Record Power WG250 im Praxistest: Vorteile und Einsatzmöglichkeiten

Record Power WG250 im Praxistest: Vorteile und Einsatzmöglichkeiten

WG250 ausgepackt

Nassschleifmaschine WG 250

Seit Jahren schleife und schärfe ich alle meine Schneidwerkzeuge selbst. Lange Zeit habe ich dafür Nassschleifsteine verwendet, heute arbeite ich überwiegend mit Diamantschleifsteinen.

Das war allerdings immer eine eher lästige und zeitaufwendige Arbeit. Nach zehn geschärften Stechbeiteln schmerzten die Finger bereits deutlich. Das Ergebnis war zwar stets einwandfrei, der manuelle Aufwand jedoch erheblich.

Deshalb habe ich mir zahlreiche YouTube-Videos über Nassschleifmaschinen angesehen. Der Maschinenhandel Meyer bietet hierzu sehr informative Beiträge an. Vorgestellt und miteinander verglichen wurden beispielsweise die Record Power WG 250 sowie die Tormek T4 und T8.

Die Unterschiede zwischen den Maschinen werden dort sehr gut erklärt. Besonders wichtig war für mich die Information, dass das Zubehör beider Hersteller untereinander kompatibel ist.

Und dann kam der Preis: Eine Tormek kostet mindestens doppelt so viel wie die Record Power WG 250.

Tormek Zubehör

Record Power WG 250 als Set

Früher hätte ich gar nicht weiter darüber nachgedacht und mir sofort die Tormek T8 samt Diamantschleifsteinen gekauft.

Nach einer kritischeren Betrachtung vieler sogenannter Markenwerkzeuge bewerte ich heute das Verhältnis von Preis und Qualität deutlich nüchterner. Diese Erfahrung habe ich nicht nur bei Schleifmaschinen, sondern beispielsweise auch bei Festool-Produkten gemacht.

Am Mittwoch habe ich die Record Power WG 250 sowie zwei Messerschleifvorrichtungen von Tormek beim Maschinenhandel Meyer bestellt. Die WG 250 war für 299 Euro inklusive Versand im Angebot.

Aufgrund verschiedener Erfahrungsberichte im Internet habe ich bewusst nicht die Messerschleifvorrichtungen von Record Power gekauft, sondern mich für die von Tormek entschieden. Sie sind zwar etwas teurer, sollen aber hinsichtlich Verarbeitung und Handhabung deutlich besser sein.

Wie auch immer – für knapp 400 Euro habe ich damit zunächst alles zusammen, was ich für meine Schleifarbeiten benötige.

Record Power WG250

los geht's

Schon heute konnte ich die Maschine auspacken.

Der Zusammenbau ist erfreulich einfach und in wenigen Minuten erledigt.

Natürlich habe ich sofort einige ältere Stechbeitel geschärft. Also zunächst Wasser in den Behälter füllen und die Maschine laufen lassen. Den ersten Liter Wasser hat der Schleifstein innerhalb kürzester Zeit vollständig aufgenommen. Deshalb sollte man so lange Wasser nachfüllen, bis der Stein nichts mehr aufnimmt und gleichmäßig benetzt bleibt.

Sehr wichtig ist auch die Vorbereitung der Lederabziehscheibe. Diese sollte zunächst mit etwas Öl eingerieben werden. Hierfür reicht gewöhnliches Speiseöl völlig aus. Das Leder wird dadurch geschmeidiger und kann die Schleifpaste besser aufnehmen. Die Schleifpaste selbst sollte erst unmittelbar vor dem Abziehen sparsam aufgetragen werden – weniger ist hier mehr.

Zum Lieferumfang gehören zwei Messhilfen. Mit der einen lässt sich der Schneidenwinkel bestimmen, die andere dient zum Einstellen des korrekten Winkels zwischen Werkstück und Schleifstein.

Mit diesen Messhilfen habe ich mich allerdings zunächst etwas schwergetan. Das kleine Winkelmessgerät ist aus meiner Sicht eher ein nettes Gimmick als ein wirklich präzises Hilfsmittel.

Wie auch immer: Es lohnt sich in jedem Fall, sich vor der ersten Benutzung einige Videos zur Handhabung der Maschine anzusehen. Das erleichtert den Einstieg erheblich und erspart manche unnötige Schleifübung.

Einstellmöglichkeiten

Bedienung

Gut, wirklich kompliziert ist die Maschine nicht. Allerdings wirkt manches noch etwas hakelig.

Die Arbeitsstange liegt tatsächlich exakt parallel zur Motorachse. Zunächst eierte der Schleifstein allerdings deutlich, sodass ich bereits an eine Rücksendung dachte. Dann fiel mir ein, dass genau dieses Verhalten in einem der Videos beschrieben wurde. Nach einiger Zeit richtet sich der Stein tatsächlich selbst aus und läuft vollkommen rund. Nachvollziehen kann ich diesen Effekt zwar bis heute nicht, aber er funktioniert.

Der Schleifstein hat im Neuzustand einen Durchmesser von 250 mm. Je größer der Durchmesser, desto geringer fällt der Hohlschliff an der Schneide aus – ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Die Drehzahl lässt sich über den Regler an der Vorderseite einstellen. Die angegebenen Werte beziehen sich dabei auf den aktuellen Durchmesser des Schleifsteins. Hinzu kommen lediglich der Hauptschalter – mehr braucht es im Grunde nicht.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist dagegen die Höheneinstellung des Führungsstabs. Die Grobeinstellung ist schnell vorgenommen, und die Einstellmutter ist dabei durchaus hilfreich. Mit ihr lässt sich die erforderliche Höhe sehr gut bestimmen, allerdings nicht direkt einstellen. Beim Festziehen neigen die beiden senkrechten Führungen dazu, sich leicht zu verkanten.

für Beitel

Stecheisen schärfen

Das ist für mich der wichtigste Einsatzzweck der Maschine – neben dem Schärfen von Messern und Hobeleisen.

Die entsprechende Führung gehört bereits zum Lieferumfang, sodass ich keine zusätzliche Schleifvorrichtung von Tormek bestellt habe. Ob die Tormek-Ausführung besser oder schlechter ist, kann ich deshalb nicht beurteilen.

Die Handhabung ist anfangs allerdings etwas knifflig. Beim ersten Einspannen eines 10-mm-Stechbeitels fiel mir sofort auf, dass dieser leicht schräg in der Führung saß. In diesem Fall würde natürlich auch die Schneide schräg geschliffen werden. Bei breiteren Eisen dürfte dieses Problem seltener auftreten.

Wichtig ist, dass die Spannbacke wirklich parallel zur Grundplatte ausgerichtet ist. Außerdem sollte der 90-Grad-Winkel vor jedem Schleifvorgang kontrolliert werden. Beim Festziehen der Schrauben verdreht sich der Stechbeitel leicht und liegt dann nicht mehr sauber an der Anlage an.

Beim ersten Versuch habe ich mich exakt an die Anleitung gehalten. Zunächst den vorhandenen Schneidenwinkel mit dem Winkelmesser bestimmt, anschließend die Einstelllehre entsprechend eingestellt und losgeschliffen.

Ein fataler Fehler – denn in der Praxis passte der Winkel schlicht nicht.

Hier hilft letztlich nur die manuelle Einstellung. Mit dem Auge, etwas Erfahrung und einem kurzen Probeschliff kommt man deutlich schneller und sicherer zum Ziel. Aus meiner Sicht ist das sogar die beste Methode, um den vorhandenen Winkel exakt zu treffen und nicht unnötig Material abzutragen. Andernfalls kann man sehr viel Zeit damit verbringen, einen vermeintlich korrekten Winkel erst mühsam herzustellen.

Messerhalter

Messer schärfen

Wir haben – soweit ich das beurteilen kann – sehr gute Küchenmesser von Wüsthof.

Anfangs war ich von der Schärfe begeistert. Mit der Zeit ließ die Schneidleistung jedoch nach. Auch mit einem hochwertigen Wetzstahl und verschiedenen kleinen Schärfhilfen ließ sich die ursprüngliche Schärfe nicht mehr erreichen.

Entsprechend gespannt war ich auf das Ergebnis mit der Nassschleifmaschine.

Zunächst habe ich einige ältere Messer zum Üben eingespannt. Dabei fiel mir sofort auf, dass die Führung des Messers über den Schleifstein etwas Übung erfordert. Die richtige Bewegung muss man sich erst aneignen. Deshalb waren die alten Messer ideale „Versuchsobjekte“.

Die empfohlenen Schleifwinkel kann man zwar auf der Herstellerseite nachlesen, in der Praxis sind sie jedoch nur eine grobe Orientierung. Entscheidend ist, den Winkel so flach wie möglich zu wählen, ohne dass die Halterung auf dem Schleifstein aufliegt.

Nach einigen Messern hatte ich den Bogen schließlich heraus. Die Ergebnisse waren sehr überzeugend. Der Papiertest wurde von allen geschärften Messern problemlos bestanden.

Benötigt man wirklich beide Messerschleifvorrichtungen?

Aus meiner Sicht: eindeutig ja.

Kurze Messer lassen sich mit der langen Vorrichtung kaum vernünftig führen. Umgekehrt bietet die kurze Vorrichtung langen Messern zu wenig Halt. Erst beide Vorrichtungen zusammen ermöglichen ein sicheres und präzises Arbeiten über den gesamten Größenbereich.

Hobeleisen

Hobeleisen schärfen

Jetzt wollte ich auch wissen ob der Nassschleifer WG 250 auch Hobeleisen richtig scharf bekommt.
Das Blatt ist vom neuen Hobel, dessen Blatt ich noch nie geschärft habe.

Hierbei habe ich den Winkel mit dem Auge kontrolliert. Ein kurzer Probeschliff um zu sehen ob der Winkel stimmt und schon ging es los.

Das Ergebnis war hierbei auch sehr gut. Das Hobeleisen geht wesentlich leichte über das Holz.

WG 250 niedriger

mein Eindruck

Wer glaubt, mit einem solchen Nassschleifer vom ersten Einsatz an perfekte Ergebnisse erzielen zu können, wird vermutlich enttäuscht sein.

Die mitgelieferten Hilfsmittel zur Einstellung der Schleifwinkel vermitteln zwar zunächst Sicherheit, in der Praxis haben sie mir jedoch nur begrenzt geholfen.

Für wirklich gute Ergebnisse sind vor allem Übung und Geduld entscheidend. Hat man das Prinzip einmal verstanden und die richtige Handhabung verinnerlicht, lassen sich stumpfe Messer, Stechbeitel und Hobeleisen mit erstaunlich wenig Aufwand wieder in einen hervorragenden Schärfezustand versetzen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit dem Kauf der Record Power WG 250 bin ich insgesamt sehr zufrieden. Nach meinen bisherigen Erfahrungen sehe ich keinen entscheidenden Vorteil, der den mehr als doppelt so hohen Preis einer vergleichbaren Tormek-Maschine rechtfertigen würde. Wer nicht auf ein bestimmtes Zubehör oder einzelne Ausstattungsmerkmale angewiesen ist, erhält mit der WG 250 eine leistungsfähige Nassschleifmaschine zu einem aus meiner Sicht sehr fairen Preis.

Das Profi-Akkusystem von STIHL: Effizient arbeiten ohne Kabel

Das Profi-Akkusystem von STIHL: Effizient arbeiten ohne Kabel

Stihl-Geräte AP

Das Profi-Akkusystem von STIHL

Damals, nach dem Hauskauf, hatte der Vorbesitzer einige Gartengeräte zurückgelassen. Darunter war auch eine Bosch-Heckenschere, die lediglich über einen Ein-/Ausschalter verfügte – offenbar eines der ersten Modelle überhaupt. Von Sicherheitsfunktionen keine Spur.

Nachdem ich mir später eine preisgünstige Heckenschere gekauft hatte, passierte es immer wieder, dass ich beim Schneiden versehentlich das Stromkabel durchtrennte. Das anschließende Flicken des Kabels dauerte schließlich länger als das eigentliche Heckenschneiden.

Deshalb beschloss ich, mir eine Benzin-Heckenschere von Stihl zu kaufen, und besuchte einen Fachhändler in unserer Nähe.

Ausgerechnet in diesem Jahr führte Stihl das neue AP-Akkusystem ein. Ich war sofort begeistert und entschied mich für mehrere Akku-Geräte von Stihl. Dazu gehörte auch der Akku-Rasenmäher, der zwar bereits zu Stihl gehörte, aber noch unter dem Markennamen „Viking“ verkauft wurde.

Viking-Rasenmäher

taugen Akku-Geräte wirklich für gute Gartenarbeit?

Natürlich habe ich die Geräte zu Hause sofort ausprobiert, um ihre Praxistauglichkeit zu testen. Vom Ergebnis bin ich bis heute begeistert.

Die Akku-Heckenschere steht einer Benzin-Heckenschere in puncto Leistung in keiner Weise nach. Das konnte ich sogar einem skeptischen Bekannten bei einem direkten Vergleich eindrucksvoll zeigen.

Und der Akku-Rasenmäher?

Nicht ohne Grund hat STIHL diese Marke übernommen. Inzwischen trägt der Rasenmäher nicht nur den Namen STIHL, sondern auch die typischen orange-weißen Farben.

War der Akku-Rasenmäher überhaupt notwendig, obwohl ich den Husqvarna 105 (heute 305) bereits seit Jahren im Einsatz habe? Ja, denn den vorderen Teil unseres Grundstücks kann der Mähroboter nicht erreichen. Dieser Bereich muss deshalb weiterhin von Hand gemäht werden – und genau dafür ist der Akku-Rasenmäher ideal.

Stihl

Die Heckenschere HSA 86

Vom Gewicht her unterscheiden sich die Benzin- und die Akku-Version inklusive Akku kaum. Auch bei der Leistung gibt es praktisch keinen Unterschied.

Die großen Vorteile der Akku-Heckenschere liegen jedoch auf der Hand: Sie arbeitet deutlich leiser, benötigt keine Betriebsstoffe wie Benzin und ermöglicht ein völlig kabelloses Arbeiten.

Erst letzte Woche habe ich die Scherblätter nach langer Zeit wieder geschärft. Dazu gibt es auf YouTube zahlreiche Videos mit hilfreichen Anleitungen.

Ich habe allerdings nicht nur die Messer geschärft, sondern den kompletten Schneidmechanismus zerlegt, gründlich gereinigt und anschließend neu gefettet. Erstaunlicherweise war nach all den Jahren nahezu alles noch in einem einwandfreien Zustand.

Mit einer Akkuladung des 200-Wh-Akkus kann ich sämtliche Hecken auf unserem Grundstück mit einer Gesamtlänge von rund 80 Metern schneiden.

STIHL HLA 65

lange Heckenschere

Da wir an unserem Ferienhaus sowohl hohe als auch sehr tiefe Hecken haben, die ich mit einer normalen Heckenschere nicht erreichen kann, habe ich mir damals zusätzlich die Langheckenschere HLA 65 gekauft.

Sie besitzt mit 50 cm zwar ein kürzeres und zudem schmaleres Schwert, steht der normalen Akku-Heckenschere in der Schnittleistung jedoch kaum nach. Lediglich stärkere Äste, die die normale Heckenschere noch problemlos schneidet, sind nicht ihre Stärke. Dafür ist der Abstand zwischen den Messern geringer, sodass sich Äste kaum verklemmen können.

Trotz ihrer Länge lässt sich die HLA 65 sehr leicht und präzise führen. Dadurch ist auch längeres Arbeiten angenehm und wenig ermüdend.

Auch diese Heckenschere habe ich inzwischen für die Reinigung sowie zum Schärfen der Messer vollständig zerlegt. Der Aufbau ist erfreulich einfach, sodass die Wartung problemlos selbst durchgeführt werden kann. Das Ergebnis nach der Reinigung und dem Schärfen überzeugt jedes Mal aufs Neue.

stihl BGA65

Laubbläser BGA 65

Zuvor hatte ich bereits einige preiswerte Nachbauten ausprobiert. Sie mussten jedoch schon nach kurzer Zeit ersetzt werden. Das bekannte Sprichwort „Wer billig kauft, kauft zweimal“ hat sich für mich dabei wieder einmal bestätigt.

Dieser Laubbläser verrichtet nun schon seit einigen Jahren zuverlässig seinen Dienst, und ich möchte ihn nicht mehr missen. Seine Blasleistung ist beeindruckend – selbst feuchtes Laub und kleinere Äste werden mühelos zusammengeblasen.

Mit eingesetztem Akku liegt das Gerät sehr ausgewogen und angenehm in der Hand, sodass auch längere Arbeitseinsätze nicht anstrengend werden.

Selbst der aktuelle Preis hat mich überrascht: Der STIHL-Laubbläser kostet heute, ohne Akku und Ladegerät, weniger als 200 Euro. Angesichts der gebotenen Leistung halte ich das für ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

STIHL FSA 65

Freischneider FSA 65

Eigentlich ist das ein sehr gutes Gerät. Eigentlich …

Solange der Mähfaden die richtige Länge hat, arbeitet der Freischneider zuverlässig und liefert ein sauberes Schnittbild. Allerdings wird der Faden beim Kontakt mit Steinen, Mauerkanten oder anderen harten Hindernissen mit der Zeit kürzer und muss nachgestellt werden.

Laut Bedienungsanleitung soll das ganz einfach funktionieren: Durch ein leichtes Auftippen des Mähkopfes auf den Boden wird neuer Faden aus der Spule freigegeben. Ein Messer an der Schutzhaube kürzt ihn anschließend automatisch auf die richtige Länge.

In der Praxis hat das bei mir jedoch nur selten funktioniert. Obwohl ich diese Vorgehensweise unzählige Male ausprobiert habe, wurde der Faden meist nicht nachgeführt. Selbst der Austausch der Fadenspule brachte keine Verbesserung. Das ist für mich der größte Schwachpunkt dieses ansonsten gelungenen Geräts.

Abgesehen davon arbeitet der Freischneider zuverlässig, ist leistungsstark und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Für mein gesamtes Geräte-Set stehen mir lediglich zwei Akkus zur Verfügung: ein AP 100 und ein AP 200.

Für sämtliche Arbeiten an Hecken und Sträuchern auf unserem Grundstück musste ich während eines Arbeitseinsatzes bisher noch nie einen Akku zwischendurch nachladen. Die Laufzeit reicht für meine Anforderungen vollkommen aus.

Allerdings muss man auch ganz klar sagen, dass der Laubbläser selbst den AP 200 recht schnell entlädt. Das ist angesichts seiner enormen Blasleistung jedoch kaum überraschend. Die Leistung des Geräts ist dafür schlicht hervorragend.

Strauchschere HSA 26

Akku-Strauchschere HSA 26

Dieses Gerät hätte ich tatsächlich beinahe vergessen.

Die Akku-Strauchschere haben wir uns erst vor einer Woche zugelegt. Bisher habe ich die Sträucher in unseren Pflanzkästen meist kurzerhand mit der großen Heckenschere geschnitten. Das funktionierte zwar, doch das Ergebnis war nicht immer besonders sauber.

Vor einigen Jahren hatten wir bereits eine kleine Akku-Strauchschere eines anderen Herstellers gekauft. Anfangs hat meine Frau sie benutzt, verlor aber schon bald die Lust daran. Das Gerät konnte einfach nicht überzeugen – Leistung und Handhabung waren alles andere als zufriedenstellend.

Nach der Ankunft der STIHL Akku-Strauchschere habe ich sämtliche Sträucher geschnitten und war sofort begeistert. Die Schnitte sind sauber und präzise, und das Gerät lässt sich angenehm leicht führen.

Auch der Rasenkantenaufsatz funktioniert sehr gut. Die Rasenkanten schneide ich persönlich jedoch lieber mit unserem Viking-Rasenmäher.

Mit einem Preis von rund 139 Euro ist die Akku-Strauchschere sicherlich kein Schnäppchen. Nach meinen ersten Erfahrungen ist sie ihren Preis jedoch absolut wert.

STIHL Akku-Strauchschere HSA26

anderer Hersteller - Schrott !

Frästisch verbessert! Neuer Anschlag selbst gebaut

Frästisch verbessert! Neuer Anschlag selbst gebaut

neuer Anschlag für den Frästisch

Frästisch verbessert! Neuer Anschlag selbst gebaut

Dies ist bereits ein etwas älteres Projekt. Der Initiator war ein Tischlermeister, dessen Blog zu jener Zeit recht erfolgreich war.
Leider ist dieser Beitrag im Laufe der Zeit aus meinem Blog verschwunden.

Auf dem Bild ist noch der alte Anschlag des Festool CMS-Frästisches im Original zu sehen.
Für die notwendigen Arbeiten ist dieser Anschlag zwar ausreichend, jedoch fehlen einige wichtige Hilfsmittel, die der neue Anschlag inzwischen bietet.

 

erforderlicher Rahmen

Der neue Fräsanschlag erfordert eine andere Befestigung am Frästisch.
Diesen Spannrahmen hatte ich schon vorher gebaut und montiert.
Dieser Rahmen ist einfach herzustellen; es sieht nur kompliziert aus. 

Ahorn war für den Spannrahmen die beste Wahl. Ahorn lässt sich sehr gut bearbeiten. Aluschienen gibt es im Internet für wenig Geld.

Schnittplan Multiplex 18mm

Meine Konstruktionsarbeiten erledige ich mit SketchUp. Ich nutze noch die alte Version, die eigenständig unter Windows läuft.

Die neuen Versionen laufen nur in der Cloud und sind extrem teuer.
Eigenständig laufende Versionen gibt es im Netz schon für 14 Euro zu erwerben.

Natürlich wäre es schön, die Arbeiten direkt auf meinem Ubuntu-Computer machen zu können. Aber ich bin nicht bereit, den Preis für SketchUp Cloud zu zahlen.

Hier sind die wichtigsten Teile mit Maßangaben.

Verbindungen

Bei dieser Konstruktion verwende ich kein Massivholz. 18 mm Multiplex ist das richtige Material für dieses Projekt. Es ist formstabil und verzieht sich kaum.
Die Langstücke waren einfach auf dem MFT/3 zuzuschneiden; die Ecken auf der Kappsäge.
Alle Verbindungen sind Lamello-Verbindungen.
Die Lamello Zeta-P2 hat sich wirklich bezahlt gemacht. Absolut präzise und für alle Lamello-Verbindungen einsetzbar.

Wichtig ist hier die Rechtwinkligkeit aller Bauteile. Nur so kann ein genaues Arbeiten auf dem Frästisch garantiert werden.

Absaugkasten

Wie beim Original von Festool ist hier ein ausreichend dimensionierter Absaugkasten eingebaut.
Der Zuschnitt dafür ist etwas knifflig, aber das Endergebnis überzeugt.
Die Winkelschnitte haben alle 22,5 Grad.
Die Verbindungen sind alle nur verleimt. Der Kasten muss nichts tragen und steht beim Absaugen im Unterdruck.

Allein diese Absaugmöglichkeit reicht für ein sauberes Arbeit nicht aus. Es muss noch eine Absaugung an der unter dem Tisch befestigten Oberfräse angeschlossen werden.

Deckel Absaugkasten

Hierfür ist kein 18mm starkes Holz nötig.
8mm Sperrholz reichen aus. KEIN MDF !!

Allerdings wird dieser Deckel auch noch die Führungsschiene für das Zubehör tragen müssen.

Trotzdem macht stärkeres Holz nicht viel Sinn.

Passprobe

Die Teile für den Absaugkasten habe ich zum Verleimen mit Paketklebeband fixiert.
Klebebänder sind beim Verleimen von Gehrungen immer sehr hilfreich.
Beim Ausprobieren kann man sehr gut feststellen, ob alle rechten Winkel eingehalten werden können und ob alle Lamellen an der richtigen Stelle sitzen.

Zentrierung

Wenn die Frontteile ausgerichtet und verleimt sind, wird das "Zentrierbrett" montiert.
Dieses hält die beiden Backen in einer sehr stabilen und zum Frästisch ausgerichteten Position.

Dies ist das schwarze Teil im Hintergrund. Hier habe ich einige Lamellos platziert um eine kraftvolle Verbindung zu den beiden Anschlägen zu schaffen.

Verleimen

Da war ich etwas vorsichtiger als sonst. Der rechte Winkel muss immer stimmen. Ich habe auch tatsächlich eine Stunde gewartet, bis ich die Zwingen wieder abgebaut habe. Sonst war es meistens nur eine halbe Stunde.

Alu-Anschläge

Diese Anschläge sind wirklich gut. Genau für diesen Zweck.
Die Innenseiten müssen aber noch auf 45 Grad geschnitten werden.
Das geht ganz einfach mit der Kappsäge. Drehzahl auf niedrigster Stufe und sehr wenig Vorschub.

erster Test auf dem Frästisch

Alle Teile waren verleimt, die Knebelschrauben alle drin und die Führungsschrauben auf dem Tisch passen auch.
Die Konstruktion hat andere Klemmen, die vielleicht für die Befestigung auf dem Tisch fester sein könnten. Die kleinen Knebel sind doch schwer anzuziehen. Aber es hält und die erste Fräsung war sehr gut.

Anschlag für den Frästisch

Zubehör für den Frästisch

Auch die Zubehörteile, die der Konstrukteur beschrieben hatte, habe ich nachgebaut.

Allerdings die Federbretter aus Holz habe ich gleich entsorgt. Für wenig Geld gibt es die Folgenden zu kaufen. Die sind gut.

TEMU Diamant-Schleifsteine – Profi oder nur günstig?

TEMU Diamant-Schleifsteine – Profi oder nur günstig?

Diamant-Schleifsteine von TEMU

TEMU Diamant-Schleifsteine – Profi oder nur günstig?

 

Heute sind die Schleifsteine eingetroffen – nach fünf Tagen Wartezeit.

Natürlich habe ich die Steine sofort ausgepackt und ausprobiert.

Seit Jahren schärfe ich meine Beitel mit herkömmlichen Schleifsteinen, die vor der Benutzung gewässert werden müssen. Das ist an sich kein Problem. Störender ist vielmehr die Abnutzung der Steine und die damit verbundene Verformung. Bei jedem Schleifvorgang wird eine geringe Menge Material vom Stein abgetragen.

Mit der Zeit entstehen dadurch Mulden im Schleifstein, die sich natürlich auch auf das Schleifergebnis auswirken. Die Schneide des Beitels wird dann nicht mehr exakt plan geschliffen.

Deshalb habe ich mich schon länger für Diamant-Schleifsteine interessiert und versucht, mich im Internet darüber zu informieren. Videos, Testberichte und Werbung gibt es dazu reichlich.

Allerdings sind diese Steine recht teuer, zumal man in der Regel mehrere Körnungen benötigt. In einem Holzwerker-Onlineshop wird beispielsweise eine „Side-by-Side-Diamant-Schärfstation“ für sage und schreibe 243 Euro angeboten. Das wäre mir deutlich zu teuer.

Gibt es tatsächlich so große Qualitätsunterschiede, die solche Preisunterschiede rechtfertigen?

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

2 verschiedene Sets

Da diese Schleifsteine extrem preiswert sind, habe ich gleich zwei Sets bestellt.

Eines der Sets besitzt eine deutlich größere Arbeitsfläche. Zunächst dachte ich auch, es handele sich um Produkte von zwei verschiedenen Herstellern. Offenbar stammen jedoch beide Sets aus derselben Produktion.

Wie auch immer – ran an die Arbeit!

Die Schleifsteine fühlen sich alle recht glatt an. Wesentliche Unterschiede zwischen den einzelnen Körnungen sind mit den Fingern kaum zu spüren. Da kam natürlich die Frage auf: Bin ich vielleicht auf ein fragwürdiges Angebot hereingefallen?

Erst vor wenigen Tagen hatte ich meine Beitel noch mit den herkömmlichen Wassersteinen geschärft. Mit dem Ergebnis war ich durchaus zufrieden. Allerdings hat das Ganze auch entsprechend viel Zeit in Anspruch genommen.

Für das fünfteilige Set der kleinen Diamant-Schleifsteine habe ich gerade einmal 11,80 Euro bezahlt. Die drei größeren Steine kosteten zusammen 24,00 Euro. Der Versand war sogar kostenlos.

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

erster Schliff mit 240

Zuerst nahm ich den Schleifstein mit 240er Körnung zur Hand und bearbeitete damit einen älteren Beitel, den ich für allgemeine Arbeiten verwende. Dieser war bereits geschärft.

Schon nach wenigen Hüben kontrollierte ich die geschliffene Fläche – und war regelrecht von den Socken. Die Schneidfase glänzte spiegelblank, und das ganz ohne Wasser und mit erstaunlich geringem Aufwand. Nur wenige Bewegungen hatten ausgereicht.

Keine schmutzigen Finger, kein schmieriges Wasser und keine Vorbereitungszeit. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

Breiter Beitel

Irgendwie konnte ich die Geschwindigkeit, mit der sich die Beitel schärfen ließen, zunächst kaum glauben.

Also nahm ich meinen breitesten Beitel zur Hand, um das Ganze genauer nachzuvollziehen.

Breite Beitel und herkömmliche Wassersteine vertragen sich meiner Erfahrung nach nicht besonders gut. Durch die Abnutzung der Steine entstehen mit der Zeit Vertiefungen, sodass die Schleiffläche nicht mehr vollkommen eben ist. Das führt schnell dazu, dass die Schneide nicht exakt rechtwinklig geschliffen wird.

Genau das war bei diesem Beitel deutlich zu erkennen. An der bereits angeschliffenen Fläche konnte man sehen, dass ein Teil der Schneide vom bisherigen Schleifstein noch gar nicht erreicht worden war.

Mit dem Diamant-Schleifstein brachte ich die Fläche zunächst wieder grob in den richtigen Winkel. Anschließend arbeitete ich mich mit den feineren Körnungen Schritt für Schritt weiter vor.

 

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

hervorragendes Ergebnis

Den zuvor auf den Nassschleifsteinen geschärften Beitel habe ich anschließend testweise auf ein Stück Multiplex angesetzt. Ohne großen Druck auszuüben, hob sich sofort ein sauberer Span ab. Ein derartiges Ergebnis hatte ich mit den herkömmlichen Wassersteinen bislang nicht erzielt.

Dabei hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal die großen Schleifsteine benutzt. Allein die Bearbeitung mit dem kleinen Set hatte bereits zu diesem überraschend guten Ergebnis geführt.

 

Diamant-Schleifsteine von TEMU

Mein Fazit zu Diamant-Schleifsteinen von TEMU

Jahrelang habe ich mich mit den verschiedenen Nassschleifverfahren herumgeschlagen und sie als selbstverständlich angesehen.

Bereits aufgrund des günstigen Preises war ich mit dem Kauf der Schleifsteine bei Temu mehr als zufrieden. Die Diamant-Schleifsteine haben meine Erwartungen jedoch deutlich übertroffen.

Selbst wenn dieses Set nur für eine einzige Komplettschärfung meiner Beitel ausreichen würde, hätte sich die Investition von weniger als 12 Euro für mich bereits gelohnt.

Auf den Bildern ist auch meine Schärfvorrichtung von Veritas zu sehen. Mit ihrer Funktion bin ich durchaus zufrieden, allerdings halte ich den Preis für dieses recht einfache Hilfsmittel für deutlich zu hoch.

Bei meiner Recherche bin ich außerdem auf das WOODPECKERS-Schärfsystem für Schleifsteine gestoßen. Als ich den Preis gesehen habe, musste ich erst einmal schlucken.

Da stellt sich mir schon die Frage: Wer kauft so etwas?

Mein Fazit nach den ersten Erfahrungen: Es lohnt sich, gelegentlich auch einen Blick auf günstige Alternativen zu werfen. In meinem Fall haben die preiswerten Diamant-Schleifsteine meine Erwartungen jedenfalls deutlich übertroffen.

(Und nein – das soll keine Werbung für Temu sein, sondern lediglich ein Erfahrungsbericht.)

 

Flex Winkelschleifer – kraftvoll und vielseitig

Flex Winkelschleifer – kraftvoll und vielseitig

Flex Winkelschleifer

Entwickler des Winkelschleifers - Flex

Wer braucht als Holzwerker nicht einen Winkelschleifer?

Und schon beginnt die Suche nach dem richtigen Gerät.

Den meisten Menschen fällt bei der Bezeichnung sofort der Name Flex ein – und das nicht ohne Grund. Bereits 1954 entwickelte der Erfinder den ersten FLEX-Winkelschleifer.

Heute führen allerdings andere Marken den Markt an – nicht unbedingt wegen besserer Qualität, sondern oft schlicht wegen niedrigerer Preise.

Ein Winkelschleifer, der für Holzwerker wirklich brauchbar ist, sollte einige wichtige Merkmale aufweisen:

  • Regelbare Drehzahl

  • Weichanlauf

  • Scheibenwechsel ohne Werkzeug

  • Leiser Betrieb

  • Kraftvoll

  • Lange Anschlussleitung

Flex Winkelschleifer

Flex Winkelschleifer – große Auswahl

Wer auf der Website von FLEX nach Winkelschleifern sucht, wird eine große Auswahl finden.

Besonders hier zeigt sich die Kompetenz der Firma FLEX im Bereich der Anwendungsmöglichkeiten für Winkelschleifer – etwas, das kein anderer Anbieter in diesem Umfang bietet.

Warum habe ich mich für diesen FLEX-Winkelschleifer entschieden?
Erstens schätze ich die fachliche Kompetenz der Firma und möchte gleichzeitig Hersteller unterstützen, die ausschließlich in Deutschland entwickeln und produzieren.
Zweitens erfüllt dieses Gerät genau meine Anforderungen an einen Einhand-Winkelschleifer für meinen Einsatzbereich.

Flex Winkelschleifer

werkzeugloser Wechsel der Scheiben

Früher wurde oft lange nach dem Schlüssel zum Öffnen der Scheibenachse gesucht – ähnlich wie der „Knochen“ bei einer Bohrmaschine, der ständig verschwand.

Dank der neuen, zuverlässig schließenden Verriegelung, die sich einfach und sicher nur mit der Hand öffnen lässt, wird der Scheibenwechsel zum Kinderspiel.

Auch der Spanschutz ist sehr einfach zu verstellen, allerdings aus Sicherheitsgründen nur in eine Richtung.

Zum Glück sind alle gängigen Scheiben, beispielsweise für 125-mm-Maschinen, in Deutschland genormt und passen problemlos. Ich verwende jedoch ausschließlich Qualitätsscheiben, um ein sicheres und sauberes Arbeiten zu gewährleisten.

Flex Winkelschleifer

stufenlose Drehzahl und Softstart

Ich musste einmal mit einem Bosch-Winkelschleifer arbeiten und hatte beim Einschalten das Gefühl, mir gleich das Handgelenk zu brechen.

Ohne Softstart besteht tatsächlich die Gefahr, dass man die anlaufende Maschine aus der Hand verliert. Ein solcher Moment kann erheblichen Schaden anrichten.

Bei einer Maschine mit Sanftanlauf (Softstart) ist dieses Risiko nahezu ausgeschlossen.

Ebenso unverzichtbar ist eine stufenlose Regulierung der Drehzahl, da für unterschiedliche Arbeiten auch unterschiedliche Drehzahlen erforderlich sind.

Praktisch ist zudem, dass sich Hinweise zum passenden Drehzahlbereich direkt auf dem Flex-Winkelschleifer ablesen lassen.

Flex Winkelschleifer

Schlüssel für andere Scheibensicherungen

Selbst daran hat Flex gedacht:
Sollte man die Schraubensicherung gegen eine andere mit Lochkreis austauschen wollen, befindet sich der passende Schlüssel direkt im Zusatzgriff des Winkelschleifers.

Auch das sehr lange Elektrokabel sorgt für einen großzügigen Arbeitsradius, sodass man sich beim Arbeiten nicht ständig nach einer Steckdose oder Verlängerung umsehen muss.

Fazit

Mit der Entscheidung, gleich einen FLEX-Winkelschleifer zu kaufen und nicht ein anderes „Markengerät“, bin ich bisher mehr als zufrieden.

Der Preisunterschied zu vielen günstigeren Maschinen ist gar nicht so groß. Deshalb dürfte die Entscheidung für eine FLEX letztlich recht einfach fallen.

Holzverbindungen leicht gemacht: Grundlagen für Heimwerker

Holzverbindungen leicht gemacht: Grundlagen für Heimwerker

Holzverbindungen

Holzverbindungen einfach erklärt

Meine ersten Holzverbindungen habe ich mit Metallwinkeln hergestellt. Diese waren teuer gekauft, aber nicht nur unansehnlich, sondern auch ziemlich instabil – zumal ich damals oft die falschen Schrauben verwendet habe. Holzverbindungen einfach erklärt.

Schlitz- und Zapfenverbindungen sahen in Videos zwar sehr gut aus, aber die Umsetzung war aufgrund fehlender handwerklicher Erfahrung für mich nicht realistisch.

Die Frage ist also: Wie kann man trotzdem schnell, sauber und stabil Holzverbindungen herstellen?

Eine gute Lösung sind passende Maschinen und Dübelverbindungen.

Mafell-DDF-40-

welche Verbindungen gibt es?

Unzählige! Im Holzbereich gibt es tatsächlich eine enorme Vielfalt an Form- und Steckverbindungen. Besonders bekannt und beliebt sind die japanischen Holzverbindungen, die in zahlreichen YouTube-Videos eindrucksvoll gezeigt werden. Viele davon sind jedoch eher als dekorative oder demonstrative Verbindungen zu sehen.

Im Folgenden konzentriere ich mich bewusst nicht auf klassische Holzverbindungen wie Schlitz-und-Zapfen oder Überblattungen. Stattdessen geht es um schnelle, saubere und zuverlässige Dübelverbindungen, die mithilfe geeigneter Maschinen präzise und effizient hergestellt werden können.

Domino und Lamello

häufigste Dübelfräsen

Die gebräuchlichsten Dübelfräsen sind die Festool DF 500 und DF 700 sowie die Dübelfräse von Lamello. Vor einiger Zeit hat auch Mafell mit der DDF 40 versucht, in diesem Markt mitzumischen. Auch ich habe mir damals die DDF 40 gekauft – in der Annahme, etwas Neues und vielleicht sogar Besseres zu erhalten. Das stellte sich jedoch als Trugschluss heraus.

Meine erste Dübelfräse war die Festool DF 500. Mit ihr habe ich damals nahezu alle Holzverbindungen hergestellt und war damit auch sehr zufrieden. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich jedoch die Vorteile der Lamello-Dübelfräse noch nicht.

Das änderte sich erst mit dem Kauf der Lamello Zeta P2.

WC-Garnitur

Holzverbindung mit Dominos

Auf diesem Bild ist eine Domino-Verbindung zu sehen. Die Dominos von Festool sind längliche Holzdübel („Stäbchen“), die in zuvor mit der Dübelfräse gefräste Langlöcher eingesetzt werden.

Die Passgenauigkeit dieser Fräsverbindungen ist ausgezeichnet, wodurch sehr stabile und belastbare Verbindungen entstehen.

Dominos sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Die gängigen Varianten – etwa 4, 5, 6, 8 und 10 mm – haben jeweils fest definierte Längen: Je dünner der Domino, desto kürzer ist er in der Regel ausgeführt. Inzwischen gibt es jedoch auch Domino-Stangen mit Längen von bis zu einem Meter, die sich individuell zuschneiden lassen.

Darüber hinaus unterscheiden sich die Dominos im Material. Es gibt sie hauptsächlich aus Buche oder Sipo. Buchen-Dominos sind zwar etwas günstiger, jedoch nicht wasserfest. Für Anwendungen, bei denen Feuchtigkeit eine Rolle spielt, sind daher Sipo-Dominos klar zu empfehlen.

Lamello Zeta P2

Holzverbindung mit Lamellos

Zu dieser Lamellofräse kam ich erst relativ spät. Damals war ich ein echter Festool-Fan – für mich kamen ausschließlich Maschinen dieses Herstellers infrage. Rückblickend leider ein wenig zu eingeschränkt gedacht.

Im Internet stieß ich schließlich auf ein Video, das die vielfältigen Möglichkeiten der Lamello Zeta P2 zeigte. Besonders beeindruckt hat mich dabei die Option, Holzverbindungen herzustellen, die sich bei Bedarf wieder lösen lassen – genau das ermöglicht das P2-System von Lamello.

Gleichzeitig ist die Fräse aber nicht nur auf dieses System beschränkt. Sie lässt sich ebenso problemlos für klassische Lamellos einsetzen.

Diese „normalen“ Lamellos sind deutlich günstiger als die Dominos von Festool. Allerdings haben sie auch ihre Eigenheiten: Sie sind nicht wasserfest. Im Gegenteil – beim Verleimen quellen die Lamellos auf, wodurch sie sich fest in den Fräsnuten verankern und so die Werkstücke sicher miteinander verbinden.

DDF 40

Holzverbindung mit Runddübeln

Mit dem Kauf der Mafell DDF 40 (Doppeldübelfräse) folgte für mich die große Ernüchterung. Damals habe ich tatsächlich schon über 1.000 Euro für eine Maschine bezahlt, die letztlich nichts anderes tut, als zwei Löcher im Abstand von 32 mm ins Holz zu fräsen.
Im Vergleich zu den Fräsungen mit der Festool DF 500 oder der Lamello Zeta P2 lassen sich diese beiden Bohrungen auch problemlos mit einem Akkuschrauber und einem passenden Bohrer herstellen – deutlich einfacher, als man zunächst denkt.
Heute muss man schon gezielt nach Anbietern suchen, die eine solche DDF überhaupt noch führen. Die damit hergestellten Holzverbindungen sind zwar grundsätzlich einfach umzusetzen, erreichen meiner Erfahrung nach jedoch weder die Präzision noch die Stabilität der Verbindungen mit der DF 500 oder der Lamello Zeta P2.
Das ist natürlich meine persönliche Einschätzung.

Festool DF 700

Festool DF 700

Nein, diese große Dübelfräse habe ich nicht gekauft.

Zwar ermöglicht die Maschine sehr stabile Verbindungen mit Dübelgrößen bis zu 14 × 140 mm, doch solche Dimensionen waren und sind in meinem Holzwerkerbereich schlicht nicht erforderlich.

Theoretisch ließen sich mit dieser Maschine auch kleinere Dominogrößen verarbeiten. Mit einem entsprechenden Adapter könnte man somit das gesamte Spektrum der Dominos abdecken. Allerdings ist das Handling der Maschine deutlich weniger angenehm, was den praktischen Einsatz aus meiner Sicht einschränkt.

Holzverbindungen
Holzverbindungen
Holzverbindungen
Holzverbindungen

meine Empfehlung

Mit allen drei Dübelfräsen konnte ich eigene Erfahrungen sammeln.

Die Festool DF 500 ist eine wirklich sehr gute Maschine. Die Fräser halten extrem lange, und die Verbindungen sind sauber sowie präzise. Mit einem aktuellen Preis von rund 1.100 Euro im Set ist sie allerdings kein Schnäppchen.

Auch die Lamello Zeta P2 gehört nicht zu den günstigen Maschinen und liegt derzeit bei etwa 1.400 Euro. Dafür überzeugt sie jedoch durch ihre hohe Qualität und Präzision – aus meiner Sicht ist sie ihr Geld absolut wert.

Deutlich abgeschlagen liegt für mich die Mafell DDF 40, die aktuell ebenfalls noch rund 1.100 Euro kostet. In Anbetracht ihrer Leistung und Einsatzmöglichkeiten kann sie mit den anderen beiden Maschinen nicht mithalten.

Meine klare Empfehlung ist daher die Lamello Zeta P2, da sie weit mehr Möglichkeiten bietet als die reine Verarbeitung von Lamellos.