dort 29 registrierte Produkte!!
Die Oberfräse OF 2200 kostet inzwischen knapp 1.400 Euro, sodass sich eine Reparatur in jedem Fall eher lohnt als der Neukauf einer 2200.
Dort fand ich zudem eine Übersicht über den Ablauf sowie die Kosten einer Reparatur bei Festool.
UPS-Versand
Sofort nach Auftragserteilung erhält man ein Paketlabel für den Versand über UPS.
Grundsätzlich bietet UPS auch eine Abholung von zu Hause an – allerdings ist man dabei zeitlich gebunden. Deshalb habe ich das Paket am Montag in einem UPS-Shop abgegeben.
Bereits am Dienstag erhielt ich von Festool die Eingangsbestätigung – das ging wirklich schnell!
Heute, am Mittwoch, habe ich noch keine Nachricht über eventuell höhere Reparaturkosten erhalten. Daher gehe ich davon aus, dass die Rechnung im Rahmen bleiben wird.
Eine Arbeit unterbrechen zu müssen, weil ein wichtiges Werkzeug plötzlich ausfällt, tut fast schon körperlich weh.
Festool-Kostenvoranschlag
Heute, am Donnerstag, erhielt ich die Nachricht, dass ein Kostenvoranschlag von Festool vorliegt.
Ich konnte diesen online einsehen – und war ehrlich gesagt ziemlich irritiert:
410 Euro für die Reparatur!
Laut Bericht sollen der Anker sowie weitere Bauteile defekt sein und ausgetauscht werden. Mit einer solchen Summe hätte ich niemals gerechnet.
Was mich jedoch besonders stutzig macht: Die Maschine lief zwischenzeitlich wieder „ganz normal“ an, wenn auch nur kurz. Wäre der Anker tatsächlich defekt, dürfte sie meiner Einschätzung nach gar nicht erst anlaufen.
Aus diesem Grund habe ich Zweifel an der Diagnose. Ich vertraue der Einschätzung des Technikers nicht und habe mich entschieden, die Maschine unrepariert zurücksenden zu lassen.
Der Preis ist für mich schlicht zu hoch, und die Begründung für den Reparaturumfang überzeugt mich nicht.
Zumal ich für diesen Betrag nahezu eine neue Trend T8EK inklusive Sauter-Einlegeplatte erhalten kann – mit drei Jahren Garantie.
Und jetzt? Wie geht es weiter?
Zum Glück verfüge ich über mehrere Oberfräsen – darunter auch fünf von Festool, wie beispielsweise die OF 1400.
Diese nutze ich allerdings nur sehr selten. Für die meisten meiner bisherigen Arbeiten waren andere Geräte, wie etwa die Festool OF 1010 oder eine kleine DeWalt, vollkommen ausreichend.
Mit einigen wenigen Anpassungen konnte ich die OF 1400 dennoch in den Tisch des CMS einbauen.
Was aktuell noch fehlt, ist der passende Zentrierring für den Einbau. Diesen habe ich inzwischen als Ersatzteil bei Festool bestellt – er dürfte in den nächsten Tagen eintreffen. Kostenpunkt: gerade einmal 10 Euro.
Ohne Zentrierring! Geht das?
Wie der Name bereits vermuten lässt, sorgt dieser Ring dafür, dass die Oberfräse unter dem Tisch exakt zur Öffnung nach oben zentriert wird.
Die engen Einlegeringe passen dadurch zwar im Moment nicht mehr, das hat jedoch keinen direkten Einfluss auf meine Arbeit.
Welche Schlüsse werde ich ziehen?
In den vergangenen Jahren war ich ehrlich gesagt ein regelrechter Festool-„Besessener“.
Und ja – Festool hatte lange Zeit auch die besten Maschinen für Holzwerker: teuer, aber eben auch sehr gut.
Inzwischen haben die Wettbewerber jedoch deutlich aufgeholt. Viele Hersteller nähern sich der Qualität von Festool an, sind dabei aber erheblich günstiger.
Auch der frühere Slogan „Made in Germany“ gilt bei Festool längst nicht mehr für alle Produkte. Zudem bieten andere Hersteller mittlerweile ebenfalls drei Jahre Garantie auf ihre Maschinen.
Was unterscheidet also eine Festool OF 2200 noch von einer Trend T8? Leistung, Drehzahl und Hub sind vergleichbar. Auch die Trend T8 eignet sich problemlos für den Einbau in einen Frästisch – und bietet sogar einen Vorteil: Sie benötigt keinen zusätzlichen Lift, der bei Festool schnell über 200 Euro kosten kann.
Der Service war vor Jahren mehr als gut. Selbst Rückrufe erhielt ich bei Fragen, die nicht sofort beantwortet werden konnten. Und diese Anrufe kamen aus Deutschland und nicht von irgendwelchen Callcentern in Europa.
Heute würde ich daher nicht mehr blind zu Festool-Produkten greifen, ohne vorher auch einen Blick auf Alternativen anderer Hersteller zu werfen.
Sobald die defekte Oberfräse von Festool wieder bei mir eingetroffen ist, werde ich diese in Einzelteile zerlegen und versuchen diese selbst zu reparieren. Wie bei dem Kaffevollautomaten JURA E8.
die Oberfräse ist zurück
Heute habe ich die Oberfräse wieder erhalten.
Nach dem Auspacken ließ sie sich problemlos einschalten. Zufall?
Nein – ich habe die Oberfräse etwa 10 Minuten laufen lassen und währenddessen auch die Drehzahl reguliert, ohne dass Probleme auftraten.
Natürlich ist die Fehlersuche in solchen Fällen schwierig. Doch auf bloßen Verdacht hin gleich alle teuren Innenteile auszutauschen, halte ich für zu einfach. Da macht es sich Festool meiner Meinung nach zu leicht.
Austausch der Kohlen
Festool wollte zudem auch die Kohlebürsten ersetzen.
Grundsätzlich: Wenn die Maschine ohnehin geöffnet ist, kann man das in Betracht ziehen. Allerdings befinden sich die Kohlen noch in einem guten Zustand.
Hätte ich die Oberfräse sehr intensiv genutzt und würde sie entsprechende Verschleißerscheinungen zeigen, könnte ich dieses Vorgehen nachvollziehen.
Ohne ersichtlichen Grund jedoch direkt den Austausch mehrerer teurer Komponenten vorzuschlagen, halte ich für durchaus grenzwertig.
Vor 10 Jahren war der Service SUPER! Und was ist davon übrig geblieben???













































