Teilweise Freischaltung des Blogs – aktuelle Informationen
Teilweise Freischaltung des Blogs
Es ist schon irgendwie verrückt.
Seit ich meinen Blog für die Allgemeinheit geschlossen und den Zugriff auf registrierte Mitglieder beschränkt habe, ist die Zahl der Mitglieder auf über 900 gestiegen.
Zu diesem Schritt hatte ich mich entschlossen, weil ich die vielen beleidigenden Kommentare und teilweise sehr aggressiven E-Mails vom linksgrün-versifften Bereich leid war. Eine sachliche Diskussion war dadurch kaum noch möglich.
Ist das nun gut oder schlecht?
Erstaunlicherweise stiegen die Mitgliederzahlen danach so schnell an, dass ich inzwischen kaum noch mit dem Schreiben neuer Beiträge hinterherkomme. Natürlich freue ich mich über diesen großen Zuspruch. Gleichzeitig bedeutet das aber auch mehr Arbeit. Immerhin haben die beleidigenden E-Mails deutlich nachgelassen, und Kommentare werden ohnehin erst nach meiner Freigabe veröffentlicht.
Für den Austausch über die sehr schlechte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland sowie über andere Themen, die vielen meiner Leser wichtig sind, habe ich deshalb einen eigenen Bereich eingerichtet, der ausschließlich registrierten Mitgliedern zur Verfügung steht. Dort sind unterschiedliche Meinungen willkommen – vorausgesetzt, sie werden sachlich und respektvoll geäußert.
Der letzte seiner Art? Zwischen Hobelbank und Meinungsfreiheit
Der letzte seiner Art? Zwischen Hobelbank und Meinungsfreiheit
Es ist ruhig geworden in der deutschsprachigen Holzwerker-Szene – zumindest dort, wo früher das Herz des Austauschs schlug: in den Blogs. Wenn ich mich heute im „Teich“ der Holzwerker umsehe, fühle ich mich oft wie der letzte Überlebende.
Das Sterben der Blog-Kultur
Vor zehn Jahren war die Welt noch eine andere. Damals gab es mindestens zwanzig aktive Blogs, die regelmäßig hochwertige Beiträge veröffentlichten und die Szene mit echtem Fachwissen belebten. Heute sind die meisten dieser Seiten zu digitalen Karteileichen geworden. Sie kosten zwar weiterhin Geld für Hosting und Domains, werden aber nicht mehr gepflegt.
Was mich dabei besonders stört:
Wenn heute noch etwas veröffentlicht wird, handelt es sich oft um „Resteverarbeitung“ von imaginären Projekten, die nie ein Mensch in ihrer Entstehung gesehen hat. Auf meinem Blog hingegen geht es weiterhin um echte Bauprojekte – Handwerk pur, von der Planung bis zum fertigen Stück.
Wenn Handwerk auf Politik trifft
Umso erstaunter war ich über die heftigen Reaktionen auf einen meiner letzten Beiträge. Eigentlich wollte ich nur ein Problem ansprechen, das uns in Deutschland alle betrifft: die zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit.
Interessanterweise hat sich sogar der online bekannte Tischlermeister Heiko Rech in diese Diskussion eingeschaltet. Seiner Ansicht nach existiert eine solche Einschränkung nicht. In seinem Statement wurde jedoch deutlich, dass er eine klare linksgün verirrte politische Linie vertritt. Er positioniert sich deutlich gegen die AfD und damit gegen die Überzeugungen von mittlerweile fast 30 % der Bundesbürger oder auch gegen über 50% der Wähler in einigen Bundesländern
Eine Frage der Ideologie
Es scheint, als mache das Handwerk nicht vor einer ideologisch geprägten Weltanschauung halt. Themen wie die CO2-Steuer werden als alternativlos verkauft, während jeder, der diese „Phantasie-Steuern“ oder die aktuelle Regierungspolitik hinterfragt, sofort massiven Gegenwind erfährt.
Das Fundament: Gegenseitiger Respekt statt Selbstdarstellung
In der aktuellen Debatte wird oft so getan, als sei jede Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen gleichbedeutend mit Intoleranz. Dabei ist mein Standpunkt eigentlich sehr simpel: Von mir aus kann jeder sein Leben so gestalten, wie er es für richtig hält – ob als Veganer, Vegetarier oder gar als „Insektengourmet“. Auch die private Lebensführung, ob jemand schwul, lesbisch oder nichtbinär ist, spielt für mich im menschlichen Umgang keine Rolle. Jeder soll sich in seinen eigenen vier Wänden so fühlen, verhalten und kleiden können, wie es ihm beliebt.
Ergänzungsvorschlag: Wenn die Theorie zur Realität wird
Dass meine Sorge um die Meinungsfreiheit in Deutschland nicht aus der Luft gegriffen ist, habe ich vor einem Jahr am eigenen Leib erfahren müssen. Wegen eines geteilten Beitrags auf Facebook – den ich nicht einmal selbst verfasst, sondern lediglich weitergeleitet hatte – sah ich mich plötzlich mit der Staatsanwaltschaft konfrontiert.
Der Vorwurf: Der Post sei rassistisch geprägt. Die Anzeige erfolgte anonym über ein von Steuergeldern finanziertes Meldeportal – ein System, das für mich einen bitteren Beigeschmack von Denunziantentum hat.
Die Konsequenzen waren unmittelbar und einschüchternd:
-
Hausbesuch: Zwei Polizisten standen unangekündigt vor meiner Tür. Die Präsenz war so deutlich, dass es auch für die Nachbarn nicht zu übersehen war – eine Situation, die einen in einem Dorf oder einer Nachbarschaft sofort stigmatisiert.
-
Strafbefehl: Trotz verweigerter Aussage erging schließlich ein Strafbefehl über 60 Tagessätze meines Einkommens.
Wenn ein bekannter Tischlermeister wie Heiko Rech behauptet, es gäbe keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, dann kann ich dem nur meine eigene Realität gegenüberstellen. Wenn das Weiterleiten einer Meinung bereits ausreicht, um die Staatsmacht vor die Haustür zu rufen und existenzielle Strafen zu verhängen, dann hat sich der Korridor dessen, was man in diesem Land noch ungestraft sagen oder teilen darf, massiv verengt.
Ergänzung: Der Freispruch, der trotzdem kostet
Natürlich habe ich mir das nicht gefallen lassen. Ich habe über einen Rechtsanwalt Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt – und natürlich wurde dieser am Ende aufgehoben. Das Verfahren wurde eingestellt, der Vorwurf war haltlos.
Doch der bittere Beigeschmack bleibt: Meinen Rechtsanwalt musste ich selbst bezahlen. In unserem System bedeutet das: Selbst wenn du unschuldig bist, kostet dich deine Verteidigung ein kleines Vermögen. So wird aus einem Freispruch am Ende trotzdem eine finanzielle „Strafe“.
Diese Kosten, die langwierige Verteidigung und die massiven Unannehmlichkeiten mit der Polizei vor der eigenen Haustür haben einen klaren Effekt: Sie sollen den normalen Mitbürger einschüchtern und ihn für immer zum Schweigen bringen. Wer hat schon die Kraft und die Mittel, jedes Mal vor Gericht zu ziehen, nur weil er eine unliebsame Meinung teilt?
Ergänzung: Wenn Empfehlungen zur Last werden
Interessant ist dabei die Rolle von Heiko Rech. In all den Jahren, in denen ich meinen Blog betreibe, hat er sich nie an Diskussionen beteiligt oder meine Beiträge kommentiert. Ich hatte ihn in der Vergangenheit sogar mehrfach namentlich als kompetenten Ratgeber empfohlen und ihm für sein Gewerbe stets alles Gute gewünscht.
Doch ausgerechnet bei diesem Post über die Meinungsfreiheit brach er sein Schweigen. Dass er privat konsequent „grün“ lebt – vom Lastenfahrrad über vegane Ernährung bis hin zum DHL-Green-Versand – wusste ich bis dato nicht und es war mir für die fachliche Wertschätzung auch egal. Für den „Normalbürger“ zeichnet dieser Lebensstil jedoch ein klares Bild seiner ideologischen Verortung.
Was mich jedoch wirklich verwundert: Aufgrund meines kritischen Beitrags bat er mich nun förmlich darum, künftig auf seine Nennung in meinen Texten zu verzichten. Dass ein Profi eine kostenlose, jahrelange Empfehlung und positive Werbung ausschlägt, nur weil ihm eine politische Meinung nicht passt, sagt viel über den aktuellen Zustand unserer Gesellschaft aus. Man möchte offenbar nicht einmal mehr im gleichen Kontext mit jemandem genannt werden, der den herrschenden Zeitgeist hinterfragt.
Für ihn mag das ein Akt der „Haltung“ sein, für mich ist es ein trauriges Zeugnis fehlender Souveränität und ein Abschied von der fachlichen Kollegialität, die das Handwerk früher einmal ausgezeichnet hat.
Ein politisches Erwachen
Gott sei Dank beginnt sich das Blatt in Deutschland zu wenden. Die Stimmung gegenüber der aktuellen und auch der vergangenen Regierungspolitik kippt spürbar – hin zu einer Richtung, wie sie die AfD mit ihren Ansätzen vertritt. Aussagen unserer Minister, nach denen angeblich niemand in unsere Sozialsysteme einwandere, wirken angesichts der Realität wie ein Weckruf, der wohl auch den letzten Zweifler wachgerüttelt hat.
Die Zeichen sind unübersehbar: Eine massive Austrittswelle erschüttert die CDU, während die SPD in Umfragen bei mageren 12 % dahinkriecht. Es bleibt zu hoffen, dass diese Quittung der Wähler dazu führt, dass eine Politik, die an den Bürgern vorbeigeht, bald keine Rolle mehr in unseren Landesregierungen oder im Bundestag spielt. Das Handwerk und der Mittelstand brauchen eine Politik, die auf Fakten und gesundem Menschenverstand basiert, statt auf Ideologie und Realitätsverweigerung.
Über 30 Jahre lang war ich als selbstständiger Senior IT-Consultant weltweit im Einsatz. Damals habe ich die Verwendung meiner hohen Einkommensteuerzahlungen nie hinterfragt, da ich volles Vertrauen in die Politik hatte.
Die dramatische Lage der Sozialsysteme wurde mir jedoch schmerzlich bewusst, als ich meine eigenen Krankenversicherungsbeiträge betrachtete: Zuletzt musste ich monatlich 1.100 Euro allein für meine Versicherung aufbringen. Meine Frau war dabei nicht mitversichert und musste eigene Beiträge leisten. Dass im Gegenzug Asylbewerber, die nie in das System eingezahlt haben, medizinische Leistungen auf einem Niveau erhalten, das dem von Privatversicherten ähnelt, empfinde ich als zutiefst ungerecht.
Hinzu kommt die Problematik der sogenannten Sozialabkommen, durch die Angehörige von Gastarbeitern in deren Heimatländern oft beitragsfrei über das deutsche System mitversichert sind. Während diese Abkommen bestehen bleiben, plant die Bundesregierung nun, die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner im Inland abzuschaffen, sofern diese keiner sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen. Das würde betroffene Familien mit zusätzlich etwa 230 Euro monatlich belasten. Für jeden arbeitenden Beitragszahler ist diese Ungleichbehandlung ein Schlag ins Gesicht.
Seit einigen Jahren bin ich auf Facebook aktiv – nicht nur als Holzwerker, sondern auch privat. Mit 3.000 ‚Freunden‘ und 1.000 Followern stehe ich in der allgemeinen Statistik gar nicht mal so schlecht da. Dort tue ich meine Meinung kund, wobei ich aufgrund des Risikos, anonym über ein Denunziationsportal angezeigt zu werden, mittlerweile auf jedes Wort achte.
Auch politisch war ich sehr engagiert: vom Vorstandsmitglied der AfD auf Kreisebene über den Vorsitz im Gemeindeverband bis hin zum Landratskandidaten. Leider musste ich damals feststellen, dass 90 % der Arbeit lediglich daraus bestanden, innerparteiliche Probleme beizulegen. Offenbar hat sich das heute gebessert, doch meine Motivation, erneut auf Kreisebene tätig zu werden, ist mittlerweile gewichen.
Unsere große Chance liegt meiner Meinung nach bei den nächsten Wahlen in Ostdeutschland. Ich hoffe sehr auf eine Regierungsübernahme durch die AfD. Niemals hätte ich gedacht, dass ausgerechnet der Osten Deutschlands nach Jahrzehnten des Sozialismus den Westen retten muss.
Hier in meinem Blog kann ich ungehindert meine Meinung sagen – und das ist gut so.
Drachen selber herstellen – für Kinder & Erwachsene
Drachen selber herstellen
Das habe ich schon als Kind gemacht – einen Drachen selber herstellen ganz ohne Werkzeug, nur mit Tapetenleisten, Zeitungspapier, Schnur und einer heißen Kartoffel. Alternativ ließ sich auch Mehlpaste zum Kleben verwenden. Es geht also auch ganz einfach!
Dieser Drachen fliegt garantiert. Du benötigst lediglich die abgebildeten Materialien. Ein Kleber und ein Bohrer erleichtern die Arbeit, sind aber nicht zwingend erforderlich.
Das spezielle Papier ist heute nicht mehr leicht zu bekommen, aber ich habe noch eine Bezugsquelle. Die Leisten sollten biegsam sein und eine Stärke von etwa 2–3 mm haben.
Wie früher verzichte ich bewusst auf Kunstfaserschnur und verwende stattdessen Paketschnur. Diese hält dem Zug beim Fliegen problemlos stand und ist in jeder Postfiliale erhältlich.
Kreuz
Wie früher habe ich das Kreuz des Drachens zunächst intuitiv aus dem Bauch heraus konstruiert. Der Einfachheit halber habe ich es zusätzlich in einer Zeichnung festgehalten.
Ich habe eine Höhe von 1.300 mm und eine Breite von 900 mm gewählt.
Zwei Löcher dienen dazu, das Flugdreieck aus Paketschnur aufzunehmen. Die Verbindung der Kreuzbalken erfolgt über einen einfachen Knoten, der in der Mitte durch eine Bohrung gesichert wird, sodass sich nichts verschieben kann.
Wichtig: Am unteren Ende des Kreuzes muss eine Zusatzbohrung für den Drachenschwanz angebracht werden, etwa 3 cm unterhalb des Endes.
Damals hatten wir auch kein Messgerät, um die Mitte der Querstange zu bestimmen. Doch mit dem Finger und etwas Physik geht das ganz einfach: An dem Punkt, an dem die Querstange im Gleichgewicht liegt, befindet sich auch die Mitte.
Spezielle Knoten sind dafür ebenfalls nicht erforderlich.

Die Löcher hatten wir früher mit einer heißen Nadel durchs Holz gebracht. Heute ist die Arbeit mit einem 3mm Bohrer in einem Akkuschrauber einfacher.

Die Enden des Kreuzes brauchen eine Kerbe für die sichere Führung des Paketbandes für die Bespannung.
Einfach mit einem Teppichmesser o.ä. einkerben.

Am besten beginnt man mit der Bespannung an der Schwanzspitze. Die Stange verknoten und dann den Enden über die Kerben folgen. Die Enden werden, wie auf dem Bild gezeigt, umspannt.
Die Bespannung sollte so straff sein, dass sich beide Stangen leicht nach innen biegen. Das verbessert die Aerodynamik und stabilisiert den Drachen in alle Richtungen. Gerade gebundene Drachen flattern nämlich deutlich mehr!

Nachdem die Schnur als Kleberand angebracht ist, wird das Papier aufgespannt.
Hier ist man völlig frei in der Wahl des Materials. Früher hatten wir nur Zeitungspapier – das funktioniert auch. Dieses spezielle Papier ist jedoch deutlich besser geeignet.
Die Farben sind bewusst gewählt: Deutschland soll wieder in den Himmel steigen! Daher habe ich drei verschiedene Papierfarben zu einer Fläche zusammengefügt. Die Farbe "BLAU" könnte man unten einsetzen.
Mit einem Klebestift geht das heute sauber und schnell. Früher gab es so etwas nicht, und wir mussten improvisieren. Manchmal kochte meine Mutter für mich eine Kartoffel, deren Eiweiß den Papierrand klebte, oder wir nutzten eine dicke Paste aus Mehl und Wasser.

Ein überstehender Rand von ungefähr 4 cm reicht völlig aus.
Dieser Rand wird nach der Vorspannung nach innen eingefaltet und verklebt.

Die Vorspannung muss stimmen.
Erst dann wird das Papier aufgespannt.
Hier habe ich ein Hilfsseil am Querträger gesannt um die Wälbung zu erreichen.
Erst daa die anderen Seiten nachspannen.

Die Stellen mit den Bohrungen habe ich mit einem kleinen abgerissenen Stück des Papieres in der Farbe nochmals überklebt. Das ist eine sehr gute Verstärkung.

Der wichtigste Teil der Konstruktion.
Das Flugdreieck.
Dieser "Winkel" gibt dem Drachen den richtigen Anstellwinkel für einen ruhigen Flug.
Die Schnur wird durch die gebohrten Löcher mit einem hinteren Knoten gehalten, der dicker als das Loch ist. Das Dreieck wird an einem Ende der Querstange befestigt und dort mit einer einfachen Öse (Auge) verknotet. In diese Öse wird die eigentliche Flugleine eingeknotet.

Am unteren Ende des Drachens, in der Bohrung, wird auch ein kurzes Stück Leine mit einem Auge/Öse verknotet. Das erleichtert das Anbringen des notwendigen Schwanzes für den Drachen.

Der Schwanz ist mindestens 4-fach länger als der Drachen selbst hoch ist. In Abständen von ca. 50cm binde ich Reste des Papiers in einer Schlaufe in die Schnur. Das sieht am Himmel sehr gut aus.
Am Ende des Schwanzez sollte ein etwas schwereres Stück hängen. Hierfür hatten wir damals langes Gras eingebunden. Das gibt es am Startort fast überall.
Der Drachen ist somit fertig gebaut.

Nur noch das Paketband kreuzweise auf einem Stab aufwickeln und das Ende mit dem Flugdreieck verbinden.
Paketband war früher das teuerste Zubehör.
50 Meter sind einfach zu wenig. Ich hatte mal 300 Meter Schnur und der Drachen flog ohne Probleme.
Nur muss man auch daran denken, dass diese 300 Meter auch wieder aufgewickelt werden müssen beim Einholen des Drachens. Und das unter dem Winddruck.
Viel Spaß mit dem eigenen selbst gebauten Drachen !

Hier noch die Bezugsquelle für das Papier.
Im Internet gibt es den ein oder anderen Anbieter, bei dem man online bestellen kann.
Als Schnur bietet sich auch dünne Kunstfaser an, Maurerschnur geht auch noch.

Hier sind noch Bilder vom ersten Flug des gebauten Drachens. Insgesamt wurden hier nur ca. 60 Meter der ganzen 200 Meter Paketschnur abgelassen. Mit längerer Schnur verblasst der Spaß, denn man verliert nach 200 Metern den Drachen aus den Augen.


Auswirkungen des CBAM auf den Schrauben-Großhandel
Die Auswirkungen der neuen CBAM-Regelungen auf den europäischen Schraubenmarkt
CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) ist der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU, der seit Oktober 2023 schrittweise eingeführt wird. Er verpflichtet Importeure, für CO₂-intensive Waren (wie Stahl, Zement, Dünger) aus Drittländern Emissionszertifikate zu kaufen.
Jetzt sind auch die Co2-Steuern auch direkt im Holzwerkerbereich angekommen. Zwar ist die ausgelöste Debatte über eine Co2-Steuer für Holz gestoppt worden. Doch wir wissen aus der Vergangenheit, das ALLES Angesprochene auch kommen wird. Und jetzt sind auch Schrauben im Co2-Geflecht der linksgünen Ideologen dran.
Was läuft falsch in den Köpfen dieser Menschen?
Das ist eine berechtigte Frage, in der viel Frust mitschwingt. Wenn man sich die CBAM-Thematik (Carbon Border Adjustment Mechanism) anschaut, prallen hier zwei Welten aufeinander, was oft mehr als nur das Gefühl von „Realitätsverlust“ führt.
Hier ist eine kurze Analyse, warum das Ganze aus Sicht der Praktiker so „falsch“ wirkt und auch ist:
1. Theorie vs. Praxis (Der Elfenbeinturm-Effekt)
In der Theorie ist CBAM ein geniales Lenkungsinstrument: Man will verhindern, dass europäische Firmen durch billige, CO₂-intensive Importe plattgemacht werden. In den Köpfen der Bürokraten in Brüssel ist das ein reines Rechenmodell.
Die Realität: Ein Mittelständler in Ennepetal oder Buxtehude hat keine Heerscharen an Beamten, die für eine einzelne Schraube den CO₂-Fußabdruck einer Fabrik in Fernost verifizieren können. Das wird schlicht unterschätzt.
2. „Bestrafung“ bei Unwissenheit
Dass die EU Standardwerte ansetzt, die „exorbitant hoch“ sind, ist eine bewusste Entscheidung. Man will Druck ausüben, damit die Daten geliefert werden.
Das Problem: Wenn der Lieferant die Daten nicht hat oder nicht geben will, zahlt der europäische Importeur die Zeche. Das fühlt sich für Unternehmer nicht nach Umweltschutz an, sondern nach einer Strafsteuer auf die Existenzgrundlage.
3. Planwirtschaftliche Züge im Jahr 2026
Die Tatsache, dass man heute Preise machen muss, die erst 2027 final abgerechnet werden, widerspricht jeglicher kaufmännischer Vernunft.
Der psychologische Faktor: Unternehmer brauchen Planungssicherheit. Wenn die Politik sagt: „Kalkulier mal im Nebel, wir sagen dir in einem Jahr, ob du pleite bist“, führt das zu einer tiefen Entfremdung zwischen Wirtschaft und Politik.
4. Das „Green-Ordering“-Paradoxon
Man will, dass Händler „grün“ einkaufen. Aber wenn die bürokratischen Hürden so hoch sind, dass man nicht einmal vergleichen kann, welcher Lieferant am Ende inklusive Abgaben der günstigste/beste ist, blockiert sich das System selbst.
Kurz gesagt: In den Köpfen der Entscheider steht das „Was“ (Klimaschutz) so sehr im Vordergrund, dass das „Wie“ (Umsetzbarkeit im Alltag) völlig unter die Räder kommt. Man nimmt Kollateralschäden in der Wirtschaft in Kauf, um ein globales politisches Ziel zu erzwingen.
Die Einführung der CBAM-Regelungen beeinflusst den europäischen Markt für Edelstahlprodukte massiv und stellt Händler wie Endkunden vor große Herausforderungen. Zunächst ist mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen: Während die Preise für importierte Edelstahlschrauben aus China voraussichtlich um etwa 15 % steigen, könnten sich Sechskantmuttern sogar um 30 bis 35 % verteuern.
Erschwert wird die Lage durch eine erhebliche Kalkulationsunsicherheit. Da die endgültigen Abgaben erst rückwirkend im Jahr 2027 fällig werden, müssen Unternehmen derzeit „im Nebel kalkulieren“, wie Dr. Volker Lederer (Geschäftsführer der Lederer GmbH und FDS-Vorsitzender) betont. Eine verlässliche Einzelpreiskalkulation ist unter diesen Umständen kaum möglich.
Ein wesentlicher Preistreiber ist zudem der Mangel an validen Emissionsdaten der Zulieferer. In Ermangelung dieser Daten greift die EU auf Standardwerte zurück, die von Importeuren als „exorbitant hoch“ kritisiert werden. Diese Pauschalwerte führen zu Aufschlägen von meist 10 bis 20 %, im Extremfall sogar bis zu 50 %. Zusammen mit der Pflicht zum Kauf von CO₂-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel führt dies zu einer komplexen Kostenstruktur, die den strategischen Wechsel zu emissionsärmeren Lieferanten paradoxerweise erschwert: Solange die finale Abgabenlast unklar ist, bleibt das wirtschaftliche Risiko bei der Lieferantenwahl unkalkulierbar.
Kritische Themen wie diese finden in den öffentlich-rechtlichen Medien kaum statt – eine echte Aufklärung der Bürger bleibt aus. Bei kritischen Fragen wird man sehr schnell als "Nazi" bezeichnet. Stattdessen werden hochkomplexe Gesetze in Brüsseler Hinterzimmern von selbsternannten Experten entworfen und mit Wissen der Bundesregierung durchgewinkt. Für den Praktiker vor Ort wirkt das Ganze wie der Versuch, eine einseitige und verirrte-verwirrte linksgrüne ideologische Agenda durch die Hintertür zu erzwingen, ohne Rücksicht auf die Zerstörung gewachsener Wirtschaftsstrukturen zu nehmen.
Deshalb gibt es für den dringenden Umschwung für mich nur noch eine Partei!
Schaukasten aus Meranti: Bauanleitung und Tipps für draußen
Schaukasten aus Meranti bauen
Seit nunmehr 13 Jahren steht der von mir gebaute Schaukasten an der Einfahrt zu unserem Park.
Und ja – es gibt immer wieder Leser, die Interesse am Bauplan haben. Diesen stelle ich unter diesem Beitrag über einen Download-Button zur Verfügung. Allerdings handelt es sich um eine SketchUp-Datei ohne Bemaßung – die Maße kann sich jeder selbst direkt im Programm eintragen.
Der Schaukasten besteht überwiegend aus Meranti. Die Rückwand sowie die Unterkonstruktion des Daches sind aus Multiplex gefertigt. Die Dachschindeln sind aus Zedernholz.
Selbstverständlich bestehen die Glasscheiben aus Sicherheitsglas.
Warum Meranti?
Meranti ist ein Tropenholz, das sich durch eine hohe Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Es hat eine charakteristische rötliche Färbung, lässt sich sehr gut bearbeiten und gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 3–4. Zudem ist es in der Regel astfrei und daher besonders angenehm zu verarbeiten.
Da der Schaukasten möglichst langlebig sein sollte, kam für mich damals nur diese Holzart infrage.
Zu jener Zeit (wie auch heute) spielte das Thema FSC-Zertifizierung für mich noch keine Rolle. Auch heute sehe ich dieses Siegel eher kritisch, da es meiner Meinung nach stark kommerziell geprägt ist. Wer sich intensiver damit beschäftigt, kann sich dazu ein eigenes Bild machen.
Wie auch immer: Ich kaufte ausreichend Meranti-Balkonbretter mit den Maßen 27 × 140 mm im Querschnitt.
Holzverbindungen
Die Breite des Rahmens ergab sich direkt aus der Breite der Meranti-Balkonbretter – also rund 140 mm. Leimholz habe ich damals noch nicht selbst hergestellt.
Die Holzverbindungen fertigte ich mit Dominos, gefräst mit der Festool DF 500. Eine andere Dübelfräse besaß ich zu diesem Zeitpunkt nicht.
Aus heutiger Sicht bin ich die Sache wohl recht naiv angegangen – aber es hat dennoch funktioniert.
Auch eine Dickenhobelmaschine stand mir damals nicht zur Verfügung, sodass ich vieles von Hand fräsen musste.
Eckverbindungen
Konstruktion und praktische Umsetzung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Eckverbindungen habe ich damals tatsächlich genau so ausgeführt, wie ich sie zuvor gezeichnet hatte.
Heute würde ich diese Details allerdings anders lösen.
Die innere Verbindung wird durch zwei Dominos sowie wasserfesten Leim gehalten – und das nun schon seit all den Jahren zuverlässig.
Solange Holz immer wieder ausreichend trocknen kann, bleibt es auch dauerhaft haltbar.
MPX im Außenbereich
Konstruktion und praktische Umsetzung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Eckverbindungen habe ich damals tatsächlich genau so ausgeführt, wie ich sie zuvor gezeichnet hatte.
Heute würde ich diese Details allerdings anders lösen.
Die innere Verbindung wird durch zwei Dominos sowie wasserfesten Leim gehalten – und das nun schon seit all den Jahren zuverlässig.
Solange Holz immer wieder ausreichend trocknen kann, bleibt es auch dauerhaft haltbar.
Dachbau
Das Dach, als zweites Teil des Schaukastens, besteht aus Meranti-Profilholz, Merantileisten, MPX als Unterbau und Schindeln aus Zedernholz.
Die Schindeln aus Zeder lagen sicher schon Jahrzehnte beim Holzhändler in einer abgeschiedenen Ecke. Zeder ist nicht gerade ein weit verbreitetes Material.
Die Kanten an den Schindeln habe ich noch mit einer Silikonfuge abgedichtet.
Konstruktion
Nun ja – von „Konstruktion“ zu sprechen, ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Im Grunde handelt es sich um eine Grundplatte in Rahmenbreite sowie zwei schräge Dachflächen, die auf zwei niedrigen Sockeln aufliegen.
Die Dachspitze wird durch eine senkrechte Stütze getragen. An der Vorderseite habe ich zusätzlich zwei Leisten unterhalb des Dachrandes angebracht, um die Front aus Profilbrettern befestigen zu können.
Zur optischen Aufwertung wurden anschließend Frontleisten aus Meranti aufgedübelt. Dazwischen befinden sich die Zedernschindeln.
Lackierung
Schon damals legte ich großen Wert auf eine widerstandsfähige und dichte Lackierung und kaufte den Lack daher in den Niederlanden.
Auch heute gibt es noch erhebliche Qualitätsunterschiede bei Lacken – warum das so ist, bleibt eine berechtigte Frage. Meiner Einschätzung nach spielen dabei auch unterschiedliche gesetzliche Vorgaben eine Rolle, die die Zusammensetzung und Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Dank linksgrün in Deutschland...
Der Lack schützte das Holz zuverlässig vor äußeren Einflüssen, sodass ich das Dach anschließend problemlos montieren konnte.
Auf dem Bild sind die Dübelverbindungen der Seitenleisten gut zu erkennen.
Schlosskasten
Damals erschien es mir als gute Idee, ein Schloss mit Bartschlüssel einzubauen.
Zwar funktionierte dieses rund sechs Jahre zuverlässig, doch irgendwann musste es ersetzt werden. Leider werden solche Schlösser nicht dauerhaft produziert oder auf Lager gehalten, sodass ein passender Ersatz kaum noch zu bekommen ist.
Heute setze ich daher auf eine andere Lösung zur Sicherung der Türen.
Lasieren des Schaukastens
Natürlich ist es schön, die attraktive Optik von Meranti sichtbar zu erhalten. Deshalb habe ich den Schaukasten komplett vor dem Zusammenbau lasiert – mit OSMO-Holzlasur.
Heute würde ich jedoch eher zu einem deckenden Anstrich raten. Selbst die beste Lasur muss spätestens nach zwei Jahren nachbehandelt oder komplett erneuert werden. Der Aufwand mit Schleifen, Reinigen und Nachlasieren ist dabei erheblich.
Da ich derzeit ohnehin die Türen repariere, werde ich den gesamten Schaukasten gleich vollflächig mit SIKKENS lackieren.
Aufstellen des Schaukastens
Zwei in H-Anker fest verankerte Bangkirai-Pfosten halten den Schaukasten äußerst stabil. Der Kasten ruht im Wesentlichen auf dem Querbrett zwischen den beiden Pfosten, ist aber zusätzlich mit den hinten abgeschrägten Pfosten verschraubt.
Die Glasscheiben bestehen aus Einscheiben-Sicherheitsglas. Sollte es zerbrechen, fällt es in viele kleine Stücke, ohne scharfkantige Splitter zu hinterlassen.
Festool Support: So gut ist der Service wirklich
Festool Support: So gut ist der Service wirklich
Während meines aktuellen Projekts – der Reparatur eines Schaukastens – gab meine Festool OF 2200 im Frästisch plötzlich den Geist auf.
Natürlich machte ich mich sofort auf die Suche nach einem möglichen, versteckten Fehler. Tatsächlich lief die Oberfräse kurzzeitig wieder an, versagte jedoch kurz darauf wieder. So macht Arbeit keinen Sinn.
Werkzeugschäden sind wie Schmerzen: Sie treten meist spontan am Abend oder am Wochenende auf – genau dann, wenn keine schnelle Hilfe zu erwarten ist. So war es auch in meinem Fall.
Da es keine Alternative zur Arbeit mit dem Frästisch gab, blieb mir nichts anderes übrig, als die Arbeiten vorerst zu unterbrechen.
Festool Support aktivieren
Mein Holzlieferant war noch bis vor zwei Jahren Vertragshändler von Festool. Aufgrund der allgemeinen Preispolitik hat er diese Zusammenarbeit jedoch aufgegeben, weshalb er mir in diesem Fall nicht weiterhelfen konnte.
Also suchte ich Unterstützung im Online-Portal von Festool – und wurde dort auch fündig. Inzwischen habe ich dort 29 registrierte Produkte!!
Die Oberfräse OF 2200 kostet inzwischen knapp 1.400 Euro, sodass sich eine Reparatur in jedem Fall eher lohnt als der Neukauf einer 2200.
Dort fand ich zudem eine Übersicht über den Ablauf sowie die Kosten einer Reparatur bei Festool.
UPS-Versand
Sofort nach Auftragserteilung erhält man ein Paketlabel für den Versand über UPS.
Grundsätzlich bietet UPS auch eine Abholung von zu Hause an – allerdings ist man dabei zeitlich gebunden. Deshalb habe ich das Paket am Montag in einem UPS-Shop abgegeben.
Bereits am Dienstag erhielt ich von Festool die Eingangsbestätigung – das ging wirklich schnell!
Heute, am Mittwoch, habe ich noch keine Nachricht über eventuell höhere Reparaturkosten erhalten. Daher gehe ich davon aus, dass die Rechnung im Rahmen bleiben wird.
Eine Arbeit unterbrechen zu müssen, weil ein wichtiges Werkzeug plötzlich ausfällt, tut fast schon körperlich weh.
Festool-Kostenvoranschlag
Heute, am Donnerstag, erhielt ich die Nachricht, dass ein Kostenvoranschlag von Festool vorliegt.
Ich konnte diesen online einsehen – und war ehrlich gesagt ziemlich irritiert:
410 Euro für die Reparatur!
Laut Bericht sollen der Anker sowie weitere Bauteile defekt sein und ausgetauscht werden. Mit einer solchen Summe hätte ich niemals gerechnet.
Was mich jedoch besonders stutzig macht: Die Maschine lief zwischenzeitlich wieder „ganz normal“ an, wenn auch nur kurz. Wäre der Anker tatsächlich defekt, dürfte sie meiner Einschätzung nach gar nicht erst anlaufen.
Aus diesem Grund habe ich Zweifel an der Diagnose. Ich vertraue der Einschätzung des Technikers nicht und habe mich entschieden, die Maschine unrepariert zurücksenden zu lassen.
Der Preis ist für mich schlicht zu hoch, und die Begründung für den Reparaturumfang überzeugt mich nicht.
Zumal ich für diesen Betrag nahezu eine neue Trend T8EK inklusive Sauter-Einlegeplatte erhalten kann – mit drei Jahren Garantie.
Und jetzt? Wie geht es weiter?
Zum Glück verfüge ich über mehrere Oberfräsen – darunter auch fünf von Festool, wie beispielsweise die OF 1400.
Diese nutze ich allerdings nur sehr selten. Für die meisten meiner bisherigen Arbeiten waren andere Geräte, wie etwa die Festool OF 1010 oder eine kleine DeWalt, vollkommen ausreichend.
Mit einigen wenigen Anpassungen konnte ich die OF 1400 dennoch in den Tisch des CMS einbauen.
Was aktuell noch fehlt, ist der passende Zentrierring für den Einbau. Diesen habe ich inzwischen als Ersatzteil bei Festool bestellt – er dürfte in den nächsten Tagen eintreffen. Kostenpunkt: gerade einmal 10 Euro.
Ohne Zentrierring! Geht das?
Wie der Name bereits vermuten lässt, sorgt dieser Ring dafür, dass die Oberfräse unter dem Tisch exakt zur Öffnung nach oben zentriert wird.
Die engen Einlegeringe passen dadurch zwar im Moment nicht mehr, das hat jedoch keinen direkten Einfluss auf meine Arbeit.
Welche Schlüsse werde ich ziehen?
In den vergangenen Jahren war ich ehrlich gesagt ein regelrechter Festool-„Besessener“.
Und ja – Festool hatte lange Zeit auch die besten Maschinen für Holzwerker: teuer, aber eben auch sehr gut.
Inzwischen haben die Wettbewerber jedoch deutlich aufgeholt. Viele Hersteller nähern sich der Qualität von Festool an, sind dabei aber erheblich günstiger.
Auch der frühere Slogan „Made in Germany“ gilt bei Festool längst nicht mehr für alle Produkte. Zudem bieten andere Hersteller mittlerweile ebenfalls drei Jahre Garantie auf ihre Maschinen.
Was unterscheidet also eine Festool OF 2200 noch von einer Trend T8? Leistung, Drehzahl und Hub sind vergleichbar. Auch die Trend T8 eignet sich problemlos für den Einbau in einen Frästisch – und bietet sogar einen Vorteil: Sie benötigt keinen zusätzlichen Lift, der bei Festool schnell über 200 Euro kosten kann.
Der Service war vor Jahren mehr als gut. Selbst Rückrufe erhielt ich bei Fragen, die nicht sofort beantwortet werden konnten. Und diese Anrufe kamen aus Deutschland und nicht von irgendwelchen Callcentern in Europa.
Heute würde ich daher nicht mehr blind zu Festool-Produkten greifen, ohne vorher auch einen Blick auf Alternativen anderer Hersteller zu werfen.
Sobald die defekte Oberfräse von Festool wieder bei mir eingetroffen ist, werde ich diese in Einzelteile zerlegen und versuchen diese selbst zu reparieren. Wie bei dem Kaffevollautomaten JURA E8.
die Oberfräse ist zurück
Heute habe ich die Oberfräse wieder erhalten.
Nach dem Auspacken ließ sie sich problemlos einschalten. Zufall?
Nein – ich habe die Oberfräse etwa 10 Minuten laufen lassen und währenddessen auch die Drehzahl reguliert, ohne dass Probleme auftraten.
Natürlich ist die Fehlersuche in solchen Fällen schwierig. Doch auf bloßen Verdacht hin gleich alle teuren Innenteile auszutauschen, halte ich für zu einfach. Da macht es sich Festool meiner Meinung nach zu leicht.
Austausch der Kohlen
Festool wollte zudem auch die Kohlebürsten ersetzen.
Grundsätzlich: Wenn die Maschine ohnehin geöffnet ist, kann man das in Betracht ziehen. Allerdings befinden sich die Kohlen noch in einem guten Zustand.
Hätte ich die Oberfräse sehr intensiv genutzt und würde sie entsprechende Verschleißerscheinungen zeigen, könnte ich dieses Vorgehen nachvollziehen.
Ohne ersichtlichen Grund jedoch direkt den Austausch mehrerer teurer Komponenten vorzuschlagen, halte ich für durchaus grenzwertig.
Vor 10 Jahren war der Service SUPER! Und was ist davon übrig geblieben???






































