Eigenbau WC-Garnitur – praktisch, stabil und individuell
Eigenbau WC-Garnitur – praktisch, stabil und individuell
In unserem Badezimmer gibt es keinen geeigneten Platz für einen Toilettenpapierspender, geschweige denn für einen Vorratsbehälter oder eine Bürste.
Deshalb haben wir uns eine fertige WC-Garnitur gekauft. Aus Metall und Glas. Etwas anderes gab es nicht. Gefallen hat es uns nicht, aber es war zweckmäßig.
Mein Holzhändler hatte noch Reste einer Platte aus keilgezinktem Eichenholz. In der Breite und Länge, wie ich sie brauchte, um eine weitere WC-Garnitur zu bauen.
Griffstück bauen
Die WC-Garnitur benötigt einen Griff.
Da die WC-Garnitur nur aus 2 Teilen bestehen wird, habe ich zuerst den Griff gefräst und dann erst die Verbindung hergestellt.
Mit der Frässchablone von Festool geht das schnell und einfach. Sicher können das auch andere Frässchablonen. Aber diese ist mehr als stabil und einfach in der Einstellung.
Holzverbindung
Die WC-Garnitur ist wirklich einfach und benötigt nur eine Holzverbindung zwischen der Bodenplatte und der senkrechten Stütze.
Das geht auch mit einer doppelten Lamello-Verbindung, aber hier habe ich mich für eine DOMINO-Verbindung entschieden. 10mm Dübel dicht an dicht. In diesem Fall 4 Stück.
Vor dem Fräsen habe ich noch den Rechten Winkel beider Teile geprüft.
Armaturen
Ich werde die Armaturen der alten WC-Garnitur auf die neue Garnitur montieren.
Nur passen die aktuellen Schrauben nicht zur Holzstärke der neuen Garnitur. Die Schrauben sind zu kurz.
Dieses Problem löse ich durch Sacklöcher. Größerer Durchmesser für den Schraubenkopf. So tief, dass die Länge der Schraubverbindung später ausreicht. Dann das kleinere Loch für den Schraubenschaft.
Abrunden
Nachdem der Griff gefräst, die Löcher für die Beschläge gebohrt und die Dübel gesetzt waren, habe ich alle Kanten abgerundet. Auch die am Griff.
Vor dem Zusammenbau kommt der "Holzschutz". Na ja, eher eine Lasur, damit das Holz besser aussieht.
Wachsen
Mit den OSMO-Produkten habe ich bisher immer die besten Erfahrungen gemacht.
So habe ich auch die WC-Garnitur damit behandelt.
Leider hat diese Beschichtung lange Trocknungszeiten und das zweimal...
Fertige WC-Garnitur
Nach dem Anbringen der Beschläge musste ich nur noch einmal mit einem feuchten Tuch drüberwischen und die WC-Garnitur war fertig.
Sie erfüllt ihren Zweck sehr gut.
Praktischer Schrank mit 4 Schubladen – Planung & Umsetzung
Praktischer Schrank mit 4 Schubladen – Planung & Umsetzung
Der aktuelle Schrank neben dem Sofa ist noch Tip-Top, nur leider in der falschen Farbe. Ich hatte ihn damals aus beschichteter Spanplatte gebaut, aber diese wirkt heute viel zu dunkel.
Der neue Schrank wird die gleichen Maße haben, aber aus eichenfurnierter Platte gefertigt. Die Konstruktion erfolgt wie immer mit Sketchup.
Mit dem Zuschnittplan bin ich dann zum Holzhändler gegangen, der mir die Teile millimetergenau zugeschnitten hat.
Teile, die noch eine Echtholzkante erhalten sollen, werden dabei 2 mm kürzer geschnitten.
Arbeitsschritte
- Kante anfahren
- Lamellos für die Holzverbindungen fräsen
- Schleifen aller Teile
- Schubkästen bauen
- Auszüge einbauen
- Hartwachs auftragen (2x)
- Verleimen des Rahmens
- Fronten Schubladen anbringen
Kante anfahren
Bei der Größe dieser Teile ist das Festool-Vakuumsystem VAC SYS Set SE1 ideal. Kein Teil muss auf dem Tisch mit Spannvorrichtungen fixiert werden, und das Umspannen geht sehr schnell. Allerdings sollten alle verfügbaren Saugplatten mitbestellt werden.
Die Eiche-Echtholzkante habe ich über umleimerkom.de bestellt. Die Qualität ist sehr gut, und der Preis unschlagbar. Bei anderen Anbietern kostet die gleiche Kante mehr als das Doppelte.
Lamellos fräsen
Die Lamello ZETA P2 ist für diese Arbeiten unschlagbar. Absolut sauber und präzise. Hier wäre die Festool DF 500 DOMINO wirklich im Nachteil. Und die Dübel sind einfach nur teuer!
Auch die dünnen 15 mm Sperrholzteile für die Schubladen konnten ohne weitere Einstellungen oder Hilfsmittel gefräst werden.
Zwischendurch...
Die Festool MKF 700 hatte ich vor einigen Jahren zusammen mit der Festool Kantenanleimmaschine KA 65 zum Kantenrunden bestellt.
Ein gutes Gerät, solange man mit ABS-Kanten arbeitet. Aber: die Absaugung ist unterirdisch, und die Fräse ist beim Arbeiten eher unhandlich.
Für meine Schubladen ist das jedoch kein Problem, da die Kanten nicht gerundet, sondern nur gebrochen werden sollen.
Für Echtholzkanten ist die Festool MKF 700 mit Abrundfräser nicht zu gebrauchen – die Absaugung verstopft bereits nach wenigen Minuten.
Schleifen
Nach dem Anfahren der Kanten und dem Fräsen der Lamellos habe ich alle Teile geschliffen.
Früher habe ich das immer mit der Festool Rotex 125 gemacht. Sie hat zwei Geschwindigkeiten, und die Ergebnisse waren für mich zufriedenstellend – aber nur, weil ich den Unterschied zu anderen Maschinen nicht kannte.
Seitdem arbeite ich am liebsten mit dem Festool Exzenterschleifer ETS EC 150/3 EQ-Plus. Einfach entspannt zu bedienen und liefert beste Ergebnisse.
Schubkästen bauen
Im Laufe der Jahre wurde das zur Routine: Sichtbare Teile werden durchgehend verarbeitet, andere auf Stoß gesetzt.
Das Fräsen der Nut geht schnell von der Hand: 6 mm breit und 7 mm tief, mit Längsanschlag. Der Boden aus 5 mm starker weißer Rückwandplatte passt dann sehr gut hinein.
Der Rahmen besteht aus 15 mm Sperrholz, besser bekannt als Multiplex. Die Verbindungen erfolgen mit Lamellos 20.
Auszüge einbauen
Es gibt stabile, sehr günstige Auszüge bei teleskopschienen24.de, die ich schon oft verbaut habe.
Der Nachteil: Es bleibt ein gewisses Spiel nach beiden Seiten. Wer also auf präzise Spaltmaße Wert legt, sollte andere Auszüge wählen.
In diesem Projekt habe ich Hettich Vollauszüge QUADRO V6 Silent System eingebaut. Der Einbau ist etwas aufwändiger, aber das Ergebnis ist im Vergleich zu anderen Auszügen deutlich besser.
Hartwachs (ölen)
Lackieren macht Spaß – vor allem mit Lacken auf Wasserbasis. Sie lassen sich nach kurzer Zeit überstreichen, und die Arbeit kann zügig weitergehen.
Ganz anders verhält es sich bei Hartwachs: Hier muss man mindestens 12 Stunden warten, bevor die zweite Schicht aufgetragen werden kann. Das bedeutet für mich schnell zwei verlorene Tage!
Mein Tipp: Hartwachs nur von OSMO, ebenso Pinsel und Rollen. Es gibt nichts Besseres.
Rahmen verleimen
Die Arbeit ist Minutensache. Bei guter Vorarbeit.
Für mich das wichtigste Teil ist die Rückwand. Diese habe ich in einen Falz eingelassen.
Die Rückwand bringt die eigentliche Stabilität des Schrankes und der Schrank ist dann Rechtwinklicg.
Fronten anbringen
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen...
Wenn die Maße korrekt sind, sollten alle Spaltmaße stimmen. 2 mm zur Seite und untereinander.
Es gibt verschiedene Methoden, Schubladenfronten zu befestigen. Ich benutze die Schraubmethode und/oder die Zwingenmethode.
Von doppelseitigem Klebeband halte ich gar nichts, weil es bei größeren Teilen nicht hält.
Fertig
Der Schrank ist fertig und wird gegen den alten ausgetauscht.
Die Griffe gefallen mir nicht so gut, aber die vorher ausgewählten Griffe haben ein sehr schwergängiges Gewinde.
Diese Griffe sind tatsächlich noch Vollmetallgriffe.
Heute gibt es nur noch billigen Schrott aus dünnem Rohr.
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Konstruktion
Zuerst baue ich den Rahmen mit den Tischbeinen. Die Kanteln möchte ich quadratisch haben, deshalb habe ich sie auf 71 × 71 mm gehobelt. Geschliffen werden die Tischbeine allerdings erst vor dem Lackieren, denn gehobeltes Meranti nimmt Lack nur schlecht an. Grundsätzlich sollte jedes Holz vor dem Lackieren geschliffen werden. Engegen der Meining eines bekannten Tischlermeisters, der nicht mehr genannt werden möchte.
Die Tischbeine werden über Tischbeinzargen mit dem Rahmen verbunden. Dazu muss eine Gewindemuffe exakt senkrecht in eine der Kanten eingebohrt werden.
Um mir diese Arbeit zu erleichtern, habe ich mir einen Holzständer aus Fichtenholz gebaut. So kann ich jeweils ein Tischbein in der richtigen Position auf dem Bohrständer fixieren und sauber vorbohren.
Mit Tischbein-Zargen hatte ich zuvor noch nie gearbeitet. Deshalb habe ich zunächst eine Testkonstruktion aus abgeschnittenen Reststücken gebaut. Normalerweise verwende ich Dübel, aber warum sollte man sich das Leben unnötig schwer machen?
Der Zusammenbau mit den Zargen ist erstaunlich einfach – das hätte ich so nicht erwartet. Das Verleimen des Rahmens mit Dübeln entfällt ebenso wie das Anlegen von langen Zwingen.
Das schnell gebaute Gestell erfüllt seinen Zweck sehr gut. Die Gewindemuffen waren schnell gesetzt, und die Zargen sitzen fest in den gefrästen Nuten.
Der Tisch soll höhenverstellbar sein. Dafür habe ich vom Holzhändler vier Tischbeinversteller bekommen, die eigentlich für Vierkantrohre gedacht sind. Diese lassen sich jedoch entsprechend aufbohren, sodass sie auch in den Holzbeinen verwendet werden können.
Die notwendige Bohrung hat einen Durchmesser von 22 mm. Nach einigem Suchen habe ich tatsächlich noch einen alten Forstnerbohrer mit diesem Maß gefunden. Wirklich kein hochwertiges Werkzeug – aber ich werfe eben ungern etwas weg.
Die Bohrungen in den Tischbeinen waren damit allerdings nicht ganz einfach herzustellen. Zweimal musste ich den Bohrer mit der Diamantkarte nachschärfen.
Jetzt allerdings ist endgültig Schluss – dieser Bohrer fliegt weg.
Die oberen vier Ecken der Kunststoffteile habe ich abgeschnitten, damit der Kopf in die Bohrung passt. Na ja, die Stützen sind ja ursprünglich nicht für einen Tisch, sondern für Vierkantrohre gedacht – improvisieren macht eben Spaß.
Nachdem ich alle Teile geschliffen hatte, wurden die Kanten auf dem Frästisch abgerundet und anschließend feingeschliffen: 120, 150, 180 und 220 Körnung.
Das Lackieren der Teile nimmt dabei die meiste Zeit in Anspruch. Drei Schichten sind das Minimum!
Das Grundgestell war schnell zusammen gebaut. Die Tischbein-Zargen sind Klasse. Wenig Fummelarbeit wegen der Gewindemuffen.
Tischplatte
Dies ist das Holz für die Tischplatte. 140er Meranti Balkonbreter. Die Tischplatte besteht aus einem Rahmen mit Mittelsteg und 26 Sprossen. Alle Teile habe ich zunächst auf der Bosch GTS 10 XC Tischsäge gesägt mit 2-3mm Hobelzuschlag. Auf dem Holbel habe ich die Teile auf gleiche Stärke gebracht.


















































