Friesenzaun aus Iroko – bekannt auch als Kambala

Friesenzaun aus Iroko – bekannt auch als Kambala

Friesenzaun aus Iroko

Friesenzaun aus Iroko - bekannt auch als Kambala

Sicher, der alte Friesenzaun sah nicht schlecht aus. Aber Farbe und Form passen einfach nicht mehr zum Haus – und auch unser Geschmack hat sich verändert.

Der alte Friesenzaun war aus KVH gefertigt und hat über Jahre hinweg seinen Dienst getan. Dennoch sind viele europäische Holzarten für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich nur bedingt geeignet.

Aus diesem Grund habe ich mich für Iroko (Kambala) entschieden.

„Afrikanisches Holz? Das geht doch nicht! Denk an die Nachhaltigkeit!“ – solche Einwände höre ich natürlich.

Nun, wir haben im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder wir verwenden europäisches Holz, das regelmäßig ersetzt werden muss, weil es Witterung und Feuchtigkeit nicht dauerhaft standhält. Oder wir entscheiden uns für ein Holz wie Iroko, das über viele Jahre hinweg nicht fault, formstabil bleibt und dadurch langfristig genutzt werden kann.

 Für mich ist Nachhaltigkeit nicht nur eine Frage der Herkunft, sondern auch der Lebensdauer. Ein Material, das Jahrzehnte hält, kann am Ende ressourcenschonender sein als eines, das mehrfach ersetzt werden muss.

Friesenzaun Iroko

Friesenzaun aus Iroko - vom Baum zur Rohware

Iroko – oder Kambala – bekommt man nicht an jeder Ecke. Schon gar nicht fix und fertig als gehobelte Ware im Standardmaß. Nach einiger Suche bin ich auf einen Holzhändler gestoßen, der nicht nur preislich fair ist, sondern auch mehrere Meter Iroko am Lager hatte. Allerdings ausschließlich als sägefallende Planken. Für viele „normale“ Holzwerker wohl eher abschreckend als brauchbar.

Doch genau das reizt mich.

Zum Glück habe ich einen befreundeten Tischler, der sich der Sache angenommen hat. Er hat die Planken fachgerecht aufgetrennt, abgerichtet und auf Dicke gehobelt.

Grob abgelängt lagen sie dann sauber gestapelt auf der Palette.

Und ganz ehrlich: Dieses Holz sah einfach zum Reinbeißen aus.

Die warme, goldbraune Farbe, die ruhige, aber dennoch lebendige Maserung – und dieser typische Geruch beim Hobeln. Man merkt sofort: Das ist kein gewöhnliches Holz. Es hat Substanz, Gewicht, Charakter.

Der Tischler hat wirklich das Beste aus den Planken herausgeholt. Kaum Verschnitt, saubere Flächen, perfekt vorbereitet. Für mich bedeutete das: kein endloses Vorbereiten mehr – ich konnte direkt mit der eigentlichen Arbeit beginnen.

Friesenzaum Iroko

Leimholz vorbereiten

Der neue Zaun besteht unter anderem aus zwei 80 cm breiten Vollholzspiegeln. Diese müssen komplett aus Iroko aufgebaut und sauber verleimt werden.

Die einzelnen Stücke sind inzwischen abgelängt und vorbereitet. Als nächstes folgt das Fräsen der Domino-Verbindungen – für mich die sauberste und stabilste Lösung bei solchen Flächen. Anschließend werden die Kanten leicht abgerundet. Nicht nur aus optischen Gründen, sondern auch, um dem Holz die „Schärfe“ zu nehmen und die Wetterbeständigkeit an den Kanten zu verbessern.

Die Spiegel selbst werden später zwischen zwei gleichgroßen Riegeln gehalten – ebenfalls über Domino-Verbindungen. So entsteht eine stabile, formschlüssige Konstruktion, die dauerhaft Spannung aufnehmen kann, ohne zu arbeiten wie eine einfache Verschraubung.

An diesen Spiegeln werden später auch die Außenleuchten montiert. Das bedeutet: saubere Planung, verdeckte Kabelführung und ausreichend Materialstärke für eine sichere Befestigung.

Hier zeigt sich wieder der Vorteil von Iroko – stabil, tragfähig und unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Genau das, was man für eine dauerhafte Lösung im Außenbereich braucht.

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Friesenzaun Iroko

Rahmenteile vorbereiten

Sämtliche Rahmenteile sind nun ebenfalls abgelängt, gefräst und alle Kanten sauber abgerundet.

Jetzt folgt ein entscheidender Arbeitsschritt: das sorgfältige Schleifen aller Teile. Gerade bei einem Holz wie Iroko lohnt es sich, hier sauber zu arbeiten. Die Oberfläche nimmt die Arbeit dankbar an – und was man jetzt investiert, zahlt sich später optisch und haptisch aus.

Auf Harzgallen trifft man bei Iroko nicht. Auch Äste oder sonstige Beschädigungen sucht man in der Regel vergeblich. Das Material ist für die Verarbeitung schlicht ausgezeichnet.

Mit der richtigen Körnung lässt sich nahezu eine spiegelglatte Oberfläche herstellen. Und genau das macht die Arbeit mit diesem Holz so angenehm: Es lässt sich präzise bearbeiten, bleibt formstabil und zeigt nach dem Schleifen eine edle, ruhige Oberfläche mit feiner Maserung.

In diesem Moment merkt man wieder, warum man sich für dieses Material entschieden hat.

Friesenzaun aus Iroko

Tor bauen – Herzstück des Friesenzauns aus Iroko

Das Tor ist das Herzstück eines Friesenzauns aus Iroko und gleichzeitig das am stärksten beanspruchte Bauteil der gesamten Konstruktion. Um maximale Sicherheit und Langlebigkeit zu gewährleisten, wird es mit einer abschließbaren Edelstahl-Drückergarnitur ausgestattet.

Da mir weder ein Stemmer noch ein Viereckbohrer zur Verfügung standen, habe ich den Schacht für das Einsteckschloss sorgfältig mit einem Stemmeisen ausgearbeitet. Diese klassische Methode erfordert Geduld und Präzision, ermöglicht aber ein sauberes Ergebnis – besonders bei hartem Iroko-Holz.

Auch die Bohrungen für das Zylinderschloss, die Drückergarnitur sowie die Befestigungsschrauben mussten exakt positioniert werden. Gerade bei einem stark frequentierten Gartentor entscheidet diese Genauigkeit über Funktion und Haltbarkeit. In diesem Projekt ist mir das besonders gut gelungen.

Durch sorgfältige Planung, präzise Ausführung und hochwertige Beschläge wird das Tor nicht nur optisch zum Highlight des Iroko-Zauns, sondern überzeugt auch funktional durch Stabilität und Langlebigkeit.

Friesenzaun aus Iroko
Friesenzaun aus Iroko
Friesenzaun aus Iroko
Friesenzaun aus Iroko
Friesenzaun aus Iroko

Das richtige Einsteckschloss für den Außenbereich

Es gibt viele Anbieter von Einsteckschlössern, und die Maße sind in der Regel genormt. Dennoch unterscheiden sich die Modelle teils erheblich in ihrer Mechanik und vor allem in der Materialqualität. Grundsätzlich erfüllen sie alle denselben Zweck – doch nicht jedes Schloss eignet sich für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich.

Für mein Tor am Friesenzaun aus Iroko kommt daher nur ein hochwertiges Modell von Häfele infrage. Zwar sind auch diese Einsteckschlösser nicht vollständig rostfrei, sie zeichnen sich jedoch durch eine deutlich höhere Korrosionsbeständigkeit aus.

Die Schließseite ist zusätzlich lackiert, was einen weiteren Schutz gegen Feuchtigkeit bietet.

Bei ausreichender Fettung der Mechanik ist in der Regel erst nach etwa zwei bis drei Jahren eine Wartung erforderlich – ein guter Kompromiss zwischen Langlebigkeit und Pflegeaufwand für ein Gartentor im Außenbereich.

Friesenzaun aus Iroko

Einsteckschloss fachgerecht einbauen

Da die Maße eines Einsteckschlosses genormt sind, verläuft der Einbau grundsätzlich immer nach dem gleichen Prinzip. Das Kopfblech ist in der Regel 2 mm stark und sollte sauber mit der Oberfräse eingelassen werden. Mit einem 20 mm Fräser mit Kopfschneiden gelingt das problemlos.

Ein bewährter Tipp aus der Praxis: Die Stärke des Kopfblechs direkt am Bauteil messen und exakt auf die Tiefeneinstellung der Oberfräse übertragen. So sitzt das Schloss später bündig und passgenau im Holz – ohne Nacharbeiten.

Wichtig ist die richtige Reihenfolge:
Zuerst den Schacht für das Einsteckschloss stemmen, danach das Kopfblech fräsen. Wird diese Reihenfolge vertauscht, entstehen schnell unschöne Ausrisse oder sichtbare Fräsfehler im Holz.

Gerade bei einem hochwertigen Tor – etwa bei einem Friesenzaun aus Iroko – zahlt sich sauberes Arbeiten besonders aus.

Friesenzaun aus Iroko
Friesenzaun aus Iroko
Friesenzaun aus Iroko

Pfostenkappen bauen – Schutz und Optik vereinen

Pfostenkappen dienen nicht nur einer ansprechenden Optik, sondern übernehmen eine wichtige Schutzfunktion: Sie decken die freien Stirnholzflächen der Pfosten ab und verhindern so das Eindringen von Feuchtigkeit. Gerade bei einem Friesenzaun aus Iroko trägt dieser konstruktive Holzschutz entscheidend zur Langlebigkeit bei.

Damit sich kein Wasser auf der Oberfläche stauen kann, müssen die Kappen entsprechend gestaltet sein. Entweder werden sie rund ausgeführt oder – wie in meinem Fall – mit schrägen Flächen versehen. Eine kleine pyramidenförmige Ausführung sorgt dafür, dass Regenwasser zuverlässig abläuft.

Die Pfostenkappen habe ich bewusst etwas größer dimensioniert. So lassen sich am unteren Rand zwei saubere Falze fräsen, ohne dabei bis an die Außenkante des Pfostens zu reichen. Das sorgt für eine passgenaue Auflage, eine saubere Optik und zusätzlichen Schutz der Konstruktion.

Friesenzaun aus Iroko

Vorrichtung für das Sägen der Pfostenkappen

Die schrägen Schnitte für die Pfostenkappen lassen sich weder mit der Tauchsäge noch mit der Tischsäge ohne geeignetes Hilfsmittel präzise ausführen. Um dennoch exakte und wiederholgenaue Ergebnisse zu erzielen, habe ich mir eine einfache, aber effektive Vorrichtung gebaut.

Mit dieser Konstruktion kann ich die eingespannten Werkstücke sicher fixieren und anschließend mit dem entsprechend eingestellten Sägeblatt im gewünschten Winkel schneiden. Zwei stabile Zwingen halten die Pfostenkappe zuverlässig in Position. Die senkrechte Anlagefläche ist zusätzlich über eine Bodenplatte gegen Verrutschen gesichert.

So lassen sich die vier Schrägen sauber und gleichmäßig ausführen, wodurch eine präzise Pyramidenform entsteht. Der gewünschte Winkel kann dabei individuell eingestellt werden – ideal für gleichmäßige und optisch ansprechende Pfostenkappen.

Friesenzaun aus Iroko

Falze an der Pfostenkappe fräsen

Bei kleinen Werkstücken wie einer Pfostenkappe aus Iroko ist eine handgeführte Oberfräse nur bedingt geeignet – vor allem bei sehr hartem Holz. Hier ist ein Frästisch das deutlich sicherere und präzisere Werkzeug.

Für diese Holzart lohnt sich eine leistungsstarke Oberfräse: Während Standardgeräte mit 900 Watt oft an ihre Grenzen stoßen, zeigt sich meine 2200-Watt-Maschine besonders zuverlässig. Eingespannt ist ein großer Fräskopf mit Wechselplatten, und scharfes Werkzeug ist entscheidend für ein sauberes Ergebnis.

Die Arbeitsreihenfolge ist ebenfalls wichtig: Zuerst die Stirnseiten fräsen, danach die Längsseiten. So entstehen saubere Falze ohne Ausrisse, und die Pfostenkappen behalten eine makellose Oberfläche.

Friesenzaun aus Iroko

Lackieren der Zaunteile

Das Lackieren der Zaunteile ist zwar eine Arbeit, die Freude machen kann, in größeren Mengen aber durchaus zeitaufwendig. Für ein langlebiges und schönes Ergebnis ist die richtige Vorgehensweise entscheidend.

Das Lackieren muss VOR dem Zusammenbau aller Teile durchgeführt werden

Zuerst wird eine Grundierung aufgetragen – bei mir zwei Schichten, jeweils mit Hand-Zwischenschliff, um Unebenheiten zu entfernen und die Oberfläche für den Lack vorzubereiten.

Anschließend folgen mindestens zwei Schichten eines hochwertigen Außenlacks, in meinem Fall sogar drei. Besonders wichtig: Die Grundierung muss vollständig aushärten, bevor die Lackfarbe aufgetragen wird. Zwar fühlt sie sich schnell trocken an, die eigentliche Härte entwickelt sich aber erst nach vollständigem Durchtrocknen.

So erhalten die Iroko-Zaunteile eine langlebige, gleichmäßige Oberfläche, die Wetter und Sonne optimal trotzt.

Friesenzaun aus Iroko

Montieren des Zaunes

Nach vollständiger Durchhärtung des Lacks kann der Zusammenbau der Zaunteile beginnen. Die beiden Spiegel sind bereits unter Zwingen ausgehärtet und fest im Rahmen montiert.

Die Montage der Gatter gestaltet sich etwas anspruchsvoller, da mehrere Dominos die Lattung und damit auch den Rahmen stabilisieren. Zusätzlich müssen alle Zwingen korrekt positioniert werden – ausreichend viele und lange Zwingen sind daher unbedingt erforderlich.

Zum Verleimen habe ich 3D-Leim mit Härter verwendet. Dadurch entsteht eine extrem stabile Verbindung, die man fast als „4D-Leim“ bezeichnen könnte. PUR-Leim kommt in diesem Fall nicht mehr infrage, da er bei dieser Konstruktion weniger praktikabel ist.

Mit sorgfältiger Vorbereitung und präziser Arbeit fügt sich so jedes Teil passgenau zusammen, und der Iroko-Zaun gewinnt seine volle Stabilität und Langlebigkeit.

Friesenzaun aus Iroko

Konstruktiver Holzschutz

Besonders gefährdet sind die Stellen, an denen sich Feuchtigkeit festsetzen kann – hier können Holzverbindungen beschädigt oder sogar zerstört werden.

Obwohl ich SIPO-Dominos zur Verstärkung eingesetzt habe, verhindern diese allein keinen Schaden. Entscheidend für die Langlebigkeit ist eine hochwertige Verleimung mit wasserfestem Leim und eine vollständig nach außen geschlossene Konstruktion. So lässt sich Feuchtigkeit zwar verzögern, aber nicht vollständig ausschließen.

Eine zusätzliche Maßnahme wie eine Silikonfuge könnte den Schutz weiter verbessern, bietet jedoch keine absolute Garantie.

Mit dieser Vorgehensweise trägt man aktiv zum konstruktiven Holzschutz bei und erhöht die Lebensdauer des Friesenzauns aus Iroko deutlich.

Friesenzaun aus Iroko

Leuchten für den Parkplatz montieren

Die Spiegel des Zauns dienen gleichzeitig als Träger für die Parkplatzbeleuchtung.

Die Leitungen auf der Rückseite werden in einem noch zu bauenden Kasten verborgen, der sie nicht nur optisch verdeckt, sondern auch vor Regen und Witterung schützt.

Die Leuchten werden über einen Dämmerungsschalter gesteuert und sind mit Energiesparlampen ausgestattet. Besonders bewährt haben sich OSRAM-Lampen, die eine gute Kombination aus Preiswertigkeit und Zuverlässigkeit bieten.

So entsteht eine funktionale und langlebige Beleuchtung, die den Parkplatz sicher ausleuchtet und gleichzeitig optisch unauffällig in den Iroko-Zaun integriert ist.

Friesenzaun aus Iroko

Montieren des Zaunes

Jetzt konnte die eigentliche Montage des Zaunes beginnen. Alle Elemente werden mit Edelstahlwinkeln an den Pfosten befestigt, selbstverständlich verschraubt mit Edelstahlschrauben.

Normale Schrauben sind für diesen Einsatz ungeeignet: Sie können das Holz verfärben und rosten schnell, wodurch die Stabilität der Konstruktion leidet.

Besonders wichtig ist der richtige Umgang beim Eindrehen der Edelstahlschrauben. Edelstahl ist relativ spröde, sodass die Schrauben beim zu festen Einschrauben leicht abbrechen können. Die Faustregel lautet daher: locker einsetzen, festziehen, nicht überdrehen, um Beschädigungen zu vermeiden.

So bleibt die Montage sauber, stabil und langlebig – perfekt für einen hochwertigen Iroko-Zaun.

Friesenzaun aus Iroko

fertiger Zaun

Der Zaun steht nun fest und ist sehr stabil.

Das Zylinderschloss ist von ABUS auf Maß gefertigt. Passend zu unserer Schließanlage.
Leider habe ich bis jetzt kein elektronisches Schloss für den Außenbereich gefunden. So wäre es sehr einfach mit einem Badge oder anderen Schlüsselanhänger das Zylinderschloss zu öffnen.

Der Zaun hat insgesamt ca. 1.000 Euro gekostet. Darin sind alle Materialien enthalten. Also, selbst bauen lohnt sich.

Minimalistische Tischlampe mit massivem Ahorn

Minimalistische Tischlampe mit massivem Ahorn

Tischlampe mit Ahornständer

Minimalistische Tischlampe mit massivem Ahorn

Licht und Leuchten braucht man eigentlich immer irgendwo.

Vom Wohnzimmertisch hatte ich noch ausreichend Ahorn-Vollholz übrig. Nicht, weil ich falsch kalkuliert hätte, sondern weil dieses Holz als Rohware in zu verarbeitende Stücke geschnitten wurde. Das Leimholz habe ich anschließend selbst hergestellt.

Nun verarbeite ich dieses mehr als angenehme Holz zu einer Tischlampe mit Ahornständer.

Ahorn ist hart, zäh und abriebfest. Er lässt sich gut drechseln, schnitzen und polieren. Polieren werde ich ihn nicht, aber beizen und lackieren.

Die Bohlen mussten abgerichtet, gefügt und gehobelt werden. Das kann ich selbst nicht, habe aber die Möglichkeit, dies privat machen zu lassen.

Ahorn ist von Natur aus sehr hell. Es gibt nicht viele Anwendungen, bei denen Ahorn ohne farbliche Behandlung eingesetzt wird. Angeblich lässt er sich leicht beizen – meine Erfahrungen sind allerdings ganz andere.

Tischlampe mit Ahornständer

Zuschnitt der Einzelteile

Bei diesen kleinen Teilen war es mir möglich, die Stücke auf der Festool-Kappsäge KS 120 zuzuschneiden.

Ahorn bietet sich dem Sägeblatt förmlich an. Die Säge hinterlässt keine Ausrisse – na gut, ein scharfes Sägeblatt sollte natürlich montiert sein. Dazu habe ich bereits einen Beitrag über eine gute Alternative zu den teuren Festool-Sägeblättern veröffentlicht.

Die Ecken der Deckplatte ebenso wie die des Bodens haben eine große Abrundung. Für solche Fälle war ursprünglich der KREG-Frässchablonensatz gedacht, den ich damals teuer gekauft hatte. Dieser hat sich jedoch als wirklicher Schrott herausgestellt. Die Frässchablonen von TEMU hingegen sind dafür sehr gut geeignet.

Tischlampe mit Ahornständer

Verbindung der Einzelteile

Eine Verschraubung verbietet sich hierbei, da die Verbindung nicht sichtbar sein soll. Dafür reicht eine normale Verleimung nicht aus.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, etwa über Lamellos, Runddübel oder das P-System von Lamello.

Hier werde ich Festool DOMINOS einsetzen. Mithilfe der Festool DF 500 habe ich die Fräsungen gesetzt. DOMINOS aus Buche sind für den Innenbereich vollkommen ausreichend.

Zuvor müssen natürlich die Durchführungen für das Elektrokabel in das Holz eingebracht werden – hier mit einem Langbohrer und der Ständerbohrmaschine von Bosch.

Tischlampe mit Ahornständer

Tieflochbohrung

Das senkrechte „Brett“ führt die Elektroleitung vom Lampensockel nach unten durch den Boden.

Eine Ständerbohrmaschine ist dafür nicht geeignet, und manuelles Bohren mit einem 30-cm-Bohrer per Hand hätte sicher nicht das gewünschte Ergebnis gebracht.

Also habe ich einen normal langen 10-mm-Holzbohrer in den Akkuschrauber gespannt und die Bohrung jeweils von beiden Seiten angesetzt.
Mit ein wenig Erfahrung funktioniert das prima; auch wenn sich beide Bohrungen nicht zu 100 % treffen, bleibt immer noch genügend Platz für das Kabel.

Tischlampe mit Ahornständer

Deckel fräsen für die E-Leitung

Der Boden und der Deckel benötigen Nuten für die Führung der verdeckten Elektroleitung. Lampenkabel sind normalerweise zweiadrig und baubedingt flach. Diese Art von Kabel benutze ich für den Leuchtenbau so gut wie gar nicht. Besser geeignet finde ich ein normales dreiadriges Kabel für kleine Stromstärken – auch wenn ich die „Erde“ hierbei nicht benötige.

Die Nut habe ich mit der Festool OF 1010 eingebracht.

Für die Bohrungen eignen sich die Festool-Forstnerbohrer sehr gut.
Diesen Bohrersatz habe ich schon vor Jahren gekauft und auch viel benutzt. Die Forstnerbohrer halten praktisch unbegrenzt und lassen sich – im Gegensatz zu Billigbohrern – bei Bedarf problemlos nachschärfen.

Tischlampe mit Ahornständer

Kanten abrunden

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Kanten abzurunden: Entweder führe ich die Oberfräse entlang der Kanten am Werkstück vorbei, oder ich führe das Holz am Fräser vorbei.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Qualität: Bei der Handführung der Oberfräse kann es „kippeln“, während dies auf dem Frästisch nicht passiert.

Eine Fase anzubringen ist sehr einfach und verursacht optisch kaum Probleme. Das Abrunden hingegen ist etwas schwieriger. Den exakten Radius des Fräsers am Holz sauber umzusetzen, ohne einen Rand zu hinterlassen, ist anspruchsvoll.
Der Abrundfräser muss wirklich präzise eingestellt sein, und das Werkstück muss flach auf dem Tisch entlanggeführt werden. Nur dann wirken die Rundungen sauber und gleichmäßig.

Tischlampe mit Ahornständer

Test der Verbindungen

Natürlich hatte ich beim Zusammenbau schon die eine oder andere unangenehme Überraschung: Teile passten einfach nicht, und Fräsungen waren schlicht falsch. Nicht nur war die Arbeit damit umsonst, auch das Material wurde teilweise wertlos.

Deshalb ist es sehr wichtig, die Passgenauigkeit zwischendurch zu prüfen – auch wenn die Arbeit noch so klein erscheint.

Für die Dübelverbindungen verwende ich speziell geschliffene Dübel, DOMINOS und Lamellos, die ich so bearbeitet habe, dass sie „locker“ in die Fräsungen passen. So lassen sie sich bei Bedarf einfach wieder entfernen.

Tischlampe mit Ahornständer

Ahorn beizen

Die "Farbe" der Beize ist Geschmackssache".
Beize hat zwar eine Farbbezeichnung, wie "nussbaum dunkel", doch darauf darf man sich nicht verlassen. Auch die Farbtabellen in den Fachgeschäften passen nicht zum erwarteten Resultat. Es kommt immer auf die Holzart an, die gebeizt werden soll.  Es hat lange gedauert, die "richtige" Farbe für Ahorn zu finden.

Hier benutze ich Beize von CLOU. Meiner Meinung nach, die Beste.
Diese gibt es in flüssiger Form oder auch als Pulver in kleinen Tüten.

Tischlampe mit Ahornständer

Holzlack

Im Netz gibt es Hunderte von Videos über verschiedene Holzlacke und deren Qualität. Das finde ich gut – doch niemand sollte erwarten, dass er die gleichen Ergebnisse erzielt wie in den Videos gezeigt oder gar versprochen. Das muss jeder selbst erfahren und ausprobieren.

Von vergangenen Projekten hatte ich noch einen Holzlack von CLOU vorrätig. Teuer gekauft im Fachmarkt, im Netz gibt es ihn oft für die Hälfte des Preises.

Das Holz habe ich zweimal gebeizt, jeweils mit Zwischenschliff. Erst nach vollständiger Durchtrocknung wurde der Lack aufgetragen.

Auch hier gilt: Zwei Anstriche mit Zwischenschliff sorgen für ein sauberes und gleichmäßiges Ergebnis.

Tischlampe mit Ahornständer

Filzgleiter für Möbel

Alle Möbel im Haus habe ich selbst gebaut – alles Vollholz oder Eiche-Leimholz. Auch diese Leuchte soll auf Echtholz stehen. Dabei ist es mir wichtig, dass sie beim Verschieben keine Kratzer auf dem Schrank hinterlässt.

Hierfür eignen sich Filzgleiter sehr gut. Sie kosten nur sehr wenig – eine Lage wie diese vielleicht gerade einmal 1,50 €.

Der Kleber der Filzgleiter hält nicht nur, weil die Leuchte ohnehin mit ihrem Gewicht darauf steht.
Unsere Wohnzimmermöbel sind alle verschiebbar über verdeckte Laufrollen. Muss nicht sein, ist aber immer wieder praktisch.

Tischlampe mit Ahornständer

Zubehör für diesen Leuchtenbau

Man konnte gut sehen, dass der Aufwand für den Bau einer solchen Leuchte nicht sehr groß ist.

Allerdings benötigt man auch die Teile für die Beleuchtung – Lampenfassung, Gewinderohr, Muttern, Kabelschutz und ähnliches. Dieses Zubehör hatte ich einmal im Baumarkt gekauft und war sehr überrascht über die hohen Preise.

Heute kaufe ich bei einem gut sortierten Spezialhändler für Lampenzubehör im Netz – zu einem Bruchteil des Preises.

Dasselbe gilt für Lampenschirme. Für diese Leuchte habe ich einen Lampenschirm verwendet, den ich im Einzelhandel für 90 € gekauft hatte. Alle anderen Lampenschirme, die qualitativ teilweise sogar noch besser sind, beziehe ich online über einen spezialisierten Händler zu sehr günstigen Preisen.

Warum ich das so handhabe? Der Einzelhandel ist oft nicht optimal aufgestellt. Hohe Kosten für Miete, Energie, Versicherung, Berufsgenossenschaft, Mitarbeiter und Ähnliches schlagen auf die Preise durch. Wenn ich denselben Artikel online für weniger als 40 % des Ladenpreises bekomme, kaufe ich ihn dort. Liegt der Unterschied nur bei 10–15 %, unterstütze ich lieber den Einzelhandel. Dasselbe Prinzip gilt auch für Maschinen für den Holzwerker – zum Beispiel Festool.
Aber das muss jeder selbst entscheiden.

Renovierung einer gebrauchten Küche bei Nachbarn

Renovierung einer gebrauchten Küche bei Nachbarn

Nachbars Küche aufarbeiten

Renovierung einer gebrauchten Küche bei Nachbarn

Mein unmittelbarer Nachbar besitzt ein ähnliches, aber kleineres Ferienhaus. Dieses ist bereits über 50 Jahre alt, doch noch recht gut in Schuss.
Auch die Küche war schon sehr alt. Die Türen waren ausgeleiert, die Schubladen lose und überhaupt war die Zusammenstellung nicht besonders gut.
So fragte er mich nach "Erneuerung" des Outfits und einer neuen Arbeitsplatte und Dunstabzugshaube,

Küche Nachbar

Alt gegen Neu

Hier ein Beispiel einer der alten Türen in dieser Küche.
Die Türen wurden offenbar schon einmal mit Folie beklebt.

Die Kanten waren fast alle schon von der Feuchtigkeit offen und die Schränke hingen schief.

Alle Türen habe ich neu gebaut mit neuen Griffen und Topfbändern.
Ein neuer Unterschrank auf der rechten Seite und einen lauffähigen Unterschrank unter der Arbeitsplatte kamen hinzu

Küche Nachbar
Küche Nachbar
Küche Nachbar
Küche Nachbar
Küche Nachbar

was man nicht sieht, gibt es nicht

Nach Abbau der Oberschränke und der alten "Arbeitsplatte" kamen die Sünden der Vergangenheit zum Vorschein. Was kann man da machen? Wäre es unsere Küche gewesen, hätte ich natürlich alle Wände erneuert um eine gute Basis für die Küche zu haben. Das war aber nicht gewünscht.
So habe ich die nötigsten Ausbesserungsarbeiten durchgeführt und die alte Wand wieder für die restaurierten Oberschränke benutzt. Hier sieht man die Fußbodenpaneele, die als Wandverkleidung benutz wurde.

Das ist nicht meine Arbeits- und Vorgehensweise...

Küche Nachbar

Neuer Unterschrank

Für einen größeren Stauraum habe ich einen neuen Unterschrank mit einer Schublade gebaut. Dieser dient auch als Stütze für die neue Arbeitsplatte.

Auch die Ecke, in der ein regalartiges Teil stand, habe ich mit einem rollbaren Schrank ausgefüllt.

Die Türen sind jetzt aus beschichteter Spanplatte, geperlte Oberfläche, in 19mm mit ABS-Kante und neuen Griffen und Topfbändern von Hettich.
Natürlich sind alle Oberschränke nun ausgerichtet.

Küche Nachbar

Neue Arbeitsplatte

Diese habe ich tatsächlich im Baumarkt gekauft.

Normalerweise kaufe ich dies als Markenware beim Holzhändler ein. Warum? Nun, es ist ja nichts anderes als eine beschichtete Spanplatte, doch die HPL-Oberfläche ist dicker, strapazierfähiger und auch an den runden Kanten wesentlich besser verklebt. Bei Billigware löst sich die Beschichtung an der vorderen Unterseite sehr oft.
Die beiden offenen Seiten habe ich mit dem KA 65 mit einer breiten ABS-Kante versehen.

rollbarer Schrank

Der Platz in dieser Ecke sollte sinnvoll und einfach genutzt werden können.
Deshalb habe ich diese Lösung gewählt; einen rollbaren Schrank bzw. Container.

4 niedrige Laufrollen sorgen für leichten Einschub.

Küche Nachbar

Abzugshaube

Nein, diese habe ich nicht im Baumarkt gekauft. Im Netz war diese wesentlich billiger. Im Netz zu kaufen ist nicht besonders gut für die deutsche Wirtschaft und vor allem den Einzelhandel. Nur, wenn ich den gleichen Artikel im Netz 30-40% billiger haben kann, bleibt mir gar nichts anderes übrig.

Die Abzugshaube bringt aus meiner Sicht nicht viel. Hier wird nur der Dampf durch einen unzureichenden Filter wieder in die eigene Raumluft geblasen. Ein Abzug nach außen wäre hier sinnvoll gewesen.

Küche Nachbar
Küche Nachbar
Küche Nachbar
Küche Nachbar

Ergebnis

Grundsätzlich ist das ein gutes Ergebnis; für den Nachbarn.
Ausmessen, Vorschläge, Materialbeschaffung, Abbau, Anbau und Aufbau, Internetrecherche, Transport, Kanten, Fugen,...
Inklusive Material hat ihm das Ganze nur Euro 800,00 gekostet. Selbst bei diesem Betrag sah ich "stirnrunzeln".
Reparaturen oder "Modernisierung" werde ich nicht mehr durchführen. Zumindest nicht für Dritte.

Minimalistischer Adventskranz zum Selbermachen

Minimalistischer Adventskranz zum Selbermachen

Adventskranz bauen

Minimalistischer Adventskranz zum Selbermachen

Die Zeit ist mehr als reif.

2 Wochen bis Weihnachten und so noch 2 Advents-Sonntage.

Hier beschreibe ich den Bau eines Adventskranzes aus Meranti und Eiche in einzelnen Schritten.

Sicher kann man das ein oder andere Teil dieses Kranzes einfacher bauen, doch ich habe es auf meine Weise gemacht.

Material ist Meranti-Leimholz, Eiche und Rollladenbänder.

Adventskranz bauen

Leimholz herstellen

Natürlich wird der Adventskranz rund sein.

Um die erforderlichen Ringe überhaupt herstellen zu können, brauche ich eine ausreichend große Platte um diese ausschneiden zu können.
Grundmaterial ist ein Meranti-Balkonbrett 27x195 in ausreichender Länge, möglichst ein Quadrat.

Die Kanten sind gefügt und mit Dominos zum Verleimen zentriert. Zwingen sorgen für eine sichere Verleimung.

Adventskranz bauen

ersten Ring fräsen

Nach der Herstellung des Leimholzes habe ich die Platte von überstehenden Leim befreit und geschliffen. Die Platte ist plan.

Mit der Festool Frässchablone, mit der man auch Kreise fräsen kann, habe ich das maximale Maß eingestellt und mit der Oberfräse in mehreren Gängen gefräst.
In nur 3 Jahren hat sich der Preis für die Frässchablone VERDOPPELT!

Da der Rand nicht optimal war, habe ich den Ausgleich mit einem Kopierfräser glatt gefräst.

Adventskranz bauen

zweiten Kreis fräsen

Der innere Kreis wird der Fuß des Adventskranzes bilden.

Auch hier setze ich die Festool Frässchablone ein.
Die Scheibe fräse ich nicht komplett aus sondern nur die Stärke des Brettes - 1mm um das Material nicht zu beschädigen.

Adventskranz bauen

zweiten Kreis aussägen

Beim Durchfräsen besteht die Gefahr, dass mir der Rahmen herunter fällt und der Fräser die Kante beschädigen könnte.

Deshalb habe ich den Kreis mit der Stichsäge separiert und den Rand weiter zu behandeln

Adventskranz bauen

Kanten fräsen

Brandflecken und andere Unregelmäßigkeiten am Rand des Rings und des Kreises bearbeite ich auf dem Frästisch mit einem Kopierfräser.

Die Kanten werden so einwandfrei glatt und sauber.

Adventskranz bauen

Figuren sägen

Die Vorlagen für Baum und Elch habe ich im Netzt gefunden.

Die Konturen habe ich auf die Eiche übertragen und diese genau mit der Dekupiersäge ausgesägt.
Die Dekupiersäge habe ich nicht mehr; sie nahm zu viel Platz ein in meiner alten Werkstatt.

Ja, man kann damit so arbeiten, aber nur sehr schwer. Dicke Eiche ist nun mal nichts für die Dekupiersäge.

Adventskranz bauen

Planung und Wirklichkeit

Geplant hatte ich 4 Figuren mit Kerzen dazwischen. Der Platz war aber doch sehr eng und so habe ich mich für eine andere Aufteilung entschlossen.
Mit nur 3 Figuren und den Kerzen im Verdergrund.

Adventskranz bauen
Adventskranz bauen

Kerzenhalter fräsen

Aus dem vollen Material gebaut.

Auch wieder mit der Festool Frässchablone habe ich dies Kreise fräsen können.
Gleicher Herstellungsweg wie bei den Kreisen.

Sicher hätte man das mit weniger Verschnitt machen können, doch zu dem Zeitpunkt hat das Fräsen einfach nur Spaß gemacht.

Adventskranz bauen
Adventskranz bauen
Adventskranz bauen
Adventskranz bauen
Adventskranz bauen

Bandhalter fräsen

Zwei Kreise aus Eiche bilden den Bandhalter an der Spitze des Adventskranzes.
Diese sind für die Verbindung vorgebohrt und auch ausgestemmt für die Aufnahme des Jalousienbandes.

Adventskranz bauen

Bandhalter fräsen

Zwei Kreise aus Eiche bilden den Bandhalter an der Spitze des Adventskranzes.
Diese sind für die Verbindung vorgebohrt und auch ausgestemmt für die Aufnahme des Jalousienbandes.

Adventskranz bauen
Adventskranz bauen
Adventskranz bauen
Adventskranz bauen
Adventskranz bauen

Abrunden aller Kanten

Alle Teile sind nun geschliffen.

Die Kanten habe ich auf dem Frästisch gerundet und per Hand nachgeschliffen. Das ist besonders wichtig, denn die Übergänge von der Längs- auf die Kopfseite des Holzes bilden eine raue Oberfläche beim Fräsen.

Adventskranz bauen

Gummifüße

Der Adventskranz wird auf Gummifüßen stehen. Kleine Einsteckgummis, die eine Bohrung benötigen.
Diese habe ich auf dem Bosch-Bohrständer einbringen können.

Adventskranz bauen
Adventskranz bauen

Zusammenbau

Noch kurz den Stern ausgeschnitten, den Bandhalter auf einen Rundstab befestigt und mit dem Boden verbunden, die Bänder befestigt, und fertig war der Adventskranz.

Einfach mal ein anderer Adventskranz, der aber schon seit einigen Jahren immer wieder bei uns aufgestellt wird.

Übrigens gibt es mittlerweile auch elektrische Kerzen, die sich automatisch ein- ausschalten.

Steckdosensäule für den Garten – selbst gebaut & sicher

Steckdosensäule für den Garten – selbst gebaut & sicher

Steckdosensäule fertig

Mehr Komfort im Garten: Steckdosensäule einfach selbst bauen

Auf unserem Parkplatz befindet sich ein Steckdosenwürfel direkt auf dem Boden. Mit den Jahren sind jedoch die umliegenden Büsche immer weiter gewachsen, sodass der Zugang zunehmend schwieriger wurde. Außerdem werden wir schließlich nicht jünger, und ständiges Bücken macht die Sache nicht angenehmer.

Also habe ich beschlossen, einen Steckdosenständer zu bauen.

Der Träger besteht aus einem 1,60 Meter langen Leimholzbalken, der kesseldruckimprägniert wurde und somit für den Außeneinsatz geeignet ist. Die Abdeckung fertigte ich aus 45 mm starkem Kambala-Holz, das sich durch seine Witterungsbeständigkeit gut für solche Anwendungen eignet.

Bei den Steckdosen habe ich mich für Schutzkontaktsteckdosen mit Klappdeckel und Dichtung in Schutzart IP44 entschieden. Verwendet wurden Einbausteckdosen, da sie sich optisch deutlich harmonischer in die Säule integrieren lassen als aufgesetzte Varianten.

So entstand eine praktische und zugleich ansprechende Lösung, bei der die Steckdosen bequem erreichbar sind und sich gleichzeitig unauffällig in die Umgebung einfügen.

Steckdosensäule

Ablängen des Balkens auf der KAPEX 120

Den Balken habe ich auf der neuen Kappsäge auf Länge zugeschnitten. Das war ohnehin notwendig, da das obere Ende eine Rundung aufwies. Gleichzeitig erhielt ich dadurch eine passende Schablone für das spätere Einpassen des Balkens in den Deckel.

Mit einem Querschnitt von 11 × 11 cm wäre das Ablängen auf meiner Erika 85 Ec deutlich aufwendiger gewesen. Auf der KAPEX war das dagegen problemlos möglich. Es entfielen sämtliche Vorarbeiten wie das Montieren und Ausrichten des MFA, das Einstellen der Sägeblatthöhe oder das mehrfache Drehen des Balkens aufgrund einer zu geringen Schnitttiefe.

Auch die Schnittqualität konnte überzeugen. Die Schnittflächen waren sauber und präzise. Sicherlich trägt dazu auch das neue Sägeblatt seinen Teil bei.

Praktisch sind die beidseitigen Werkstückauflagen der KAPEX, die längere Werkstücke besser unterstützen sollen. In der Praxis helfen sie bei schweren oder sehr langen Werkstücken allerdings nur bedingt. Hier sind zusätzliche Auflagen oder eine geeignete Arbeitsfläche oft die bessere Lösung.

Trotzdem hat sich die Kappsäge bei diesem Arbeitsschritt bewährt und das Zuschneiden des massiven Balkens deutlich erleichtert.

Steckdosensäule

Fräsen des Deckels

Der Deckel soll das Stirnholz des Trägerbalkens dauerhaft vor Witterungseinflüssen schützen. Das funktioniert jedoch nur dann zuverlässig, wenn der Deckel über dem Balken liegt und das Stirnholz vollständig abdeckt. Deshalb habe ich den Balken entsprechend eingefräst, sodass der Deckel passgenau aufliegt.

Da nur wenig Material entfernt werden musste, kam hierfür die DeWalt-Oberfräse zum Einsatz. Mit der Festool OF 1010 wäre die Arbeit ebenfalls problemlos möglich gewesen. Allerdings stößt bei dieser Maschine der Absaugschlauch in bestimmten Situationen an die Spannzangen, was besonders beim Fräsen enger Schablonen recht störend sein kann.

Für solche rechteckigen Ausfräsungen verwende ich grundsätzlich die Frässchablone von Festool. Sie lässt sich schnell und präzise einstellen und ermöglicht ein komfortables Arbeiten. Gerade bei wiederkehrenden oder maßhaltigen Fräsungen spart man damit viel Zeit und erhält saubere, exakt passende Ergebnisse.

Die Ausfräsung war damit schnell erledigt und der Deckel konnte anschließend sauber in den Balken eingepasst werden.

Steckdosensäule

Verbindung Deckel mit Träger

Die Ausfräsung ist lediglich 10 mm tief. Für den konstruktiven Schutz des Hirnholzes ist das vollkommen ausreichend, da der Deckel das empfindliche Stirnholz zuverlässig vor direkter Bewitterung schützt.

Der Deckel wird dabei weder genagelt noch verschraubt oder verleimt. Stattdessen liegt er schwimmend auf einer dünnen Silikonschicht auf und wird darauf fixiert. Diese Lösung hat mehrere Vorteile: Es entstehen keine sichtbaren Befestigungspunkte, die Optik bleibt sauber und es gibt keine Beschädigungen durch Schrauben- oder Nagelköpfe.

Holzleim kam für mich nicht infrage, da die Verbindung im Außenbereich dauerhaft belastet wird. Montagekleber verwende ich ebenfalls ungern, da er beim Verarbeiten häufig aufquillt und unschöne Rückstände hinterlässt. Silikon dagegen gleicht kleine Unebenheiten aus, härtet elastisch aus und hält die Bauteile sicher zusammen, ohne Spannungen in das Holz einzubringen.

Nach demselben Prinzip habe ich auch die Hohlwanddosen in ihren Bohrungen fixiert.

Die Ausfräsung selbst erfolgte mit einem 10-mm-Spiralnutfräser. Mit einem solchen Fräser sollte man jedoch vorsichtig arbeiten. Gerade bei tieferen oder großflächigen Fräsungen sind mehrere flache Arbeitsgänge sinnvoll, um Fräser, Maschine und Werkstück nicht unnötig zu belasten und saubere Ergebnisse zu erzielen.

Steckdosensäule

Kanten abrunden

Die Kanten des Deckels lassen sich auf dem Frästisch schnell und sauber abrunden. Dabei bearbeite ich grundsätzlich zuerst die Hirnholzseiten. So lassen sich mögliche Ausrisse an den Längsseiten später sauber wegfräsen und die Kanten werden deutlich sauberer.

Den Deckel selbst konnte ich noch auf der Kappsäge zuschneiden. Zwar steht inzwischen bereits die neue Bosch GTS 10 XC in der Werkstatt, der passende Sägetisch befand sich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch im Bau. Deshalb kam für diesen Arbeitsschritt noch die Kappsäge zum Einsatz.

Für die Abrundungen habe ich im Frästisch einen 1/4-Zoll-Abrundfräser mit 1/2-Zoll-Schaft eingespannt. Solche Fräser verwende ich besonders gern, da der größere Schaftdurchmesser für einen ruhigen Lauf sorgt und Vibrationen reduziert.

Die verwendeten Fräser stammen aus den USA. Mit deren Qualität habe ich durchweg gute Erfahrungen gemacht. Sie liefern saubere Ergebnisse, bleiben lange scharf und sind häufig sogar günstiger als vergleichbare Produkte, die hierzulande angeboten werden. Für mich gehören sie daher zu den interessantesten Werkzeugen im Bereich der Oberfräser.

Lochbohrer

Hohlraumdosen

Der nächste Arbeitsschritt war das Bohren der Aussparungen für die Hohlwanddosen. Dafür habe ich einen geeigneten Forstnerbohrer verwendet, der sich für solche Durchmesser gut eignet.

Allerdings war ein Arbeiten in zwei Durchgängen notwendig, da sich der Holzkern nach dem ersten Bohrgang nur noch mit dem Stechbeitel entfernen ließ. Erst danach konnte ich die volle Tiefe erreichen. Eine Fräsung hätte an dieser Stelle keinen Vorteil gebracht, da der Aufwand für eine passende Schablone und einen Tiefenfräser deutlich höher gewesen wäre als der tatsächliche Nutzen.

Ein absolut planebener Bohrungsboden war dabei nicht erforderlich, da die Hohlwanddosen später ohnehin formschlüssig sitzen.

Die Kabeldurchführungen habe ich anschließend separat mit einem 12-mm-Holzbohrer an den vorgesehenen Positionen hergestellt, um die Leitungsführung sauber und unkompliziert zu ermöglichen.

Kabel-Nuten

Kabelanschlüsse

Die Kabel für die Steckdosen werden in Nuten auf der Rückseite der Säule geführt. Ich verwende dafür ein dreiadriges Kabel mit 3 × 1,5 mm², um eine ausreichende Reserve und Sicherheit bei der Installation zu gewährleisten.

Die Nuten habe ich mit der Festool OF 1010 und einem Spiralnutfräser hergestellt. In diesem Fall war die Verwendung der Festool-Fräse sinnvoll, da der Längsanschlag der DeWalt für präzise, lange Nuten nicht die gewünschte Genauigkeit und Stabilität bietet.

Unmittelbar nach dem Bohren der Löcher, dem Einbringen der Nuten und dem kompletten Schleifen des Balkens habe ich mit der Lackierung begonnen. Insgesamt habe ich vier Schichten aufgetragen, jeweils mit Zwischenschliff mit dem Schleifklotz.

Der Lack übernimmt dabei eine zentrale Funktion im Holzschutz. Neben dem konstruktiven und chemischen Schutz ist er vor allem der physikalische Schutz: Er bildet eine geschlossene Oberfläche, die das Eindringen von Wasser verhindert. Je sorgfältiger und gleichmäßiger der Anstrich ausgeführt wird, desto besser ist das Holz dauerhaft gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Durchlass

Verkleben

Die Hohlwanddosen sitzen nun passgenau in den vorbereiteten Aussparungen und sind sauber winklig ausgerichtet. Anschließend habe ich sie mit Silikon fixiert, sodass sie sicher im Bauteil sitzen und sich später nicht mehr bewegen können. Parallel dazu wurden die Kabel bereits konfektioniert und entsprechend verlegt.

Zur zusätzlichen Fixierung in den Nuten habe ich die Leitungen mit einem Aktivator-Sekundenkleber-System (Unika MBNEW-AZ / MitreBond) befestigt. Diese Methode hat sich in der Praxis als sehr zuverlässig erwiesen, da sie schnell aushärtet und die Kabel sicher in Position hält, ohne mechanische Belastung auf die Leitungen auszuüben.

Auf eine Lackierung der Kabel oder der Verteilerdosen habe ich bewusst verzichtet. Diese Bauteile verschwinden nach der Montage vollständig im Inneren der Konstruktion und sind später nicht mehr sichtbar, sodass eine Oberflächenbehandlung in diesem Bereich keinen Mehrwert bringt.

Die Kabelenden fertige ich selbst an. Das entsprechende Werkzeug ist vorhanden, sodass die Installation sauber und fachgerecht abgeschlossen werden kann.

Verkabelung

Anschlussdosen

Zwei Steckdosen pro Einheit haben sich hier als praktische Lösung erwiesen, da sich die Verkabelung dadurch deutlich einfacher und übersichtlicher gestalten lässt. In der oberen Dose verbinde ich jeweils die beiden Zuleitungen der Steckdosen sowie ein kurzes Weiterführungskabel zur nächsten Einheit.

Zum Einsatz kommen dabei Wago 221-413 Verbindungsklemmen. Im Vergleich zu den früher üblichen Schraubklemmen ist die Verarbeitung damit wesentlich komfortabler. Gerade das schnelle, werkzeuglose Einlegen und sichere Fixieren der Leiter spart im Alltag viel Zeit und reduziert die Fehleranfälligkeit.

Auch wenn diese Klemmen in der Anschaffung etwas teurer sind, rechtfertigt die deutliche Arbeitserleichterung diesen Aufwand aus meiner Sicht problemlos. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Verbindung jederzeit durch einfaches Umlegen des Hebels wieder zu lösen, ohne die Leiter zu beschädigen.

Nach der Verdrahtung richte ich die Klemmen so aus, dass sie nach oben zeigen. Dadurch wird zusätzlich verhindert, dass eventuell eindringendes Wasser direkt in die Anschlussbereiche gelangen kann.

Wagos nach oben

In der unteren Dose kommen 2 Kabel an. Eine Zuleitung und eine Ableitung zu einer Wegeleuchte vorne. Diese Verteilerdosen sehen „billig“ aus, sind aber von Kopp. Allerdings traue ich der Dichtigkeit der Kabeldurchführungen nicht, wenn diese von oben in die Dose kommen. Deshalb habe ich am Rand noch etwas Silikon zur Abdichtung aufgetragen.

Rückseite
Gira IP44

Qualitätsanspruch

Im Außenbereich verwende ich grundsätzlich keine einfachen oder günstigen Komponenten, insbesondere nicht bei der Elektroinstallation. Aus diesem Grund habe ich mich bewusst für Steckdosen von GIRA entschieden. Diese sind für den Außenbereich geeignet und werden zusätzlich mit einem passenden Dichtungsset geliefert, das die Schutzart zuverlässig unterstützt.

Die Montage war an dieser Stelle etwas anspruchsvoll, da ich die Kabel bewusst relativ knapp bemessen hatte. Dadurch war der Platz in den Dosen eingeschränkt und das Einführen der Leiter entsprechend fummelig. Mit etwas Geduld ließ sich die Installation jedoch sauber ausführen.

Positiv hervorzuheben ist die Konstruktion der Steckdosen selbst. Der Klappdeckel ist so ausgeführt, dass er sich öffnen lässt und in geöffneter Position stehen bleibt, ohne durch eine Federkraft sofort wieder zurückzuklappen. Das erleichtert die Handhabung im Alltag deutlich, insbesondere beim häufigen Ein- und Ausstecken von Verbrauchern im Außenbereich.

Steckdose

Früher wurden die Leiter in Steckdosen klassisch verschraubt. Das empfand ich in manchen Situationen als praktischer, da sich die Verbindungen im Reparaturfall leichter lösen ließen. Bei heutigen Steckdosen mit Steckklemmen sitzt die Verdrahtung hingegen sehr fest, was zwar die Montage beschleunigt, spätere Demontagen aber etwas umständlicher machen kann.

Gleichzeitig hat sich die Installation insgesamt deutlich vereinfacht und beschleunigt, was im praktischen Alltag durchaus ein Vorteil ist.

Vor einigen Jahren waren Markenprodukte im Elektrobereich noch deutlich teurer als heute. Daher habe ich damals häufiger zu günstigen No-Name-Produkten gegriffen. Diese Entscheidung hat sich jedoch nicht immer als sinnvoll erwiesen, da Qualität und Haltbarkeit teilweise stark schwankten.

Inzwischen haben sich die Online-Angebote deutlich verbessert. Hochwertige Markenprodukte sind heute oft zu vernünftigen Preisen erhältlich, sodass ich persönlich wieder eher auf bewährte Hersteller setze. Aus Erfahrung heraus gilt für mich: Man kauft günstige Qualität im Zweifel zweimal.

Steckdosensäule hinten

Fertigstellung

Die Steckdosensäule ist nun fertiggestellt. Eigentlich hätte ich sie direkt anstelle des bisherigen Steckdosenwürfels montiert, aber das Wetter hat an diesem Tag nicht mitgespielt – Dauerregen machte die Arbeiten im Außenbereich unmöglich.

Stattdessen habe ich bereits mit dem nächsten Projekt begonnen: dem Unterschrank für die Bosch-Tischsäge.

Die fertige Steckdosensäule werde ich später in Schnellzement setzen. Eine Einbindetiefe von etwa 50 cm sollte dafür ausreichen, um einen stabilen Stand zu gewährleisten. Natürlich stellt sich dabei auch die Frage der Haltbarkeit im Erdreich. Holz kann dort über lange Zeit hinweg beschädigt werden oder verrotten.

Allerdings handelt es sich hier um einen massiven 11 × 11 cm Balken. Bis hier tatsächlich relevante Schäden auftreten, dürfte in der Praxis sehr viel Zeit vergehen – vermutlich deutlich mehr, als ich diesen Standort überhaupt in dieser Form nutzen werde.

Steckdosensäule fertig
Bad im Mobilheim renoviert – einfach selbst gemacht!

Bad im Mobilheim renoviert – einfach selbst gemacht!

Bad renovieren

Renoviere dein Mobilheim-Bad selbst

Als wir das Haus kauften, waren Einrichtung und Ausstattung bereits rund 40 Jahre alt – entsprechend groß war der Renovierungsbedarf. Das Bad hatte etwas mehr als vier Quadratmeter und war zudem in zwei kleine Räume aufgeteilt: eine separate Toilette und einen Dusch- und Waschbereich.

Die erste „Renovierung“ fiel eher pragmatisch aus: Wände raus, alles neu gefliest – fertig. Das Ergebnis war allerdings enttäuschend. Der beauftragte Fliesenleger erwies sich als Dilettant, und schon nach kurzer Zeit lösten sich die Bodenfliesen wieder.

Nach einiger Zeit stand für mich fest: Das mache ich selbst.

Diesmal sollte Qualität ins Bad einziehen – bei Wänden, Boden und Decke ebenso wie bei den Sanitäranlagen und Armaturen. Ich plante alles sorgfältig mit SketchUp und erstellte eine detaillierte Einkaufsliste. Es dauerte zwar eine Weile, bis alle Materialien zusammen waren, aber diesmal wollte ich nichts dem Zufall überlassen.

Bad renovieren

Abbau

Der Anfang war völlig unspektakulär: rein ins Bad, bewegliche Teile raus – und einfach anfangen, die Fliesen abzuschlagen. Das ging erstaunlich leicht, sogar mit einem flachen Schraubenzieher. Der Fliesenkleber hatte praktisch keine Haftung; die Fliesen wurden im Grunde nur noch vom Fugenmaterial gehalten.

Auch der Boden ließ sich genauso problemlos entfernen. Die Deckenplatten habe ich entsorgt, und die noch vorhandene Zwischenwand ebenfalls herausgenommen.

Unter Berücksichtigung der weiteren Nutzung der Toilette habe ich das Bad anschließend vollständig entkernt.

 

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Fast alle bestellten Teile waren bereits eingetroffen. Das bei Insani bestellte Toilettenmodul Geberit Monolith Plus musste ich schließlich teuer beim Installateur nachkaufen, da Insani (aus meiner Sicht in fast betrügerischer Absicht) nicht liefern wollte.
Die Wände habe ich nicht gefliest, sondern mit RESPATEX verkleidet. RESPATEX ist wasserfestes Multiplex mit einer harten Beschichtung in Fliesenoptik. Es ist zwar teuer, aber einfach super in der Verarbeitung und im späteren Aussehen.

Hier mal ein Video einer Renovierung in Youtube.

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Installateur-Arbeiten

Nein, das konnte ich nicht selbst erledigen. Dafür hatten wir jedoch professionelle Unterstützung durch einen Installateur, der sein Handwerk wirklich versteht.

Er verlegte nicht nur sämtliche Leitungen neu und individuell angepasst, sondern erneuerte auch die komplette Kanalisation unter dem Chalet.

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Wege und Platz der Wasserleitungen

Alle Kabel und Wasserleitungen sollten „unter Putz“ verlegt werden. Daher habe ich auf der Waschtischseite eine Hohlwand gebaut, was sich mit gehobelten Latten im Format 40 × 70 mm einfach umsetzen ließ.

An den Stellen, an denen keine Hohlwand möglich war, fräste ich mit der Oberfräse OF 1400 und Führungsschiene entsprechende Nuten für die Wasserleitungen – auch das ging deutlich leichter als zunächst gedacht.

Das Sanitärmodul benötigt zudem einen Stromanschluss für den Sensorbetrieb und die integrierte Geruchsabsaugung. Darüber hinaus verfügt es über eine Beleuchtung und wird über einen Näherungssensor gesteuert.

 

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Toilette

Das Sanitärmodul GEBERIT MONOLITH PLUS ist wirklich toll. Es verfügt über ein Orientierungslicht, eine Sensorsteuerung und eine Geruchsabsaugung. Zudem verfügt es über ein erhöhtes Hänge-WC mit Softclose-Garnitur. Das wollte ich unbedingt haben.
Ich habe mich sehr für japanische Toiletten interessiert, aber die waren mit 6.000 Euro letztendlich einfach zu teuer. Das Modul sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt auch nicht viel Platz weg.

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Duschwanne

Die Duschwanne sollte bodengleich sein. Aber nicht aus Kunststoff! Da kam nur die Kaldewei Superplan in Frage. Wir haben sie bei BADKONTOR online gekauft. Diesen Shop kann ich nur empfehlen. So viel Hilfe und Service habe ich noch nie erlebt! Toll! Die Duschwanne ließ sich gut einbauen. Es gibt keine Hohlgeräusche durch das Wasser beim Duschen. Wir haben die Versiegelung von der Fachfirma Lemke – Minor Versiegelungstechnik durchführen lassen. „Rumschmieren” bringt nur Ärger und doppelte Arbeit. Die Fugen sehen aus wie gestrichen und sind absolut dicht!

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Elektroinstallation

Die Elektroinstallation habe ich selbst übernommen. Und ganz ehrlich: Baumarktschrott verbaue ich nicht mehr. Die Unterschiede in Qualität und Montage zwischen Markendosen und günstigen Baumarktprodukten sind enorm.

Verwendet habe ich selbstverständlich Feuchtraumkabel. Neben den Steckdosen mussten auch die Anschlüsse für die Deckeneinbauleuchten berücksichtigt werden. Ohne die lästigen Federringe! – das zahlt sich spätestens bei der Montage aus.

Außerdem habe ich die zuvor installierte 12-Volt-Anlage durch moderne 220-Volt-LED-Leuchten ersetzt.

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Bodenbelag

Der Boden besteht aus wasserfesten PVC-Fliesen, wobei alle Kanten fachgerecht abgedichtet wurden. Die Decke ließ sich schnell montieren – da habe ich inzwischen reichlich Erfahrung.

Die Beleuchtung ist bereits verlegt und angeschlossen. Die Sockelleisten habe ich aus Meranti zugeschnitten und anthrazitfarben lackiert.

Die Armaturen in der Dusche stammen von GROHE, die Waschtischarmatur von Hansgrohe. Billige Armaturen sind schnell „sauer“, und die Chrombeschichtung verliert rasch ihre Optik.

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Duschkabine

Die größte Überraschung gab es beim Kauf der Duschkabine. Wir haben uns viele angesehen. Sowohl im Fachhandel als auch im Baumarkt. Doch alles, was wir fanden, war wackliges Gedöns aus dünnem Glas und kostete mindestens 1.000 Euro – und das ohne Einbau. Nichts auf Maß!
Also wandte ich mich an meinen Glashändler Neumann und fragte ihn. Unglaublich: Eine Duschkabine aus 8 mm starkem Sicherheitsglas mit Qualitätsscharnieren, inklusive Ausmessen, Lieferung und fachgerechtem Einbau für 1.300,00 Euro!

Heute macht es wirklich Spaß, ins Bad zu gehen!

 

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