Stabiles Gartentor selber bauen – so gelingt es

Stabiles Gartentor selber bauen – so gelingt es

Gartentor bauen

Stabiles Gartentor selber bauen – so gelingt es

An der Seite unseres Ferienhauses soll ein Blickfang entstehen, der gleichzeitig die Einsicht auf den hinteren Teil des Hauses verhindert.

Allerdings soll der Durchgang für unseren Hund weiterhin möglich sein, und das Tor muss sich leicht öffnen lassen.

Die Konstruktion habe ich zunächst in SketchUp geplant. Auf Grundlage des Entwurfs konnte ich anschließend das passende Holzmaterial einkaufen.

Dieses Mal verwende ich kein Tropenholz, da ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob ich das Tor später vielleicht noch einmal anders bauen werde.

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Materialzusammenstellung

Die Pfosten möchte ich fertig kaufen, also kein Leimholz selbst herstellen müssen.

Mein Holzhändler bietet eine große Auswahl an Pfosten an. Ich habe mich für Douglasie entschieden. Das ist zwar nicht das hochwertigste Holz für Pfosten, aber nach einer guten Lackierung sollte es dennoch mehrere Jahre halten.

Aus dem hier abgebildeten Block von Pfosten habe ich drei Stück ohne äußerliche Makel ausgewählt. Und ja: unbehandeltes Holz sieht nach einigen Jahren draußen genau so aus.
Der Rest des Holzes wird Fichte sein.

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Pfosten vorbereiten

Douglasie lässt sich recht gut verarbeiten und hat nur sehr wenige Äste oder versteckte Harzgallen.

Trotzdem muss das Holz gut vorbereitet werden. Zunächst habe ich die Pfosten grob geschliffen und anschließend die Zierrillen sowie die Fasenlängen angezeichnet.

Danach wurden die Pfosten auf der Festool Kappsäge KS 120 abgelängt und für die Pfostenschuhe eingekerbt. So stehen die Pfosten etwas tiefer und es entsteht kein „Stelzeneindruck“. Die Pfostenschuhe werden anschließend auf das Pflaster aufgeschraubt.

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Rillen fräsen

Die Rillen haben keinen konstruktiven Zweck, sie dienen ausschließlich der optischen Aufwertung.

Hierfür setze ich die Festool OF 1010 mit einem Halbrundfräser ein – ähnlich wie bei den Schneidebrettern für die Saftrille.

Die Oberfräse führe ich dabei über einen Längsanschlag, um eine gleichmäßige Führung zu gewährleisten.

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Ausklinken für die Pfostenschuhe

Normalerweise sitzt der Pfosten auf der oberen Kante des runden Bereichs des Pfostenschuhes. Das war mir jedoch zu hoch, deshalb habe ich den Pfosten unten ein Stück ausgeklinkt. So fällt er etwas tiefer und wirkt optisch deutlich ansprechender.

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erste Grundierung

Die beiden Pfosten, die in Pfostenschuhen stehen, sind nun grundiert und müssen vollständig durchtrocknen, bevor sie lackiert werden.

Der dritte Pfosten wird in Zement gesetzt, da an dieser Stelle kein Pflaster vorhanden ist.

Und ja, ich kenne den Faulvorgang bei im Boden eingesetztem Holz. Es soll hier nicht für die Ewigkeit halten.

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Torrahmen

Der Torrahmen wird aus einem Fichtenrahmen mit einer Füllung gefertigt. Die Fichte ist 45 mm dick, die Füllung 19 mm.

Die Holzverbindungen werden mit SIPO-Dübeln gesichert. Eine Überblattung wollte ich aus Zeitgründen hier nicht verwenden.

Der Schlosskasten nimmt das Kastenschloss auf und muss entsprechend tief gestemmt werden.

Die Füllung besteht aus zusammengesetzten Nut-und-Feder-Brettern, die für Stabilität und gleichmäßiges Aussehen sorgen.

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Schutzrand oben

Dieser Schutzrahmen schützt nicht nur die obere Kante des Tores vor Nässe, sondern wertet gleichzeitig die Optik deutlich auf.

Für den Rahmen hatte ich noch ausreichend Meranti vorrätig, das ich schräg auf der Tischsäge zugeschnitten und auf dem Frästisch genutet habe.

So passt es exakt auf die Oberkante des Tores und den Seitenspiegel.

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Falzen

Die Füllung soll bündig mit dem Außenrand des Rahmens abschließen.

Diesen Falz habe ich mit einem Falzkopf auf dem Frästisch in die Fichte gefräst. Die Ecken wurden anschließend mit dem Stechbeitel sauber gestemmt.

Nach all diesen Vorarbeiten habe ich alle Holzteile grundiert und mit SIKKENS-Lack lackiert.

Nur durch diese sorgfältige Vorbehandlung hält dieser Zaun über viele Jahre hinweg.

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Beschläge

Die Beschläge für dieses Gartentor bestehen aus einfachen, langen Bändern mit Kloben.

Das Kastenschloss wird vermutlich nach einigen Jahren gewechselt werden müssen, da es nicht aus Edelstahl gefertigt ist.

Die Drückergarnitur ist eigentlich nicht für den Außenbereich konzipiert, besteht jedoch aus Aluminium, und bei anderen Installationen hatte ich damit bisher keine Probleme.

Der Drehknauf wirkt zwar optisch ansprechend, ist bei Regen jedoch sehr unpraktisch, da die Finger abrutschen. Eine normale Klinke wäre hier deutlich funktionaler.

Rasenroboter-Garage selber bauen – stabil und wetterfest

Rasenroboter-Garage selber bauen – stabil und wetterfest

Garage Rasenroboter

Praktische Garage für den Rasenroboter – Materialien & Umsetzung

Eine Originalgarage aus Kunststoff ohne Seitenschutz kostet schon über Euro 200,00.
Bei diesem Projekt geht es aber weniger um Geld sondern mehr um den Schutz des Rasenroboters und auch den Anblick der Garage. Unterm Strich kostet die selbstgebaute Garage sicher mehr.
Was soll die Garage können?

  • abnehmbares Dach
  • Nässeschutz (Rasenbewässerung)
  • selbstschliessendes Tor aus Acrylglas
  • Beleuchtung innen und außen

Das Haus selbst ist aus einer Fichte-Dreischichtplatte gebaut. Kein Holz für den Außenbereich, doch fachgerecht lackiert hält die Garage einige Jahre.
Das Acrylglas ist 5mm dick und gegossen, nicht gewalzt.

Garage Rasenroboter

Die Garage besteht aus folgenden Komponenten:

 

  • Rahmen aus Fichte-Dreischichtplatte 22mm
  • Dach aus Fichte-Dreischichtplatte 22mm
  • Tor aus Acrylglas 5mm
  • Gestänge und Lager aus Merantileisten
  • verstellbare Edelstahlfüße
  • Aluminium-Rundstab 8mm Durchmesser als Welle für das Tor
  • Unterlegescheiben Lager
  • Blei und Flachstahl für den Gewichtsausgleich Tor
  • LAD-Beleuchtung mit 6 Leuchten und Solarpad mit Dämmerungsschaltung
Garage Rasenroboter

Seitenwände

Starten wir mit den einfach herzustellenden Teilen, wie die Seitenwände mit Fräsungen und Bohrungen für die Leuchten.
Hierbei müssen die Schlitze gefräst und die Bohrungen für die Beleuchtung gesetzt werden.
Für die Schlitze habe ich die Oberfräse mit Frässchablone benutzt. Das ist recht einfach, wie auch die 30er Bohrungen mit einem guten Forstnerbohrer.
Gleichzeitig habe ich noch an der jeweiligen Innenseite (die Wände sind spiegelgleich) die Nuten für die Zuleitungen für die Lampen gefräst.
Die Kanten der Seitenwände sind auf der Bosch GTS 10 XC Tischsäge auf Gehrung geschnitten.

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Lamello P-14

Die Verbindungen der Seitenwände mit der Frond-und Hinterwand kann man auf verschiedene Arten herstellen.
Hier habe ich mich für das einfache Lamello Clamex P-14 entschieden. Eine "schraubbare" und lösbare Lamello-Verbindung. Allerdings braucht man hier zweckmäßigerweise die Lamello Zeta P2.

Einfache verleimte Lamelloverbindung funktioniert natürlich auch. Genau wie eine Verschraubung.

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Rückwand bzw. Vorderwand

Dies beiden sind gleich im groben zuschnit nach Plan. 

Auch die Gehrungen für die Verbindung zu den Seitenwänden.

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Auschnitt Vorderwand

Nach Bauplan wird der Ausschnitt für das Tor genau Rechtwinklig mit der Tauchsäge ausgeschnitten. Hier empfehle ich keine Stückelung der Ober- und Unterseite um Material bzw. Kosten zu sparen. Gleich aus der Platte ist besser.

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Fräsungen Vorderwand

Das Tor liegt innen eng an der Vorderwand an. Gleichzeitig hat aber das Tor Gewichte aus Flachstahl verschraubt und auch noch die Auslagegewichte in den Rundstäben, die auch mit einer Schraube am Tor befestigt sind. 
Die Bohrungen nehmen im geschlossenen Zustand des Tores die Schraubenköpfe auf. 
Wie auch die gefrästen Nuten der noch auszutarierenden Gewichte aus Flachstahl.
Die schmale Nut ist wieder für die Zuleitungen der Beleuchtung.

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Tor aus Acrylglas

Grundsätzlich ist es egal ob man ein Tor aus Sperrholz oder Acrylglas baut. Ich finde Acrylglas schöner und es ist besser in der Halbarkeit.

Acrylglas kann man bequem online bestellen. Es gibt gegossenes und gezogenes Acrylglas. Ich habe gegossenes genommen, da dieses Acrylglas besser in der Verarbeitung ist. Schließlich muss ich fräsen und bohren.

Hie sind die Bohrungen und Fräsungen an den gleichen Stellen wie in der Vorderwand, nur kleiner in der Breite und Durchmesser.
Die Schutzfolie des Acrylglases soltte man solange wie möglich auf der Oberfläche belassen um das Acrylglas nicht zu zerkratzen.

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Lager für das Tor und Zuhaltung

Für den Drehpunkt des Tores brauchen wir 2 Lager. Diese werden auch aus dem gleichen Acrylglas geschnitten und am Drehpung auf das Tor geklebt.
Als Welle dient die 8mm-Alustange.
Für Acrylglas gibt es speziellen Kleber und den kann ich nur empfehlen.
Nach Zuschnitt der Wellenlager werden diese auf die Alustange geschoben und mit Stange zentriert auf das Tor geklebt. So kann nichst mehr verkanten.

Die Befestigungsösen für die Zuhaltung in Form einer dünnen Schnur (hier kann man Angelschnur oder auch Maurerschnur nehmen) sind in der Höhe der noch einzubauenden Zugfedern am äußeren Rand des Tores zu verkleben.

Garage Rasenroboter
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erster Test des Tores

Nachdem die Fräsungen und Bohrungen durchgefürt wurden und die Wellenlager rechts und links für die Welle gängig gemacht wurden, sollte sich nun das Tor einfach schwenken lassen. Die Wellenlager an den Seiten dienen gleichzeitig als zusätzliche Verbinder von Seiten- und Front, wie auch als Aufnahme für die Edelstahlfüße.

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das Gestänge

Das Gestänge habe ich aus Meranti gebaut. Meranti ist relativ einfach zu bearbeiten und sehr stabil auch im kleineren Querschnitt.
Sobald der Roboter einfährt, bewegt er durch seinen eigenen Antrieb das Gestänge und schiebt es nach hinten. Die mit dem Gestänge verbundenen Schnüre ziehen das Tor dann zu. Für die Kompensation der Kräfte und auch Längen sind zwischen Gestänge und Schnur Zugfedern zwischengespannt.
Die äußeren Bohrungen nehmen die Gewindestangen für die Schnursteuerung auf, wobei die Bohrungen im Innenbereich variabel für die Gewindestangen für den Antrieb durch den Rasenroboter aufnehmen.
Die oberen Querbohrungen dienen zur Aufnahme der Welle aus 8mm Alustab.
Zum Schutz vor Beschädigungen am Rasenroboter werden die Spitzen der mittleren Gewindestangen mit einem Kunststoffband umwickelt. Ich habe KIP-PVC-Schutzband benutzt.

Garage Rasenroboter
Garage Rasenroboter
Garage Rasenroboter
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Beleuchtung

Nein, eine Beleuchtung ist eigentlich nicht nötig, sieht aber schön aus.

Im Netz konnte ich 6 LED-Einbauleuchten mit Solarpanel und Dämmerungsschalter erwerben. Die Leuchten haben einen Durchmesser von 30 mm und passen damit exakt in die Bohrungen. Für die Zuleitungen sind bereits Nuten in den Wänden eingefräst.

Je zwei Leuchten sind für die Seitenwände vorgesehen, eine innen hinten und eine direkt über dem Tor. Für die Innenleuchte sowie für die Leuchte über dem Tor müssen noch Halterungen angefertigt werden.

Garage Rasenroboter
Garage Rasenroboter
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Garage Rasenroboter
Garage Rasenroboter
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Hier habe ich den Rahmen zusammengebaut und die Beleuchtung getestet. Der Rahmen ist mit Lamello P-14 verbunden und lässt sich schnell lösen.
Die Front- und Heckleuchten sind verschraubt.

Garage Rasenroboter

Stangen für den Gewichtsausgleich

Diese Rundhölzer sind an der Spitze mit Blei ummantelt und am Ende mit einer Einschlagmuffe für die Sechkantschraube versehen. Die Stangen werden seitlich am Tor verschraubt. Allerdings reichen die Gewichte dort allein nicht aus um ein "fast" Gleichgewicht zu erzeugen und deshalb müssen am oberen Rand des Tores noch Flacheisen verschraubt werden.

Für die Muffen ist ein Vorbohren zwingend nötig.

Garage Rasenroboter
Garage Rasenroboter

Auch der Abstand der hinteren Lager für die Steuerung ist variabel. So kann auch ein anderer Rasenroboter mit anderen Maße die Garage steuern.

Die seitlichen Lager sind nachvolgend beschrieben.

Garage Rasenroboter
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Lackierung

Dreischichtplatten sind nicht ideal für den Außenbereich, da sie sich leicht verziehen.

Deshalb muss bei der Vorbereitung für die letzte Lackierung besonders auf eine flächendeckende Grundierung geachtet werden. Keine „3 in 1“-Lacke verwenden – das ist nur Augenwischerei.

Zuerst erfolgt eine solide Grundierung des Holzes mit einer hochwertigen Wetterschutzgrundierung. Ich verwende Wilckens Wetterschutzgrundierung und habe zweimal grundiert, jeweils mit Zwischenschliff per Hand.

Anschließend folgt die erste Schicht mit einer Fenster- und Türenfarbe, die auch im Außenbereich schützt. Hier habe ich dreimal lackiert und keine Poren ausgelassen.

Das Dach wurde in einem anderen Farbton lackiert, der Lack selbst ist jedoch derselbe.

 

Garage Rasenroboter

Fertigstellung

Die Garage ist fertig und funktioniert.

Nicht sofort, doch nach Einstellungen an den Drehpunkt der hinteren Steuerung und Längenanpassungen der Schnüre funktioniert alles.

Sollte sich jemand für den kostenlosen Bauplan interessieren...einfach per Kommentar oder über das Kontaktformular melden.

ERSTE GARAGE OHNE BELEUCHTUNG

DIY Vogelfutterhaus mit Flaschenhalter – für Garten & Balkon

DIY Vogelfutterhaus mit Flaschenhalter – für Garten & Balkon

Vogelfutterhaus mit Flasche

Vogelhaus mit Flaschenhalter

Dieses Vogelfutterhaus habe ich bereits mehrfach gebaut – sowohl für mich selbst als auch als Geschenk für Freunde.

In diesem Beitrag möchte ich den Bau Schritt für Schritt zeigen. Grundsätzlich ist das Ganze recht einfach – es sei denn, man legt Wert darauf, wirklich jeden Quadratmillimeter perfekt zu bearbeiten. Aber mal ehrlich: Den Vögeln ist das ziemlich egal.

Zur Materialwahl: Ich verwende Eiche-Leimholz, einfach weil ich davon ausreichend zur Verfügung habe. Im Grunde eignet sich aber jedes Vollholz. Von Spanplatte oder MDF würde ich im Außenbereich allerdings klar abraten.

Den Bauplan stelle ich am Ende des Beitrags als Download zur Verfügung. Wer kein SketchUp nutzt, kann sich problemlos an den Bildern orientieren.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Zuschnitt der Teile

Brandflecken an den Schnittflächen sind nicht nur ärgerlich, sondern bei Eiche auch sehr schwer wieder zu entfernen.
Doch warum entstehen sie überhaupt? Mindestens drei Faktoren spielen eine Rolle: die Umfangsgeschwindigkeit des Werkzeugs, der Vorschub und vor allem die Schärfe des Werkzeugs. Da kann ich ein Lied von singen…

Scharfes Werkzeug ist entscheidend. Entweder man schärft seine Werkzeuge selbst oder lässt dies von Fachleuten erledigen.
Die Gehrungen habe ich tatsächlich auf der Tischsäge geschnitten, obwohl ich eine gute Kappsäge besitze. Aber hier gilt: der Weg ist das Ziel – und die Gehrungen sind gelungen.

Bereits vor dem Zuschnitt sollte man sich Gedanken über die Richtung der Maserung machen. Bei großen Werkstücken muss man manchmal Kompromisse eingehen.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Holzteile verbinden

Verleimen muss man ohnehin – aber man kann sich die Arbeit erheblich erleichtern, wenn sich die zu verleimenden Teile zentriert zusammenbringen lassen und die Verleimung auch ohne Zwingen kurzzeitig hält.

Das erreicht man beispielsweise mit Lamellos, also dem P-System von Lamello. Hier Lamello Tenso P-14.

Hier zeige ich Verbinder von Lamello, die sich beim Zusammendrücken zusammenziehen und so beide Werkstückflächen sicher zusammenhalten. Ein Klick – und die Teile sitzen perfekt!

Viele denken jetzt: „Die sind aber teuer!“ – stimmt, zumindest bei deutschen Händlern. Allerdings gibt es dieselben Verbinder bei TEMU zum halben Preis. Ich bin fast sicher, dass auch deutsche Händler diese Artikel in China einkaufen und dann teuer weiterverkaufen. Nur die originalen „Holz-Lamellos“ würde ich dort nicht bestellen.

Die anderen Teile verbinde ich mit DOMINO-Dübeln von Festool. Für schmale Werkstücke ist die Festool DF 500 ein hervorragendes Werkzeug – präzise, schnell und zuverlässig.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Verleimen des Beckens mit Lamellos und DOMINOs

Nachdem die Kanten vorbereitet sind, kann das Becken verleimt werden. Zunächst werden die Lamellos in die langen Kanten eingesetzt, die DOMINO-Dübel in die kurzen Verbindungsstücke. Beide Verbindungssysteme sorgen dafür, dass die Teile zentriert und stabil zusammengehalten werden.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Beim Verleimen achte ich darauf, dass die Flächen vollflächig Leim erhalten, aber nicht zu viel, sodass überschüssiger Leim später einfach abgewischt werden kann. Danach werden die Teile zusammengefügt. Lamellos und DOMINOs ziehen die Werkstücke beim Zusammendrücken automatisch perfekt aneinander, sodass kaum zusätzliche Zwingen nötig sind.

Nach dem Trocknen kann man noch einmal kontrollieren, ob alles exakt rechtwinklig und eben ist. Erst dann werden die Kanten an der Rückwand sauber zugeschnitten, um eine saubere, senkrechte Fläche zu erhalten.

Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche

Welche Flasche?

Flaschenhalter für den Futterspender

Obwohl Flaschen genormt sind, existieren hunderte von Varianten. Deshalb sollte man sich vorher eine gängige Flasche als Futterspender aussuchen – hinsichtlich Form, Größe und Farbe. Danach richtet sich die Länge und Breite des oberen Halters.

Um die Flasche gegen Herausfallen zu sichern, habe ich einen Alu-Stab auf passende Länge abgelängt. Die Bohrungen im Holz sind 1 mm größer als der Durchmesser des Stabs, sodass die Flasche leicht eingesetzt und entnommen werden kann. Eine zusätzliche Sicherung im Alu-Stab ist möglich, aber meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig.

Das Wichtigste: Die Flasche muss genug Spielraum nach oben haben, damit sie problemlos gefüllt und wieder eingesetzt werden kann.

Vogelfutterhaus mit Flasche

Holzbehandlung

Erfahrungen mit Holz im Außenbereich

Nach vielen Jahren Praxis im Umgang mit Holz im Außenbereich habe ich eines klar erkannt: Kein Holz behält dauerhaft Form und Farbe, wenn es der Witterung ausgesetzt ist. Verleimungen können sich lösen, Lasuren abblättern oder ausgewaschen werden, und das Holz selbst passt sich den wechselnden Temperaturen und der Feuchtigkeit immer wieder an.

Um Holz im Außenbereich wirklich zu schützen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Komplett lackieren, um Wasser und UV-Strahlen abzuhalten.
  • Überdachen, sodass Regen und Schnee nicht direkt auf das Holz treffen – allerdings bleibt die Feuchtigkeit aus der Luft und die Temperaturschwankungen weiterhin ein Faktor.

Das vorgestellte Vogelfutterhaus eignet sich hervorragend, um es in eine Balkonecke oder unter ein Überdach zu hängen. Für den direkten Einsatz im Freien, unbehandelt, ist es nicht optimal.

Aber: den Vögeln ist das egal! Sie nehmen das Futterhaus sehr gern an, und es macht Freude, ihnen beim Fressen zuzusehen. Ganz nebenbei hat es auch eine beruhigende Wirkung für uns Menschen.

Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelfutterhaus mit Flasche
Vogelhaus aus Meranti bauen – edles DIY für den Garten

Vogelhaus aus Meranti bauen – edles DIY für den Garten

Vogelvilla komplett aus Meranti

Vogelhaus aus Meranti bauen – edles DIY für den Garten

Eines Tages stolperte ich im Netz über eine Idee, die mich sofort packte: eine Vogelvilla. Mein erster Gedanke: „Das baue ich!“ – und zwar ganz ohne die zukünftigen Bewohner vorher um Erlaubnis zu fragen.

Zu dieser Zeit war Meranti mein absolutes Lieblingsholz. Es wirkte fast so, als würde es im Lager nur darauf warten, endlich zu einer herrschaftlichen Villa verarbeitet zu werden. Also gab es kein Zurück: Es musste alles aus Meranti sein!

Bevor jedoch die erste Säge anlief, ging es an den Rechner. Ich habe das gesamte Haus inklusive Ständer in SketchUp geplant. In diesem Konstruktionsprogramm konnte ich jede Linie und jeden Winkel am digitalen Modell testen – völlig ohne Risiko für meine Finger.

Der Bau selbst? Eine wunderbare Mischung aus handwerklicher Meditation, kleinen Missgeschicken und großer Freude am Erschaffen. Den Entstehungsprozess lasse ich heute vor allem durch Bilder sprechen, denn die sagen oft mehr als tausend Worte (und ersparen mir das Erklären der „Ups, das war so nicht geplant“-Momente).

Für alle neugierigen Bastler unter euch: Wer Lust hat, das Projekt nachzubauen, dem stelle ich mein SketchUp-File gerne zur Verfügung. Schreibt mir einfach eine Nachricht – und eure eigene Vogelvilla kann bald Wirklichkeit werden!

Vogelvilla

Warum Meranti?

Meranti ist ein hervorragendes Hartholz für den Außenbereich: Es ist extrem widerstandsfähig, lässt sich sauber verarbeiten und weist ein geringes Quell- und Schwindverhalten auf. Dass meine Wahl auf dieses Holz fiel, war also kein Zufall.

Der Haken an der Sache: Meranti ist vergleichsweise teuer, und gerade dicke Dimensionen sind schwer zu finden. Für mein Projekt habe ich 27 × 145 mm Balkonbretter verwendet. Ein kleines Ärgernis waren dabei die bereits abgerundeten Kanten – für den Leimholzbau musste ich daher seitlich jeweils 5 mm abtrennen. Ein wichtiger Tipp noch: Achtet auf die Dichte! Zwischen „leichtem“ und „schwerem“ Meranti gibt es deutliche Unterschiede bei der Stabilität und Verarbeitung.

 

Vogelhaus Meranti

Leimholz Boden herstellen

Zuerst ist der Boden an der Reihe. Die Merantibretter habe ich bereits besäumt, abgelängt und gehobelt. Für die Verbindung setze ich auf DOMINOS – das gibt ordentlich Stabilität. Damit die Platte später nicht schüsselt, habe ich Stirnbretter als Gratleisten-Ersatz montiert.

Ein wichtiger Tipp aus der Praxis: Achtet beim Verleimen penibel darauf, dass die Fugen absolut dicht sind. Wenn dort Wasser eindringt und gefriert, sprengt das Eis selbst das härteste Holz! Den finalen Zuschnitt mache ich erst, wenn der Leim komplett ausgehärtet ist – so wird alles perfekt rechtwinklig.

Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Vogelvilla

"Klötzchen" herstellen

Der Rahmen des Vogelhauses besteht überwiegend aus Quadratstäben mit einem Querschnitt von 25 x25 mm. Um dieses Maß zu erhalten, habe ich die Meranti-Balkonbretter auf der Tischkreissäge aufgetrennt, gehobelt, abgelängt, abgerundet und geschliffen.

Ja, das ist eine echte Fleißaufgabe – oder wie man sagt: eine Arbeit für jemanden, der sonst nichts vorhat. Aber für ein perfektes Endergebnis führt daran kein Weg vorbei! Verbunden werden die ‚Klötzchen‘ übrigens mit Lamellos. Im Vergleich zu den Festool Dominos sind Flachdübel hier spottbillig und erfüllen bei diesem Rahmen absolut denselben Zweck.

 

Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti

Dachseiten herstellen

Für die Dachflächen kamen ebenfalls die Meranti-Balkonbretter zum Einsatz, die ich allerdings dünner ausgehobelt habe. Die Leimholzplatten bestehen aus Fertigungsgründen aus jeweils drei Lamellen.

Wer schon öfter Leimholz selbst hergestellt hat, weiß: Ohne Erfahrung tritt man zielsicher in jedes Fettnäpfchen. Ob schräge Kanten, ungenaue Fräsungen für die Dübel oder die falsche Leimdosierung – man lernt es erst durchs Selbermachen. Ich habe mir zwar etliche YouTube-Videos dazu angesehen, aber ehrlich gesagt wird dort auch viel Blödsinn gezeigt. Am Ende hilft nur die eigene Werkstatterfahrung.

Vogelhaus Meranti

Giebel herstellen

Die Holzverbindungen habe ich durch sauberes Ausklinken der Werkstücke gelöst. Mit der Festool KS 120 ist das dank der integrierten Schnitttiefenbegrenzung sehr komfortabel: Man setzt einfach Schnitt an Schnitt in Sägeblattbreite, bis die Aussparung passt. Die feine Nacharbeit an den Flächen erfolgte dann ganz klassisch mit dem Stechbeitel.

Die Fräsungen für die Dachaufnahme habe ich innenliegend mit der Flachdübelfräse gesetzt. Den letzten Schliff – im wahrsten Sinne des Wortes – gab es auf dem Frästisch, wo alle Kanten abgerundet wurden. Nach dem Schleifen und Lasieren folgte schließlich die finale Verleimung.

 

Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti

Standfuß bauen

Beim Standfuß hatte ich Glück: Ich konnte beim Holzhändler ein passendes Meranti-Kantel finden, was mir die Eigenherstellung von Leimholz erspart hat. Den Ständer habe ich auf eine Höhe von 900 mm abgelängt, mit DOMINO-Fräsungen versehen, geschliffen und die Kanten stationär auf dem Frästisch abgerundet.

Deutlich aufwendiger war die Konstruktion des oberen Kreuzes und des Fußkreuzes. Die seitlichen Stützen im oberen Bereich habe ich klassisch auf der Dekupiersäge zugeschnitten; die entsprechenden Aussparungen wurden präzise mithilfe einer Frässchablone gefertigt.

 

Vogelhaus Meranti
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Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Vogelhaus Meranti
Dekupiersäge
Vogelvilla bauen

Zusatzhäuschen bauen

Nein, nötig ist das Häuschen nicht. Aber es sieht gut aus und verstärkt den Ausdruck dieser Vogelvilla.

Natürlich auch alles aus Meranti.

Die dünnen Stücke sind aufgetrennt aus den Merantibrettern.

 

Vogelvilla bauen
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Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen

Dachschindeln schneiden

Die Merantibretter habe ich in Streifenvon 3mm Stärke aufgetrennt.

Vor dem Ablängen habe ich die Ecken mit der Oberfräse abgerundet. Jetzt erst ablängen und schon war der erste Satz der Schindeln fertig.
Diesen Vorgang habe ich solange wiederholt, bis ich die ausreichende Menge an Schindeln hatte.

Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen

Kamin bauen

Eigentlich sollte dieser Kamin als Einfüllstutzen für das Vogelfutter dienen.
Aber aufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Bau lasse ich das weg. Viel Arbeit für nichts.
Die Öffnungen sind alle so groß, dass man bequem von den Seiten das Futter einfüllen kann.

Vogelvilla bauen
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Dach decken

Die Merantibretter habe ich in Streifenvon 3mm Stärke aufgetrennt.

Vor dem Ablängen habe ich die Ecken mit der Oberfräse abgerundet. Jetzt erst ablängen und schon war der erste Satz der Schindeln fertig.
Diesen Vorgang habe ich solange wiederholt, bis ich die ausreichende Menge an Schindeln hatte.

Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
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Zier-Vogel

Diesen Vogel hatte ich im Netz gefunden.
Auf zunächst Papier übertragen habe ich den Umriss auf das Meranti aufgebracht und auf der Dekupiersäge ausgeschnitten.

Gleich 3 davon...man weiß ja nie.

Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen

Zusammenbau

Es ist wohl der schönste Moment im Projekt: Wenn am Ende alles nahtlos ineinandergreift und das Werkstück mit jedem Schritt an Charakter gewinnt. Die Bestätigung, dass die Planung beim Sägen, Trennen, Fräsen und Verleimen aufgegangen ist, entschädigt für jede Stunde in der Werkstatt.

Ein Wort zur Langzeit-Erfahrung: Die Vogelvilla war zwei Jahre lang ein echtes Highlight in unserem Garten und hat sicherlich vielen Vögeln Freude bereitet. Doch die Natur ist gnadenlos: Man kann Holz im Außenbereich lasieren, wie man möchte – irgendwann blättert es ab und verliert seine Optik. Ich habe das Haus schließlich einem Nachbarn geschenkt, der es kurzerhand deckend lackiert hat, um es dauerhaft zu schützen.

Vogelvilla bauen
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Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla 1 Jahr später
Vogelvilla bauen
Vogelvilla bauen
Vogelvilla komplett aus Meranti
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Friesenzaun aus Iroko – bekannt auch als Kambala

Friesenzaun aus Iroko – bekannt auch als Kambala

Friesenzaun aus Iroko

Friesenzaun aus Iroko - bekannt auch als Kambala

Sicher, der alte Friesenzaun sah nicht schlecht aus. Aber Farbe und Form passen einfach nicht mehr zum Haus – und auch unser Geschmack hat sich verändert.

Der alte Friesenzaun war aus KVH gefertigt und hat über Jahre hinweg seinen Dienst getan. Dennoch sind viele europäische Holzarten für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich nur bedingt geeignet.

Aus diesem Grund habe ich mich für Iroko (Kambala) entschieden.

„Afrikanisches Holz? Das geht doch nicht! Denk an die Nachhaltigkeit!“ – solche Einwände höre ich natürlich.

Nun, wir haben im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder wir verwenden europäisches Holz, das regelmäßig ersetzt werden muss, weil es Witterung und Feuchtigkeit nicht dauerhaft standhält. Oder wir entscheiden uns für ein Holz wie Iroko, das über viele Jahre hinweg nicht fault, formstabil bleibt und dadurch langfristig genutzt werden kann.

 Für mich ist Nachhaltigkeit nicht nur eine Frage der Herkunft, sondern auch der Lebensdauer. Ein Material, das Jahrzehnte hält, kann am Ende ressourcenschonender sein als eines, das mehrfach ersetzt werden muss.

Friesenzaun Iroko

Friesenzaun aus Iroko - vom Baum zur Rohware

Iroko – oder Kambala – bekommt man nicht an jeder Ecke. Schon gar nicht fix und fertig als gehobelte Ware im Standardmaß. Nach einiger Suche bin ich auf einen Holzhändler gestoßen, der nicht nur preislich fair ist, sondern auch mehrere Meter Iroko am Lager hatte. Allerdings ausschließlich als sägefallende Planken. Für viele „normale“ Holzwerker wohl eher abschreckend als brauchbar.

Doch genau das reizt mich.

Zum Glück habe ich einen befreundeten Tischler, der sich der Sache angenommen hat. Er hat die Planken fachgerecht aufgetrennt, abgerichtet und auf Dicke gehobelt.

Grob abgelängt lagen sie dann sauber gestapelt auf der Palette.

Und ganz ehrlich: Dieses Holz sah einfach zum Reinbeißen aus.

Die warme, goldbraune Farbe, die ruhige, aber dennoch lebendige Maserung – und dieser typische Geruch beim Hobeln. Man merkt sofort: Das ist kein gewöhnliches Holz. Es hat Substanz, Gewicht, Charakter.

Der Tischler hat wirklich das Beste aus den Planken herausgeholt. Kaum Verschnitt, saubere Flächen, perfekt vorbereitet. Für mich bedeutete das: kein endloses Vorbereiten mehr – ich konnte direkt mit der eigentlichen Arbeit beginnen.

Friesenzaum Iroko

Leimholz vorbereiten

Der neue Zaun besteht unter anderem aus zwei 80 cm breiten Vollholzspiegeln. Diese müssen komplett aus Iroko aufgebaut und sauber verleimt werden.

Die einzelnen Stücke sind inzwischen abgelängt und vorbereitet. Als nächstes folgt das Fräsen der Domino-Verbindungen – für mich die sauberste und stabilste Lösung bei solchen Flächen. Anschließend werden die Kanten leicht abgerundet. Nicht nur aus optischen Gründen, sondern auch, um dem Holz die „Schärfe“ zu nehmen und die Wetterbeständigkeit an den Kanten zu verbessern.

Die Spiegel selbst werden später zwischen zwei gleichgroßen Riegeln gehalten – ebenfalls über Domino-Verbindungen. So entsteht eine stabile, formschlüssige Konstruktion, die dauerhaft Spannung aufnehmen kann, ohne zu arbeiten wie eine einfache Verschraubung.

An diesen Spiegeln werden später auch die Außenleuchten montiert. Das bedeutet: saubere Planung, verdeckte Kabelführung und ausreichend Materialstärke für eine sichere Befestigung.

Hier zeigt sich wieder der Vorteil von Iroko – stabil, tragfähig und unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Genau das, was man für eine dauerhafte Lösung im Außenbereich braucht.

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Friesenzaun Iroko

Rahmenteile vorbereiten

Sämtliche Rahmenteile sind nun ebenfalls abgelängt, gefräst und alle Kanten sauber abgerundet.

Jetzt folgt ein entscheidender Arbeitsschritt: das sorgfältige Schleifen aller Teile. Gerade bei einem Holz wie Iroko lohnt es sich, hier sauber zu arbeiten. Die Oberfläche nimmt die Arbeit dankbar an – und was man jetzt investiert, zahlt sich später optisch und haptisch aus.

Auf Harzgallen trifft man bei Iroko nicht. Auch Äste oder sonstige Beschädigungen sucht man in der Regel vergeblich. Das Material ist für die Verarbeitung schlicht ausgezeichnet.

Mit der richtigen Körnung lässt sich nahezu eine spiegelglatte Oberfläche herstellen. Und genau das macht die Arbeit mit diesem Holz so angenehm: Es lässt sich präzise bearbeiten, bleibt formstabil und zeigt nach dem Schleifen eine edle, ruhige Oberfläche mit feiner Maserung.

In diesem Moment merkt man wieder, warum man sich für dieses Material entschieden hat.

Friesenzaun aus Iroko

Tor bauen – Herzstück des Friesenzauns aus Iroko

Das Tor ist das Herzstück eines Friesenzauns aus Iroko und gleichzeitig das am stärksten beanspruchte Bauteil der gesamten Konstruktion. Um maximale Sicherheit und Langlebigkeit zu gewährleisten, wird es mit einer abschließbaren Edelstahl-Drückergarnitur ausgestattet.

Da mir weder ein Stemmer noch ein Viereckbohrer zur Verfügung standen, habe ich den Schacht für das Einsteckschloss sorgfältig mit einem Stemmeisen ausgearbeitet. Diese klassische Methode erfordert Geduld und Präzision, ermöglicht aber ein sauberes Ergebnis – besonders bei hartem Iroko-Holz.

Auch die Bohrungen für das Zylinderschloss, die Drückergarnitur sowie die Befestigungsschrauben mussten exakt positioniert werden. Gerade bei einem stark frequentierten Gartentor entscheidet diese Genauigkeit über Funktion und Haltbarkeit. In diesem Projekt ist mir das besonders gut gelungen.

Durch sorgfältige Planung, präzise Ausführung und hochwertige Beschläge wird das Tor nicht nur optisch zum Highlight des Iroko-Zauns, sondern überzeugt auch funktional durch Stabilität und Langlebigkeit.

Friesenzaun aus Iroko
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Das richtige Einsteckschloss für den Außenbereich

Es gibt viele Anbieter von Einsteckschlössern, und die Maße sind in der Regel genormt. Dennoch unterscheiden sich die Modelle teils erheblich in ihrer Mechanik und vor allem in der Materialqualität. Grundsätzlich erfüllen sie alle denselben Zweck – doch nicht jedes Schloss eignet sich für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich.

Für mein Tor am Friesenzaun aus Iroko kommt daher nur ein hochwertiges Modell von Häfele infrage. Zwar sind auch diese Einsteckschlösser nicht vollständig rostfrei, sie zeichnen sich jedoch durch eine deutlich höhere Korrosionsbeständigkeit aus.

Die Schließseite ist zusätzlich lackiert, was einen weiteren Schutz gegen Feuchtigkeit bietet.

Bei ausreichender Fettung der Mechanik ist in der Regel erst nach etwa zwei bis drei Jahren eine Wartung erforderlich – ein guter Kompromiss zwischen Langlebigkeit und Pflegeaufwand für ein Gartentor im Außenbereich.

Friesenzaun aus Iroko

Einsteckschloss fachgerecht einbauen

Da die Maße eines Einsteckschlosses genormt sind, verläuft der Einbau grundsätzlich immer nach dem gleichen Prinzip. Das Kopfblech ist in der Regel 2 mm stark und sollte sauber mit der Oberfräse eingelassen werden. Mit einem 20 mm Fräser mit Kopfschneiden gelingt das problemlos.

Ein bewährter Tipp aus der Praxis: Die Stärke des Kopfblechs direkt am Bauteil messen und exakt auf die Tiefeneinstellung der Oberfräse übertragen. So sitzt das Schloss später bündig und passgenau im Holz – ohne Nacharbeiten.

Wichtig ist die richtige Reihenfolge:
Zuerst den Schacht für das Einsteckschloss stemmen, danach das Kopfblech fräsen. Wird diese Reihenfolge vertauscht, entstehen schnell unschöne Ausrisse oder sichtbare Fräsfehler im Holz.

Gerade bei einem hochwertigen Tor – etwa bei einem Friesenzaun aus Iroko – zahlt sich sauberes Arbeiten besonders aus.

Friesenzaun aus Iroko
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Pfostenkappen bauen – Schutz und Optik vereinen

Pfostenkappen dienen nicht nur einer ansprechenden Optik, sondern übernehmen eine wichtige Schutzfunktion: Sie decken die freien Stirnholzflächen der Pfosten ab und verhindern so das Eindringen von Feuchtigkeit. Gerade bei einem Friesenzaun aus Iroko trägt dieser konstruktive Holzschutz entscheidend zur Langlebigkeit bei.

Damit sich kein Wasser auf der Oberfläche stauen kann, müssen die Kappen entsprechend gestaltet sein. Entweder werden sie rund ausgeführt oder – wie in meinem Fall – mit schrägen Flächen versehen. Eine kleine pyramidenförmige Ausführung sorgt dafür, dass Regenwasser zuverlässig abläuft.

Die Pfostenkappen habe ich bewusst etwas größer dimensioniert. So lassen sich am unteren Rand zwei saubere Falze fräsen, ohne dabei bis an die Außenkante des Pfostens zu reichen. Das sorgt für eine passgenaue Auflage, eine saubere Optik und zusätzlichen Schutz der Konstruktion.

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Vorrichtung für das Sägen der Pfostenkappen

Die schrägen Schnitte für die Pfostenkappen lassen sich weder mit der Tauchsäge noch mit der Tischsäge ohne geeignetes Hilfsmittel präzise ausführen. Um dennoch exakte und wiederholgenaue Ergebnisse zu erzielen, habe ich mir eine einfache, aber effektive Vorrichtung gebaut.

Mit dieser Konstruktion kann ich die eingespannten Werkstücke sicher fixieren und anschließend mit dem entsprechend eingestellten Sägeblatt im gewünschten Winkel schneiden. Zwei stabile Zwingen halten die Pfostenkappe zuverlässig in Position. Die senkrechte Anlagefläche ist zusätzlich über eine Bodenplatte gegen Verrutschen gesichert.

So lassen sich die vier Schrägen sauber und gleichmäßig ausführen, wodurch eine präzise Pyramidenform entsteht. Der gewünschte Winkel kann dabei individuell eingestellt werden – ideal für gleichmäßige und optisch ansprechende Pfostenkappen.

Friesenzaun aus Iroko

Falze an der Pfostenkappe fräsen

Bei kleinen Werkstücken wie einer Pfostenkappe aus Iroko ist eine handgeführte Oberfräse nur bedingt geeignet – vor allem bei sehr hartem Holz. Hier ist ein Frästisch das deutlich sicherere und präzisere Werkzeug.

Für diese Holzart lohnt sich eine leistungsstarke Oberfräse: Während Standardgeräte mit 900 Watt oft an ihre Grenzen stoßen, zeigt sich meine 2200-Watt-Maschine besonders zuverlässig. Eingespannt ist ein großer Fräskopf mit Wechselplatten, und scharfes Werkzeug ist entscheidend für ein sauberes Ergebnis.

Die Arbeitsreihenfolge ist ebenfalls wichtig: Zuerst die Stirnseiten fräsen, danach die Längsseiten. So entstehen saubere Falze ohne Ausrisse, und die Pfostenkappen behalten eine makellose Oberfläche.

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Lackieren der Zaunteile

Das Lackieren der Zaunteile ist zwar eine Arbeit, die Freude machen kann, in größeren Mengen aber durchaus zeitaufwendig. Für ein langlebiges und schönes Ergebnis ist die richtige Vorgehensweise entscheidend.

Das Lackieren muss VOR dem Zusammenbau aller Teile durchgeführt werden

Zuerst wird eine Grundierung aufgetragen – bei mir zwei Schichten, jeweils mit Hand-Zwischenschliff, um Unebenheiten zu entfernen und die Oberfläche für den Lack vorzubereiten.

Anschließend folgen mindestens zwei Schichten eines hochwertigen Außenlacks, in meinem Fall sogar drei. Besonders wichtig: Die Grundierung muss vollständig aushärten, bevor die Lackfarbe aufgetragen wird. Zwar fühlt sie sich schnell trocken an, die eigentliche Härte entwickelt sich aber erst nach vollständigem Durchtrocknen.

So erhalten die Iroko-Zaunteile eine langlebige, gleichmäßige Oberfläche, die Wetter und Sonne optimal trotzt.

Friesenzaun aus Iroko

Montieren des Zaunes

Nach vollständiger Durchhärtung des Lacks kann der Zusammenbau der Zaunteile beginnen. Die beiden Spiegel sind bereits unter Zwingen ausgehärtet und fest im Rahmen montiert.

Die Montage der Gatter gestaltet sich etwas anspruchsvoller, da mehrere Dominos die Lattung und damit auch den Rahmen stabilisieren. Zusätzlich müssen alle Zwingen korrekt positioniert werden – ausreichend viele und lange Zwingen sind daher unbedingt erforderlich.

Zum Verleimen habe ich 3D-Leim mit Härter verwendet. Dadurch entsteht eine extrem stabile Verbindung, die man fast als „4D-Leim“ bezeichnen könnte. PUR-Leim kommt in diesem Fall nicht mehr infrage, da er bei dieser Konstruktion weniger praktikabel ist.

Mit sorgfältiger Vorbereitung und präziser Arbeit fügt sich so jedes Teil passgenau zusammen, und der Iroko-Zaun gewinnt seine volle Stabilität und Langlebigkeit.

Friesenzaun aus Iroko

Konstruktiver Holzschutz

Besonders gefährdet sind die Stellen, an denen sich Feuchtigkeit festsetzen kann – hier können Holzverbindungen beschädigt oder sogar zerstört werden.

Obwohl ich SIPO-Dominos zur Verstärkung eingesetzt habe, verhindern diese allein keinen Schaden. Entscheidend für die Langlebigkeit ist eine hochwertige Verleimung mit wasserfestem Leim und eine vollständig nach außen geschlossene Konstruktion. So lässt sich Feuchtigkeit zwar verzögern, aber nicht vollständig ausschließen.

Eine zusätzliche Maßnahme wie eine Silikonfuge könnte den Schutz weiter verbessern, bietet jedoch keine absolute Garantie.

Mit dieser Vorgehensweise trägt man aktiv zum konstruktiven Holzschutz bei und erhöht die Lebensdauer des Friesenzauns aus Iroko deutlich.

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Leuchten für den Parkplatz montieren

Die Spiegel des Zauns dienen gleichzeitig als Träger für die Parkplatzbeleuchtung.

Die Leitungen auf der Rückseite werden in einem noch zu bauenden Kasten verborgen, der sie nicht nur optisch verdeckt, sondern auch vor Regen und Witterung schützt.

Die Leuchten werden über einen Dämmerungsschalter gesteuert und sind mit Energiesparlampen ausgestattet. Besonders bewährt haben sich OSRAM-Lampen, die eine gute Kombination aus Preiswertigkeit und Zuverlässigkeit bieten.

So entsteht eine funktionale und langlebige Beleuchtung, die den Parkplatz sicher ausleuchtet und gleichzeitig optisch unauffällig in den Iroko-Zaun integriert ist.

Friesenzaun aus Iroko

Montieren des Zaunes

Jetzt konnte die eigentliche Montage des Zaunes beginnen. Alle Elemente werden mit Edelstahlwinkeln an den Pfosten befestigt, selbstverständlich verschraubt mit Edelstahlschrauben.

Normale Schrauben sind für diesen Einsatz ungeeignet: Sie können das Holz verfärben und rosten schnell, wodurch die Stabilität der Konstruktion leidet.

Besonders wichtig ist der richtige Umgang beim Eindrehen der Edelstahlschrauben. Edelstahl ist relativ spröde, sodass die Schrauben beim zu festen Einschrauben leicht abbrechen können. Die Faustregel lautet daher: locker einsetzen, festziehen, nicht überdrehen, um Beschädigungen zu vermeiden.

So bleibt die Montage sauber, stabil und langlebig – perfekt für einen hochwertigen Iroko-Zaun.

Friesenzaun aus Iroko

fertiger Zaun

Der Zaun steht nun fest und ist sehr stabil.

Das Zylinderschloss ist von ABUS auf Maß gefertigt. Passend zu unserer Schließanlage.
Leider habe ich bis jetzt kein elektronisches Schloss für den Außenbereich gefunden. So wäre es sehr einfach mit einem Badge oder anderen Schlüsselanhänger das Zylinderschloss zu öffnen.

Der Zaun hat insgesamt ca. 1.000 Euro gekostet. Darin sind alle Materialien enthalten. Also, selbst bauen lohnt sich.

Gartenbar selbst bauen – mit integrierter Bierzapfanlage

Gartenbar selbst bauen – mit integrierter Bierzapfanlage

Gartenbar

Gartenbar selbst bauen – mit integrierter Bierzapfanlage

Dieses Projekt stammt aus dem Jahr 2017 und ist damit schon etwas älter. An Attraktivität hat eine Gartenbar jedoch nichts verloren. Im Gegenteil: Einige Freunde sitzen heute lieber mit einem frisch gezapften Bier im eigenen Garten, als in einer Kneipe viel Geld für ein Glas auszugeben.

Die Zapfanlage begleitet mich übrigens schon seit 1992. Mal stand sie im Garten, über viele Jahre hinweg auch im Jagdrevier in der Unterkunft.

Es macht einfach Spaß, sich sein Bier selbst frisch aus dem Fass zu zapfen – und genau deshalb ist diese Gartenbar überhaupt erst entstanden.

Gartenbar bauen

Konstruktion mit Sketchup

„Papier“-Konstruktionen dienen heute im Grunde nur noch als konzeptionelle Skizzen. Früher war das anders. Als technischer Maschinenbauzeichner habe ich noch vollständig am Zeichenbrett gearbeitet. Digitale Alternativen existierten schlicht nicht. Aus heutiger Perspektive war das eine rein manuelle, aber sehr präzise Arbeitsweise – allerdings mit hohem Zeitaufwand bei Änderungen oder Varianten.

Mein erstes CAD-System war 1988 AutoCAD. Für die damalige Zeit war das revolutionär: parametrisches Zeichnen, exakte Bemaßung und verlustfreie Reproduzierbarkeit. Konstruktionsänderungen konnten erstmals effizient durchgeführt werden, ohne komplette Zeichnungen neu erstellen zu müssen. Das hat den gesamten technischen Zeichenprozess grundlegend verändert.

Heute existieren zahlreiche CAD-Programme, die plattformübergreifend arbeiten und sowohl 2D- als auch 3D-Konstruktion unterstützen. Für Holzwerker stellt sich weniger die Frage nach maximalem Funktionsumfang, sondern nach Bedienbarkeit, Lernkurve und Praxisnutzen.

SketchUp war anfangs ein bewusst reduziertes 3D-Konstruktionsprogramm mit Fokus auf intuitive Bedienung. Die Stärke lag nie in hochkomplexen parametrischen Funktionen, sondern in der schnellen visuellen Modellierung. Inzwischen ist die Software technisch stark gewachsen und kann mit spezialisierten Tischler-CAD-Lösungen konkurrieren. Der Funktionsumfang ist erheblich erweitert worden, was allerdings auch mit höheren Lizenzkosten einhergeht.

Meine installierte Version läuft noch lokal unter Windows, vollständig autark ohne Cloud-Anbindung. Aktuelle Versionen setzen dagegen auf Online-Lizenzverwaltung und Cloud-Integration, was technisch Vorteile bei Synchronisation und Updateverwaltung bietet, aber auch eine dauerhafte Internetabhängigkeit mit sich bringt.

Gartenbar

Material und Werkzeuge

Damals lagen die Holzpreise noch in einem wirklich angemessenen Bereich. Heute ist Material leider deutlich teurer geworden, was Projekte dieser Größenordnung spürbar beeinflusst.
Für die Gartenbar habe ich überwiegend Meranti verwendet. Die 27 mm starken Balkonbretter wurden teilweise zu Leimholz weiterverarbeitet, um stabilere Bauteile herstellen zu können. Meranti lässt sich gut bearbeiten, bleibt formstabil und eignet sich sehr gut für den Außenbereich.
Als „Tischsäge“ stand mir zu diesem Zeitpunkt nur das Festool CMS mit Erweiterungen zur Verfügung. Für präzise Serienarbeit war das System eigentlich zu leicht gebaut, aber mit etwas Geduld ließ sich trotzdem zuverlässig damit arbeiten.

Die Wandflächen der Gartenbar bestehen aus eichefurnierter Spanplatte, der Boden aus stabilem Multiplex. Diese Kombination verbindet ausreichende Stabilität mit vertretbarem Materialeinsatz.

Gartenbar bauen

innere Statik

Das gesamte Gewicht der Konstruktion wird von der Bodenplatte aus Multiplex getragen. Die furnierten Spanplatten sind zwar außen über Lamellos mit der Bodenplatte verbunden, übernehmen jedoch keine tragende Funktion. Die eigentlichen Kräfte werden über den Innenrahmen sauber in die Bodenplatte abgeleitet.

Dieser Innenrahmen dient gleichzeitig als stabile Auflage für die Arbeitsplatte mit Zapfhahn und Spüle. So entsteht eine geschlossene, belastbare Einheit.

Für den Rahmen hätte auch einfaches KVH ausgereicht. In diesem Projekt spielte der Preisunterschied jedoch keine entscheidende Rolle, sodass ich mich für die "schönere" Variante entschieden habe.

Gartenbar bauen

Versorgung der Gartenbar

Ein einfacher Rahmen allein reicht nicht aus, um eine funktionale und komfortable Gartenbar zu realisieren.

Die Anforderungen an die Konstruktion waren:

  • Elektrische Versorgung für Licht, Zapfanlage und externe Geräte über Steckdosen

  • Wasserzufluss und Wasserabfluss für das Spülbecken

  • Indirekte Beleuchtung sowohl innen als auch außen

  • Komplett fahrbar auf stabilen Laufrollen

  • Platz für eine Bierzapfanlage sowie eine 5‑Liter-Kohlensäureflasche mit Druckminderer

  • Aufstellung eines 30‑Liter-Bierfasses mit KEG-Anschluss

Die Platzaufteilung stellte eine besondere Herausforderung dar, da das Spülbecken mit seiner großen Tiefe erheblichen Raum beansprucht. Gleichzeitig sollte noch genügend Platz für eine „Glasspülmaschine“ innerhalb des Beckens vorhanden sein.

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Der Frontrahmen verbunden mit Lamellos. Der Rahmen ist aus Meranti.

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Der Frontrahmen verbunden mit Lamellos. Der Rahmen ist aus Meranti.

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Der Frontrahmen verbunden mit Lamellos. Der Rahmen ist aus Meranti.

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Die Theke ist Träger der indirekten Beleuchtung innen und außen.

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Meranti ist ein sehr gutes Holz für den Außenbereich. Und einfach zu bearbeiten.

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Damals musste man die LED-Bänder noch selbst verbinden. Hier habe ich Qualität verbaut.

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Verbindungen sind handgelötet. Funktioniert prima.

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Anschluss für die Zapfanlage und Transformator für das LED-Licht.

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Das LED-Band wird in die Theke eingelassen. Dafür sind alle Nuten gefräst worden.

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Fußstange aus Edelstahlrohr

Auch wenn niemand seine Füße auf diese Stangen stellen wird, muss an eine Gartenbar zumindest die Möglichkeit zu sehen sein.

Die Edelstahlrohre werden von Merantilagern in Position gehalten.

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Dimmer für die LED-Beleuchtung

Das LED-Licht sollte nicht nur geschaltet werden können sondern auch in der Helligkeit angepasst werden. So habe ich einen speziellen Dimmer dafür eingebaut, der auch wasserdicht ist.

Diese Gartenbar hat viele Partys erleben können und es sind  über die Jahre 1000e Liter Bier durch diese Zapfanlage gelaufen.

Gartenbar bauen
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