Rasenroboter-Garage selber bauen – stabil und wetterfest

Rasenroboter-Garage selber bauen – stabil und wetterfest

Garage Rasenroboter

Praktische Garage für den Rasenroboter – Materialien & Umsetzung

Eine Originalgarage aus Kunststoff ohne Seitenschutz kostet schon über Euro 200,00.
Bei diesem Projekt geht es aber weniger um Geld sondern mehr um den Schutz des Rasenroboters und auch den Anblick der Garage. Unterm Strich kostet die selbstgebaute Garage sicher mehr.
Was soll die Garage können?

  • abnehmbares Dach
  • Nässeschutz (Rasenbewässerung)
  • selbstschliessendes Tor aus Acrylglas
  • Beleuchtung innen und außen

Das Haus selbst ist aus einer Fichte-Dreischichtplatte gebaut. Kein Holz für den Außenbereich, doch fachgerecht lackiert hält die Garage einige Jahre.
Das Acrylglas ist 5mm dick und gegossen, nicht gewalzt.

Garage Rasenroboter

Die Garage besteht aus folgenden Komponenten:

 

  • Rahmen aus Fichte-Dreischichtplatte 22mm
  • Dach aus Fichte-Dreischichtplatte 22mm
  • Tor aus Acrylglas 5mm
  • Gestänge und Lager aus Merantileisten
  • verstellbare Edelstahlfüße
  • Aluminium-Rundstab 8mm Durchmesser als Welle für das Tor
  • Unterlegescheiben Lager
  • Blei und Flachstahl für den Gewichtsausgleich Tor
  • LAD-Beleuchtung mit 6 Leuchten und Solarpad mit Dämmerungsschaltung
Garage Rasenroboter

Seitenwände

Starten wir mit den einfach herzustellenden Teilen, wie die Seitenwände mit Fräsungen und Bohrungen für die Leuchten.
Hierbei müssen die Schlitze gefräst und die Bohrungen für die Beleuchtung gesetzt werden.
Für die Schlitze habe ich die Oberfräse mit Frässchablone benutzt. Das ist recht einfach, wie auch die 30er Bohrungen mit einem guten Forstnerbohrer.
Gleichzeitig habe ich noch an der jeweiligen Innenseite (die Wände sind spiegelgleich) die Nuten für die Zuleitungen für die Lampen gefräst.
Die Kanten der Seitenwände sind auf der Bosch GTS 10 XC Tischsäge auf Gehrung geschnitten.

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Lamello P-14

Die Verbindungen der Seitenwände mit der Frond-und Hinterwand kann man auf verschiedene Arten herstellen.
Hier habe ich mich für das einfache Lamello Clamex P-14 entschieden. Eine "schraubbare" und lösbare Lamello-Verbindung. Allerdings braucht man hier zweckmäßigerweise die Lamello Zeta P2.

Einfache verleimte Lamelloverbindung funktioniert natürlich auch. Genau wie eine Verschraubung.

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Rückwand bzw. Vorderwand

Dies beiden sind gleich im groben zuschnit nach Plan. 

Auch die Gehrungen für die Verbindung zu den Seitenwänden.

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Auschnitt Vorderwand

Nach Bauplan wird der Ausschnitt für das Tor genau Rechtwinklig mit der Tauchsäge ausgeschnitten. Hier empfehle ich keine Stückelung der Ober- und Unterseite um Material bzw. Kosten zu sparen. Gleich aus der Platte ist besser.

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Fräsungen Vorderwand

Das Tor liegt innen eng an der Vorderwand an. Gleichzeitig hat aber das Tor Gewichte aus Flachstahl verschraubt und auch noch die Auslagegewichte in den Rundstäben, die auch mit einer Schraube am Tor befestigt sind. 
Die Bohrungen nehmen im geschlossenen Zustand des Tores die Schraubenköpfe auf. 
Wie auch die gefrästen Nuten der noch auszutarierenden Gewichte aus Flachstahl.
Die schmale Nut ist wieder für die Zuleitungen der Beleuchtung.

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Tor aus Acrylglas

Grundsätzlich ist es egal ob man ein Tor aus Sperrholz oder Acrylglas baut. Ich finde Acrylglas schöner und es ist besser in der Halbarkeit.

Acrylglas kann man bequem online bestellen. Es gibt gegossenes und gezogenes Acrylglas. Ich habe gegossenes genommen, da dieses Acrylglas besser in der Verarbeitung ist. Schließlich muss ich fräsen und bohren.

Hie sind die Bohrungen und Fräsungen an den gleichen Stellen wie in der Vorderwand, nur kleiner in der Breite und Durchmesser.
Die Schutzfolie des Acrylglases soltte man solange wie möglich auf der Oberfläche belassen um das Acrylglas nicht zu zerkratzen.

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Lager für das Tor und Zuhaltung

Für den Drehpunkt des Tores brauchen wir 2 Lager. Diese werden auch aus dem gleichen Acrylglas geschnitten und am Drehpung auf das Tor geklebt.
Als Welle dient die 8mm-Alustange.
Für Acrylglas gibt es speziellen Kleber und den kann ich nur empfehlen.
Nach Zuschnitt der Wellenlager werden diese auf die Alustange geschoben und mit Stange zentriert auf das Tor geklebt. So kann nichst mehr verkanten.

Die Befestigungsösen für die Zuhaltung in Form einer dünnen Schnur (hier kann man Angelschnur oder auch Maurerschnur nehmen) sind in der Höhe der noch einzubauenden Zugfedern am äußeren Rand des Tores zu verkleben.

Garage Rasenroboter
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erster Test des Tores

Nachdem die Fräsungen und Bohrungen durchgefürt wurden und die Wellenlager rechts und links für die Welle gängig gemacht wurden, sollte sich nun das Tor einfach schwenken lassen. Die Wellenlager an den Seiten dienen gleichzeitig als zusätzliche Verbinder von Seiten- und Front, wie auch als Aufnahme für die Edelstahlfüße.

Garage Rasenroboter

das Gestänge

Das Gestänge habe ich aus Meranti gebaut. Meranti ist relativ einfach zu bearbeiten und sehr stabil auch im kleineren Querschnitt.
Sobald der Roboter einfährt, bewegt er durch seinen eigenen Antrieb das Gestänge und schiebt es nach hinten. Die mit dem Gestänge verbundenen Schnüre ziehen das Tor dann zu. Für die Kompensation der Kräfte und auch Längen sind zwischen Gestänge und Schnur Zugfedern zwischengespannt.
Die äußeren Bohrungen nehmen die Gewindestangen für die Schnursteuerung auf, wobei die Bohrungen im Innenbereich variabel für die Gewindestangen für den Antrieb durch den Rasenroboter aufnehmen.
Die oberen Querbohrungen dienen zur Aufnahme der Welle aus 8mm Alustab.
Zum Schutz vor Beschädigungen am Rasenroboter werden die Spitzen der mittleren Gewindestangen mit einem Kunststoffband umwickelt. Ich habe KIP-PVC-Schutzband benutzt.

Garage Rasenroboter
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Beleuchtung

Nein, eine Beleuchtung ist eigentlich nicht nötig, sieht aber schön aus.

Im Netz konnte ich 6 LED-Einbauleuchten mit Solarpanel und Dämmerungsschalter erwerben. Die Leuchten haben einen Durchmesser von 30 mm und passen damit exakt in die Bohrungen. Für die Zuleitungen sind bereits Nuten in den Wänden eingefräst.

Je zwei Leuchten sind für die Seitenwände vorgesehen, eine innen hinten und eine direkt über dem Tor. Für die Innenleuchte sowie für die Leuchte über dem Tor müssen noch Halterungen angefertigt werden.

Garage Rasenroboter
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Hier habe ich den Rahmen zusammengebaut und die Beleuchtung getestet. Der Rahmen ist mit Lamello P-14 verbunden und lässt sich schnell lösen.
Die Front- und Heckleuchten sind verschraubt.

Garage Rasenroboter

Stangen für den Gewichtsausgleich

Diese Rundhölzer sind an der Spitze mit Blei ummantelt und am Ende mit einer Einschlagmuffe für die Sechkantschraube versehen. Die Stangen werden seitlich am Tor verschraubt. Allerdings reichen die Gewichte dort allein nicht aus um ein "fast" Gleichgewicht zu erzeugen und deshalb müssen am oberen Rand des Tores noch Flacheisen verschraubt werden.

Für die Muffen ist ein Vorbohren zwingend nötig.

Garage Rasenroboter
Garage Rasenroboter

Auch der Abstand der hinteren Lager für die Steuerung ist variabel. So kann auch ein anderer Rasenroboter mit anderen Maße die Garage steuern.

Die seitlichen Lager sind nachvolgend beschrieben.

Garage Rasenroboter
Garage Rasenroboter
Garage Rasenroboter

Lackierung

Dreischichtplatten sind nicht ideal für den Außenbereich, da sie sich leicht verziehen.

Deshalb muss bei der Vorbereitung für die letzte Lackierung besonders auf eine flächendeckende Grundierung geachtet werden. Keine „3 in 1“-Lacke verwenden – das ist nur Augenwischerei.

Zuerst erfolgt eine solide Grundierung des Holzes mit einer hochwertigen Wetterschutzgrundierung. Ich verwende Wilckens Wetterschutzgrundierung und habe zweimal grundiert, jeweils mit Zwischenschliff per Hand.

Anschließend folgt die erste Schicht mit einer Fenster- und Türenfarbe, die auch im Außenbereich schützt. Hier habe ich dreimal lackiert und keine Poren ausgelassen.

Das Dach wurde in einem anderen Farbton lackiert, der Lack selbst ist jedoch derselbe.

 

Garage Rasenroboter

Fertigstellung

Die Garage ist fertig und funktioniert.

Nicht sofort, doch nach Einstellungen an den Drehpunkt der hinteren Steuerung und Längenanpassungen der Schnüre funktioniert alles.

Sollte sich jemand für den kostenlosen Bauplan interessieren...einfach per Kommentar oder über das Kontaktformular melden.

ERSTE GARAGE OHNE BELEUCHTUNG

Stabilen Sägebock aus Holz bauen – Anleitung und Tipps

Stabilen Sägebock aus Holz bauen – Anleitung und Tipps

Sägebock selber bauen

Sägebock – unverzichtbarer Helfer in der Werkstatt

Sägeböcke – oder auch Holzböcke – werden bei Holzarbeiten immer wieder benötigt.

Früher habe ich mir im Baumarkt einfache Tapezierböcke für knapp 5 Euro gekauft. Sie bestehen meist aus Fichtenholz und sind entsprechend leicht und wenig stabil. Für einen Tapeziertisch und gelegentliche Arbeiten reicht das völlig aus – für schwerere Werkstücke sind sie jedoch ungeeignet.

Meinen ersten wirklich soliden Sägebock habe ich bei meinem Holzhändler gekauft – für damals 55 Euro. Das erschien mir zunächst viel Geld, aber heute weiß ich: Für diese Qualität war der Preis absolut gerechtfertigt.

Holzbock

Gute Qualität zahlt sich aus

Dieser Sägebock ist inzwischen einige Jahre alt und stand die ganze Zeit draußen am Zaun – und dennoch ist er noch immer in einem guten Zustand.

Damals habe ich gleich zwei Stück gekauft. Inzwischen reichen diese jedoch nicht mehr aus, da ich mehr Böcke benötige, um Holz ordentlich lagern zu können.

Mein Holzhändler hatte keine mehr auf Lager, und zudem sind die Preise inzwischen deutlich gestiegen. Also blieb nur eine sinnvolle Lösung: selbst bauen.

Was braucht man dafür? Eigentlich nicht viel – Holz und passende Beschläge.

Die Beschläge konnte ich direkt beim Holzhändler für kleines Geld erwerben. Für den eigentlichen Bock habe ich Lärchenbretter im Format 27 × 145 mm verwendet .

Holzbock

Zuschnitt

Da ich eine Originalvorlage hatte, war der Zuschnitt sehr einfach: Maße übernommen, gesägt, abgelängt, gefast, gefräst, abgeschrägt und anschließend geschliffen.

Für die Verbindung der Querbalken habe ich Festool DOMINOs verwendet. Verleimt wurde mit PUR-Leim.

PUR-Leim wird aufgrund seiner Wasserbeständigkeit und Füllfähigkeit oft über den grünen Klee gelobt – meiner Meinung nach etwas übertrieben. Früher durfte dieser Leim nicht einmal an Privatpersonen verkauft werden, und auch heute sind bei der Verarbeitung gewisse Sicherheitsvorkehrungen erforderlich. Vielleicht hat genau das zu seinem guten Ruf beigetragen.

Einen wirklichen Vorteil gegenüber einem guten Holzleim der Klasse D4 (D3 Leim mit Härter) konnte ich in der Praxis jedoch nicht feststellen.

Holzbock

PUR-Leim

PUR-Leim ist nach dem Aushärten genauso stabil wie andere Holzleime – allerdings sind die Nacharbeiten deutlich aufwändiger.

In meinem Fall konnte ich die Leimreste noch problemlos mit Japansäge und Stechbeitel entfernen. Wäre es jedoch ein feineres Möbelstück gewesen, hätte sich die Nacharbeit wesentlich schwieriger gestaltet.

Zum Zeitpunkt des Baus wusste ich das alles noch nicht. Und ehrlich gesagt glaube ich heute auch nicht mehr alles, was im Internet darüber erzählt wird.
Diesen Leim werde ich zukünftig nicht mehr verwenden.

Holzbock

Holzverbindung

Für Schlitz- und Zapfenverbindungen war ich bisher ehrlich gesagt zu faul – und außerdem habe ich sie noch nie wirklich umgesetzt, weil es bisher einfach nicht notwendig war. Das werde ich in Zukunft sicher ändern.

Früher gab es weder Lamellos noch DOMINOs oder andere moderne Verbindungssysteme. Der Schreiner musste sich also mit klassischen Techniken behelfen – und das oft auf höchstem Niveau.

Gerade sichtbare Holzverbindungen sind heute nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch interessant und können ein Möbelstück deutlich aufwerten.

Bei Sägeböcken allerdings spielt das natürlich keine große Rolle.

Holzbock

Beschläge

Es handelt sich um einfache Scharnierbeschläge, die verschraubt werden.

Natürlich könnte man auch normale Holzschrauben verwenden, doch diese würden dem erwarteten Druck und Gewicht nicht standhalten.

Daher habe ich die Verbindung mit Schlossschrauben und Unterlegscheiben gelöst.

Der Sägebock ist nun fertig – ohne Farbbehandlung, schließlich soll er ja nicht ins Wohnzimmer. Die Gesamtkosten für Holz und Beschläge lagen bei etwa 18 Euro.

Holzbock
Holzbock
Holzbock
DIY Vogelfutterhaus mit Flaschenhalter – für Garten & Balkon

DIY Vogelfutterhaus mit Flaschenhalter – für Garten & Balkon

Vogelfutterhaus mit Flasche

Vogelhaus mit Flaschenhalter

Dieses Vogelfutterhaus habe ich bereits mehrfach gebaut – sowohl für mich selbst als auch als Geschenk für Freunde.

In diesem Beitrag möchte ich den Bau Schritt für Schritt zeigen. Grundsätzlich ist das Ganze recht einfach – es sei denn, man legt Wert darauf, wirklich jeden Quadratmillimeter perfekt zu bearbeiten. Aber mal ehrlich: Den Vögeln ist das ziemlich egal.

Zur Materialwahl: Ich verwende Eiche-Leimholz, einfach weil ich davon ausreichend zur Verfügung habe. Im Grunde eignet sich aber jedes Vollholz. Von Spanplatte oder MDF würde ich im Außenbereich allerdings klar abraten.

Den Bauplan stelle ich am Ende des Beitrags als Download zur Verfügung. Wer kein SketchUp nutzt, kann sich problemlos an den Bildern orientieren.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Zuschnitt der Teile

Brandflecken an den Schnittflächen sind nicht nur ärgerlich, sondern bei Eiche auch sehr schwer wieder zu entfernen.
Doch warum entstehen sie überhaupt? Mindestens drei Faktoren spielen eine Rolle: die Umfangsgeschwindigkeit des Werkzeugs, der Vorschub und vor allem die Schärfe des Werkzeugs. Da kann ich ein Lied von singen…

Scharfes Werkzeug ist entscheidend. Entweder man schärft seine Werkzeuge selbst oder lässt dies von Fachleuten erledigen.
Die Gehrungen habe ich tatsächlich auf der Tischsäge geschnitten, obwohl ich eine gute Kappsäge besitze. Aber hier gilt: der Weg ist das Ziel – und die Gehrungen sind gelungen.

Bereits vor dem Zuschnitt sollte man sich Gedanken über die Richtung der Maserung machen. Bei großen Werkstücken muss man manchmal Kompromisse eingehen.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Holzteile verbinden

Verleimen muss man ohnehin – aber man kann sich die Arbeit erheblich erleichtern, wenn sich die zu verleimenden Teile zentriert zusammenbringen lassen und die Verleimung auch ohne Zwingen kurzzeitig hält.

Das erreicht man beispielsweise mit Lamellos, also dem P-System von Lamello. Hier Lamello Tenso P-14.

Hier zeige ich Verbinder von Lamello, die sich beim Zusammendrücken zusammenziehen und so beide Werkstückflächen sicher zusammenhalten. Ein Klick – und die Teile sitzen perfekt!

Viele denken jetzt: „Die sind aber teuer!“ – stimmt, zumindest bei deutschen Händlern. Allerdings gibt es dieselben Verbinder bei TEMU zum halben Preis. Ich bin fast sicher, dass auch deutsche Händler diese Artikel in China einkaufen und dann teuer weiterverkaufen. Nur die originalen „Holz-Lamellos“ würde ich dort nicht bestellen.

Die anderen Teile verbinde ich mit DOMINO-Dübeln von Festool. Für schmale Werkstücke ist die Festool DF 500 ein hervorragendes Werkzeug – präzise, schnell und zuverlässig.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Verleimen des Beckens mit Lamellos und DOMINOs

Nachdem die Kanten vorbereitet sind, kann das Becken verleimt werden. Zunächst werden die Lamellos in die langen Kanten eingesetzt, die DOMINO-Dübel in die kurzen Verbindungsstücke. Beide Verbindungssysteme sorgen dafür, dass die Teile zentriert und stabil zusammengehalten werden.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Beim Verleimen achte ich darauf, dass die Flächen vollflächig Leim erhalten, aber nicht zu viel, sodass überschüssiger Leim später einfach abgewischt werden kann. Danach werden die Teile zusammengefügt. Lamellos und DOMINOs ziehen die Werkstücke beim Zusammendrücken automatisch perfekt aneinander, sodass kaum zusätzliche Zwingen nötig sind.

Nach dem Trocknen kann man noch einmal kontrollieren, ob alles exakt rechtwinklig und eben ist. Erst dann werden die Kanten an der Rückwand sauber zugeschnitten, um eine saubere, senkrechte Fläche zu erhalten.

Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche

Welche Flasche?

Flaschenhalter für den Futterspender

Obwohl Flaschen genormt sind, existieren hunderte von Varianten. Deshalb sollte man sich vorher eine gängige Flasche als Futterspender aussuchen – hinsichtlich Form, Größe und Farbe. Danach richtet sich die Länge und Breite des oberen Halters.

Um die Flasche gegen Herausfallen zu sichern, habe ich einen Alu-Stab auf passende Länge abgelängt. Die Bohrungen im Holz sind 1 mm größer als der Durchmesser des Stabs, sodass die Flasche leicht eingesetzt und entnommen werden kann. Eine zusätzliche Sicherung im Alu-Stab ist möglich, aber meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig.

Das Wichtigste: Die Flasche muss genug Spielraum nach oben haben, damit sie problemlos gefüllt und wieder eingesetzt werden kann.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Holzbehandlung

Erfahrungen mit Holz im Außenbereich

Nach vielen Jahren Praxis im Umgang mit Holz im Außenbereich habe ich eines klar erkannt: Kein Holz behält dauerhaft Form und Farbe, wenn es der Witterung ausgesetzt ist. Verleimungen können sich lösen, Lasuren abblättern oder ausgewaschen werden, und das Holz selbst passt sich den wechselnden Temperaturen und der Feuchtigkeit immer wieder an.

Um Holz im Außenbereich wirklich zu schützen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Komplett lackieren, um Wasser und UV-Strahlen abzuhalten.
  • Überdachen, sodass Regen und Schnee nicht direkt auf das Holz treffen – allerdings bleibt die Feuchtigkeit aus der Luft und die Temperaturschwankungen weiterhin ein Faktor.

Das vorgestellte Vogelfutterhaus eignet sich hervorragend, um es in eine Balkonecke oder unter ein Überdach zu hängen. Für den direkten Einsatz im Freien, unbehandelt, ist es nicht optimal.

Aber: den Vögeln ist das egal! Sie nehmen das Futterhaus sehr gern an, und es macht Freude, ihnen beim Fressen zuzusehen. Ganz nebenbei hat es auch eine beruhigende Wirkung für uns Menschen.

Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Die Wahrheit über die „unverwüstliche“ Lärche

Die Wahrheit über die „unverwüstliche“ Lärche

Die Wahrheit über die „unverwüstliche“ Lärche

Beim Lesen von Baumarktprospekten oder beim Durchsehen der Angebote wird häufig auf besonders hochwertiges oder speziell behandeltes Holz hingewiesen, etwa „sibirische Lärche“, „nordische Fichte“ oder „kesseldruckimprägnierte Fichte“. Solche Bezeichnungen vermitteln den Eindruck einer deutlich höheren Haltbarkeit.

Auch ich bin früher davon ausgegangen, dass es sich dabei um relevante Qualitätsmerkmale handelt, und war bereit, dafür einen höheren Preis zu zahlen.

Tatsächlich ist die Haltbarkeit von Lärche gegenüber Fichte zwar etwas erhöht, der Unterschied fällt jedoch in der Praxis meist gering aus.

Holz, das dauerhaft im Erdreich verbaut wird, ist unabhängig von der Holzart einer hohen Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt und unterliegt langfristig biologischen Abbauprozessen.

In vielen Online-Beiträgen von selbsternannten „Fachleuten“ werden immer wieder Holzarten und Holzöle empfohlen, die für einen dauerhaften Einsatz im Außenbereich völlig ungeeignet sind. Das ist wirklich ärgerlich, denn auch ich bin auf solche Aussagen und die vermeintliche „Fachkompetenz“ hereingefallen – und habe dabei nicht nur viel Geld, sondern auch unnötig Zeit verschwendet.

Oft entsteht dabei der Eindruck, dass eher allgemeine Trends oder gut klingende Schlagworte im Vordergrund stehen als wirklich praxistaugliche Lösungen. Für den Hobby-Holzwerker kann das schnell zu falschen Entscheidungen führen.

Holzarten Lärche

Holz im Außenbereich

Im Außenbereich ist Holz erheblichen Belastungen ausgesetzt. Als hygroskopischer Werkstoff reagiert es kontinuierlich auf Veränderungen der Umgebungsfeuchte: Es nimmt Wasser auf, gibt es wieder ab und verändert dabei sein Volumen. Dieses wiederholte Quellen und Schwinden erzeugt Spannungen im Gefüge, die mit der Zeit zu Verformungen und Rissen führen können.

Problematisch wird es insbesondere dann, wenn die Holzfeuchte über längere Zeit oberhalb von etwa 20 % liegt. Unter diesen Bedingungen finden holzzerstörende Pilze geeignete Lebensbedingungen und der biologische Abbauprozess beginnt.

Darüber hinaus greift UV-Strahlung das im Holz enthaltene Lignin an. Die Oberfläche baut sich ab, vergraut und verliert an Festigkeit. Dadurch kann Feuchtigkeit leichter eindringen, was die Schädigung zusätzlich beschleunigt.

Die Lebensdauer von Holz im Außenbereich hängt daher weniger von klangvollen Holzbezeichnungen ab als von einer durchdachten Konstruktion, wirksamem Feuchteschutz und einer geeigneten Einbausituation.

imprägniertes Holz

Holz im Außenbereich

Jeder Unwissende wird sich bei "imprägnierten Holz" sicher besonders haltbares Holz für den Außenbereich vorstellen. So wie ich, damals.
Damit Holz für den Außenbereich zu verkaufe finde ich unterschwellig schon als Betrug zu sehen. Aber vielleicht auch nur Unwissenheit des Verkäufers.
Nein, es gibt kein haltbares europäisches Holz, welches im Außenbereich unendlich hält. Auch nicht die angepriesene Douglasie, die noch klangvoller als kanadische Douglasie angeboten wird.

Dafür gibt es auch sogenannte Holzklassen.

DIN EN 350 teilt Holzarten in fünf Dauerhaftigkeitsklassen ein:

  • Klasse 1: sehr dauerhaft
  • Klasse 2: dauerhaft
  • Klasse 3: mäßig dauerhaft
  • Klasse 4: wenig dauerhaft
  • Klasse 5: nicht dauerhaft

Die Einstufung gibt ausschließlich Auskunft über den natürlichen Widerstand des Kernholzes gegenüber holzzerstörenden Pilzen. Sie sagt nichts über die Widerstandsfähigkeit gegen UV-Strahlung, mechanische Belastungen oder fehlerhafte Konstruktionen aus.

Kesseldruckimprägnierung (KDI) kann den Befall verzögern, ersetzt jedoch nicht die grundsätzliche Dauerhaftigkeit des Holzes. Jede Bearbeitung wie Schneiden, Bohren oder andere mechanische Beschädigungen erzeugt Bereiche ohne Schutz, die erneut anfällig für Pilze werden.

Welches Holz für welchen Einsatzbereich?

Die Wahl der Holzart hängt entscheidend vom Einsatzbereich, der Belastung und den Umwelteinflüssen ab. Es gilt: Nicht jede Holzart eignet sich gleichermaßen für Erdeinbau, sichtbare Konstruktionen oder dekorative Anwendungen.

1. Sichtbare Konstruktionen im Außenbereich

  • Geeignete Arten: Lärche, Douglasie, Eiche, Robinie, Bangkirai

  • Eigenschaften: hohe Witterungsbeständigkeit, attraktive Optik, mäßige Schrumpf- und Quellbewegungen

  • Typische Anwendungen: Terrassen, Balkone, Carports, Pergolen

  • Pflege: Regelmäßiges Ölen oder Lasieren schützt vor Vergrauung und Rissbildung durch UV-Strahlung.

2. Dekorative Elemente & Gartenmöbel

  • Geeignete Arten: Robinie, Teak, Accoya, Lärche

  • Eigenschaften: hohe Dauerhaftigkeit, geringe Pflegeanforderungen, ansprechende Maserung

  • Hinweis: Auch hier ist konstruktiver Schutz wichtig – Feuchtigkeit von unten vermeiden, Wasserstau verhindern.

3. Holz im Wasserkontakt

  • Geeignete Arten: Teak, Bangkirai, Accoya, Lärche (nur bedingt)

  • Eigenschaften: hohe Resistenz gegen Fäulnis und Pilze, geringes Quellen und Schwinden

  • Typische Anwendungen: Stege, Bootsbau, Brücken, Gartenwasseranlagen

  • Hinweis: Druckimprägnierte Hölzer können helfen, halten aber den ständigen Wasserkontakt nur begrenzt aus.

mein Fazit

Die Lebensdauer von Holz hängt weniger von klangvollen Namen ab, sondern von Feuchteschutz, konstruktiver Umsetzung und Pflege. Für alle Einsatzbereiche gilt: Wasserstau vermeiden, UV-Schutz berücksichtigen und mechanische Beschädigungen minimieren.

Für wirkliche "Nachhaltigkeit" von Holzbauten im Außenbereich eignen sich nur (oder fast nur) tropische Holzarten, wie Bangkirai, Teak oder auch Iroko (Kambala). Leider werden uns diese hervorragenden Holzarten durch selbsternannte "Naturschützer" im Holzwerkerbereich madig gemacht. Nicht aus fachlichen oder technischen Gründen sondern aus absolut falscher linkgrüner Ideologie, über die andere Länder nur den Kopf schütteln würden.
Nach Daten von Ende 2021 entfallen nur etwa 1 % aller PEFC-zertifizierten Unternehmen weltweit auf Mittel- und Südamerika.
Offenbar ist "zertifiziertes" Holz wesentlich teurer zu verkaufen. Zum Nachteil des Käufers. Ich sag ja nur...

So baust du ein Sideboard im Landhausstil selbst

So baust du ein Sideboard im Landhausstil selbst

Landhaus

Sideboard im Landhausstil

Ursprünglich wollte ich den Schrank aus amerikanischer Weißeiche bauen – in 20 mm Stärke. Doch schnell wurde klar: Das gute Stück hätte am Ende locker 200 kg gewogen. Also musste eine Alternative her.
Eiche-Leimholz? Habe ich schon oft verarbeitet. Buchenschichtholz? Technisch völlig in Ordnung, aber optisch für meinen Geschmack einfach zu langweilig.
Also entschied ich mich – trotz gewisser Vorbehalte – für Fichtenleimholz: günstig, leicht und sehr gut zu bearbeiten.
Die einzelnen Teile wurden vom Sägemeister meines Holzhändlers auf exakte Maße zugeschnitten. Darauf kann ich mich immer verlassen.
Zuerst habe ich den Sockel gebaut. Zum einen, weil es schnell geht, zum anderen, weil große Bauteile sonst unnötig viel Platz in der Werkstatt beanspruchen.

Landhaus
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Landhaus
Landhaus

Ich habe die Kante abgerundet und zusätzlich eine runde Rille in der Klebestelle eingefräst – das wirkt wirklich sehr ansprechend.
Bei diesem Schrank versuche ich, alle Teile mit Dübeln zu verbinden, nicht nur zu leimen oder zu tackern. Für diese Arbeit habe ich Fräser aus den USA verwendet. Ich kann immer noch kaum fassen, dass sie nur etwa 30 % dessen kosten, was ich bisher für deutsche Fräser bezahlt habe.
Der Sockel ist auf fünf Laufrollen montiert, sodass das Sideboard mobil ist. Die Rollen sind fast unsichtbar – sie ragen nur etwa 3 mm aus dem Sockel heraus. Dieses Prinzip habe ich bereits bei der Gartenbar und der Vitrine eingesetzt, und es funktioniert hervorragend.

Landhaus
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Ich brauchte etwas konstruktive Hilfe für die Bohrungen meiner kurzen Zwingen. Dank dieser Löcher konnte ich meine 600er Zwingen problemlos einsetzen. Die Bohrungen befinden sich in der Boden- und in der Deckplatte – nach dem Zusammenbau sind sie nicht mehr sichtbar. Nur so lässt sich ein starker Kraftschluss der Zwingen erreichen.

Warum dieser Aufwand? Die Seitenteile sollen am Rahmen befestigt werden; ansonsten wäre das Frontholz sichtbar.

Der FEIN Multimaster ist dafür ein wirklich hervorragendes Werkzeug – deutlich besser als das Vorgängermodell von Bosch: leiser, präziser und handlicher. Man braucht zwar ein wenig Übung, um richtig damit umzugehen, aber mit der Zeit macht die Arbeit damit richtig Spaß.

Landhaus

Für die Einlegeböden rechts und links im Schrank habe ich das Lochreihen-System von Festool verwendet. Ich kenne kein besseres System. Selbstgebaute Varianten sind für mich weniger überzeugend, da sie ohne maschinelle Unterstützung nicht genau genug werden.

Sobald man jedoch verstanden hat, wie man das System praktisch anwendet, geht die Arbeit im Handumdrehen von der Hand.

Landhaus

In einer so kleinen Werkstatt wie meiner ist die Arbeitsvorbereitung besonders entscheidend. Nur mit der richtigen Reihenfolge und einer sorgfältigen Planung – unter Berücksichtigung der Proportionen – lassen sich auch größere Teile effizient bearbeiten.

Zuerst habe ich die Mittelteile mit Boden und Deckel verleimt. Da die Auszüge bereits montiert waren, gestaltete sich die Arbeit deutlich praktischer, als dies nachträglich zu erledigen.

Landhaus

Auch die Türmechanik habe ich bereits vor dem Einbau in den Rahmen vorbereitet. Das schmale Seitenteil der Türen macht den Schrank optisch ansprechender. Da es jedoch keine Seitenwand für die Topfscharniere gibt, habe ich zwei kleine Haltebretter angebracht, an denen die Kreuzplatten befestigt werden können. So passen die Türen perfekt.

Landhaus
Landhaus
Landhaus
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Die Schubladen bestehen aus dem gleichen Material: Fichtenleimholz, 18 mm. Die Teile habe ich mit einer Nut versehen, um die Bodenplatte einlassen zu können. Das ging gut mit einem Scheibenfräser auf dem Frästisch. Der Nutfräser hatte allerdings nur 4 mm, ich benötigte aber 5 mm. Kein Problem: Zuerst habe ich die 4 mm gefräst, dann den Fräser 1 mm höher gestellt und den Vorgang wiederholt.

Als Boden verwende ich 5 mm Pappelsperrholz. Schubladen habe ich schon viele gebaut, diese sind die einfachsten. Der hintere Teil ist schmaler als die anderen, sodass sich die Bodenplatte später einfach einschieben und hinten festschrauben lässt. Sonst handhabe ich das normalerweise nicht so.

An der Vorderseite der Schubladen ist die Blende angebracht. Die Schraubenköpfe der Griffe stehen etwas hervor und benötigen daher Platz. Man könnte sie zwar in die Blende versenken, doch der Aufwand ist größer als eine kleine Aussparung in den Schubladen. Außerdem wollte ich die neuen Forstnerbohrer von Festool ausprobieren – einfach klasse!

Landhaus
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Die Schubladenblenden werden wie die Rahmentüren hergestellt. Ich verwende Konterprofilfräser von Festool – gute Qualität, aber leider recht teuer. Vorsicht! Es werden ZWEI Fräser gebraucht; also wird es teurer.

Ich lackiere alle Teile vor dem Verleimen, so entstehen saubere Leimkanten. Das Konterprofil muss exakt passen, sonst sitzt die Einlage nicht richtig und der Rahmen kann sich beim Verleimen verziehen.

Der Rahmen wird auf jeden Fall verdübelt. Die Einlage liegt schwimmend im Rahmen. Vor dem Zusammenbau sollte man die Teile ölen oder lackieren, da sich in den filigranen Ecken sonst Öl oder Lack sammelt – danach lassen sich die Ecken nicht mehr sauber bearbeiten.

Vor dem Verleimen unbedingt die Rechtwinkligkeit des Rahmens prüfen. Ein nachträgliches Richten ist nicht möglich. Außerdem sollten die Teile vor dem Kleben geschliffen werden, sonst schleifen sie später beim Zusammenbau aneinander.

Landhaus
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Sideboard bauen im Landhausstil