MHG Stechbeitel im Test: Einsatz in der Werkstatt.
Meine Erfahrungen mit den neuen Stechbeiteln von MHG
Warum brauche ich neue Stechbeitel?
Weil ich mit meinen alten einfach unzufrieden war. Damals habe ich Stechbeitel von Kirschen gekauft – anscheinend eine etablierte und weitbekannte Marke.
Zum Zeitpunkt des Kaufs wusste ich jedoch nicht, dass diese neuen Beitel nicht sofort gebrauchsfertig sind. Die Kirschen-Stehbeitel sind poliert und mit einer Schutzschicht versehen, sodass die Spiegelseite nicht plan ist. Mit Mühe habe ich sie damals geschliffen und geschärft, aber sie sahen trotzdem etwas billig aus.
Trotzdem haben sie ihren Zweck erfüllt – aber richtig gefallen haben sie mir nie.
In einigen Foren habe ich nach ähnlichen Erfahrungen gesucht und wurde in meiner Annahme bestätigt: Die Kirschen-Beitel wurden durchweg eher schlecht bewertet. So stieß ich auf den Hersteller MHG.
Wenn ich etwas kaufen möchte, informiere ich mich vorher im Internet – so auch hier. Wichtig war für mich eine Seitenfase bis zur Spiegelseite, um auch in enge Stellen zu gelangen. Genau das bieten die MHG-Beitel: Rundheft aus geölter Esche, fein geschliffene Klinge und Seitenfase bis zur Spiegelseite.
Ich bestellte sie für 87,00 € inklusive Versand.
Das Aussehen der Beitel hat mich sehr positiv überrascht – wirklich hochwertige Qualität! Keine Macken oder Kratzer, sauber verarbeitet und sie liegen hervorragend in der Hand.
Schneiden sie auch? Unbedingt! Die Klingen sind rasiermesserscharf: Selbst die Haare auf der Hand werden sofort geschnitten. Ein Test auf Holz verlief ebenso tadellos. Kurz gesagt: Spitze!
Manch einer mag jetzt sagen: „Ich will nur Nussbaumholz oder Speziallegierung im Stahl.“ Nun ja – Hauptsache, die Beitel erfüllen ihren Zweck zuverlässig.
Mit den Stechbeiteln von MHG Messerschmidt GmbH bin ich rundum zufrieden. Im Gegensatz zu den „Kirschen“-Beiteln muss ich nichts nacharbeiten oder vorbereiten – sie sind sofort einsatzbereit.
Die Kirschen-Beitel sind teurer, nicht gebrauchsfertig, nicht plan geschliffen, teilweise schief, stumpf und liegen nicht gut in der Hand – zumindest nach meiner Erfahrung. Selbst in der Produktbeschreibung wird auf den unbrauchbaren Zustand hingewiesen.
Trotz meines Holzhobbys bin ich kein Stechbeitel-Experte, aber nach meinen Eindrücken kann ich die MHG-Stechbeitel uneingeschränkt empfehlen.
Bad im Mobilheim renoviert – einfach selbst gemacht!
Renoviere dein Mobilheim-Bad selbst
Als wir das Haus kauften, waren Einrichtung und Ausstattung bereits rund 40 Jahre alt – entsprechend groß war der Renovierungsbedarf. Das Bad hatte etwas mehr als vier Quadratmeter und war zudem in zwei kleine Räume aufgeteilt: eine separate Toilette und einen Dusch- und Waschbereich.
Die erste „Renovierung“ fiel eher pragmatisch aus: Wände raus, alles neu gefliest – fertig. Das Ergebnis war allerdings enttäuschend. Der beauftragte Fliesenleger erwies sich als Dilettant, und schon nach kurzer Zeit lösten sich die Bodenfliesen wieder.
Nach einiger Zeit stand für mich fest: Das mache ich selbst.
Diesmal sollte Qualität ins Bad einziehen – bei Wänden, Boden und Decke ebenso wie bei den Sanitäranlagen und Armaturen. Ich plante alles sorgfältig mit SketchUp und erstellte eine detaillierte Einkaufsliste. Es dauerte zwar eine Weile, bis alle Materialien zusammen waren, aber diesmal wollte ich nichts dem Zufall überlassen.
Abbau
Der Anfang war völlig unspektakulär: rein ins Bad, bewegliche Teile raus – und einfach anfangen, die Fliesen abzuschlagen. Das ging erstaunlich leicht, sogar mit einem flachen Schraubenzieher. Der Fliesenkleber hatte praktisch keine Haftung; die Fliesen wurden im Grunde nur noch vom Fugenmaterial gehalten.
Auch der Boden ließ sich genauso problemlos entfernen. Die Deckenplatten habe ich entsorgt, und die noch vorhandene Zwischenwand ebenfalls herausgenommen.
Unter Berücksichtigung der weiteren Nutzung der Toilette habe ich das Bad anschließend vollständig entkernt.
Fast alle bestellten Teile waren bereits eingetroffen. Das bei Insani bestellte Toilettenmodul Geberit Monolith Plus musste ich schließlich teuer beim Installateur nachkaufen, da Insani (aus meiner Sicht in fast betrügerischer Absicht) nicht liefern wollte.
Die Wände habe ich nicht gefliest, sondern mit RESPATEX verkleidet. RESPATEX ist wasserfestes Multiplex mit einer harten Beschichtung in Fliesenoptik. Es ist zwar teuer, aber einfach super in der Verarbeitung und im späteren Aussehen.
Installateur-Arbeiten
Wege und Platz der Wasserleitungen
Alle Kabel und Wasserleitungen sollten „unter Putz“ verlegt werden. Daher habe ich auf der Waschtischseite eine Hohlwand gebaut, was sich mit gehobelten Latten im Format 40 × 70 mm einfach umsetzen ließ.
An den Stellen, an denen keine Hohlwand möglich war, fräste ich mit der Oberfräse OF 1400 und Führungsschiene entsprechende Nuten für die Wasserleitungen – auch das ging deutlich leichter als zunächst gedacht.
Das Sanitärmodul benötigt zudem einen Stromanschluss für den Sensorbetrieb und die integrierte Geruchsabsaugung. Darüber hinaus verfügt es über eine Beleuchtung und wird über einen Näherungssensor gesteuert.
Toilette
Das Sanitärmodul GEBERIT MONOLITH PLUS ist wirklich toll. Es verfügt über ein Orientierungslicht, eine Sensorsteuerung und eine Geruchsabsaugung. Zudem verfügt es über ein erhöhtes Hänge-WC mit Softclose-Garnitur. Das wollte ich unbedingt haben.
Ich habe mich sehr für japanische Toiletten interessiert, aber die waren mit 6.000 Euro letztendlich einfach zu teuer. Das Modul sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt auch nicht viel Platz weg.
Duschwanne
Die Duschwanne sollte bodengleich sein. Aber nicht aus Kunststoff! Da kam nur die Kaldewei Superplan in Frage. Wir haben sie bei BADKONTOR online gekauft. Diesen Shop kann ich nur empfehlen. So viel Hilfe und Service habe ich noch nie erlebt! Toll! Die Duschwanne ließ sich gut einbauen. Es gibt keine Hohlgeräusche durch das Wasser beim Duschen. Wir haben die Versiegelung von der Fachfirma Lemke – Minor Versiegelungstechnik durchführen lassen. „Rumschmieren” bringt nur Ärger und doppelte Arbeit. Die Fugen sehen aus wie gestrichen und sind absolut dicht!
Elektroinstallation
Die Elektroinstallation habe ich selbst übernommen. Und ganz ehrlich: Baumarktschrott verbaue ich nicht mehr. Die Unterschiede in Qualität und Montage zwischen Markendosen und günstigen Baumarktprodukten sind enorm.
Verwendet habe ich selbstverständlich Feuchtraumkabel. Neben den Steckdosen mussten auch die Anschlüsse für die Deckeneinbauleuchten berücksichtigt werden. Ohne die lästigen Federringe! – das zahlt sich spätestens bei der Montage aus.
Außerdem habe ich die zuvor installierte 12-Volt-Anlage durch moderne 220-Volt-LED-Leuchten ersetzt.
Bodenbelag
Der Boden besteht aus wasserfesten PVC-Fliesen, wobei alle Kanten fachgerecht abgedichtet wurden. Die Decke ließ sich schnell montieren – da habe ich inzwischen reichlich Erfahrung.
Die Beleuchtung ist bereits verlegt und angeschlossen. Die Sockelleisten habe ich aus Meranti zugeschnitten und anthrazitfarben lackiert.
Die Armaturen in der Dusche stammen von GROHE, die Waschtischarmatur von Hansgrohe. Billige Armaturen sind schnell „sauer“, und die Chrombeschichtung verliert rasch ihre Optik.
Duschkabine
Die größte Überraschung gab es beim Kauf der Duschkabine. Wir haben uns viele angesehen. Sowohl im Fachhandel als auch im Baumarkt. Doch alles, was wir fanden, war wackliges Gedöns aus dünnem Glas und kostete mindestens 1.000 Euro – und das ohne Einbau. Nichts auf Maß!
Also wandte ich mich an meinen Glashändler Neumann und fragte ihn. Unglaublich: Eine Duschkabine aus 8 mm starkem Sicherheitsglas mit Qualitätsscharnieren, inklusive Ausmessen, Lieferung und fachgerechtem Einbau für 1.300,00 Euro!
Heute macht es wirklich Spaß, ins Bad zu gehen!
Bosch GTS 10 XC Professional gekauft – lohnt sich die Profi-Säge?
Bosch GTS 10 XC Professional
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich eine richtige Tischkreissäge mein Eigen nennen konnte. Anfangs habe ich mir mit der Tauchsäge und Führungsschiene beholfen oder das Holz direkt beim Händler passend zugeschnitten bestellt.
Irgendwann entdeckte ich bei meinem Holzhändler eine Makita MLT100X. Der Preis schien fair und das Konzept überzeugte mich: Die Säge war fahrbar und klappbar, sodass ich sie bei Nichtgebrauch einfach in einem der Schuppen verstauen konnte. Doch der Kauf entpuppte sich als absoluter Reinfall. Die Verarbeitung war durchweg minderwertig: das Gehäuseblech scharfkantig, der Parallelanschlag wackelig wie ein Kuhschwanz und der Schiebetisch praktisch unbrauchbar. Auf meine Beschwerde hin reagierte Makita lapidar: ‚Das ist eben eine Baukreissäge!‘
Erst nachdem ich einen der Schuppen winterfest gemacht hatte und die Kühlschränke aus der Werkstatt flogen, hatte ich endlich den nötigen Platz für etwas Vernünftiges.
Die Makita-‚Baukreissäge‘ konnte ich zum Glück schnell wieder verkaufen. Als Nachfolger holte ich mir die Festool CMS TS 55 inklusive Schiebetisch und Tischverlängerung. Die Ernüchterung kam jedoch schon beim Aufbau: Meine alte TS 55 passte nicht in das CMS-Modul. Festool hatte kleine Änderungen vorgenommen, die mich zwangen, das neue Modell zu kaufen – eine Strategie, die mich richtig geärgert hat.
Der Moment der Wahrheit kam bei meiner Gartenbar. Ich wollte die Meranti-Eckpfosten mittig auf 45 Grad auftrennen, doch da machte sich tiefe Enttäuschung breit. Hier traf Festool keine Schuld, sondern meine eigene Unerfahrenheit: Die CMS ist streng genommen keine echte Tischkreissäge. Bei einer senkrechten Schnitttiefe von gerade mal 48 mm bleibt im 45 Grad-Winkel kaum mehr übrig als für das Schneiden einer Tageszeitung. Für Modellbauer sicher toll, für meine Projekte völlig unzureichend. Also weg damit – zumal ich sie ohnehin kaum genutzt hatte, da ich fast alles mit der Tauchsäge erledigen konnte.
Die Suche im Netz ging weiter. Die Festool PRECISIO CS-Serie schied jedoch schnell aus: Zu teuer, zu viel teures Zubehör nötig und auch hier war mir die Schnitttiefe für den Preis zu gering. Zudem habe ich mit der Kappsäge KS 120 bereits eine Maschine, die viele dieser Arbeiten abdeckt.
Schließlich stieß ich auf ein sehr gutes Angebot für eine Bosch GTS 10 XC Professional – ohne Untergestell. Perfekt! Ich hatte genug vom Suchen: Auspacken, aufstellen, einschalten – und los ging es.
Zuerst prüfte ich penibel die Winkel, maß die Anschläge nach und testete den Schiebetisch. Das Ergebnis: Alles passte. Anscheinend hatte ich Glück und ein perfekt eingestelltes Modell erwischt. Einzig das mitgelieferte Standardsägeblatt war eine Enttäuschung – kreischend laut und unsaubere Schnitte. Ich habe es sofort gegen hochwertige Blätter von AGEFA ausgetauscht (für beschichtete Platten, Massivholz-Längsschnitte etc.).
Mit dieser Säge bin ich für meine Zwecke nun vollauf zufrieden. Anlaufstrombegrenzung, Motorbremse, Leistung, Schnitttiefe und die Tischvergrößerung – das Gesamtpaket stimmt einfach. Die Absaugung muss man zwar im Auge behalten, aber das ist ein bekanntes Problem bei vielen Sägen dieser Klasse.
Auch wenn ich nach wie vor ein Fan von Festool bin, muss man neidlos anerkennen: Andere Hersteller wie Bosch schlafen nicht. Hätte Festool eine vergleichbare, eigenständige Tischkreissäge im Sortiment gehabt, wäre ich wohl markentreu geblieben. Doch ich bin mir sicher: Bei guter Pflege wird die GTS 10 XC genauso lange ihren Dienst tun wie eine Maschine aus Wendlingen.



















