Hundenapfgestell – Komfort für deinen Vierbeiner

8. Nov. 2026

Hundenapfgestell
altes Gestell aus Eiche

Hundenapfgestell – Komfort für deinen Vierbeiner

Schon seit einigen Jahren stehen die Näpfe bei uns in einem solchen Napfgestell.

Viele Hundebesitzer kennen das Problem: Der Hund schiebt seinen Fressnapf beim Fressen vor sich her, anstatt einfach an seinem Platz zu bleiben. Irgendwann landet der Napf dann an einer Stelle im Zimmer, an der man ihn eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kann.

Ein Napfgestell verhindert genau das. Der Napf bleibt an seinem Platz, der Hund kann bequem daraus fressen und nebenbei sieht das Ganze im Raum auch noch ordentlich aus.

Solche Napfgestelle gibt es im Handel natürlich auch aus Holz, überwiegend findet man sie allerdings aus Metalldraht. Und billig sind die Dinger nicht gerade.

Na ja, die Industrie rund um unsere Haustiere ist inzwischen schließlich milliardenschwer!

Test Gehrungsschnitte

Test Gehrungsschnitte

Die CSC SYS 50 EBI habe ich erst seit wenigen Tagen.

Ist diese Tischsäge im Bereich Gehrungsschnitte wirklich so gut, wie es immer angegeben wird? Genau das wollte ich zunächst einmal an Probestücken testen.

Dazu habe ich zwei Lärchenreste genommen, um diese auf Gehrung miteinander zu verbinden. Die Tischsäge habe ich zunächst auf die richtige Schnitthöhe eingestellt und anschließend die Schräge auf 45 Grad gestellt. Die Schnitthöhe wird dabei automatisch angepasst.

Mithilfe des Schiebeschlittens habe ich die beiden Teile geschnitten. Anschließend zusammengelegt und mit meinem Schreinerwinkel auf Rechtwinkligkeit überprüft.

Und tatsächlich konnte ich das erwartete Ergebnis bestätigen. Schon erstaunlich, wie präzise das funktioniert.

Jetzt bin ich gespannt, wie sich die Säge bei weiteren Arbeiten bewährt.

Oberbrett mit Gehrungen

Material Buchenleimholz

Beim Holzhändler konnte ich ein schönes Reststück Buchenleimholz finden. Gerade ausreichend für mein Vorhaben.

In der Werkstatt brachte ich die Teile auf der CSC SYS 50 auf Maß und sägte auch gleich die Gehrungen damit. Buchenleimholz ist allerdings nicht besonders beständig in Länge, Breite und Höhe. Es ist zwar ein schönes Holz, aber es macht tatsächlich ein wenig, was es will.

Die Öffnungen für die Näpfe habe ich bereits angerissen. Jetzt fehlt nur noch eine einfache Möglichkeit, diese Öffnungen herzustellen. Entweder mit einem Fräszirkel oder mit einer Frässchablone.

Eine Frässchablone für gerade einmal zwei „Löcher“ herzustellen, ist eigentlich viel zu aufwendig. Oder?

Nein. Dafür habe ich ja schließlich einen 3D-Drucker.

Frässchablone

Frässchablone auf dem 3D-Drucker

Mit PETG als Filament für den 3D-Drucker bin ich sehr zufrieden. Auch für den Bau von Frässchablonen ist das Material sehr gut geeignet.

Mithilfe von SketchUp konnte ich die Vorlage dafür schnell erstellen. Die Schablone sollte für das Fräsen mit einem Kopierring etwa 5 mm dick sein. Außerdem muss sie ausreichend groß sein, damit ich sie sicher auf dem Werkstück fixieren kann.

Damit ich mit der Oberfräse bei der Kreisbewegung keine Hindernisse habe, verzichte ich hier auf Schrauben oder andere Befestigungen. Stattdessen verwende ich doppelseitiges Klebeband, um die Schablone sicher gegen Verrutschen zu fixieren.

Das funktioniert erstaunlich gut und ist für diesen Anwendungsfall eine einfache und saubere Lösung.

Fräsen in Schritten

Fräsen in mehreren Schritten

Da ich hier nicht viel Leistung zum Fräsen benötige, reicht die Festool OF 1010 dafür völlig aus.

Einen 10er-Kopierring eingesetzt und mit einem 8er-Fräser habe ich zunächst die erste Runde 6 mm tief gefräst. Die gesamten 18 mm in einem Zug zu fräsen, wäre vielleicht möglich. Aus Erfahrung halte ich das allerdings für keine gute Idee und zudem für nicht ungefährlich.

Der Fräser kann dabei überhitzen und – wie ich selbst schon erlebt habe – können sich glühende Holzspäne bilden. Werden diese anschließend vom Staubsauger aufgenommen, kann das im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass der Staubsauger brennt.

Ein kleiner Nachteil sind die Stufen, die nach dem Fräsen am Rand der Öffnung zu erkennen sind. Diese lassen sich allerdings weitgehend vermeiden, indem man die Oberfräse möglichst gleichmäßig und sauber im Kreis führt. Eventuell reicht anschließend noch ein kurzes Nachschleifen dieser Spuren von Hand.

So bekommt man letztlich eine saubere und gleichmäßige Öffnung, ohne dass dafür eine große Oberfräse notwendig ist.

fertige Öffnungen

gutes Ergebnis

Das Ergebnis der Fräsungen ist gut bis sehr gut.

In einer Höhe von 6 mm ist noch ein kleiner Rand zu erkennen. Mit einem Schleifmittel, das ohnehin gewechselt werden musste – es ist aber noch nicht komplett unbrauchbar –, konnte ich diese Spuren problemlos von Hand entfernen.

Die Kanten werden dabei lediglich gebrochen und nicht weiter behandelt.

Damit ist der Deckel bereits für die weitere Bearbeitung fertig. Jetzt müssen noch die Fräsungen für das P-14-System in die Gehrungsschnitte eingebracht werden.

Lamello P-14

Lamello Tenso P-14 Verbindungen

Früher habe ich fast alle Holzverbindungen mit den Dominos von Festool realisiert. Seitdem ich allerdings die Lamello Zeta P2 besitze, kommt die Festool DF 500 nur noch selten zum Einsatz.

Das P-System von Lamello finde ich hervorragend. Für die Verbindung von Platte und Stützen setze ich hier die Tenso P-14 ein.

Die Tenso P-14 habe ich bei TEMU für nicht einmal 40 Cent pro Paar gekauft. In deutschen Shops bezahlt man dafür mindestens 1 Euro! Da kommt bei mir manchmal schon der Verdacht auf, dass die Online-Shops ihre Ware ebenfalls dort bestellen und anschließend mit einem entsprechenden Aufschlag weiterverkaufen.

Bei präzise gefrästen „P“-Profilen werden die Gehrungen exakt zusammenpassen. Verleimen werde ich diese Verbindung nicht. Das ist schlicht nicht notwendig, denn die Verbinder halten die beiden Holzteile bereits sehr stabil zusammen.

Genau dafür ist das P-System eine wirklich feine Sache.

Lamello Tenso P-14

Schleifen vor dem Zusammenbau

Die Lamello Tenso P-14 sitzen an den vorgesehenen Stellen.

Jetzt schleife ich noch das Holz. Alle Bleistiftspuren müssen verschwinden und auch die leichten Erhöhungen im Buchenleimholz, das offenbar immer noch etwas arbeitet, kann ich dabei gleich glätten.

Vor dem Zusammenbau breche ich noch alle Kanten mit meinem Schleifklotz. Ansonsten bleiben die Kanten bewusst eckig.

Damit sind die einzelnen Teile für den Zusammenbau vorbereitet.

Lamello Tenso P-14
Napfgestell

ein "Klick" und fertig!

Einfach nur noch die Teile zusammenpressen – und schon ist das Gestell fertig.

Aufgrund der geringen Höhe und der verschwindend kleinen Belastung ist ein Verleimen überhaupt nicht notwendig. Die Tenso-Verbinder halten die Teile bereits ausreichend stabil zusammen.

 

Gehrungskante

Gehrung ist perfekt

Nicht nur der perfekte Gehrungsschnitt auf der CSC SYS 50 EBI überzeugt – auch der Sitz der Lamello Tenso P-14 ist absolut präzise.

Hier zeigt sich die Genauigkeit bis ins kleinste Detail. Die Verbindung ist so sauber gearbeitet, dass es aussieht, als wäre alles aus einem einzigen Stück gefertigt.

Buche ölen

Buche ölen

Hunderte verschiedene Pflegemittel und Öle werden im Internet angeboten und den Gutgläubigen für teures Geld verkauft.

Ich kenne das selbst nur zu gut.

Doch irgendwann stellt man fest, dass oft die einfachsten Lösungen und Mittel die besten sind.

So auch in diesem Fall: Um das Holz etwas zu schützen, verwende ich ganz einfach Leinöl aus dem Supermarkt – günstig und ohne viel Schnickschnack.

Das Öl schützt das Holz vor Feuchtigkeit und hebt gleichzeitig die natürliche Maserung etwas hervor. Ein weiterer Vorteil: Es hat keinen unangenehmen Geruch, der die empfindliche Hundenase stören könnte.

Hundenapfgestell
Abonnieren
Benachrichtigen bei

0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet