Meine Erfahrungen mit der Hettich Bohrlehre DrillJig VB
Meine Erfahrungen mit der Hettich Bohrlehre DrillJig VB
Meine ersten Erfahrungen mit dieser Bohrlehre habe ich beim Bau eines kompletten Schlafzimmers in unserem Ferienhaus gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war mein Wissen über die Vorteile anderer Maschinen und Möglichkeiten für Holzverbindungen im Möbelbau noch recht überschaubar. Damals kostete die Bohrlehre knapp 200,00 Euro. Heute sind es über 300,00 Euro.
Aber macht diese hohe Investition wirklich Sinn?
Was macht diese Bohrlehre so besonders? Nun, sie hilft ganz einfach dabei, Löcher in einer bestimmten Position zu bohren. Über eine Exzenterverbindung kann dann ein Gegenstück mit dem Halter verbunden werden.

Die Bohrlehre Hettich DrillJig VB wird als Set verkauft. Eine Schablone für die Exzenterverbinder und eine Bohrlehre für die Befestigungsschraube am Gegenstück.
Es gibt sehr viele Einstellmöglichkeiten und es ist sehr ratsam, die Verbindungen zuerst an Probestücken zu testen.
Die Bohrlehren sind für alle Holzarten geeignet. Hauptsächlich jedoch für beschichtete Spanplatten, wie wir sie aus dem kommerziellen Möbelbau kennen.
Aber warum verwendet man solche Holzverbindungen, wenn alle anderen bekannten Holzverbindungen eine bessere Qualität bieten? Hier spielt der Transport der Möbel eine wichtige Rolle. Möbel werden in der Regel im Möbelhaus gekauft; von der Stange und nicht vom Tischler. Diese Möbel werden irgendwo gebaut, verschifft, nach Hause transportiert und dort schnell aufgebaut.

Beim Aufbau der Möbel beim Kunden muss es schnell und einfach gehen und es wird kaum verleimt. Die Montage wird meist von Laien im Möbelbau durchgeführt. Zudem wird nicht auf die tatsächliche Festigkeit der Holzverbindungen geachtet. Nicht umsonst heißt es: "3 mal umgezoge ist gleich einmal abgebrannt". Die Verbindungen sind in der Regel für eine einmalige Montage ausgelegt.
Und warum habe ich mir trotzdem diese Bohrlehre gekauft? Aus Neugier. Natürlich macht es Spaß, Neues auszuprobieren. So wie hier.
Nachdem ich alles richtig eingestellt hatte, ging das Bohren los. Es ist ganz einfach. Nur die Bohrlehre an die vorher markierte Kante anlegen und mit dem Akkuschrauber die beiden Bohrer betätigen... fertig. Allerdings gibt es keine Absaugmöglichkeit! Und das empfinde ich als großen Nachteil. Nach jeder Bohrung muss man mit dem Staubsauger hinterher.

Die Bohrlehre begrenzt die Bohrtiefe der Bohrer, so dass man nicht zu tief bohren kann. Also einfach für jeden Anfänger.
In der Regel gibt es auch bei beschichteten Spanplatten keine Ausbrüche. Und wenn, dann sind diese Beschädigungen sehr klein und werden durch den Exzenter komplett verdeckt.
Außerdem sollte man nach jedem Bohrvorgang die Bohrlehre von innen aussaugen, um einen sicheren Halt der Bohrlehre beim nächsten Bohrvorgang zu gewährleisten. Zeit sparen kann man mit dieser Art der Holzverbindung also nicht!
Apropos sparen... Die Exzenterverbinder kosten mindestens 1,00 Euro pro Stück. Also keine billige Art der Holzverbindung. Lamellos kosten nur Pfennige!

Die Bohrlehre für die Gegenseite (Querschnitt) ist auch sehr gut, wenn sie richtig eingestellt und beim Bohren fest mit dem Werkstück verbunden ist.
Ich brauche also 2 verschiedene Bohrlehren für eine Verbindung. Das habe ich nicht, wenn ich die Lamello Dübelfräse oder die Festool Dominofräse verwende und da kann ich sicher sein, dass ich immer die beste Verbindung bekomme.

Mein Fazit
Nein, ich brauche diese Bohrlehre eigentlich nicht. Aber es war eine sehr gute Erfahrung, denn so lernte ich die Vorteile der Lamello Zeta P2 richtig schätzen. Zumal ich jetzt eine wirklich gute Quelle (TEMU) gefunden habe, bei der ich die lösbaren P-Verbinder günstig bekomme.
Und welcher Hobbymöbelbauer will schon Möbel bauen, die oft wieder zerlegt werden müssen? Wenn ich etwas zerlegen will, dann nur für den Anhänger zum Abtransport auf die Mülldeponie...
Was ist eure Meinung dazu?
Böckmann Alu-Anhänger restauriert – beeindruckendes Ergebnis!
Alu-Anhänger Böckmann restauriert – beeindruckendes Ergebnis!
Diesen Anhänger haben wir kurz nach dem Kauf unseres Ferienhauses im Jahr 2010 angeschafft. Ich wollte nicht ständig den Nachbarn um Hilfe bitten müssen. Wie bei den Pferdeanhängern ist Böckmann auch bei diesen Anhängern die Nummer 1 – aus Aluminium gefertigt.
Der Anhänger stand immer draußen, und die Witterung hat dem Material im Laufe der Jahre zugesetzt. Die Optik wäre mir fast egal gewesen, aber die Ladefläche war wirklich ramponiert: Das Holz war durch und musste ersetzt werden.
Ein Schreiner bei meinem Holzhändler konnte die neue Siebdruckplatte millimetergenau zuschneiden und auch gleich einsetzen – perfekt passend.
Ersatzteile
Die meisten Anhänger verfügen über genormte oder aufeinander abgestimmte Zubehörteile – so auch dieser. Stützen samt Lager sind online für wenig Geld erhältlich. Auch Ersatzteile wie die Scharniere für die Heckklappe sind im Internet deutlich günstiger als direkt beim Hersteller Böckmann.
Das vordere Stützrad ist ebenfalls genormt und kostet keine 30 Euro.
Reinigung
Das größte Problem war zunächst der Zustand des Anhängers nach der Demontage der alten Ladefläche. Optisch sah es nicht gut aus, aber stark beschädigt war nichts. Die Aufnahmenuten der Ladeflächen waren zwar angegriffen, aber intakt – das Gleiche galt für alle anderen Teile unter dem Auflieger.
So kam ich auf die Idee, den Anhänger mit einer Politur wieder auf Hochglanz zu bringen. Bei WÜRTH hatte ich Aluminiumpolitur und Zinkspray gesehen. Leider gibt es in den Läden keine Preise an den Produkten – schließlich ist WÜRTH ein Großhandel für Handwerker.
Als ich dann die Rechnung sah, traf es mich fast: 60 Euro für ein Döschen Politur und fast 30 Euro für das Zinkspray. Nach einer Beschwerde erhielt ich immerhin 50 % zurückerstattet.
Was sagt mir das? Ich werde künftig nichts mehr bei WÜRTH kaufen. Die Preise sind schlichtweg überzogen. Hinzu kommt, dass die politische Einstellung des Besitzers mir persönlich überhaupt nicht zusagt. Zwei Gründe, die für mich mehr als genug sind, mir künftig andere Bezugsquellen zu suchen.
Zinkspray
Nachdem ich alle Teile und Ecken im und am Anhänger gründlich gesäubert hatte, habe ich die verzinkten Bleche – zum Beispiel die Halter für Kennzeichen und Beleuchtung – mit Zinkspray behandelt. Tolles Zeug!
Nicht jedes angebotene Zinkspray ist gleich gut oder wirklich hochwertig. Eigentlich sollte man beim Kauf immer eine Waage nutzen können: „billiges“ Zinkspray enthält schlicht weniger Zink.
Aluminium-Politur
Nach meinen Erfahrungen bei der Renovierung dieses Aluminiumanhängers kann ich nur sagen: Die spezielle Alu-Politur ist nicht besser als jede andere Autolackpolitur. Ich habe es getestet – der einzige Unterschied ist der Preis, denn Alu-Politur ist deutlich teurer.
Wie dem auch sei: Ich habe den Anhänger komplett poliert, damit die Oberfläche widerstandsfähiger wird.
Jetzt ist der Anhänger bereit für die neue Ladefläche.
Pflege Kunststoffteile
Die Schutzbleche bestehen aus Kunststoff und werden mit der Zeit grau. Es gibt zwar allerlei Kunststoff-Pflegesprays, die den Glanz zeitweise wiederherstellen, doch eine dauerhafte Wirkung erzielen sie meist nicht.
Ich habe die Kunststoffpflege von Volkswagen verwendet und bin damit sehr zufrieden. Im Internet gibt es die 1‑Liter‑Flasche für wenig Geld. Die Flüssigkeit wird einfach mit einem Schwamm auf die gereinigte Oberfläche aufgetragen. Praktisch: Das Mittel eignet sich auch hervorragend für die Reifenpflege.
bereits benutzte Schrauben austauschen
Wie bei allen Arbeiten im Holzbereich tausche ich alle gebrauchten Schrauben gegen neue aus – insbesondere die Edelstahlschrauben. Sicherlich hat jeder seine eigene Einstellung dazu, aber ich habe damit bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht.
Beim Böckmann-Anhänger ist die Heckklappe durch den Boden mit dem Rahmen verschraubt. Es war nicht ganz einfach, die Platte für die Schrauben vorzubohren, und das Einbringen der Schrauben in die Bohrungen erforderte Geduld. Sicherlich gäbe es eine einfachere Möglichkeit, die Heckklappe zu befestigen, doch auf diese Weise funktioniert es zuverlässig.
Felgen lackieren
Natürlich habe ich darüber nachgedacht, die vorhandenen Stahlfelgen gegen schickere Alufelgen auszutauschen. Aber es ist eben nur ein Anhänger, den man ab und zu braucht. Außerdem muss ein Anhänger bewegt werden – er darf nicht einfach nur herumstehen.
Unser Pferdeanhänger stand zwei Jahre lang mit neuen Reifen hinter der Halle, bis er zum TÜV musste. Die Prüfung bestand er mit diesen Reifen nicht: Standschaden! Reifen verformen sich unter Last, aber ohne Bewegung, und UV-Strahlung hinterlässt deutliche Risse.
Hier habe ich die Felgen vom Rost befreit, mit Zinkspray behandelt und nach dem Durchtrocknen silber lackiert. Ergebnis: passt perfekt.
Fazit
Der Anhänger hat damals mit allen Extras 1.100 Euro gekostet. Heute verlangt man für die gleiche Ausführung 1.700 Euro. Natürlich habe ich überlegt, ob es nicht sinnvoller wäre, einen neuen Anhänger zu kaufen und den alten noch gewinnbringend zu verkaufen.
Bei einem Böckmann-Anhänger macht das allerdings nur bedingt Sinn. Die Qualität ist nach wie vor sehr gut, die Ersatzteilsituation hervorragend – und vieles kann man selbst erledigen, wie zum Beispiel den Austausch der Ladefläche.
DIY Möbelprojekt: Einzelbett selber bauen leicht gemacht
DIY Möbelprojekt: Einzelbett selber bauen leicht gemacht
Diesen Beitrag habe ich bisher noch nie gepostet. Der Bau des Bettes liegt schon eine Weile zurück, aber er ist immer noch interessant.
Durch meine zahlreichen Hotelaufenthalte habe ich viele Betten kennengelernt: einfach gebaut, aber trotzdem bequem und gemütlich. Schnell war zwar ein Bett gekauft, das dann doch nicht so richtig passte.
Also entschloss ich mich, selbst eines zu bauen – im Rahmen einer Zimmerrenovierung, bei der auch Schrank, Wände, Decke und Boden erneuert wurden. Diese anderen Projekte sind abgeschlossen und für sich interessant; hier beschreibe ich nur den Bau des Einzelbettes mit Nachttisch und einem Hocker mit Schublade.
Wie immer wurde das Bett zunächst in SketchUp konstruiert, um alle Maße und Details genau zu planen.
Große Schubladen
In unserem Ferienhaus gibt es nur wenig Stauraum, deshalb habe ich das Bett mit zwei großen Schubladen gebaut, die in einem Kasten laufen. So ist der Inhalt vor Staub geschützt.
Die Umrandung des Bettes besteht aus dem gleichen Material wie das Bett selbst: 27 mm starke beschichtete Spanplatte. Für die Beschichtung gibt es hunderte Muster, und die Geschmäcker gehen weit auseinander. Kirsche erschien mir zu dunkel, also habe ich dieses Muster gewählt – die Arbeit ist sowieso dieselbe.
Der Nachttisch wird an der Wand befestigt, und der Hocker mit der großen Schublade kann die Schuhe aufnehmen.
Zuschnitt beim Holzhändler
Mit Hilfe von SketchUp und einem Plattenzuschnittprogramm konnte ich den Materialbedarf sehr gut berechnen und so auch dem Mann an der Plattensäge helfen. Die Zuschnitte waren präzise, und der Transport schadete dem Holz nicht. Schnell waren die Kanten gebrochen – bereit für das nächste Arbeitspensum.
Dann begann die langwierige Arbeit des Kantenanleimens. Mit dem Festool Kantenanleimer KS 65, farblosem Leim und meiner Festool VAC-SYS habe ich alle möglichen Teile mit einer ABS-Kante versehen. Anfangs macht diese Arbeit noch Spaß, aber nach zwei Stunden ist Schluss – und es wurden schließlich mehrere Stunden…
Zimmerrenovierung
Natürlich habe ich das Zimmer vorher komplett renoviert. Angefangen bei den Wänden, die jetzt gut isoliert sind, bis hin zur Decke mit Einbaustrahlern und einem Vinylboden. Auch die elektrischen Anschlüsse habe ich nach meinen Bedürfnissen verlegt.
Für den Boden fiel die Wahl auf Ter Hürne – erstklassiges Material, denn die Arbeit ist dieselbe, egal ob Baumarktware oder hochwertige Produkte. Das gilt übrigens auch für Schalter und Steckdosen. Nach einem Schmorbrand in einem Kippschalter kommt bei mir kein Baumarktmüll mehr ins Haus.
Berliner Betthaken
Über die Herkunft des Namens konnte ich nichts finden.
Die Teile sind millionenfach verbaut, und ich habe sie ebenfalls eingesetzt. Sie müssen eingepasst werden – also fräsen. Das gehört für uns Holzwerker eben dazu.
Das Schöne: Die Betthaken sind genau 20 mm breit, sodass jeder 20‑mm‑Fräser passt. Die Kopf- und Fußseiten lassen sich einfach bearbeiten. Schwieriger wird es an den Kopfseiten der Längsbretter, dort ist mehr Präzision gefragt.
Es ging eigentlich einfach.
Nur die Nuten für die Haken müssen entsprechend tief sein. Hier lieber einen Millimeter mehr als zu wenig.
Rand für den Lattenrost
Das Kernstück eines Bettes trägt das Innenleben und das Körpergewicht – deshalb ist eine stabile Befestigung entscheidend.
Das Einhängen der Bettelemente ist dabei ganz einfach, und durch das Festziehen der Beschläge wird das Bett sehr stabil – und es quietscht nicht!
Übrigens wird der Lattenrost oft überschätzt. Matratzen entfalten ihre Liegeeigenschaften nur auf einer stabilen Unterlage – genau so werden sie auch getestet. Eigentlich reicht ein Brett mit Lüftungslöchern unter der Matratze völlig aus. Ohne Lattenrost! Diese „Notwendigkeit“ wird uns Verbrauchern meist nur vom Bettenverkäufer eingeredet.
Bettumrandung an der Wand
Natürlich hätte ich für die Umrandung auch dünneres Material verwenden können. Aber die Platten standen zur Verfügung, der Preis war gut – nur die Handhabung ist dadurch etwas schwerer.
Die Kopfseite habe ich bereits mit der Wand verbunden, und auch die Elektrik ist schon installiert – dazu kommen wir später noch. Wichtig war vor allem, dass das Bett trotz der Umrandung noch perfekt in die Nische passt.
Elektrik installieren
Hier sind MERTEN-Produkte verbaut. Markenschalter und Steckdosen lohnen sich wirklich – billiges Zeug würde ich nie wieder einbauen. Trotz sicherer Verbindung mit einem „Billigschalter“ hatte sich nach einiger Zeit ein Schmorbrand in der Steckdose entwickelt. Nur durch Zufall habe ich das entdeckt.
Die Teile sollen in Hohlwanddosen eingebaut werden. Diese Dosen gibt es günstig im Internet; im Baumarkt werden dagegen über 2 Euro pro Dose verlangt.
Für den Einbau habe ich mir einen speziellen Lochbohrer gekauft, der beim Bohren auch den Rand der Hohlraumdose berücksichtigt. So passen die Dosen genau, ohne Überstand.
Wahrscheinlich würde ich mich heute für eine andere Leuchte entscheiden. Aber sie erfüllt ihre Aufgabe.
Die Abdeckungen passen sehr gut.
Elektrik testen
Bei der Installation von Elektroanschlüssen versuche ich wirklich alle Risiken zu vermeiden. Der Querschnitt der Anschlusskabel und auch die Verbindungen zu den Anschlußstellen werden peinlich geprüft.
Nachttisch hängend
Das Bett und die Elektrik sind soweit eingebaut.
Jetzt fehlen nur noch die Schubladen unter dem Bett, der Nachttisch und der Hocker mit einer großen Schublade.
Das sind die Dinge, die am meisten Arbeit machen werden.
Fangen wir mit den Schubladen unter dem Bett an.
Schubladen
Hier zeige ich das Ergebnis nach dem Bau der Schubladen und des hängenden Nachttisches.
Den Rahmen der Schubladenkästen habe ich mit einer weißen ABS-Kante versehen, da der Kasten selbst aus Multiplex (MPX) besteht – genau wie die Schubladen. Die Fronten bestehen wieder aus der gleichen Spanplatte wie der Rest des Bettes.
Wie ich die Schubladen gebaut habe, habe ich in anderen Beiträgen bereits ausführlich beschrieben.
Nachttisch
Eigentlich ganz einfach zu bauen. Ein Kasten um eine Schublade. Mit einer stabilen Rückwand, die das Gewicht an der Wand hält.
Die Teile sind bereits mit einer ABS-Kante versehen und müssen nur noch miteinander verbunden werden.
Für die Holzverbindung verwende ich Festool DOMINOS. An die Arbeit mit der Lamello Zeta P2 muss ich mich noch gewöhnen.
Schubladen Auszüge von Blum
Für gute Auszüge muss man schon etwas Geld ausgeben.
Ich kaufe meine Auszüge nur im Internet. Dort sind sie mindestens 20% billiger. Wenn mein Händler vor Ort auch nur 10% Rabatt geben würde, würde ich sie auch bei ihm kaufen. Aber das ist leider nicht der Fall. Diese Auszüge sind von BLUM.
Funktionstest Schublade
Die Schublade hat Auszüge mit Selbsteinzug.
Ja, es gibt sicher billigere Modelle, aber wie lange halten die?
Ich habe das schon erlebt und es ist wirklich ärgerlich, wenn es nicht mehr funktioniert.
An der Rückwand habe ich bereits einige Bohrungen für die Schrauben gesenkt eingebracht.
Hocker mit Schublade
Der Bau selbst ist mit dem Bau des Nachttisches identisch.
Auch die Griffe sind gleich. Wichtig sind noch die Möbelfilze um Kratzer auf dem Boden zu vermeiden.
Damit sind diese Teile fertig. Der Kleiderschrank war schon eine kleine Herausforderung im Bau. Da habe ich Exzenterverbinder eingesetzt. Das werde ich so schnell nicht mehr machen.
IGM FD300 Zinkenfräsgerät im Einsatz: Kastenbau leicht gemacht
IGM FD300 Zinkenfräsgerät im Einsatz: Kastenbau leicht gemacht
Das Gerät FD300 gibt es bei Amazon zu kaufen. Das ist aber nicht so wichtig – es wird ohnehin oft angeboten.
Das Paket war komplett, und ich war sehr neugierig darauf, damit zu arbeiten. Denn ich habe bereits mit dem Zinkenfräsgerät von Festool gearbeitet und bin mit dem Ergebnis dieser Maschine vertraut.
Dabei stellte sich für mich die Frage: Kann dieses FD300‑Gerät das auch – und das für relativ wenig Geld?
Basis-Ausstattung
Ähnlich wie bei der Zinkenfräse von Festool sind für das FD300 verschiedene Schablonen als Zubehör erhältlich – nur die Formen unterscheiden sich.
Die passenden Fräser sind bereits in der Basisversion enthalten. Bei Festool muss man diese noch separat und sehr teuer kaufen.
Ich habe das Zinkenfräsgerät FD300 gekauft, um einfach mal zu sehen, wie das Ergebnis wird. Der größere 600er für große Teile ist nur unwesentlich teurer.
Die Montage ist gut beschrieben. Man darf zwar nicht das Beste vom Material erwarten, aber alles ist solide zusammengebaut und wirkt langlebig.
Holzauswahl
Im Fräskurs wurde als Übungsstück auch ein Kasten mithilfe der Schablone gebaut – das war schon sehr überzeugend.
Damit die Holzverbindung gut sichtbar wird, macht es Sinn, zwei unterschiedlich farbige Holzarten zu kombinieren. Ich habe mich für nordamerikanische Weißeiche und für die Seitenwand für Meranti entschieden.

Teststücke
Ohne Test geht es nicht.
Hier habe ich ein Stück Fichtenleimholz mit einer gleichartigen Platte gefräst und die Passgenauigkeit der Verbindung getestet.
Die Feineinstellung der Fräshöhe bzw. Frästiefe ist wichtig und hängt auch von der Art der Verbindung ab.

Eiche fräsen
Die mitgelieferten Fräser sind zwar nicht von bester Qualität. Aber das Fräsergebnis ist sehr gut.
Keine Ausrisse, keine Brandflecken.

Form fräsen und Nut für den Boden
Der Kasten soll optisch noch etwas aufgewertet werden. Eine Fräsung an der Unterseite in Längsrichtung erzeugt den Eindruck von „Füßen“ an den Ecken. Die Rundung dient nur der Optik und hat keinen praktischen Nutzen.
Die Nut ist für den Boden des Kastens vorgesehen. Sie lässt sich sehr einfach mit einer Tischsäge als verdeckter Schnitt in der Breite der Bodenstärke ausführen.

Montage
Nun, Montage ist vielleicht etwas übertrieben.
Zinken mit Leim versehen und zusammenstecken. Das war's. Gut, noch den Boden in die Nut legen...
Bei dieser Art der Verbindung waren wahrscheinlich keine Schraubzwingen nötig, aber die habe ich eine Stunde lang eingesetzt.
Und fertig war der Kasten.


Ölen
Nach dem Schleifen der Oberflächen habe ich die Flächen des Kastens noch geölt, um die Farben der Hölzer noch etwas zu verstärken.
Bei den verschiedenen Holzarten ist das ganz gut gelungen.
Die Zinkenfräse habe ich inzwischen wieder verkauft. Ich habe auf Dauer keinen Bedarf dafür. Für diejenigen, die Interesse an schönen kleinen Projekten wie diesem haben, kann ich das Gerät für diesen Preis nur empfehlen.
Eigenbau Moxon Vise – stabil und praktisch für Holzarbeiten
Eigenbau Moxon Vise – stabil und praktisch für Holzarbeiten
Das für mich bisher schlimmste Projekt überhaupt. Fast alles habe ich falsch gemacht.
In der Zeitschrift stand: „Der Bau der Aufsatzzange ist auch für Einsteiger leicht zu bewältigen.“
Dieser Satz ließ mich glauben, dass das Projekt schnell abgeschlossen sein würde – doch weit gefehlt. Tatsächlich habe ich die Aufsatzzange zweimal bauen müssen, bevor sie funktionierte. Zu den Einzelheiten gehe ich am Ende dieses Beitrags noch genauer ein.
Oft hätte ich während der Arbeit einen Schraubstock gebrauchen können. Einen richtigen habe ich mir aber nie gekauft – der Platz war immer zu knapp. Wohin damit?
Vor kurzem bin ich auf ein Video in Youtube gestoßen, in dem eine solche Aufsatzbank vorgestellt und gebaut wurde. Dieses Modell erschien mir platzsparend, flexibel und deutlich praktikabler für meine Werkstatt.
Buche-Leimholz keilgezinkt
Als die Zeitschrift mit dem Bauplan erschien, sah die Marktsituation im Holzbereich noch deutlich anders aus. Heute ist es nicht einfach, Buchenleimholz mit durchgehenden Lamellen zu finden. Daher entschied ich mich für keilgezinktes Buchenleimholz – deutlich günstiger als Eichenleimholz. Beide Holzarten gehören zudem zur selben Familie, sodass die Stabilität und Optik vergleichbar sind.
Dieses Mal ließ ich die Teile gleich zuschneiden, was die Arbeit erheblich erleichtert und ein sofortiges Beginnen des Baus ermöglicht. Die zugeschnittenen Teile entsprechen exakt der Bauanleitung.
Natürlich darf ich den Bauplan der Zeitschrift hier nicht veröffentlichen. Ich habe die Aufsatzbank daher für mich selbst in SketchUp nachkonstruiert, um eine genaue Orientierung zu haben.
Da ich das Holz erst am nächsten Tag verarbeiten wollte, habe ich die Platten unter Zwingen gesetzt. Buchenholz neigt bekanntlich stark zum Verziehen – manchmal schon beim Hinschauen.
Grundplatte
Hinrnleisten
Beide Platten haben die gleichen Maße.
Allerdings soll die untere Platte an den Seiten länger sein um mit Zwingen am Arbeitstisch befestigen zu können. Deshalb habe ich Hirnleisten angebracht. Diese Leisten verringern auch das Schüsseln der Platte.
Angebracht mit Lamellos und dann verleimt.
Abrunden der Ecken
Muss nicht sein, sieht aber besser aus.
Eigentlich habe ich das KREG-Frässchablonenset für Ecken. Ich habe es einmal benutzt und sofort festgestellt, dass dieses Set das Katalogpapier nicht wert ist! Werde ich wegwerfen. Meine selbstgemachte Frässchablone ist viel besser und kostet außer etwas Arbeit nichts. Mit dieser Schablone habe ich die Ecken mit einem Radius von 50 mm abgerundet.
Vorbohren
Die untere Platte wird angeschraubt. Dazu habe ich alle Löcher vorgebohrt und versenkt.
Die Querträger haben zwar eine theoretische Höhe von 88 mm, aber nicht alle Teile sind gleich dick. Ich habe die Querstreben in der Höhe um 1mm gekürzt, also auf 87mm. So passte alles perfekt zusammen.
Deckplatte
Lamellos für die Stützen
Die Stützen werden durch Lamellos zentriert. So werden die Stützen beim Verleimen und Verschrauben sicher in der richtigen Position gehalten.
Ich verwende dazu 20er Lamellos und fräse mit der Lamello Zeta P2. Das geht viel einfacher als mit der Festool DF 500.
Tischlöcher für Bankhelfer
Der damalige Konstrukteur hat in seiner Konstruktion 19mm-Bohrungen gemacht. Diese Größe passt für meine Festool-Helfer nicht. Ich brauche 20mm Bohrungen. Was allerdings hier ein Problem sein wird. Wie auch immer. Diese Bohrungen (nicht alle) konnte ich nicht dem Bosch Bohrständer einbringen.
Eine Reihe musste ich manuell mit dem Akkuschrauber bohren, das der Bohrständer die Ausladung nicht hat.
Eine Reihe musste ich mit einem Akkuschrauber manuell bohren. Mit der Zeit bekommt man ein ungefähres Gefühl für eine fast senkrechte Bohrung.
Die Forstnerbohrer von Festool sind wirklich sehr gut.
Nut für die C-Nut-Schiene fräsen
Die C-Nut-Schine ist 17mm breit und 11mm hoch. Soll ich in einem durch fräsen oder mache ich das in 2 Schritten?
Bei 2 Schritten werde ich sicher eine winzige Kante in der Nut sehen. Aber ds ist egal, denn die Schiene wird das verdecken.
So habe ich in 2 Schritten gefräst. Erst 6mm, dann die restlichen 5mm. Passt genau.
Stützen
Zuschnitt
Die Teile für die Stützen habe ich nur grob zuschneiden lassen. Das Istmaß erhält man erst bei der Montage.
Zunächst habe ich die Stützen mit der Tischsäge auf 88m Höhe geschnitten. Theoretisches Maß bei exakter Plattendicke von 26mm.
Mittels Test zwischen Ober- und Unterplatte mit Vorderzange habe ich das passende Maß ermitteln können. Es sind 87mm. Nicht viel weniger, doch unbedingt notwendig.
Vorderzange (beweglich)
Doppeln
Die vordere bewegliche Zange muss gedoppelt werden. Dazu werden einfach zwei gleichgroße Teile miteinander verleimt.
Damit dies Teile beim Verleimen nicht verrutschen habe ich 3 Lamellos für die Zentrierung eingebaut. So geht das Verleimen wesentlich einfacher.
Die Verleimung habe ich unter vielen Schraubzwingen 3 Stunden trocknen lassen.
Fasen
Nach dem Bohren und Schleifen habe ich eine Fase rundherum gefräst.
Nicht feste drücken und nicht zu langsam führen. Sonst gibt es Brandflecken auf dem Holz, die immer sehr schwer zu entfernen sind.
Innenzange (fest)
Vierkantmutter einbauen
Die Zange erhält eine Doppelung an den Enden um die Gewindestange sicher zu befestigen. Anders als im Video habe ich es über eine Verschraubung vorher gelöst. Ich bohre und stemme vor dem Anbau der Innenzange. So ist das viel einfacher. Außerdem verwende ich hier Vierkantmuttern. Der Mittelpunkt der Bohrung ist vorgegeben und der Umriss der Vierkantmutter mit Bleistift übertragen. Kanten mit dem Messer nachgezogen.
Stemmen
Stemmen war nie mein Fall. Doch diese Arbeit hat mir sehr geholfen. Im Kopf hatte ich immer: so viel mit einen Schlag wegnehmen wie möglich. Immer feste drauf. Das ist aber völlig falsch. Geduld ist die Lösung. In kleineren Schritten ging das Ausstemmen absolut einfach und auch sauber. Die Vierkantmutter ist bündig mit der Oberfläche eingelassen.
Bohrungen für die Trapezgewindestangen
Man kann gut die Mitte vom Bohren am Boden erkennen. Genau dort habe ich auch die Spitze des 19mm-Bohrers angesetzt und über eine Unterlage durchgebohrt,
Der "billige" 19er Bohrer ist wirklich Müll. Aber für die paar Bohrungen reicht der.
Handräder bauen
Eiche doppeln
Aus Resten vom Möbelbau habe ich 2 Platten gedoppelt. Eiche mit durchgehenden Lamellen, 20mm.
So werde ich eine Stärke von 40mm für die Handräder haben.
Nach Aushärtung des Leims habe ich zwei Kreise mit Durchmesser von 150mm nebeneinander angerissen und die Teile grob auf der Kappsäge ausgeschnitten.
Jetzt kann sich der Bandschleifer in seiner neuen Station beweisen. Viel muss nicht mehr abgeschliffen werden.
Rundschliff der Handräder
Eiche Vollholz ist nicht leicht zu schleifen. Zumal ich Material wegnehmen musste und nicht nur glätten.
Sicher hätte ich auch die Räder mit der Oberfräse herstellen können. Aber das Ergebnis zählt und über die Kappsäge und dem Bandschleifer war der Aufwand geringer.
Naben herstellen
Die Handräder benötigen im angezogenen Zustand auf der Aufsetzzange einen gewissen Abstand zur Außenbacke. Diesen Abstand kann man zwar mit Unterlegscheiben erzeugen, doch die wabbeln dann einfach nur auf der Gewindestange. Die Naben habe ich mit einer entsprechend großen Lochsäge aus dem Restholz ausgebohrt.
Kanten abrunden
Die Handräder können so nicht bleiben.
Die Kanten des Rades werden mit einem 19er Abrundfräser schön abgerundet. Dies geschieht auf dem Frästisch CMS 2200.
Ich habe einen Abrundfräser aus den USA eingespannt. In Deutschland hätte ich für diesen Fräser mindestens das Doppelte bis Dreifache bezahlt.
Der Abrundfräser hat einen Radius von 3/4 Zoll = 19,05 mm. Also mehr als passend.
Die Lochbohrer habe ich auch schon lange. Zwar Billigware, aber sie erfüllen ihren Zweck. Es gibt eben keine Lochbohrer dieser Art, die saubere Löcher bohrt. Nur hier erwarte ich das Gegenteil. Nicht das Loch sondern der Ausschnitt ist für mich wichtig.
Das Abrunden der Handradkanten hat sehr gut funktioniert. Keine unschönen Übergänge. Der Radius wurde vollständig auf das Holz übertragen.
Leider hat der Händler in den USA keine Wendeplattenfräser. Zumindest keine, bei denen man deutsche Wendeplatten nachkaufen kann, aber die Qualität der Fräser selbst ist sehr gut.
Vierkantmutter einbauen
Vierkantmuttern sind für dieses Projekt optimal. Besser als Sechkantmuttern.
Nur müssen die Muttern in die Handräder eingebaut werden. Die Vierkantmuttern sind 27mm hoch. Also muss ich stemmen.
Zuerst habe ich die 30er-Bohrung in der Tiefe von 27mm auf dem Bohrständer gemacht. Die digitale Tiefenangabe am Bohrständer ist sehr gut.
Dann habe ich auch gleich mit dem 19er Bohrer das Loch vollendet. Genau in das Loch der Zentriernadel des 30er Bohrers.
Die Stemmeisen hatte ich noch eine Woche vorher mit den Schleifsteinen von Temu neu geschärft. Mit gutem Beitel und neu geschärft ist das fast ein Kinderspiel. Wenn ich da nur an die "Kirschen"-Zeit denke..
Auch hier sind die Vierkantmuttern bündig zur Oberfläche und nichts wackelt oder hat Luft.
Die Naben werden eine Mittenbohrung von 19 mm haben. Dafür musste ich den neuen Bohrer nehmen. Dieser Bohrer ist einfach Schrott. Alle 10mm musste ich den Bohrer säubern, weil er keinen Vorschub mehr annahm. Aber für die wenigen Bohrungen, die noch zu machen sind, muss es noch reichen.
Wie befestige ich die Naben mit dem Handrad? Kleben? Nein, ich werde sie verschrauben. Dafür habe ich 4mm vorgebohrt und gesenkt. Auch den Rand werde ich nicht abrunden. Kante brechen reicht.
Die Naben habe ich so genau wie möglich zentriert. Damit sie beim Verschrauben nicht verrutschen, habe ich die Naben mit Zwingen fixiert. Ein Aufwand, der sich lohnt.
Damit habe ich die Handräder fertig gebaut.
Zangenleder anbringen
Die Preis- und Qualitätsunterschiede bei Waren aus Deutschland und China sind schon erstaunlich.
Bei deutschen Online-Händlern hätte ich für Leder mit einer Stärke von 0,9mm mehr als das Doppelte bezahlen sollen als bei TEMU für Leder mit einer Stärke von fast 2mm. Rindsleder.
Der Lieferweg ist lang und es dauert etwas länger. Selbst die Versandkosten sind im Preis inbegriffen.
Das Leder habe ich mit einfachem Weißleim auf die "lose" Bankzange aufgeklebt und unter Druck abbinden lassen. Überstehenden Rand abtrennen und die Bohrungen für die Trapezgewindestangen wieder öffnen...fertig.
Montage
Jetzt entscheidet sich, ob die Arbeit gut oder schlecht war. Es muss alles passen.
Zuerst habe ich die Stützen unter die Deckplatte verleimt. Gar nicht so einfach. Buche verzieht sich, wenn man sie nur ansieht. Wenn man einen Schreiner ärgern will, sagt man einfach: "Das solltest du mit Buche machen...".
So war es auch hier. Trotz der Dicke von 26 mm verzieht sich die Platte.
Also habe ich die Decklatte mit Zwingen auf den geraden Tisch gespannt, um die Wölbung zu glätten. Mein Gefühl sagte mir, dass es vielleicht besser wäre, wenn ich in der Mitte der Stützen noch eine Schraubverbindung anbringen würde. Hier habe ich mit dem System "Hidden Jig" jeweils ein Loch in die Stützen gebohrt.
Die Platte sah schon gespannt sehr gerade aus, deshalb habe ich die Stützen gleich mit Lamellos verleimt.
Letztendlich war die Verschraubung nicht notwendig.
Die Lamellos sind nicht zentriert in der Mitte der Stützen. Das schadet nicht, denn die Lamellos fixieren nur die Stützen.
Nach einer Stunde Abbindezeit konnte ich die Zwingen wieder entfernen und mit dem Boden weiter machen.
Der boden ist nicht verleimt!
Zwar hat die Bodenplatte vorn 5 Lamellos, doch schiebe ich diese in die Nuten der Frontzange und verschraube die Bodenplatte mit 50er Schrauben.
Dazu habe ich aber die Bodenplatte mit der Vorderzange unter Zwingen gesetzt damit es keine Lücken oder Spalten gibt.
Jetzt wird erst getestet ob alles andere passt.
Die Gewindestanken sind befestigt. Die hinteren Muttern lassen sich bequem verschrauben. Hätten ja auch Platzprobleme geben können.
Die Zange lasst sich problemlos festziehen und auch alle anderen Hilfsmittel passen in Löcher und Schienen.
Jetzt sieht man den Sinn der "Langlöcher in der Hinterzange.
Auch wenn die Zange etwas schräg geht, lässt sie sich noch immer leicht in die richtige Lage bringen.
Holz ölen
Die lästige Arbeit.
Das Ölen selbst dauert ja nicht so lang. Aber ich muss mit alle weiteren Arbeiten warten bis das Öl trocken ist.
Da habe ich die Zeit genutzt um das Pflaster zu reinigen.
Einzelheiten / Zusatzinformationen
Holz
Zum Zeitpunkt der Ausgabe 50 der Zeitschrift Holzwerker lag der Preis für Buchenleimholz mit durchgehenden Lamellen noch im normalen Preisbereich.
In den letzten 3 Jahren hat sich der Preis für Buchenleimholz mindestens verdoppelt. Aus meiner Sicht sind die Holzhändler auf den Zug der eigenen Preiserhöhungen aufgesprungen. Am Einkaufspreis kann es nicht liegen, denn das Holz, das ich beim Holzhändler kaufen wollte, lag dort schon mindestens 4 Jahre.
Deshalb hatte ich mich zunächst für Bangkirai-Glattkantbretter entschieden und diese verbaut. Das war ein totaler Reinfall. Es ist nicht einfach, aus Bangkirai Leimholz herzustellen, und auch das Aufdoppeln ist nicht einfach. Außerdem reichte die Nettostärke von 24 mm für die Konstruktion nicht aus.
Hier habe ich Buchenleimholz 26mm verwendet. Preis für das Holz ca. Euro 90,00
Beschläge Moxon Vise
Natürlich wollte ich die gleichen Beschläge wie im Video beschrieben.
Im Internet habe ich sie auch gefunden. Bei AliExpress ! Zum Preis von Euro 46,67. Allerdings sind die Versandkosten höher als der Kaufpreis: Euro 53,00 ! Es muss doch eine Alternative geben.
Ja, die gibt es. Man könnte die Mutter der Gewindestange in die Bohrung einer kleinen Hantelscheibe einschweißen. Dazu braucht man aber passende Sechskantmuttern, Hantelscheiben und Gewindestangen. Alles zusammen aber auch wieder um die Euro 100,00
Oder man bestellt sich Trapezgewindestangen mit Vierkantmuttern und baut die Handräder selbst. Genau das habe ich gemacht. Preis: Euro 60,00 !
Die Trapezgewindestangen und Schrauben sind von erstklassiger Qualität.
Bohrer
Die 19 mm Bohrungen in den Zeichnungen vom Konstrukteur haben mich zunächst nicht irritiert. Nur hatte ich keinen 19er Bohrer.
Bei Amazon kaufte ich dann einen mittelpreisigen Forstnerbohrer für Euro 12,00. Müll!
Nun war ich die Qualität der Forstnerbohrer von Festool gewohnt und erwartete eine ähnliche Qualität des neuen Bohrers. Aber nein. Für wenig Geld gibt es keine wirkliche Qualität. Obwohl ich den Preis der Festool Forstnerbohrer auch sehr hoch finde.
Nachdem ich eine Probebohrung mit dem neuen Bohrer gemacht hatte, musste ich feststellen, dass die Bohrungen für meine Tischhaken und andere Hilfsmittel zu klein sind. Es müssen 20mm sein.
Heute, kurz vor Fertigstellung fiel mir ein, dass ich bspw. meine Tischzwingen gar nicht mit der Aufsetzbank benutzen kann. Außer in der C-Nut-Schiene. Die Tischplatte ist mit 26mm einfach zu dick um die Zwingen in die Bohrungen schieben zu können. Na ja, es ist ja eine Schiene da.
Allerdings gäbe es für dieses Problem eine Lösung. Die Löcher von unten auf 40mm aufbohren bei einer Tiefe von 7mm. Dadurch ergibt sich ein passender Winkel für die Zwingen und sie passen wieder. Habe ich aber nicht gemacht.
Alle Bohrungen haben nun einen Durchmesser von 20mm.
Leder
Das Leder musste ich extra kaufen. Online bei TEMU.
Das wollte ich eigentlich nicht bei TEMU kaufen, sondern in einem deutschen Onlineshop.
Aber das macht keinen Sinn. Erstens werden dort Mondpreise für echtes Leder verlangt und das angebotene Leder ist nur 0,9 Millimeter dick!!!
Bei TEMU habe ich für ausreichend dickes Rindsleder Euro 15,00 inklusive Versand bezahlt. In Deutschland für dünnes Leder Euro 49,90,
Je mehr ich die Preise der deutschen Anbieter mit denen von TEMU vergleiche, desto mehr habe ich das Gefühl, in Deutschland über den Tisch gezogen zu werden.
Materialkosten
Buchenleimholz 26mm keilgezinkt Euro 90,00
- Trapezgewindestangen und 4 Vierkantmuttern 18x4 Euro 60,00
- Leder Euro 17,00
- C-Nut-Schienen 1 Meter Euro 7,00
- Kleinmaterial wie Schrauben, Öl etc. Euro 6,00
Bis jetzt Euro 180,00
Sollte jemand Interesse an dieser Aufsetzzange haben..In meinem kleinen Shop biete ich diese Aufsatzbank einschl. Werkbank sehr günstig. Als gebraucht und nur bei Selbstabholung.













































































































