VS 600 GE Verbindungssystem – Erfahrungen aus der Werkstatt

VS 600 GE Verbindungssystem – Erfahrungen aus der Werkstatt

Verbindungssystem

VS 600 GE Verbindungssystem – Erfahrungen aus der Werkstatt

Das Verbindungssystem VS 600 GE habe ich mir vor einigen Jahren als Festool-Fan gekauft, um außergewöhnliche Holzverbindungen herzustellen.

Ich habe es wieder verkauft – nicht, weil es schlecht war. Nein, ich hatte einfach keinen Bedarf und auch nicht den Platz für dieses doch recht große Gerät. Und – wenn man dann noch keine Erfahrung hat…

Man sollte schon handwerklich sicher mit einer Oberfräse umgehen können, bevor man sich so ein Teil anschafft. So hatte ich mir das damals nicht vorgestellt.

Mit entsprechenden Schablonen ist das Gerät für etwa 1.000 € zu bekommen.

Verbindungssystem

Schablonen

Festool bietet verschiedene Schablonen für das Verbindungssystem VS 600 GE an. Je nach Geschmack und Anforderung lassen sich damit wirklich schöne Holzverbindungen herstellen.

Natürlich habe ich sofort versucht, eine Verbindung mit den Schablonen zu fräsen. Gleich beim ersten Mal war es vorbei: Fräse und Schablone waren danach nicht mehr zu gebrauchen.

Dabei hatte ich noch Glück: nur das Material wurde beschädigt. Wäre der Fräser während des Laufs abgebrochen, hätte ich sicher körperlichen Schaden davongetragen.

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Fazit

Das Verbindungssystem VS 600 GE ist wirklich gut!

Für Handhabung und Einstellmöglichkeiten gibt es im Internet zahlreiche Beschreibungen und Videos. Wenn man das System häufig nutzt, ist der Preis auch angemessen.

Die Verarbeitung ist sehr gut – das war ich damals auch von Festool gewohnt, da die Geräte in Deutschland produziert wurden.

Heute sieht das anders aus: Wer genau hinschaut, kann auf den Etiketten das jeweilige Herstellungsland erkennen – in Deutschland leider selten.

Spannrahmen im Einsatz – perfekte Werkstückspannung mit CMS OF‑2200

Spannrahmen im Einsatz – perfekte Werkstückspannung mit CMS OF‑2200

Frästisch Rahmen

Spannrahmen im Einsatz – perfekte Werkstückspannung mit CMS OF‑2200

Vorab: Diese Idee stammt nicht von mir. En Tischlermeister , der im Internet sehr bekannt ist, hatte diesen Rahmen vorgestellt.
Ich habe seinen Beitrag dazu nicht mehr gefunden. Ich habe aber noch Fotos vom Bau und kann mich noch an Details erinnern.

Ein Besucher meiner Webseite hatte mich um Informationen gebeten, da ich kürzlich den Bau eines Fräsanschlages für die CMS von Festool beschrieben hatte.

Frästisch Rahmen

Ahorn als Grundlage

Vom Wohnzimmertisch hatte ich noch Reste von Ahorn. 30mm dick.

Der Querschnitt des Rahmens beträgt 30x30mm. Die Maße selbst sind durch den vorhandenen Rahmen des Festool CMS OF 2200 vorgegeben.
Es ist gut, dass die Innenseite des Festool-Rahmens einen 90-Grad-Winkel hat. Allerdings muss der Holzrahmen asymmetrisch geschnitten werden, um die Kräfte beim Spannen gleichmäßig zu verteilen.

Frästisch Rahmen

Befestigung des Rahmens

Diese "Schrägen" habe ich mit der Bosch-Tischsäge geschnitten. Eigentlich mehr nach Gefühl.
Ahorn lässt sich sehr gut bearbeiten. Kaum Ausrisse und immer eine glatte Oberfläche.
Der Alurahmen des Frästisches ist relativ dick, so dass man gut Blechschrauben zur Befestigung des Holzes verwenden kann.
Die Löcher im Holz habe ich mit meinem Bosch-Bohrständer gebohrt. So sind sie mit einer Vorlage ausrissfrei und senkrecht.

Frästisch Rahmen

Befestigung des Rahmens

Die Löcher im Aluminiumrahmen müssen entsprechend vorgebohrt werden. Nach dem Bohren der Löcher in den Holzrahmen.
Durch die Löcher im Holz habe ich den Rahmen vorgebohrt. Eng anliegende Löcher. Der Holzrahmen wird mit Blechschrauben im Aluminiumrahmen befestigt. Den Überstand der Schrauben unter dem Rahmen habe ich mit der "Flex" geglättet.
Jetzt passt der Rohrahmen und es fehlen nur noch die T-Nut-Schienen. Diese gibt es sehr günstig im Internet. Nicht in den bekannten Fachgeschäften, dort ist der Preis meist doppelt so hoch.

Frästisch Rahmen

Die T-Nut-Schiene wird ebenfalls mit Senkschrauben in ausreichender Anzahl befestigt. Die Bohrungen in den T-Nut-Schienen sind natürlich versenkt. Die Schrauben dürfen die Bewegung der Schraubenköpfe nicht behindern.

Die Höhe des Holzrahmens mit T-Nut-Schiene sollte die Oberfläche des Frästisches nicht überschreiten. Es ist aber kein Problem, wenn der Holzrahmen 1 bis 2 mm tiefer liegt.

cms
cms
cms

Vielleicht noch ein Wort zum Festool CMS: Damals war es eines der besten Systeme auf dem Markt.

Ja, ich hatte mir auch die sogenannte CMS-Tischkreissäge (CMS TS 55) zugelegt, in der Annahme, die eingesetzte Tauchsäge auch für andere Zwecke nutzen zu können. Doch die CMS hat sich stark verändert: moderne Festool-Tauchsägen passen nicht mehr unter die „alte“ CMS, und die CMS wird heute nicht mehr neu verkauft.

Den CMS-Frästisch habe ich behalten, weil er meine Anforderungen als kleiner Holzwerker voll erfüllt. Ich hatte bereits einen Nachbau aus der Zeitschrift Holzwerken fertiggestellt, musste aber feststellen, dass dieser Frästisch (meiner Meinung nach) einfach Schrott ist.

Ein Frästisch ist praktisch für kleinere Arbeiten, kommt aber nicht an eine einfache Tischfräse heran. Wenn ich mehr Platz hätte, wäre das meine nächste Maschine.

DIY: Eigene Bandschleifer-Station für die Werkstatt

DIY: Eigene Bandschleifer-Station für die Werkstatt

DIY: Eigene Bandschleifer-Station für die Werkstatt

Lange Zeit musste ich improvisieren, mit den „Hilfsmitteln“ von Bosch wie Vertikalhalter und Schraubzwingen. Das Ergebnis war alles andere als zufriedenstellend.

Also begann ich, im Internet nach besseren Halterungen für den Bandschleifer PBS 75 zu suchen. Zwar habe ich die Originalteile von Bosch gefunden, aber leider sind sie nirgends mehr zu kaufen.

Auch Videos auf YouTube halfen mir nicht weiter. Also habe ich mir selbst eine Lösung ausgedacht und umgesetzt.

Anforderungen

Was soll die Station bieten?

  1. horinzontal schleifen
  2. zugängliche Absaugung
  3. absolut stabiler Halt
  4. Rechter Winkel zum Werkstück
  5. leichter Wechsel des Schleifbandes.
  6. einfache Lagerung

Befestigungsmöglichkeiten

Der Bandschleifer hat einige brauchbare Gewinde, die überhaupt nicht beschrieben sind und deren Zweck nicht erkennbar ist.
Oben und auf der Seite der Absaugung befinden sich zwei brauchbare Gewinde. Beide haben unterschiedliche Durchmesser.
Kabelbinder sind hier nicht sinnvoll und auch nicht hilfreich. Nur, wie bekomme ich die Maschine im eingeschalteten Zustand sicher befestigt?

Befestigung

Der Bandschleifer hat einige brauchbare Gewinde, die überhaupt nicht beschrieben sind und deren Zweck nicht erkennbar ist.
Oben und auf der Seite der Absaugung befinden sich zwei brauchbare Gewinde. Beide haben unterschiedliche Durchmesser.
Kabelbinder sind hier nicht sinnvoll und auch nicht hilfreich. Nur, wie bekomme ich die Maschine im eingeschalteten Zustand sicher befestigt?

 Schablone anfertigen

Die üblichen Messmethoden funktionieren hier nicht. Eine andere Lösung muss her.
Hier habe ich ein Stück Pappe verwendet, um die Konturen abzubilden.
Die Bohrung für die Absaugung hat einen Durchmesser von 31,5 mm. Einen solchen Bohrer habe ich leider nicht. Aber es gibt Möglichkeiten.
Mit dem Karton kann man auch gut den Sitz der Schrauben übernehmen, indem man auf den Schraubenkopf drückt.

HPL-Platte "Trespa©"

Die Platte muss dünn, aber trotzdem sehr stabil sein. Wenn der Bandschleifer in Betrieb ist, vibriert er sehr stark und die Platte muss diese Kräfte aufnehmen können. Holz wäre die schlechtere Wahl.
Also habe ich ein Stück 6 mm HPL-Platte dafür bearbeitet.
Mit der Kappsäge ist das Schneiden sehr bequem und die große Bohrung habe ich mit einem Forstnerbohrer gebohrt.
Bei den kleinen Löchern muss man schon etwas Glück haben, um den richtigen Punkt zu treffen. Aber es geht.

Gewindemuffen statt Schrauben

Der Bandschleifer steht mit der Absaugung nach oben. Der Hebel für den Bandwechsel liegt dann unten und ist nicht erreichbar. Eine feste Verschraubung macht daher wenig Sinn. Der Bandwechsel wäre zu umständlich und die Schrauben würden bald nicht mehr halten.

Aus diesen Gründen habe ich Gewindemuffen eingebaut. In meiner Kiste hatte ich noch Knopfschrauben von Festool. 6mm mit 27,5mm Gewindelänge.
Diese sind leicht zu lösen und laufen auch nicht aus.

Gewindemuffen Unterschiede

Also bestellte ich bei Amazon Gewindemuffen. Wegen der Feiertage gab es eine längere Wartezeit und so beschloss ich, in einem Baumarkt in Kevelaer Gewindemuffen zu kaufen. 4 Stück für Euro 4,69. Viel zu teuer, aber ich wollte nicht warten...

Absolut enttäuschend. Nicht nur wegen des Preises, sondern vor allem wegen der schlechten Qualität.
Der Außendurchmesser beträgt 12 mm. Ein 10mm Bohrer ist zu klein, ein 12mm Bohrer zu groß. Hat jeder einen 11 mm Bohrer zu Hause?
Billigste Ware. Um die Schrauben eindrehen zu können, hätte ich einen 10mm Bohrer gebraucht.
Also habe ich auf die bestellten Teile gewartet.

Die bestellten Gewinnhülsen passen perfekt auf einen 10mm Bohrer und sogar ein Inbusschlüssel lag dem Paket bei.
Und dann auch noch 40 Stück für 7,99 Euro!

Als Rutschsicherung und "Abstandshalter" für die Knebelschrauben zum Boden habe ich an den Ecken Türstopper angeschraubt.

So steht die Station sicher auf dem Tisch und ich habe auch die Möglichkeit, das Schleifband schnell und sicher zu wechseln.

Bandschleifer-Station

Damit ist die Station fertig.

Ach...wo werde ich diese lagern können?

Platzsparend an der Wand unter dem Staubsauger.
Dazu habe ich 2 schräge Halterungen gebaut und so kann die Bandschleifer-Station ohne Hindernis eingehängt werden.

Frässchablone für OF‑1400 / OF‑1010 – Arbeiten leicht gemacht

Frässchablone für OF‑1400 / OF‑1010 – Arbeiten leicht gemacht

Frässchablone für OF‑1400 / OF‑1010 – präzises Arbeiten leicht gemacht

Irgendwann hatte ich mir vorgenommen, die Fräshilfe von Festool selbst nachzubauen.

Mit meinem ersten Prototyp war ich bereits zufrieden – die Fräshilfe erfüllte ihren Zweck zuverlässig und funktionierte genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Für einen Kollegen entwickelte ich anschließend eine weiter optimierte Version mit Querschrauben und Plexiglasführungen. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Aufgrund der positiven Rückmeldung entschied ich mich, weitere Exemplare zu fertigen.

Das Original von Festool verfügt über eine integrierte Absaugmöglichkeit direkt an der Grundplatte. Die Frage ist jedoch, wie sinnvoll diese Lösung in der Praxis tatsächlich ist. Wie viele Schläuche sollen dort sinnvoll angeschlossen werden? Für meine Anwendung habe ich mich daher bewusst entschieden, auf diese Funktion zu verzichten.

Acrylglas gegossen

Über den Unterschied zwischen gegossenem und extrudiertem (gezogenem) Acrylglas hatte ich mich im Vorfeld ausführlich informiert.

Gegossenes Acrylglas ist zwar deutlich teurer, dennoch wollte ich es unbedingt selbst ausprobieren. Das Material habe ich schließlich bei Kunststoffplattenonline.de bestellt.

Die Lieferung kam unbeschadet an – trotz der üblichen Schwierigkeiten, die man mit DPD gelegentlich erlebt.

Zuschnitt

Gegossenes Acrylglas soll sich angeblich besser bearbeiten lassen.

Für den Zuschnitt habe ich eine Tauchsäge TS 55 verwendet: Zunächst bin ich mit niedriger Drehzahl (Stufe 1) einmal rückwärts über das Acrylglas gefahren, um die Schnittkante vorzuritzen. Anschließend erfolgte der eigentliche Trennschnitt.

Ein Unterschied im Schnittbild beziehungsweise bei den Sägespuren war dabei jedoch nicht feststellbar.

Problem bei den Senkungen der Bohrungen zuvor war, die Senkungen waren „eckig“ und unsauber. Trotz nachschärfen der Senker.
Aus diesem Grund habe ich einen neuen Senker von FAMAG gekauft. Das Ergebnis ist selbstredend. Sehr gut. Tja, man kauft immer mindestens 3 mal. Dieser Senker ist sein Geld wert.

Jetzt muss ich doch einen Unterschied der Qualitäten vom Acrylglas feststellen können.
Gefühlsmäßig ließ sich des Gegossene „weicher“ fräsen. Das Ergebnis ist aber das gleiche.

Die Bohrungen sind eingebracht und die Fräsungen sauber.

Nun müssen noch die Ecken ab.
Dies geht einfach mit der Kappsäge KS 120. Drehzahl auf 1 und los. Natürlich Vereinfacht mit einem Abstandshalter.

Trotz großer Sorgfalt werden die Schnittkanten häufig nicht perfekt und wirken optisch „unschön“. Auf die Funktion der Fräshilfe hat das jedoch keinen Einfluss – es handelt sich rein um ein optisches Thema.

Das anschließende Flammpolieren ist grundsätzlich unkompliziert, erfordert jedoch eine saubere Vorbereitung:

Zunächst sollten die Kanten leicht gebrochen werden, um scharfe Stellen zu vermeiden und das Verletzungsrisiko beim späteren Handling zu reduzieren.

Anschließend erfolgt das grobe Abziehen, gefolgt von einem feinen Nacharbeiten mit der Abziehklinge von Festool. Der Unterschied im Ergebnis ist dabei deutlich sichtbar.

Früher habe ich die Kanten – wie häufig empfohlen – geschliffen. Inzwischen hat sich jedoch gezeigt, dass dieser Schritt nicht mehr notwendig ist, wenn die Kanten sauber mit der Festool-Klinge abgezogen wurden. Eine gute Vorbereitung ersetzt hier das Schleifen vollständig.

Fräshilfe für Festool OF-1400 / OF-1010

Mal sehen, wie das Ergebnis ist.
Sterngriffe mit festem Gewinde 6mm, Unterlegscheibe und rein in die Quermutter.
Passt!
Es ist schon einige Arbeit und die Zeit vergeht im Fluge, doch das Ergebnis entschädigt für alles.

Wer gern eine solche Fräshilfe von mir haben möchte: ich verkaufe diese gern. Zu finden im SHOP

MHG Stechbeitel im Test: Einsatz in der Werkstatt.

MHG Stechbeitel im Test: Einsatz in der Werkstatt.

neue Stechbeitel

Meine Erfahrungen mit den neuen Stechbeiteln von MHG

Warum brauche ich neue Stechbeitel?
Weil ich mit meinen alten einfach unzufrieden war. Damals habe ich Stechbeitel von Kirschen gekauft – anscheinend eine etablierte und weitbekannte Marke.

Zum Zeitpunkt des Kaufs wusste ich jedoch nicht, dass diese neuen Beitel nicht sofort gebrauchsfertig sind. Die Kirschen-Stehbeitel sind poliert und mit einer Schutzschicht versehen, sodass die Spiegelseite nicht plan ist. Mit Mühe habe ich sie damals geschliffen und geschärft, aber sie sahen trotzdem etwas billig aus.

Trotzdem haben sie ihren Zweck erfüllt – aber richtig gefallen haben sie mir nie.

Stechbeitel im Vergleich

In einigen Foren habe ich nach ähnlichen Erfahrungen gesucht und wurde in meiner Annahme bestätigt: Die Kirschen-Beitel wurden durchweg eher schlecht bewertet. So stieß ich auf den Hersteller MHG.

Wenn ich etwas kaufen möchte, informiere ich mich vorher im Internet – so auch hier. Wichtig war für mich eine Seitenfase bis zur Spiegelseite, um auch in enge Stellen zu gelangen. Genau das bieten die MHG-Beitel: Rundheft aus geölter Esche, fein geschliffene Klinge und Seitenfase bis zur Spiegelseite.

Ich bestellte sie für 87,00 € inklusive Versand.

Stechbeitel

Das Aussehen der Beitel hat mich sehr positiv überrascht – wirklich hochwertige Qualität! Keine Macken oder Kratzer, sauber verarbeitet und sie liegen hervorragend in der Hand.

Schneiden sie auch? Unbedingt! Die Klingen sind rasiermesserscharf: Selbst die Haare auf der Hand werden sofort geschnitten. Ein Test auf Holz verlief ebenso tadellos. Kurz gesagt: Spitze!

Manch einer mag jetzt sagen: „Ich will nur Nussbaumholz oder Speziallegierung im Stahl.“ Nun ja – Hauptsache, die Beitel erfüllen ihren Zweck zuverlässig.

Stechbeitel

Mit den Stechbeiteln von MHG Messerschmidt GmbH bin ich rundum zufrieden. Im Gegensatz zu den „Kirschen“-Beiteln muss ich nichts nacharbeiten oder vorbereiten – sie sind sofort einsatzbereit.

Die Kirschen-Beitel sind teurer, nicht gebrauchsfertig, nicht plan geschliffen, teilweise schief, stumpf und liegen nicht gut in der Hand – zumindest nach meiner Erfahrung. Selbst in der Produktbeschreibung wird auf den unbrauchbaren Zustand hingewiesen.

Trotz meines Holzhobbys bin ich kein Stechbeitel-Experte, aber nach meinen Eindrücken kann ich die MHG-Stechbeitel uneingeschränkt empfehlen.

Bosch GTS 10 XC Professional gekauft – lohnt sich die Profi-Säge?

Bosch GTS 10 XC Professional gekauft – lohnt sich die Profi-Säge?

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Bosch GTS 10 XC Professional

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich eine richtige Tischkreissäge mein Eigen nennen konnte. Anfangs habe ich mir mit der Tauchsäge und Führungsschiene beholfen oder das Holz direkt beim Händler passend zugeschnitten bestellt.

Irgendwann entdeckte ich bei meinem Holzhändler eine Makita MLT100X. Der Preis schien fair und das Konzept überzeugte mich: Die Säge war fahrbar und klappbar, sodass ich sie bei Nichtgebrauch einfach in einem der Schuppen verstauen konnte. Doch der Kauf entpuppte sich als absoluter Reinfall. Die Verarbeitung war durchweg minderwertig: das Gehäuseblech scharfkantig, der Parallelanschlag wackelig wie ein Kuhschwanz und der Schiebetisch praktisch unbrauchbar. Auf meine Beschwerde hin reagierte Makita lapidar: ‚Das ist eben eine Baukreissäge!‘

Erst nachdem ich einen der Schuppen winterfest gemacht hatte und die Kühlschränke aus der Werkstatt flogen, hatte ich endlich den nötigen Platz für etwas Vernünftiges.

Festool CMS-TS55

Die Makita-‚Baukreissäge‘ konnte ich zum Glück schnell wieder verkaufen. Als Nachfolger holte ich mir die Festool CMS TS 55 inklusive Schiebetisch und Tischverlängerung. Die Ernüchterung kam jedoch schon beim Aufbau: Meine alte TS 55 passte nicht in das CMS-Modul. Festool hatte kleine Änderungen vorgenommen, die mich zwangen, das neue Modell zu kaufen – eine Strategie, die mich richtig geärgert hat.

Der Moment der Wahrheit kam bei meiner Gartenbar. Ich wollte die Meranti-Eckpfosten mittig auf 45 Grad auftrennen, doch da machte sich tiefe Enttäuschung breit. Hier traf Festool keine Schuld, sondern meine eigene Unerfahrenheit: Die CMS ist streng genommen keine echte Tischkreissäge. Bei einer senkrechten Schnitttiefe von gerade mal 48 mm bleibt im 45 Grad-Winkel kaum mehr übrig als für das Schneiden einer Tageszeitung. Für Modellbauer sicher toll, für meine Projekte völlig unzureichend. Also weg damit – zumal ich sie ohnehin kaum genutzt hatte, da ich fast alles mit der Tauchsäge erledigen konnte.

Die Suche im Netz ging weiter. Die Festool PRECISIO CS-Serie schied jedoch schnell aus: Zu teuer, zu viel teures Zubehör nötig und auch hier war mir die Schnitttiefe für den Preis zu gering. Zudem habe ich mit der Kappsäge KS 120 bereits eine Maschine, die viele dieser Arbeiten abdeckt.

Bosch GTS 10 XC

Schließlich stieß ich auf ein sehr gutes Angebot für eine Bosch GTS 10 XC Professional – ohne Untergestell. Perfekt! Ich hatte genug vom Suchen: Auspacken, aufstellen, einschalten – und los ging es.

Zuerst prüfte ich penibel die Winkel, maß die Anschläge nach und testete den Schiebetisch. Das Ergebnis: Alles passte. Anscheinend hatte ich Glück und ein perfekt eingestelltes Modell erwischt. Einzig das mitgelieferte Standardsägeblatt war eine Enttäuschung – kreischend laut und unsaubere Schnitte. Ich habe es sofort gegen hochwertige Blätter von AGEFA ausgetauscht (für beschichtete Platten, Massivholz-Längsschnitte etc.).

Mit dieser Säge bin ich für meine Zwecke nun vollauf zufrieden. Anlaufstrombegrenzung, Motorbremse, Leistung, Schnitttiefe und die Tischvergrößerung – das Gesamtpaket stimmt einfach. Die Absaugung muss man zwar im Auge behalten, aber das ist ein bekanntes Problem bei vielen Sägen dieser Klasse.

Auch wenn ich nach wie vor ein Fan von Festool bin, muss man neidlos anerkennen: Andere Hersteller wie Bosch schlafen nicht. Hätte Festool eine vergleichbare, eigenständige Tischkreissäge im Sortiment gehabt, wäre ich wohl markentreu geblieben. Doch ich bin mir sicher: Bei guter Pflege wird die GTS 10 XC genauso lange ihren Dienst tun wie eine Maschine aus Wendlingen.