Der letzte seiner Art? Zwischen Hobelbank und Meinungsfreiheit

11. Mai 2026

Meinungsfreiheit
Meinungseinschränkung

Der letzte seiner Art? Zwischen Hobelbank und Meinungsfreiheit

Es ist ruhig geworden in der deutschsprachigen Holzwerker-Szene – zumindest dort, wo früher das Herz des Austauschs schlug: in den Blogs. Wenn ich mich heute im „Teich“ der Holzwerker umsehe, fühle ich mich oft wie der letzte Überlebende.

Das Sterben der Blog-Kultur
Vor zehn Jahren war die Welt noch eine andere. Damals gab es mindestens zwanzig aktive Blogs, die regelmäßig hochwertige Beiträge veröffentlichten und die Szene mit echtem Fachwissen belebten. Heute sind die meisten dieser Seiten zu digitalen Karteileichen geworden. Sie kosten zwar weiterhin Geld für Hosting und Domains, werden aber nicht mehr gepflegt.

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Was mich dabei besonders stört:

Wenn heute noch etwas veröffentlicht wird, handelt es sich oft um „Resteverarbeitung“ von imaginären Projekten, die nie ein Mensch in ihrer Entstehung gesehen hat. Auf meinem Blog hingegen geht es weiterhin um echte Bauprojekte – Handwerk pur, von der Planung bis zum fertigen Stück.

Wenn Handwerk auf Politik trifft
Umso erstaunter war ich über die heftigen Reaktionen auf einen meiner letzten Beiträge. Eigentlich wollte ich nur ein Problem ansprechen, das uns in Deutschland alle betrifft: die zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit.

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Interessanterweise hat sich sogar der online bekannte Tischlermeister Heiko Rech in diese Diskussion eingeschaltet. Seiner Ansicht nach existiert eine solche Einschränkung nicht. In seinem Statement wurde jedoch deutlich, dass er eine klare linksgün verirrte politische Linie vertritt. Er positioniert sich deutlich gegen die AfD und damit gegen die Überzeugungen von mittlerweile fast 30 % der Bundesbürger oder auch gegen über 50% der Wähler in einigen Bundesländern

Eine Frage der Ideologie
Es scheint, als mache das Handwerk nicht vor einer ideologisch geprägten Weltanschauung halt. Themen wie die CO2-Steuer werden als alternativlos verkauft, während jeder, der diese „Phantasie-Steuern“ oder die aktuelle Regierungspolitik hinterfragt, sofort massiven Gegenwind erfährt.

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Das Fundament: Gegenseitiger Respekt statt Selbstdarstellung

In der aktuellen Debatte wird oft so getan, als sei jede Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen gleichbedeutend mit Intoleranz. Dabei ist mein Standpunkt eigentlich sehr simpel: Von mir aus kann jeder sein Leben so gestalten, wie er es für richtig hält – ob als Veganer, Vegetarier oder gar als „Insektengourmet“. Auch die private Lebensführung, ob jemand schwul, lesbisch oder nichtbinär ist, spielt für mich im menschlichen Umgang keine Rolle. Jeder soll sich in seinen eigenen vier Wänden so fühlen, verhalten und kleiden können, wie es ihm beliebt.

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Ergänzungsvorschlag: Wenn die Theorie zur Realität wird

Dass meine Sorge um die Meinungsfreiheit in Deutschland nicht aus der Luft gegriffen ist, habe ich vor einem Jahr am eigenen Leib erfahren müssen. Wegen eines geteilten Beitrags auf Facebook – den ich nicht einmal selbst verfasst, sondern lediglich weitergeleitet hatte – sah ich mich plötzlich mit der Staatsanwaltschaft konfrontiert.

Der Vorwurf: Der Post sei rassistisch geprägt. Die Anzeige erfolgte anonym über ein von Steuergeldern finanziertes Meldeportal – ein System, das für mich einen bitteren Beigeschmack von Denunziantentum hat.

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Die Konsequenzen waren unmittelbar und einschüchternd:

  • Hausbesuch: Zwei Polizisten standen unangekündigt vor meiner Tür. Die Präsenz war so deutlich, dass es auch für die Nachbarn nicht zu übersehen war – eine Situation, die einen in einem Dorf oder einer Nachbarschaft sofort stigmatisiert.

  • Strafbefehl: Trotz verweigerter Aussage erging schließlich ein Strafbefehl über 60 Tagessätze meines Einkommens.

Wenn ein bekannter Tischlermeister wie Heiko Rech behauptet, es gäbe keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, dann kann ich dem nur meine eigene Realität gegenüberstellen. Wenn das Weiterleiten einer Meinung bereits ausreicht, um die Staatsmacht vor die Haustür zu rufen und existenzielle Strafen zu verhängen, dann hat sich der Korridor dessen, was man in diesem Land noch ungestraft sagen oder teilen darf, massiv verengt.

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Ergänzung: Der Freispruch, der trotzdem kostet

Natürlich habe ich mir das nicht gefallen lassen. Ich habe über einen Rechtsanwalt Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt – und natürlich wurde dieser am Ende aufgehoben. Das Verfahren wurde eingestellt, der Vorwurf war haltlos.

Doch der bittere Beigeschmack bleibt: Meinen Rechtsanwalt musste ich selbst bezahlen. In unserem System bedeutet das: Selbst wenn du unschuldig bist, kostet dich deine Verteidigung ein kleines Vermögen. So wird aus einem Freispruch am Ende trotzdem eine finanzielle „Strafe“.

Diese Kosten, die langwierige Verteidigung und die massiven Unannehmlichkeiten mit der Polizei vor der eigenen Haustür haben einen klaren Effekt: Sie sollen den normalen Mitbürger einschüchtern und ihn für immer zum Schweigen bringen. Wer hat schon die Kraft und die Mittel, jedes Mal vor Gericht zu ziehen, nur weil er eine unliebsame Meinung teilt?

Ergänzung: Wenn Empfehlungen zur Last werden

Interessant ist dabei die Rolle von Heiko Rech. In all den Jahren, in denen ich meinen Blog betreibe, hat er sich nie an Diskussionen beteiligt oder meine Beiträge kommentiert. Ich hatte ihn in der Vergangenheit sogar mehrfach namentlich als kompetenten Ratgeber empfohlen und ihm für sein Gewerbe stets alles Gute gewünscht.

Doch ausgerechnet bei diesem Post über die Meinungsfreiheit brach er sein Schweigen. Dass er privat konsequent „grün“ lebt – vom Lastenfahrrad über vegane Ernährung bis hin zum DHL-Green-Versand – wusste ich bis dato nicht und es war mir für die fachliche Wertschätzung auch egal. Für den „Normalbürger“ zeichnet dieser Lebensstil jedoch ein klares Bild seiner ideologischen Verortung.

Was mich jedoch wirklich verwundert: Aufgrund meines kritischen Beitrags bat er mich nun förmlich darum, künftig auf seine Nennung in meinen Texten zu verzichten. Dass ein Profi eine kostenlose, jahrelange Empfehlung und positive Werbung ausschlägt, nur weil ihm eine politische Meinung nicht passt, sagt viel über den aktuellen Zustand unserer Gesellschaft aus. Man möchte offenbar nicht einmal mehr im gleichen Kontext mit jemandem genannt werden, der den herrschenden Zeitgeist hinterfragt.

Für ihn mag das ein Akt der „Haltung“ sein, für mich ist es ein trauriges Zeugnis fehlender Souveränität und ein Abschied von der fachlichen Kollegialität, die das Handwerk früher einmal ausgezeichnet hat.

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Ein politisches Erwachen

Gott sei Dank beginnt sich das Blatt in Deutschland zu wenden. Die Stimmung gegenüber der aktuellen und auch der vergangenen Regierungspolitik kippt spürbar – hin zu einer Richtung, wie sie die AfD mit ihren Ansätzen vertritt. Aussagen unserer Minister, nach denen angeblich niemand in unsere Sozialsysteme einwandere, wirken angesichts der Realität wie ein Weckruf, der wohl auch den letzten Zweifler wachgerüttelt hat.

Die Zeichen sind unübersehbar: Eine massive Austrittswelle erschüttert die CDU, während die SPD in Umfragen bei mageren 12 % dahinkriecht. Es bleibt zu hoffen, dass diese Quittung der Wähler dazu führt, dass eine Politik, die an den Bürgern vorbeigeht, bald keine Rolle mehr in unseren Landesregierungen oder im Bundestag spielt. Das Handwerk und der Mittelstand brauchen eine Politik, die auf Fakten und gesundem Menschenverstand basiert, statt auf Ideologie und Realitätsverweigerung.

Über 30 Jahre lang war ich als selbstständiger Senior IT-Consultant weltweit im Einsatz. Damals habe ich die Verwendung meiner hohen Einkommensteuerzahlungen nie hinterfragt, da ich volles Vertrauen in die Politik hatte.

Die dramatische Lage der Sozialsysteme wurde mir jedoch schmerzlich bewusst, als ich meine eigenen Krankenversicherungsbeiträge betrachtete: Zuletzt musste ich monatlich 1.100 Euro allein für meine Versicherung aufbringen. Meine Frau war dabei nicht mitversichert und musste eigene Beiträge leisten. Dass im Gegenzug Asylbewerber, die nie in das System eingezahlt haben, medizinische Leistungen auf einem Niveau erhalten, das dem von Privatversicherten ähnelt, empfinde ich als zutiefst ungerecht.

Hinzu kommt die Problematik der sogenannten Sozialabkommen, durch die Angehörige von Gastarbeitern in deren Heimatländern oft beitragsfrei über das deutsche System mitversichert sind. Während diese Abkommen bestehen bleiben, plant die Bundesregierung nun, die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner im Inland abzuschaffen, sofern diese keiner sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen. Das würde betroffene Familien mit zusätzlich etwa 230 Euro monatlich belasten. Für jeden arbeitenden Beitragszahler ist diese Ungleichbehandlung ein Schlag ins Gesicht.

Seit einigen Jahren bin ich auf Facebook aktiv – nicht nur als Holzwerker, sondern auch privat. Mit 3.000 ‚Freunden‘ und 1.000 Followern stehe ich in der allgemeinen Statistik gar nicht mal so schlecht da. Dort tue ich meine Meinung kund, wobei ich aufgrund des Risikos, anonym über ein Denunziationsportal angezeigt zu werden, mittlerweile auf jedes Wort achte.

Auch politisch war ich sehr engagiert: vom Vorstandsmitglied der AfD auf Kreisebene über den Vorsitz im Gemeindeverband bis hin zum Landratskandidaten. Leider musste ich damals feststellen, dass 90 % der Arbeit lediglich daraus bestanden, innerparteiliche Probleme beizulegen. Offenbar hat sich das heute gebessert, doch meine Motivation, erneut auf Kreisebene tätig zu werden, ist mittlerweile gewichen.

Unsere große Chance liegt meiner Meinung nach bei den nächsten Wahlen in Ostdeutschland. Ich hoffe sehr auf eine Regierungsübernahme durch die AfD. Niemals hätte ich gedacht, dass ausgerechnet der Osten Deutschlands nach Jahrzehnten des Sozialismus den Westen retten muss.

Hier in meinem Blog kann ich ungehindert meine Meinung sagen – und das ist gut so.

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