Das Profi-Akkusystem von STIHL
Damals, nach dem Hauskauf, hatte der Vorbesitzer einige Gartengeräte zurückgelassen. Darunter war auch eine Bosch-Heckenschere, die lediglich über einen Ein-/Ausschalter verfügte – offenbar eines der ersten Modelle überhaupt. Von Sicherheitsfunktionen keine Spur.
Nachdem ich mir später eine preisgünstige Heckenschere gekauft hatte, passierte es immer wieder, dass ich beim Schneiden versehentlich das Stromkabel durchtrennte. Das anschließende Flicken des Kabels dauerte schließlich länger als das eigentliche Heckenschneiden.
Deshalb beschloss ich, mir eine Benzin-Heckenschere von Stihl zu kaufen, und besuchte einen Fachhändler in unserer Nähe.
Ausgerechnet in diesem Jahr führte Stihl das neue AP-Akkusystem ein. Ich war sofort begeistert und entschied mich für mehrere Akku-Geräte von Stihl. Dazu gehörte auch der Akku-Rasenmäher, der zwar bereits zu Stihl gehörte, aber noch unter dem Markennamen „Viking“ verkauft wurde.
taugen Akku-Geräte wirklich für gute Gartenarbeit?
Natürlich habe ich die Geräte zu Hause sofort ausprobiert, um ihre Praxistauglichkeit zu testen. Vom Ergebnis bin ich bis heute begeistert.
Die Akku-Heckenschere steht einer Benzin-Heckenschere in puncto Leistung in keiner Weise nach. Das konnte ich sogar einem skeptischen Bekannten bei einem direkten Vergleich eindrucksvoll zeigen.
Und der Akku-Rasenmäher?
Nicht ohne Grund hat STIHL diese Marke übernommen. Inzwischen trägt der Rasenmäher nicht nur den Namen STIHL, sondern auch die typischen orange-weißen Farben.
War der Akku-Rasenmäher überhaupt notwendig, obwohl ich den Husqvarna 105 (heute 305) bereits seit Jahren im Einsatz habe? Ja, denn den vorderen Teil unseres Grundstücks kann der Mähroboter nicht erreichen. Dieser Bereich muss deshalb weiterhin von Hand gemäht werden – und genau dafür ist der Akku-Rasenmäher ideal.
Die Heckenschere HSA 86
Vom Gewicht her unterscheiden sich die Benzin- und die Akku-Version inklusive Akku kaum. Auch bei der Leistung gibt es praktisch keinen Unterschied.
Die großen Vorteile der Akku-Heckenschere liegen jedoch auf der Hand: Sie arbeitet deutlich leiser, benötigt keine Betriebsstoffe wie Benzin und ermöglicht ein völlig kabelloses Arbeiten.
Erst letzte Woche habe ich die Scherblätter nach langer Zeit wieder geschärft. Dazu gibt es auf YouTube zahlreiche Videos mit hilfreichen Anleitungen.
Ich habe allerdings nicht nur die Messer geschärft, sondern den kompletten Schneidmechanismus zerlegt, gründlich gereinigt und anschließend neu gefettet. Erstaunlicherweise war nach all den Jahren nahezu alles noch in einem einwandfreien Zustand.
Mit einer Akkuladung des 200-Wh-Akkus kann ich sämtliche Hecken auf unserem Grundstück mit einer Gesamtlänge von rund 80 Metern schneiden.
lange Heckenschere
Da wir an unserem Ferienhaus sowohl hohe als auch sehr tiefe Hecken haben, die ich mit einer normalen Heckenschere nicht erreichen kann, habe ich mir damals zusätzlich die Langheckenschere HLA 65 gekauft.
Sie besitzt mit 50 cm zwar ein kürzeres und zudem schmaleres Schwert, steht der normalen Akku-Heckenschere in der Schnittleistung jedoch kaum nach. Lediglich stärkere Äste, die die normale Heckenschere noch problemlos schneidet, sind nicht ihre Stärke. Dafür ist der Abstand zwischen den Messern geringer, sodass sich Äste kaum verklemmen können.
Trotz ihrer Länge lässt sich die HLA 65 sehr leicht und präzise führen. Dadurch ist auch längeres Arbeiten angenehm und wenig ermüdend.
Auch diese Heckenschere habe ich inzwischen für die Reinigung sowie zum Schärfen der Messer vollständig zerlegt. Der Aufbau ist erfreulich einfach, sodass die Wartung problemlos selbst durchgeführt werden kann. Das Ergebnis nach der Reinigung und dem Schärfen überzeugt jedes Mal aufs Neue.
Laubbläser BGA 65
Zuvor hatte ich bereits einige preiswerte Nachbauten ausprobiert. Sie mussten jedoch schon nach kurzer Zeit ersetzt werden. Das bekannte Sprichwort „Wer billig kauft, kauft zweimal“ hat sich für mich dabei wieder einmal bestätigt.
Dieser Laubbläser verrichtet nun schon seit einigen Jahren zuverlässig seinen Dienst, und ich möchte ihn nicht mehr missen. Seine Blasleistung ist beeindruckend – selbst feuchtes Laub und kleinere Äste werden mühelos zusammengeblasen.
Mit eingesetztem Akku liegt das Gerät sehr ausgewogen und angenehm in der Hand, sodass auch längere Arbeitseinsätze nicht anstrengend werden.
Selbst der aktuelle Preis hat mich überrascht: Der STIHL-Laubbläser kostet heute, ohne Akku und Ladegerät, weniger als 200 Euro. Angesichts der gebotenen Leistung halte ich das für ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Freischneider FSA 65
Eigentlich ist das ein sehr gutes Gerät. Eigentlich …
Solange der Mähfaden die richtige Länge hat, arbeitet der Freischneider zuverlässig und liefert ein sauberes Schnittbild. Allerdings wird der Faden beim Kontakt mit Steinen, Mauerkanten oder anderen harten Hindernissen mit der Zeit kürzer und muss nachgestellt werden.
Laut Bedienungsanleitung soll das ganz einfach funktionieren: Durch ein leichtes Auftippen des Mähkopfes auf den Boden wird neuer Faden aus der Spule freigegeben. Ein Messer an der Schutzhaube kürzt ihn anschließend automatisch auf die richtige Länge.
In der Praxis hat das bei mir jedoch nur selten funktioniert. Obwohl ich diese Vorgehensweise unzählige Male ausprobiert habe, wurde der Faden meist nicht nachgeführt. Selbst der Austausch der Fadenspule brachte keine Verbesserung. Das ist für mich der größte Schwachpunkt dieses ansonsten gelungenen Geräts.
Abgesehen davon arbeitet der Freischneider zuverlässig, ist leistungsstark und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Für mein gesamtes Geräte-Set stehen mir lediglich zwei Akkus zur Verfügung: ein AP 100 und ein AP 200.
Für sämtliche Arbeiten an Hecken und Sträuchern auf unserem Grundstück musste ich während eines Arbeitseinsatzes bisher noch nie einen Akku zwischendurch nachladen. Die Laufzeit reicht für meine Anforderungen vollkommen aus.
Allerdings muss man auch ganz klar sagen, dass der Laubbläser selbst den AP 200 recht schnell entlädt. Das ist angesichts seiner enormen Blasleistung jedoch kaum überraschend. Die Leistung des Geräts ist dafür schlicht hervorragend.
Akku-Strauchschere HSA 26
Dieses Gerät hätte ich tatsächlich beinahe vergessen.
Die Akku-Strauchschere haben wir uns erst vor einer Woche zugelegt. Bisher habe ich die Sträucher in unseren Pflanzkästen meist kurzerhand mit der großen Heckenschere geschnitten. Das funktionierte zwar, doch das Ergebnis war nicht immer besonders sauber.
Vor einigen Jahren hatten wir bereits eine kleine Akku-Strauchschere eines anderen Herstellers gekauft. Anfangs hat meine Frau sie benutzt, verlor aber schon bald die Lust daran. Das Gerät konnte einfach nicht überzeugen – Leistung und Handhabung waren alles andere als zufriedenstellend.
Nach der Ankunft der STIHL Akku-Strauchschere habe ich sämtliche Sträucher geschnitten und war sofort begeistert. Die Schnitte sind sauber und präzise, und das Gerät lässt sich angenehm leicht führen.
Auch der Rasenkantenaufsatz funktioniert sehr gut. Die Rasenkanten schneide ich persönlich jedoch lieber mit unserem Viking-Rasenmäher.
Mit einem Preis von rund 139 Euro ist die Akku-Strauchschere sicherlich kein Schnäppchen. Nach meinen ersten Erfahrungen ist sie ihren Preis jedoch absolut wert.






