Frästisch verbessert! Neuer Anschlag selbst gebaut

Frästisch verbessert! Neuer Anschlag selbst gebaut

neuer Anschlag für den Frästisch

Frästisch verbessert! Neuer Anschlag selbst gebaut

Dies ist bereits ein etwas älteres Projekt. Der Initiator war ein Tischlermeister, dessen Blog zu jener Zeit recht erfolgreich war.
Leider ist dieser Beitrag im Laufe der Zeit aus meinem Blog verschwunden.

Auf dem Bild ist noch der alte Anschlag des Festool CMS-Frästisches im Original zu sehen.
Für die notwendigen Arbeiten ist dieser Anschlag zwar ausreichend, jedoch fehlen einige wichtige Hilfsmittel, die der neue Anschlag inzwischen bietet.

 

erforderlicher Rahmen

Der neue Fräsanschlag erfordert eine andere Befestigung am Frästisch.
Diesen Spannrahmen hatte ich schon vorher gebaut und montiert.
Dieser Rahmen ist einfach herzustellen; es sieht nur kompliziert aus. 

Ahorn war für den Spannrahmen die beste Wahl. Ahorn lässt sich sehr gut bearbeiten. Aluschienen gibt es im Internet für wenig Geld.

Schnittplan Multiplex 18mm

Meine Konstruktionsarbeiten erledige ich mit SketchUp. Ich nutze noch die alte Version, die eigenständig unter Windows läuft.

Die neuen Versionen laufen nur in der Cloud und sind extrem teuer.
Eigenständig laufende Versionen gibt es im Netz schon für 14 Euro zu erwerben.

Natürlich wäre es schön, die Arbeiten direkt auf meinem Ubuntu-Computer machen zu können. Aber ich bin nicht bereit, den Preis für SketchUp Cloud zu zahlen.

Hier sind die wichtigsten Teile mit Maßangaben.

Verbindungen

Bei dieser Konstruktion verwende ich kein Massivholz. 18 mm Multiplex ist das richtige Material für dieses Projekt. Es ist formstabil und verzieht sich kaum.
Die Langstücke waren einfach auf dem MFT/3 zuzuschneiden; die Ecken auf der Kappsäge.
Alle Verbindungen sind Lamello-Verbindungen.
Die Lamello Zeta-P2 hat sich wirklich bezahlt gemacht. Absolut präzise und für alle Lamello-Verbindungen einsetzbar.

Wichtig ist hier die Rechtwinkligkeit aller Bauteile. Nur so kann ein genaues Arbeiten auf dem Frästisch garantiert werden.

Absaugkasten

Wie beim Original von Festool ist hier ein ausreichend dimensionierter Absaugkasten eingebaut.
Der Zuschnitt dafür ist etwas knifflig, aber das Endergebnis überzeugt.
Die Winkelschnitte haben alle 22,5 Grad.
Die Verbindungen sind alle nur verleimt. Der Kasten muss nichts tragen und steht beim Absaugen im Unterdruck.

Allein diese Absaugmöglichkeit reicht für ein sauberes Arbeit nicht aus. Es muss noch eine Absaugung an der unter dem Tisch befestigten Oberfräse angeschlossen werden.

Deckel Absaugkasten

Hierfür ist kein 18mm starkes Holz nötig.
8mm Sperrholz reichen aus. KEIN MDF !!

Allerdings wird dieser Deckel auch noch die Führungsschiene für das Zubehör tragen müssen.

Trotzdem macht stärkeres Holz nicht viel Sinn.

Passprobe

Die Teile für den Absaugkasten habe ich zum Verleimen mit Paketklebeband fixiert.
Klebebänder sind beim Verleimen von Gehrungen immer sehr hilfreich.
Beim Ausprobieren kann man sehr gut feststellen, ob alle rechten Winkel eingehalten werden können und ob alle Lamellen an der richtigen Stelle sitzen.

Zentrierung

Wenn die Frontteile ausgerichtet und verleimt sind, wird das "Zentrierbrett" montiert.
Dieses hält die beiden Backen in einer sehr stabilen und zum Frästisch ausgerichteten Position.

Dies ist das schwarze Teil im Hintergrund. Hier habe ich einige Lamellos platziert um eine kraftvolle Verbindung zu den beiden Anschlägen zu schaffen.

Verleimen

Da war ich etwas vorsichtiger als sonst. Der rechte Winkel muss immer stimmen. Ich habe auch tatsächlich eine Stunde gewartet, bis ich die Zwingen wieder abgebaut habe. Sonst war es meistens nur eine halbe Stunde.

Alu-Anschläge

Diese Anschläge sind wirklich gut. Genau für diesen Zweck.
Die Innenseiten müssen aber noch auf 45 Grad geschnitten werden.
Das geht ganz einfach mit der Kappsäge. Drehzahl auf niedrigster Stufe und sehr wenig Vorschub.

erster Test auf dem Frästisch

Alle Teile waren verleimt, die Knebelschrauben alle drin und die Führungsschrauben auf dem Tisch passen auch.
Die Konstruktion hat andere Klemmen, die vielleicht für die Befestigung auf dem Tisch fester sein könnten. Die kleinen Knebel sind doch schwer anzuziehen. Aber es hält und die erste Fräsung war sehr gut.

Anschlag für den Frästisch

Zubehör für den Frästisch

Auch die Zubehörteile, die der Konstrukteur beschrieben hatte, habe ich nachgebaut.

Allerdings die Federbretter aus Holz habe ich gleich entsorgt. Für wenig Geld gibt es die Folgenden zu kaufen. Die sind gut.

TEMU Diamant-Schleifsteine – Profi oder nur günstig?

TEMU Diamant-Schleifsteine – Profi oder nur günstig?

Diamant-Schleifsteine von TEMU

TEMU Diamant-Schleifsteine – Profi oder nur günstig?

 

Heute sind die Schleifsteine eingetroffen – nach fünf Tagen Wartezeit.

Natürlich habe ich die Steine sofort ausgepackt und ausprobiert.

Seit Jahren schärfe ich meine Beitel mit herkömmlichen Schleifsteinen, die vor der Benutzung gewässert werden müssen. Das ist an sich kein Problem. Störender ist vielmehr die Abnutzung der Steine und die damit verbundene Verformung. Bei jedem Schleifvorgang wird eine geringe Menge Material vom Stein abgetragen.

Mit der Zeit entstehen dadurch Mulden im Schleifstein, die sich natürlich auch auf das Schleifergebnis auswirken. Die Schneide des Beitels wird dann nicht mehr exakt plan geschliffen.

Deshalb habe ich mich schon länger für Diamant-Schleifsteine interessiert und versucht, mich im Internet darüber zu informieren. Videos, Testberichte und Werbung gibt es dazu reichlich.

Allerdings sind diese Steine recht teuer, zumal man in der Regel mehrere Körnungen benötigt. In einem Holzwerker-Onlineshop wird beispielsweise eine „Side-by-Side-Diamant-Schärfstation“ für sage und schreibe 243 Euro angeboten. Das wäre mir deutlich zu teuer.

Gibt es tatsächlich so große Qualitätsunterschiede, die solche Preisunterschiede rechtfertigen?

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

2 verschiedene Sets

Da diese Schleifsteine extrem preiswert sind, habe ich gleich zwei Sets bestellt.

Eines der Sets besitzt eine deutlich größere Arbeitsfläche. Zunächst dachte ich auch, es handele sich um Produkte von zwei verschiedenen Herstellern. Offenbar stammen jedoch beide Sets aus derselben Produktion.

Wie auch immer – ran an die Arbeit!

Die Schleifsteine fühlen sich alle recht glatt an. Wesentliche Unterschiede zwischen den einzelnen Körnungen sind mit den Fingern kaum zu spüren. Da kam natürlich die Frage auf: Bin ich vielleicht auf ein fragwürdiges Angebot hereingefallen?

Erst vor wenigen Tagen hatte ich meine Beitel noch mit den herkömmlichen Wassersteinen geschärft. Mit dem Ergebnis war ich durchaus zufrieden. Allerdings hat das Ganze auch entsprechend viel Zeit in Anspruch genommen.

Für das fünfteilige Set der kleinen Diamant-Schleifsteine habe ich gerade einmal 11,80 Euro bezahlt. Die drei größeren Steine kosteten zusammen 24,00 Euro. Der Versand war sogar kostenlos.

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

erster Schliff mit 240

Zuerst nahm ich den Schleifstein mit 240er Körnung zur Hand und bearbeitete damit einen älteren Beitel, den ich für allgemeine Arbeiten verwende. Dieser war bereits geschärft.

Schon nach wenigen Hüben kontrollierte ich die geschliffene Fläche – und war regelrecht von den Socken. Die Schneidfase glänzte spiegelblank, und das ganz ohne Wasser und mit erstaunlich geringem Aufwand. Nur wenige Bewegungen hatten ausgereicht.

Keine schmutzigen Finger, kein schmieriges Wasser und keine Vorbereitungszeit. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

Breiter Beitel

Irgendwie konnte ich die Geschwindigkeit, mit der sich die Beitel schärfen ließen, zunächst kaum glauben.

Also nahm ich meinen breitesten Beitel zur Hand, um das Ganze genauer nachzuvollziehen.

Breite Beitel und herkömmliche Wassersteine vertragen sich meiner Erfahrung nach nicht besonders gut. Durch die Abnutzung der Steine entstehen mit der Zeit Vertiefungen, sodass die Schleiffläche nicht mehr vollkommen eben ist. Das führt schnell dazu, dass die Schneide nicht exakt rechtwinklig geschliffen wird.

Genau das war bei diesem Beitel deutlich zu erkennen. An der bereits angeschliffenen Fläche konnte man sehen, dass ein Teil der Schneide vom bisherigen Schleifstein noch gar nicht erreicht worden war.

Mit dem Diamant-Schleifstein brachte ich die Fläche zunächst wieder grob in den richtigen Winkel. Anschließend arbeitete ich mich mit den feineren Körnungen Schritt für Schritt weiter vor.

 

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

hervorragendes Ergebnis

Den zuvor auf den Nassschleifsteinen geschärften Beitel habe ich anschließend testweise auf ein Stück Multiplex angesetzt. Ohne großen Druck auszuüben, hob sich sofort ein sauberer Span ab. Ein derartiges Ergebnis hatte ich mit den herkömmlichen Wassersteinen bislang nicht erzielt.

Dabei hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal die großen Schleifsteine benutzt. Allein die Bearbeitung mit dem kleinen Set hatte bereits zu diesem überraschend guten Ergebnis geführt.

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

Mein Fazit zu Diamant-Schleifsteinen von TEMU

Jahrelang habe ich mich mit den verschiedenen Nassschleifverfahren herumgeschlagen und sie als selbstverständlich angesehen.

Bereits aufgrund des günstigen Preises war ich mit dem Kauf der Schleifsteine bei Temu mehr als zufrieden. Die Diamant-Schleifsteine haben meine Erwartungen jedoch deutlich übertroffen.

Selbst wenn dieses Set nur für eine einzige Komplettschärfung meiner Beitel ausreichen würde, hätte sich die Investition von weniger als 12 Euro für mich bereits gelohnt.

Auf den Bildern ist auch meine Schärfvorrichtung von Veritas zu sehen. Mit ihrer Funktion bin ich durchaus zufrieden, allerdings halte ich den Preis für dieses recht einfache Hilfsmittel für deutlich zu hoch.

Bei meiner Recherche bin ich außerdem auf das WOODPECKERS-Schärfsystem für Schleifsteine gestoßen. Als ich den Preis gesehen habe, musste ich erst einmal schlucken.

Da stellt sich mir schon die Frage: Wer kauft so etwas?

Mein Fazit nach den ersten Erfahrungen: Es lohnt sich, gelegentlich auch einen Blick auf günstige Alternativen zu werfen. In meinem Fall haben die preiswerten Diamant-Schleifsteine meine Erwartungen jedenfalls deutlich übertroffen.

(Und nein – das soll keine Werbung für Temu sein, sondern lediglich ein Erfahrungsbericht.)

 

Flex Winkelschleifer – kraftvoll und vielseitig

Flex Winkelschleifer – kraftvoll und vielseitig

Flex Winkelschleifer

Entwickler des Winkelschleifers - Flex

Wer braucht als Holzwerker nicht einen Winkelschleifer?

Und schon beginnt die Suche nach dem richtigen Gerät.

Den meisten Menschen fällt bei der Bezeichnung sofort der Name Flex ein – und das nicht ohne Grund. Bereits 1954 entwickelte der Erfinder den ersten FLEX-Winkelschleifer.

Heute führen allerdings andere Marken den Markt an – nicht unbedingt wegen besserer Qualität, sondern oft schlicht wegen niedrigerer Preise.

Ein Winkelschleifer, der für Holzwerker wirklich brauchbar ist, sollte einige wichtige Merkmale aufweisen:

  • Regelbare Drehzahl

  • Weichanlauf

  • Scheibenwechsel ohne Werkzeug

  • Leiser Betrieb

  • Kraftvoll

  • Lange Anschlussleitung

Flex Winkelschleifer

Flex Winkelschleifer – große Auswahl

Wer auf der Website von FLEX nach Winkelschleifern sucht, wird eine große Auswahl finden.

Besonders hier zeigt sich die Kompetenz der Firma FLEX im Bereich der Anwendungsmöglichkeiten für Winkelschleifer – etwas, das kein anderer Anbieter in diesem Umfang bietet.

Warum habe ich mich für diesen FLEX-Winkelschleifer entschieden?
Erstens schätze ich die fachliche Kompetenz der Firma und möchte gleichzeitig Hersteller unterstützen, die ausschließlich in Deutschland entwickeln und produzieren.
Zweitens erfüllt dieses Gerät genau meine Anforderungen an einen Einhand-Winkelschleifer für meinen Einsatzbereich.

Flex Winkelschleifer

werkzeugloser Wechsel der Scheiben

Früher wurde oft lange nach dem Schlüssel zum Öffnen der Scheibenachse gesucht – ähnlich wie der „Knochen“ bei einer Bohrmaschine, der ständig verschwand.

Dank der neuen, zuverlässig schließenden Verriegelung, die sich einfach und sicher nur mit der Hand öffnen lässt, wird der Scheibenwechsel zum Kinderspiel.

Auch der Spanschutz ist sehr einfach zu verstellen, allerdings aus Sicherheitsgründen nur in eine Richtung.

Zum Glück sind alle gängigen Scheiben, beispielsweise für 125-mm-Maschinen, in Deutschland genormt und passen problemlos. Ich verwende jedoch ausschließlich Qualitätsscheiben, um ein sicheres und sauberes Arbeiten zu gewährleisten.

Flex Winkelschleifer

stufenlose Drehzahl und Softstart

Ich musste einmal mit einem Bosch-Winkelschleifer arbeiten und hatte beim Einschalten das Gefühl, mir gleich das Handgelenk zu brechen.

Ohne Softstart besteht tatsächlich die Gefahr, dass man die anlaufende Maschine aus der Hand verliert. Ein solcher Moment kann erheblichen Schaden anrichten.

Bei einer Maschine mit Sanftanlauf (Softstart) ist dieses Risiko nahezu ausgeschlossen.

Ebenso unverzichtbar ist eine stufenlose Regulierung der Drehzahl, da für unterschiedliche Arbeiten auch unterschiedliche Drehzahlen erforderlich sind.

Praktisch ist zudem, dass sich Hinweise zum passenden Drehzahlbereich direkt auf dem Flex-Winkelschleifer ablesen lassen.

Flex Winkelschleifer

Schlüssel für andere Scheibensicherungen

Selbst daran hat Flex gedacht:
Sollte man die Schraubensicherung gegen eine andere mit Lochkreis austauschen wollen, befindet sich der passende Schlüssel direkt im Zusatzgriff des Winkelschleifers.

Auch das sehr lange Elektrokabel sorgt für einen großzügigen Arbeitsradius, sodass man sich beim Arbeiten nicht ständig nach einer Steckdose oder Verlängerung umsehen muss.

Fazit

Mit der Entscheidung, gleich einen FLEX-Winkelschleifer zu kaufen und nicht ein anderes „Markengerät“, bin ich bisher mehr als zufrieden.

Der Preisunterschied zu vielen günstigeren Maschinen ist gar nicht so groß. Deshalb dürfte die Entscheidung für eine FLEX letztlich recht einfach fallen.

Holzverbindungen leicht gemacht: Grundlagen für Heimwerker

Holzverbindungen leicht gemacht: Grundlagen für Heimwerker

Holzverbindungen

Holzverbindungen einfach erklärt

Meine ersten Holzverbindungen habe ich mit Metallwinkeln hergestellt. Diese waren teuer gekauft, aber nicht nur unansehnlich, sondern auch ziemlich instabil – zumal ich damals oft die falschen Schrauben verwendet habe. Holzverbindungen einfach erklärt.

Schlitz- und Zapfenverbindungen sahen in Videos zwar sehr gut aus, aber die Umsetzung war aufgrund fehlender handwerklicher Erfahrung für mich nicht realistisch.

Die Frage ist also: Wie kann man trotzdem schnell, sauber und stabil Holzverbindungen herstellen?

Eine gute Lösung sind passende Maschinen und Dübelverbindungen.

Mafell-DDF-40-

welche Verbindungen gibt es?

Unzählige! Im Holzbereich gibt es tatsächlich eine enorme Vielfalt an Form- und Steckverbindungen. Besonders bekannt und beliebt sind die japanischen Holzverbindungen, die in zahlreichen YouTube-Videos eindrucksvoll gezeigt werden. Viele davon sind jedoch eher als dekorative oder demonstrative Verbindungen zu sehen.

Im Folgenden konzentriere ich mich bewusst nicht auf klassische Holzverbindungen wie Schlitz-und-Zapfen oder Überblattungen. Stattdessen geht es um schnelle, saubere und zuverlässige Dübelverbindungen, die mithilfe geeigneter Maschinen präzise und effizient hergestellt werden können.

Domino und Lamello

häufigste Dübelfräsen

Die gebräuchlichsten Dübelfräsen sind die Festool DF 500 und DF 700 sowie die Dübelfräse von Lamello. Vor einiger Zeit hat auch Mafell mit der DDF 40 versucht, in diesem Markt mitzumischen. Auch ich habe mir damals die DDF 40 gekauft – in der Annahme, etwas Neues und vielleicht sogar Besseres zu erhalten. Das stellte sich jedoch als Trugschluss heraus.

Meine erste Dübelfräse war die Festool DF 500. Mit ihr habe ich damals nahezu alle Holzverbindungen hergestellt und war damit auch sehr zufrieden. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich jedoch die Vorteile der Lamello-Dübelfräse noch nicht.

Das änderte sich erst mit dem Kauf der Lamello Zeta P2.

WC-Garnitur

Holzverbindung mit Dominos

Auf diesem Bild ist eine Domino-Verbindung zu sehen. Die Dominos von Festool sind längliche Holzdübel („Stäbchen“), die in zuvor mit der Dübelfräse gefräste Langlöcher eingesetzt werden.

Die Passgenauigkeit dieser Fräsverbindungen ist ausgezeichnet, wodurch sehr stabile und belastbare Verbindungen entstehen.

Dominos sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Die gängigen Varianten – etwa 4, 5, 6, 8 und 10 mm – haben jeweils fest definierte Längen: Je dünner der Domino, desto kürzer ist er in der Regel ausgeführt. Inzwischen gibt es jedoch auch Domino-Stangen mit Längen von bis zu einem Meter, die sich individuell zuschneiden lassen.

Darüber hinaus unterscheiden sich die Dominos im Material. Es gibt sie hauptsächlich aus Buche oder Sipo. Buchen-Dominos sind zwar etwas günstiger, jedoch nicht wasserfest. Für Anwendungen, bei denen Feuchtigkeit eine Rolle spielt, sind daher Sipo-Dominos klar zu empfehlen.

Lamello Zeta P2

Holzverbindung mit Lamellos

Zu dieser Lamellofräse kam ich erst relativ spät. Damals war ich ein echter Festool-Fan – für mich kamen ausschließlich Maschinen dieses Herstellers infrage. Rückblickend leider ein wenig zu eingeschränkt gedacht.

Im Internet stieß ich schließlich auf ein Video, das die vielfältigen Möglichkeiten der Lamello Zeta P2 zeigte. Besonders beeindruckt hat mich dabei die Option, Holzverbindungen herzustellen, die sich bei Bedarf wieder lösen lassen – genau das ermöglicht das P2-System von Lamello.

Gleichzeitig ist die Fräse aber nicht nur auf dieses System beschränkt. Sie lässt sich ebenso problemlos für klassische Lamellos einsetzen.

Diese „normalen“ Lamellos sind deutlich günstiger als die Dominos von Festool. Allerdings haben sie auch ihre Eigenheiten: Sie sind nicht wasserfest. Im Gegenteil – beim Verleimen quellen die Lamellos auf, wodurch sie sich fest in den Fräsnuten verankern und so die Werkstücke sicher miteinander verbinden.

DDF 40

Holzverbindung mit Runddübeln

Mit dem Kauf der Mafell DDF 40 (Doppeldübelfräse) folgte für mich die große Ernüchterung. Damals habe ich tatsächlich schon über 1.000 Euro für eine Maschine bezahlt, die letztlich nichts anderes tut, als zwei Löcher im Abstand von 32 mm ins Holz zu fräsen.
Im Vergleich zu den Fräsungen mit der Festool DF 500 oder der Lamello Zeta P2 lassen sich diese beiden Bohrungen auch problemlos mit einem Akkuschrauber und einem passenden Bohrer herstellen – deutlich einfacher, als man zunächst denkt.
Heute muss man schon gezielt nach Anbietern suchen, die eine solche DDF überhaupt noch führen. Die damit hergestellten Holzverbindungen sind zwar grundsätzlich einfach umzusetzen, erreichen meiner Erfahrung nach jedoch weder die Präzision noch die Stabilität der Verbindungen mit der DF 500 oder der Lamello Zeta P2.
Das ist natürlich meine persönliche Einschätzung.

Festool DF 700

Festool DF 700

Nein, diese große Dübelfräse habe ich nicht gekauft.

Zwar ermöglicht die Maschine sehr stabile Verbindungen mit Dübelgrößen bis zu 14 × 140 mm, doch solche Dimensionen waren und sind in meinem Holzwerkerbereich schlicht nicht erforderlich.

Theoretisch ließen sich mit dieser Maschine auch kleinere Dominogrößen verarbeiten. Mit einem entsprechenden Adapter könnte man somit das gesamte Spektrum der Dominos abdecken. Allerdings ist das Handling der Maschine deutlich weniger angenehm, was den praktischen Einsatz aus meiner Sicht einschränkt.

Holzverbindungen
Holzverbindungen
Holzverbindungen
Holzverbindungen

meine Empfehlung

Mit allen drei Dübelfräsen konnte ich eigene Erfahrungen sammeln.

Die Festool DF 500 ist eine wirklich sehr gute Maschine. Die Fräser halten extrem lange, und die Verbindungen sind sauber sowie präzise. Mit einem aktuellen Preis von rund 1.100 Euro im Set ist sie allerdings kein Schnäppchen.

Auch die Lamello Zeta P2 gehört nicht zu den günstigen Maschinen und liegt derzeit bei etwa 1.400 Euro. Dafür überzeugt sie jedoch durch ihre hohe Qualität und Präzision – aus meiner Sicht ist sie ihr Geld absolut wert.

Deutlich abgeschlagen liegt für mich die Mafell DDF 40, die aktuell ebenfalls noch rund 1.100 Euro kostet. In Anbetracht ihrer Leistung und Einsatzmöglichkeiten kann sie mit den anderen beiden Maschinen nicht mithalten.

Meine klare Empfehlung ist daher die Lamello Zeta P2, da sie weit mehr Möglichkeiten bietet als die reine Verarbeitung von Lamellos.

Festool-Anschlag an der Bosch GTS 10 XC – Bauanleitung

Festool-Anschlag an der Bosch GTS 10 XC – Bauanleitung

BOSCH GTS10XC

Festool-Anschlag an der Bosch GTS 10 XC

Der originale Schiebetisch-Anschlag von Bosch wirkt eher „niedlich“ und wird auf der Baustelle sicher seinen Zweck erfüllen. Für anspruchsvollere Arbeiten ist er jedoch kaum geeignet.

Die Breite des Schiebeanschlags ist zu gering, das Material besteht aus Kunststoff, und das Spiel der Führung ist zu groß. Sicher, diese Tischkreissäge erreicht nie die Präzision einer hochwertigen Formatkreissäge. Dennoch lassen sich mit einigen Hilfsmitteln und Umbauten die Ergebnisse deutlich verbessern.

Hier werde ich den Anschlag auf dem kurzen Schiebetisch mit einem Anschlag von Festool verbessern.

fertiger Anschlag

alter Festool-Anschlag

Diesen Anschlag habe ich noch von der Festool Tischkreissäge CMS TS 55. Damals war ich begeistert von Festool-Produkten, doch die Säge selbst erwies sich als eher schlecht: Unter dem Modul hing nur eine normale Tauchsäge, die in einem Rahmen (CMS) eingespannt war. Schnell merkte ich, dass dies nicht der richtige Weg zu einem befriedigenden Hobby war.

Nun sollte es jedoch kein Problem sein, diesen Anschlag an die Bosch GTS 10 XC Professional anzupassen.

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Bosch-Schiene anpassen

Die Abmessungen der Schienen waren identisch, sodass es eigentlich ein Leichtes sein sollte, die Schiene auf dem Schiebetisch der Bosch spielfrei zu befestigen. Einzig das seitliche Spiel des Schiebetisches selbst musste noch berücksichtigt werden.

Nach einigen Überlegungen machte ich mich an die Arbeit und präparierte die Bosch-Schiene für den Festool-Anschlag.

VAC-SYS
VAC-SYS
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VAC-SYS
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Fazit

Der Umbau war unkompliziert, zumal ich das notwendige Equipment bereits vom Festool CMS hatte.

Allerdings würde ich dieses Zubehör nicht extra für einen solchen Umbau anschaffen – dafür ist es schlicht zu teuer und bringt letztlich nicht den gewünschten Erfolg zu 100 %.

Der gesägte Winkel hingegen ist wirklich sehr gut, wie man auf dem Bild erkennen kann. Selbst die oft hochgelobte Erika 85 könnte das nicht besser umsetzen. Dazu habe ich bereits berichtet und kann hier auf eigene Erfahrungen zurückgreifen.

Da ich jedoch die Festool KS 120 besitze, habe ich diesen Anschlag nur selten benötigt.

Ist der Mafell DDF 40 DuoDübler sein Geld wert? Erfahrungen!

Ist der Mafell DDF 40 DuoDübler sein Geld wert? Erfahrungen!

Mafell-DDF-40

Ist der Mafell DDF 40 DuoDübler sein Geld wert?

Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen mit dieser Maschine wieder. Dies ist keine Bewertung der Leistung, Qualität oder möglicher fehlender Anwendungen.

Im Jahr 2019, kurz nach der Einführung der Mafell DDF-40, habe ich diese Maschine gekauft – in der Annahme und Hoffnung, sie für Arbeiten einsetzen zu können, die eine Festool DF 500 DOMINO oder eine Lamello ZETA P2 nicht leisten kann.

Der Preis für die Maschine betrug damals 1.030 Euro bei einem großen Online-Händler. Heute liegt der Preis bereits bei über 1.200 Euro

Mafell ddf

Lieferumfang

Die Maschine selbst war im Lieferumfang großzügig ausgestattet. Fräser und Dübel für den Anfang waren gleich dabei, ebenso nützliche Kleinigkeiten wie eine Gummiunterlage und weiteres Zubehör für die Fräse.

Eigentlich hatte ich keinen direkten Bedarf für diese Doppeldübelfräse.
Nach einem Test bzw. einer Vorstellung durch einen bekannten Tischlermeister im Netz wurde ich jedoch neugierig und wollte sie ausprobieren. Zwar konnte man schon recht deutlich in der Vorstellung erkennen, dass es keine überzeugende Meinung von ihm war, doch dieser Tischlermeister muss ja auch sein Geld mit Werbung verdienen...

Mafell-DDF-40-

Anpassung Elektroanschluss

Da ich mit dem Festool-Saugsystem arbeite ist das Anschlusskabel der Mafell DDF 40 für mich unbequem.

Der Staubsauger schaltet sich über das Kabel, welches mit dem Saugschlauch verbunden ist, nicht selbst ein.

Deshalb habe ich gleich den Festool Umbausatz eingebaut. Das geht sehr einfach.

Mafell DDF 40

erster Einsatz

Für den ersten Test habe ich 2 Holzstücke mteinander verbunden.

Diese Arbeit unterscheidet sich in keiner Weise zum Einsatz mit der Festool DF 500 oder mit der Lamello ZETA P2. Anzeichnen und fräsen... Ach ja, die passenden Fräser einsetzen nicht vergessen.

Dies soll nur ein "Schnellschuss" werden; also ohne jede Anforderung.

Mafell DDF 40
Mafell DDF

war's das?

Ok, zwei Holzstücke sind in diesem Fall durch zwei Runddübel verbunden. Aber welchen echten Vorteil habe ich durch diese teure Maschine? Die Dübel hätte ich genauso gut mit einem 8 mm-Bohrer oder einer sehr preisgünstigen Schablone einbringen können.

Gibt es überhaupt wasserfeste Runddübel, zum Beispiel aus SIPO? Bisher habe ich keine gefunden.

Ich musste mich abermals selbst fragen, warum ich wieder auf die Empfehlung eines solchen „Fachmanns“ im Netz hereingefallen bin. Nun, ich muss nicht unbedingt auf den Preis achten, doch es werden sicher viele hundert Holzwerker enttäuscht sein – ohne es meist selbst zuzugeben.

Mafell-DDF-40-

mein Eindruck

Die Maschine erfüllt genau ihren Zweck: ein oder zwei Dübel für eine lagerichtige Verbindung ins Holz treiben.

Das Ergebnis überzeugt. Allerdings: Wenn man bereits eine oder zwei andere Dübelfräsen besitzt, lohnt sich die Mafell DDF-40 nicht mehr.

Die Holzdübel sind vielleicht günstiger als Festool DOMINOS, aber teurer als Lamellos. Und die Dübel sind nicht wasserfest.

Wenn ich mich zwischen den drei Maschinen entscheiden müsste, wäre es mit Abstand die Lamello ZETA P2, zumal der Preisunterschied nicht sehr groß ist.

Übrigens habe ich die Mafell DDF-40 kurz nach dem Test wieder verkauft.