Wie frei darf man seine Meinung in Deutschland sagen?

10. Jan. 2026

Meinungsfreiheit in Deutschland
Schrank mit Schiebetüren

Wie frei darf man seine Meinung in Deutschland sagen?

Seit 18 Jahren besitze ich einen Facebook-Account.
Lange Zeit habe ich diese Plattform kaum genutzt. Doch angesichts der immer deutlicher werdenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen in Deutschland und weltweit sah ich mich zunehmend veranlasst, genauer hinzusehen und meine Meinung offen zu äußern.

Offenbar ist genau das nicht mehr erwünscht. Während ein Teil der Leser sachlich diskutierte, griffen andere gezielt zu Melde- und Denunziationsinstrumenten, um unbequeme Meinungen zum Schweigen zu bringen. Besonders perfide ist dabei, dass entsprechende Portale und Strukturen teilweise aus öffentlichen Mitteln finanziert werden – also mit dem Geld der Steuerzahler. Sie werden aus dem links-grünen Milieu heraus missbraucht, um politisch Andersdenkende zu diffamieren, zu diskreditieren und letztlich mundtot zu machen.

Auch mein Account fiel diesem System nun zum Opfer und wurde gesperrt.

Ich hatte das Privileg, die erfolgreichen und stabilen Jahrzehnte dieses Landes noch selbst zu erleben. Genau deshalb erkenne ich den heutigen Niedergang umso deutlicher. Industrie, Handwerk, Mittelstand, Handel und Energieversorgung befinden sich nicht in einer bloßen Krise, sondern in einem strukturellen Abwärtstrend. Parallel dazu hat sich ein ideologischer Gesinnungswandel etabliert, der wirtschaftliche Vernunft, Leistungsprinzip und Realität systematisch verdrängt.

Wer ernsthaft glaubt, Deutschland könne innerhalb der nächsten sieben bis zehn Jahre zu früherer wirtschaftlicher Stärke und politischer Stabilität zurückkehren, verkennt die Tragweite der angerichteten Schäden. Selbst ein grundlegender Regierungswechsel – hoffentlich durch die AfD – würde nicht ausreichen, um die Folgen jahrelanger Fehlentscheidungen kurzfristig zu korrigieren. Zu viel wurde mutwillig, fahrlässig oder ideologisch motiviert zerstört.

Ohne einen klaren und konsequenten Kurswechsel steuern wir auf den schleichenden Verlust unserer nationalen Identität zu. Setzt sich diese Entwicklung fort, werden wir unser eigenes Land bald weder kulturell noch sprachlich wiedererkennen. Was hier geschieht, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen – und es wird höchste Zeit, diese offen zu benennen.

Nachtrag

Nach meinem Einspruch gegen die Sperrung meines Accounts hat Facebook meinen Account tatsächlich wieder freigeschaltet. Ohne Begründung...

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10 Kommentare
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Martin
12. Januar 2026 0:16

Ach Mensch, schade. Ein Leser weniger. Dieses Geschwurbele und der Wunsch nach einer AfD-Regierung, ne-danke! Die Meinungsfreiheit nach US-amerikanischem Vorbild siehst Du gerade selber (Hinweis: das was facebook macht hat nun rein gar nix mit Deutschland zu tun; die tun gerade alles, um sich nicht an unsere hiesige Gesetze halten zu müssen.) Wenn Du bei facebook die falsche Meinung äusserst, dann kommst Du nicht mehr in die USA rein – ganz einfach! Mir ist nur bekannt, dass es umgekehrt so wäre. Wir Du auf das Narrativ „man darf in Deutschland nicht mehr seine Meinung sagen“ reinfallen kannst verstehe ich daher echt nicht. Ade!

Dirk
12. Januar 2026 7:58

Dein Ernst? Der Analyse zum Ist-Zustand kann ich ja noch einigermaßen folgen. Deiner Schlussfolgerung aber in keinster Weise mehr. Die AFD als Lösung für irgendwas zu sehen, ist bestenfalls naiv. Diese Partei lebt und ernährt sich vom Niedergang in Deutschland. Die werden alles mögliche tun, aber nicht dafür sorgen, dass irgendetwas besser wird.
Sorry, dass ich keine Sorfortlösung sehe. Das wäre auch eher Aufgabe von Wissenschaftlern und Experten. Aber eines kann ich Dir mit Sicherheit sagen. Die AFD macht alles nur noch schlimmer.

Heiko Rech
24. Februar 2026 8:25

Hallo,
ich habe seit langem mal wieder hier gelesen und bin nun auch über diesen Artikel gestolpert. Ich möchte den Inhalt nicht weiter kommentieren. Auch in anderen Artikeln hier kommen deine politischen Ansichten sehr deutlich rüber. Ich bin ein großer Freund der Meinungsfreiheit und du darfst deine Meinung natürlich auf deinem Blog frei kundtun.
Ich persönlich möchte solche Ansichten aber nicht aktiv oder ungewollt unterstützen, da sie nahezu den kompletten Gegensatz dessen darstellen, woran ich glaube. Ich würde mich eher als Linksgrün bezeichnen. Ich fahre Lastenrad, ernähre mich Vegan und glaube an den menschengemachten Klimawandel.
Ich möchte dich daher darum bitten, dass du Links auf unsere Onlinekurse, wenn möglich unterlässt. Aber auch das ist dir natürlich weiterhin erlaubt und freigestellt. Es ist lediglich eine Bitte meinerseits.
Ich möchte auch nicht, dass du erneut unser Kursangebot in Anspruch nimmst. Das ist keine Bitte, sondern etwas, das ich aktiv beeinflussen kann und auch bereits getan habe.
Und nein, das hat nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun, sondern mit meinem Recht, mir als Selbstständiger, meine Kunden aussuchen zu dürfen.Du kannst weiterhin deine Meinung frei äußern, dagegen habe ich überhaupt nichts. Du musst aber damit rechnen, mit deiner Meinung anzuecken.

Gruß
Heiko Rech, Kurswerkstatt-Saar

Heiko Rech
24. Februar 2026 10:07
Antwort auf  Holzwerker

Hallo,
ich kann natürlich nicht direkt beeinflussen, wer mit welcher politischen Einstellung unsere Kurse nutzt. Wenn ich aber auf Äußerungen von Kursteilnehmern stoße, die nicht mit unseren Werten im Einklang stehen, sei es durch öffentliche Äußerungen oder durch Äußerungen im Forum der Kurswerkstatt, nutze ich mein Recht einen Vertragsabschluss zu verweigern.

Gruß
Heiko Rech

Desiree
9. April 2026 13:54

Hi,
gelegentlich schaue ich hier in diesen Holzblog. Dabei ist mir dieser Beitrag besonders aufgefallen, weil er so gar nicht zu einem Holzblog passt.
Wahrscheinlich hätte ich auch keinen Kommentar hinterlassen, wenn hier nicht bereits entsprechende Beiträge zu lesen gewesen wären.
Sicher sind viele Deutsche seit Corona vorsichtiger geworden, wenn es darum geht, ihre persönliche Meinung zu äußern. Durch zunehmend öffentlich unterstützte Plattformen, auf denen man anonym andere melden kann, empfinde ich die Situation für die freie Meinungsäußerung als schwieriger.
Offenbar ist in Deutschland die „woke“ und linksgrüne Agenda aus Sicht mancher noch nicht vollständig umgesetzt.
Umso mehr bin ich persönlich froh, nicht mehr in Deutschland leben zu müssen.
Desireé

Beate S.
26. Juli 2026 19:02

Hallo

Mittlerweile bin ich offenbar aus der politischen Mitte komplett nach rechts gerückt – oder werde zumindest so wahrgenommen. Manche würden wohl sogar das Wort „Nazi“ verwenden.

Seit einiger Zeit bin ich hier Mitglied und lese die neuen Beiträge mit Interesse. Das gilt auch für den geschützten Bereich und die dortigen Diskussionen.

In einem der ersten Beiträge wurde die aus Sicht des Autors eingeschränkte Meinungsfreiheit in Deutschland thematisiert. Ich habe mich dabei selbst ertappt, dass ich darauf antworten wollte, es letztlich aber nicht getan habe, weil ich mögliche Konsequenzen befürchtete. Ja, so weit ist es inzwischen bei mir gekommen.
Wenn ich dann auch noch von einem Tischlermeister, den ich zuvor sehr respektiert habe, lesen muss, dass aufgrund einer frei geäußerten politischen Meinung Abstand zu einem Mitstreiter im Holzwerkerbereich genommen oder ihm sogar Ablehnung entgegengebracht wird, ist dieser Respekt bei mir sofort verschwunden.
Natürlich mag es erstrebenswert sein, sich vegan zu ernähren, nachhaltig zu leben, den Abfall bis ins kleinste Detail zu trennen, bei jedem Wetter mit dem Lastenrad zu fahren oder freiwillig Umweltbeiträge bei Paketdiensten zu leisten. Das sind persönliche Entscheidungen, die jeder für sich treffen kann. Nicht jeder muss jedoch einer bestimmten politischen oder gesellschaftlichen Ideologie folgen.

Mein Abonnement dort habe ich deshalb nicht verlängert – zumal es ohnehin auf den Namen meines Mannes lief.

Ich bin von dieser Entwicklung einfach nur noch enttäuscht.

Meine Hoffnung richtet sich nun auf die anstehenden Wahlen im Osten Deutschlands. Ich hoffe, dass die Wählerinnen und Wähler dort entsprechend ihren politischen Überzeugungen entscheiden und die AfD die Möglichkeit erhält, ihre angekündigten Ziele im Rahmen des demokratischen Prozesses umzusetzen. Vielleicht führt dies auch bundesweit zu einer gesellschaftlichen und politischen Entwicklung, die ich persönlich für richtig halte.

Gruß
Beate