Parkside Feinbohrschleifer ausprobiert – lohnt sich der Kauf?
Parkside Feinbohrschleifer ausprobiert – lohnt sich der Kauf?
Gern schaue ich mir auf YouTube Testberichte über Werkzeuge an. Neulich ging es um verschiedene Feinbohrschleifer – und das Modell von Parkside schnitt überraschend gut ab. Da ich für solche Arbeiten immer wieder Bedarf habe, suchte ich im Lidl-Onlineshop danach und wurde tatsächlich fündig.
34,99 Euro inklusive Versand. Da fragt man sich unweigerlich: Wie kann man zu so einem Preis produzieren – und dabei noch verdienen?
Wie auch immer: Ich habe das Teil bestellt.
Bedarf
Für Modellbauer mag so ein Gerät ideal sein. Für einen Holzwerker wie mich ist es eher ein Spezialwerkzeug. In einem meiner letzten Beiträge habe ich beschrieben, wie ich Schienen an meinem Frästisch montiert habe. Dabei mussten überstehende Schraubenspitzen entfernt werden – erledigt mit der Flex.
Allerdings war die Flex für diese feine Arbeit ziemlich unhandlich. Ein kleineres Werkzeug wie eine Feinbohrmaschine wäre deutlich praktischer gewesen. Also kaufte ich mir die Maschine – zumal der Preis mehr als überschaubar war.
Der erste Einsatz stand schnell an: Flecken auf meinen Stechbeiteln sollten vor dem Schleifen entfernt werden. Im Zubehörkästchen lag eine kleine Drahtbürste, die dafür perfekt geeignet schien. Zumindest dachte ich das.
einfach nur gefährlich
Bei eingespannten Drahtbürsten achte ich grundsätzlich auf die richtige Drehzahl: nicht zu langsam, aber auch nicht zu schnell. So bin ich auch bei diesem Feinbohrschleifer vorgegangen. Bürste eingespannt, Drehzahl erhöht und vorsichtig an den Abtrag herangetastet.
Dann kam der Schreckmoment. Hätte ich keine Schutzbrille getragen, wäre mein Augenlicht ernsthaft in Gefahr gewesen. Die winzige Drahtbürste begann beim ersten Kontakt mit dem Werkstück ihre Metallborsten regelrecht wegzuschleudern. Kleine, spitze Drahtstücke trafen mein Gesicht.
Auf dem Foto erkennt man deutlich, wie stark die Bürste dabei gelitten hat.
mein Fazit
Diese 34,99 Euro waren für mich letztlich eine bezahlte Erfahrung.
Der Einsatz eines solchen Werkzeugs kann durchaus sinnvoll sein. Aber selbst bei scheinbar harmlosen Geräten sind Schutzbrille und Handschuhe Pflicht. Ich hatte am Ende sogar einen Drahtsplitter im Finger – ein deutlicher Hinweis darauf, wie gefährlich diese kleinen Bürsten sein können.
Für mich ist die Sache damit erledigt. Diese Maschine werde ich nicht mehr benutzen. Jedes Mal, wenn ich sie in die Hand nähme, wäre sofort wieder dieses Risiko präsent – im schlimmsten Fall sogar im wahrsten Sinne des Wortes.
Lamello P‑14 / P‑15 von TEMU – Test & Erfahrungen
Lamello P‑14 / P‑15 von TEMU – Test & Erfahrungen
Ich habe lange warten müssen – China liegt ja nicht um die Ecke.
Ich arbeite sehr gerne mit der Lamello ZETA P2 und dem System P-14 / P-15. Der einzige Nachteil: der hohe Preis der Elemente bei deutschen Anbietern.
Also habe ich das Geld riskiert und beide Varianten bei TEMU in China bestellt.
lohnt sich TEMU für Holzwerker?
Beide Verbindungen – sowohl P-14 als auch P-15 – halten einwandfrei, und der Inbusschlüssel passt problemlos.
Ich habe schon oft in TEMU gestöbert, um brauchbare Teile für die Holzbearbeitung zu finden. Immer wieder stolperte ich über den TEMU-Preis und dachte: „Dieser Preis ist unmöglich – im Vergleich zu den Anbietern in Deutschland!“
Dann fragt man sich natürlich, woran das liegen kann. Mehr als 50 % günstiger – und trotzdem brauchbar.
Mein Fazit
Die CLAMEX kosten bei TEMU nur 0,31 € pro Paar, die TENSO 0,36 € pro Paar.
Im Sautershop kostet ein Paar CLAMEX 1,63 €, der TENSO knapp 1,00 €. Das ist das Fünffache gegenüber TEMU – kaum zu glauben!
Seitdem schaue ich, bevor ich etwas für mein Hobby kaufe, zuerst bei TEMU nach.
Allerdings: die Preise sind tagesabhängig.
Meine Erfahrung mit der Unterflur‑Zugsäge ERIKA 85
Meine Erfahrung mit der Unterflur‑Zugsäge ERIKA 85 – ehrlicher Bericht
Dies ist keine technische Bewertung der Unterflur-Zugsäge ERIKA 85 – vielmehr schildere ich meine persönlichen Erfahrungen, die ich leider machen musste.
In meiner kleinen Werkstatt habe ich ein ernsthaftes Platzproblem. Dort stehen unter anderem der CMS-Frästisch, die Festool-Kappsäge KS 120 und die Bosch-Tischkreissäge GTS 10 XC.
In einem Gespräch mit einem Tischlermeister (dessen Name ich nicht mehr nennen soll) empfahl mir dieser, meine beiden Geräte – Kapp- und Tischkreissäge – gegen eine Unterflur-Zugsäge ERIKA 85 auszutauschen. Damit hätte ich wieder Platz für die Kappsäge.
Klingt logisch, dachte ich mir, und bestellte die Tischkreissäge – natürlich mit allem Zubehör. Der Gesamtpreis lag bei über 6.000 € – und das für eine Bautischkreissäge!
Tausch gegen meine "alte" Bosch Tischkreissäge
Beide Maschinen – die Kappsäge KS 120 und die BOSCH GTS 10 XC – hatte ich für wenig Geld verkauft. Schnell weg, dachte ich – ein böser Fehler.
Die ERIKA 85 ist länger als die Bosch-Tischkreissäge, da ihr die ausziehbare Verlängerung fehlt. Anfangs war ich mit den Maßen noch einverstanden, doch bei der ersten Benutzung war ich sehr enttäuscht. Der Schnitt war in Ordnung, aber nicht besser als bei meiner alten BOSCH.
Viel problematischer war das Schneiden mit der Zugfunktion: völlig unpraktisch und durch den unhandlichen Zugknopf sehr schwierig und unbequem.
Die Absaugung war schlechter als bei der Bosch-Tischsäge. Die Absaugöffnung am Sägeblatt war regelmäßig verstopft, da sie zu klein dimensioniert war, und ich musste ständig unter den Tisch kriechen. Das Drehen der Maschine war mir zu schwer.
Sägeblattwechsel bei der ERIKA 85
Über 5.900 € habe ich für diese Maschine bezahlt – und jetzt muss ich unter den Tisch kriechen, um das Sägeblatt zu wechseln?
Immer mehr ärgerte ich mich über meine eigene Entscheidung, dieses Gerät gekauft zu haben. Wenn ich mir dann noch die spartanische Ausstattung dieser hochgelobten Tischkreissäge anschaue, komme ich mir einfach nur dumm vor.
Anscheinend hat sich über die Jahre der Name „ERIKA“ als beste Tischkreissäge unter Holzwerkern herumgesprochen. Dem kann ich persönlich nur widersprechen.
Längsanschlag
Der Längsanschlag ist in der Standardausführung nicht enthalten – ein teures Extra.
Der Multianschlag soll diese Funktion eigentlich abdecken. Nur: der Längsanschlag muss hinten und vorne befestigt werden. In meiner so kleinen Werkstatt ein echtes Unterfangen, da ich die Maschine jedes Mal drehen muss.
Meine Enttäuschung wuchs von Tag zu Tag…
mein Fazit
Für viele Holzwerker mag die ERIKA 85 die beste Unterflursäge sein – für mich jedoch nicht. Viel zu teuer und aus meiner Sicht mit zahlreichen Nachteilen: die schwierige Zugfunktion, die unzureichende Absaugung und der umständliche Sägeblattwechsel. Ehrlich gesagt, beim Preis fühle ich mich „über den Tisch gezogen“.
Die 90‑Grad‑Winkelfunktion mag zwar vorteilhaft für die Genauigkeit sein – aber dafür so viel Geld bezahlen? Nein.
Dem Schreinermeister mache ich keinen Vorwurf für seine Empfehlung – aber die Theorie stimmte nicht mit der Praxis überein.
Neben dem Mafell Duodübler DDF 40 war dies mein größter finanzieller Reinfall.
VS 600 GE Verbindungssystem – Erfahrungen aus der Werkstatt
VS 600 GE Verbindungssystem – Erfahrungen aus der Werkstatt
Das Verbindungssystem VS 600 GE habe ich mir vor einigen Jahren als Festool-Fan gekauft, um außergewöhnliche Holzverbindungen herzustellen.
Ich habe es wieder verkauft – nicht, weil es schlecht war. Nein, ich hatte einfach keinen Bedarf und auch nicht den Platz für dieses doch recht große Gerät. Und – wenn man dann noch keine Erfahrung hat…
Man sollte schon handwerklich sicher mit einer Oberfräse umgehen können, bevor man sich so ein Teil anschafft. So hatte ich mir das damals nicht vorgestellt.
Mit entsprechenden Schablonen ist das Gerät für etwa 1.000 € zu bekommen.
Schablonen
Festool bietet verschiedene Schablonen für das Verbindungssystem VS 600 GE an. Je nach Geschmack und Anforderung lassen sich damit wirklich schöne Holzverbindungen herstellen.
Natürlich habe ich sofort versucht, eine Verbindung mit den Schablonen zu fräsen. Gleich beim ersten Mal war es vorbei: Fräse und Schablone waren danach nicht mehr zu gebrauchen.
Dabei hatte ich noch Glück: nur das Material wurde beschädigt. Wäre der Fräser während des Laufs abgebrochen, hätte ich sicher körperlichen Schaden davongetragen.
Fazit
Das Verbindungssystem VS 600 GE ist wirklich gut!
Für Handhabung und Einstellmöglichkeiten gibt es im Internet zahlreiche Beschreibungen und Videos. Wenn man das System häufig nutzt, ist der Preis auch angemessen.
Die Verarbeitung ist sehr gut – das war ich damals auch von Festool gewohnt, da die Geräte in Deutschland produziert wurden.
Heute sieht das anders aus: Wer genau hinschaut, kann auf den Etiketten das jeweilige Herstellungsland erkennen – in Deutschland leider selten.
Spannrahmen im Einsatz – perfekte Werkstückspannung mit CMS OF‑2200
Spannrahmen im Einsatz – perfekte Werkstückspannung mit CMS OF‑2200
Vorab: Diese Idee stammt nicht von mir. En Tischlermeister , der im Internet sehr bekannt ist, hatte diesen Rahmen vorgestellt.
Ich habe seinen Beitrag dazu nicht mehr gefunden. Ich habe aber noch Fotos vom Bau und kann mich noch an Details erinnern.
Ein Besucher meiner Webseite hatte mich um Informationen gebeten, da ich kürzlich den Bau eines Fräsanschlages für die CMS von Festool beschrieben hatte.
Ahorn als Grundlage
Vom Wohnzimmertisch hatte ich noch Reste von Ahorn. 30mm dick.
Der Querschnitt des Rahmens beträgt 30x30mm. Die Maße selbst sind durch den vorhandenen Rahmen des Festool CMS OF 2200 vorgegeben.
Es ist gut, dass die Innenseite des Festool-Rahmens einen 90-Grad-Winkel hat. Allerdings muss der Holzrahmen asymmetrisch geschnitten werden, um die Kräfte beim Spannen gleichmäßig zu verteilen.
Befestigung des Rahmens
Diese "Schrägen" habe ich mit der Bosch-Tischsäge geschnitten. Eigentlich mehr nach Gefühl.
Ahorn lässt sich sehr gut bearbeiten. Kaum Ausrisse und immer eine glatte Oberfläche.
Der Alurahmen des Frästisches ist relativ dick, so dass man gut Blechschrauben zur Befestigung des Holzes verwenden kann.
Die Löcher im Holz habe ich mit meinem Bosch-Bohrständer gebohrt. So sind sie mit einer Vorlage ausrissfrei und senkrecht.
Befestigung des Rahmens
Die Löcher im Aluminiumrahmen müssen entsprechend vorgebohrt werden. Nach dem Bohren der Löcher in den Holzrahmen.
Durch die Löcher im Holz habe ich den Rahmen vorgebohrt. Eng anliegende Löcher. Der Holzrahmen wird mit Blechschrauben im Aluminiumrahmen befestigt. Den Überstand der Schrauben unter dem Rahmen habe ich mit der "Flex" geglättet.
Jetzt passt der Rohrahmen und es fehlen nur noch die T-Nut-Schienen. Diese gibt es sehr günstig im Internet. Nicht in den bekannten Fachgeschäften, dort ist der Preis meist doppelt so hoch.
Die T-Nut-Schiene wird ebenfalls mit Senkschrauben in ausreichender Anzahl befestigt. Die Bohrungen in den T-Nut-Schienen sind natürlich versenkt. Die Schrauben dürfen die Bewegung der Schraubenköpfe nicht behindern.
Die Höhe des Holzrahmens mit T-Nut-Schiene sollte die Oberfläche des Frästisches nicht überschreiten. Es ist aber kein Problem, wenn der Holzrahmen 1 bis 2 mm tiefer liegt.
Vielleicht noch ein Wort zum Festool CMS: Damals war es eines der besten Systeme auf dem Markt.
Ja, ich hatte mir auch die sogenannte CMS-Tischkreissäge (CMS TS 55) zugelegt, in der Annahme, die eingesetzte Tauchsäge auch für andere Zwecke nutzen zu können. Doch die CMS hat sich stark verändert: moderne Festool-Tauchsägen passen nicht mehr unter die „alte“ CMS, und die CMS wird heute nicht mehr neu verkauft.
Den CMS-Frästisch habe ich behalten, weil er meine Anforderungen als kleiner Holzwerker voll erfüllt. Ich hatte bereits einen Nachbau aus der Zeitschrift Holzwerken fertiggestellt, musste aber feststellen, dass dieser Frästisch (meiner Meinung nach) einfach Schrott ist.
Ein Frästisch ist praktisch für kleinere Arbeiten, kommt aber nicht an eine einfache Tischfräse heran. Wenn ich mehr Platz hätte, wäre das meine nächste Maschine.






















