Meine neue Festool CSC SYS 50 EBI – Akku-Formatkreissäge
Kaum hatte ich meine Bosch-Tischkreissäge zum Verkauf angeboten, war sie auch schon verkauft – und das bereits am ersten Tag! Bei dem umfangreichen Zubehör und dem attraktiven Preis eigentlich kein Wunder.
Der Platz wird auch dringend gebraucht, denn die neue Festool CSC SYS 50 EBI soll einziehen.
Am Dienstag habe ich die Tischsäge bei MILLER bestellt. Den passenden Akkusatz mit 2 × 5,0 Ah und einem Doppelladegerät habe ich zeitgleich bei RUBART geordert.
Und was soll ich sagen? Beide Bestellungen wurden bereits heute Morgen geliefert. Das nenne ich wirklich schnell!
Bei RUBART habe ich schon mehrfach eingekauft und kann den Shop uneingeschränkt empfehlen. Bei MILLER war es meine erste Bestellung. Hier hat mich vor allem der hervorragende Preis überzeugt.
Jetzt fehlt nur noch eines: Die neue Festool auspacken und in Betrieb nehmen!
erst mal auspacken
Vor einigen Jahren wäre das Auspacken einer solchen Maschine noch ein Kinderspiel gewesen. Aber man merkt eben doch, dass manche Dinge mit der Zeit etwas schwerer werden. 😉
Die angegebenen 15 kg beziehen sich offenbar nur auf die reine Tischsäge. Mit Verpackung und Zubehör kommt da einiges zusammen.
Zunächst habe ich die bereits geladenen Akkus eingesetzt und die beweglichen Komponenten kalibriert. Darauf hatte ich mich vorbereitet und mir schon lange vorher entsprechende Videos auf YouTube angesehen. So konnte ich die Kalibrierung des Sägeblatts, des Längsanschlags und des Schiebetisches problemlos durchführen.
Wenn man jahrelang mit einer klassischen Tischkreissäge wie der Bosch gearbeitet hat und plötzlich vor einer Akku-Tischsäge mit vollelektronischer Steuerung steht, ist das schon eine gewisse Umstellung – nicht nur handwerklich, sondern auch geistig.
Da muss man sich erst einmal hineindenken. Aber genau das macht die neue Technik ja auch interessant!
Schiebeschlitten justieren
Der Schiebeschlitten läuft butterweich und hat keinerlei fühlbares Spiel. Genau das war übrigens einer der Hauptgründe für meine Kaufentscheidung.
Der Anschlag wirkt auf den ersten Blick etwas verspielt, weshalb ich ihm zunächst nicht allzu viel zugetraut habe. Allerdings hat mich die Qualität der Winkel positiv überrascht. Hier gibt es offenbar nichts zu beanstanden.
Der Schiebeschlitten selbst lag zunächst etwas unterhalb der Tischplatte. Mithilfe eines YouTube-Videos konnte ich die Höhe jedoch schnell und unkompliziert justieren. Jetzt befindet sich der Schlitten exakt auf einer Ebene mit dem Sägetisch.
Bis jetzt bin ich von der Verarbeitung und der Präzision der Festool wirklich angetan.
Bluetooth-Verbindung zum Staubsauger
Einfacher geht es wirklich nicht!
Staubsauger anschließen, den Bluetooth-Knopf am Sauger drücken, damit der Empfänger aktiviert wird, und anschließend die Säge einschalten. Das war’s!
Die Verbindung funktioniert zuverlässig. Allerdings läuft der Staubsauger nach dem Ausschalten der Säge etwa zwei Sekunden länger nach als bei anderen gekoppelten Maschinen. Das ist aber nebensächlich.
Das wirklich große Problem ist der Anschluss der Absaugung an der Tischkreissäge. Er passt nämlich nicht!
Ich besitze mehrere Festool-Staubsauger. Der kleine hat zwar keinen Bluetooth-Adapter, dafür passt sein Absaugschlauch hervorragend an den Anschluss dieser Tischsäge.
Der größere CT 26 verfügt über Bluetooth, aber ausgerechnet dessen Schlauch passt nicht an den Absauganschluss der Säge.
Und selbst das mitgelieferte, niedliche Staubsäckchen lässt sich nicht richtig aufstecken bzw. aufdrehen.
Da fragt man sich schon: Wie kann es sein, dass eine Festool-Maschine nicht ohne Weiteres mit den eigenen Festool-Staubsaugern kompatibel ist?
Ich sehe das als großes Problem
Natürlich habe ich zunächst den Fehler bei mir selbst gesucht. Habe ich etwas falsch montiert? Sitzt das Staubsäckchen vielleicht nicht richtig auf dem Absaugstutzen?
Nein, daran liegt es offenbar nicht. Das Problem ist die Verbindung selbst: Das Staubsäckchen verfügt über eine Überwurfmutter, die auf das Gewinde des Absaugstutzens an der Tischsäge geschraubt werden soll. Allerdings lässt sich die Überwurfmutter nicht aufschrauben. Sie greift offenbar nicht richtig auf das Gewinde.
Das Staubsäckchen werde ich vermutlich ohnehin nie verwenden. Aber als originales Zubehör sollte es sich doch ohne Probleme und vor allem passgenau direkt an der Tischsäge befestigen lassen.
Hier stimmt entweder etwas mit dem Gewinde, der Überwurfmutter oder der Passgenauigkeit nicht. Das sollte bei Originalzubehör eigentlich nicht passieren.
Zwischenboden für die Tischsäge
Den Unterschrank meiner alten Bosch-Tischkreissäge möchte ich auch für die neue Festool weiterverwenden.
Allerdings ist der Schrank dafür etwas zu niedrig. Nun hätte ich entweder einen komplett neuen Unterschrank bauen oder eine einfache Zwischenplatte anfertigen können, um die erforderliche Höhe auszugleichen.
Die Tischsäge muss etwa 110 mm höher stehen, damit ihre Arbeitsfläche exakt mit der Oberfläche meines MFT/3 übereinstimmt.
Dafür habe ich ein Stück Multiplex (MPX) besorgt. Die Füße der Tischsäge sollen in diese Platte eingelassen werden. Damit ist sichergestellt, dass die Säge später nicht verrutschen kann.
Die Vertiefungen fräse ich 4 mm tief – mit der Festool-Frässchablone und dem passenden Kopierring. Das funktioniert wirklich einfach und präzise.
Nur das ständige Umrüsten und Umspannen der Platte ist etwas lästig. Aber das gehört beim Selbermachen eben dazu!
nicht schön, aber funktional
Die Füße der Tischsäge sind 5 mm stark. Davon habe ich jeweils 4 mm tief in die MPX-Platte eingelassen.
Dadurch steht die Tischsäge nicht mit ihrer gesamten Unterseite auf der Platte. So hoffe ich, dass sich mögliche Vibrationen weniger auf den Unterschrank übertragen.
Optisch ist das Ganze sicher keine Meisterleistung, aber zunächst brauche ich eine schnelle und funktionierende Lösung, damit ich endlich mit der neuen Säge arbeiten kann. Vielleicht werde ich die Konstruktion später noch einmal überarbeiten.
Als Stützen kommen die Reststücke meiner Lärchenbalken zum Einsatz. Diese hatte ich erst in der vergangenen Woche mit dem Dickenhobel vom alten Lack befreit.
Nicht unbedingt eine Lösung für die Ewigkeit, aber erst einmal zählt, dass die Säge sicher steht und einsatzbereit ist!
Betriebsbereite Tischsäge
Der Bau dieses Gestells ging recht schnell von der Hand.
Das Gestell steht sicher und kann nicht verrutschen. Dadurch lässt sich die Tischsäge bei Bedarf ganz einfach aus ihrer Ecke herausziehen und zum Arbeiten positionieren. Genau so hatte ich mir das vorgestellt.
Bin ich mit meiner Entscheidung zufrieden?
Ganz klar: Ja!
Die Bosch GTS 10 XC ist eine vielseitige Tischkreissäge, die sich für zahlreiche Einsätze auf der Baustelle und in der Holzwerkstatt eignet. Was allerdings die Präzision und vor allem die Schnittqualität betrifft, konnte sie mich nie vollständig überzeugen.
Trotz verschiedener hochwertiger Sägeblätter habe ich mit der Bosch nicht die sauberen und präzisen Schnitte erreicht, die mit der Festool CSC SYS 50 EBI möglich sind.
Auch die Bedienung ist eine andere Liga: Kein umständliches Gefummel mehr beim Einstellen eines Gehrungsschnittes und eine exakte digitale Höhenverstellung für verdeckte Schnitte. Das erleichtert die Arbeit erheblich.
Natürlich gibt es auch Nachteile. Die geringere Schnitttiefe und vor allem der fehlende Netzanschluss sind nicht immer ideal.
Hätte die CSC SYS 50 EBI zusätzlich einen Netzanschluss, wäre sie für meine Anforderungen vermutlich nahezu perfekt.
Aber auch so bin ich mit dem Wechsel sehr zufrieden!
Preise
Für meine Festool CSC SYS 50 EBI habe ich bei MILLER 1.519,00 € inklusive Versand bezahlt – allerdings ohne Akkus und Ladegerät.
Das passende Akkuset im Systainer, FESTOOL Energie-Set SYS 18V 2xHP5,0/TCL6DUO, hat mich bei RUBART weitere 367,69 € gekostet.
Damit liege ich insgesamt bei:
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Festool CSC SYS 50 EBI: 1.519,00 €
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Akku-Set inklusive Doppelladegerät: 367,69 €
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Gesamt: 1.886,69 €
Zum Vergleich: Festool selbst verlangt für die Tischsäge ohne Akkus und Ladegerät 2.315,99 €. Das Akku-Set wird dort mit 543,38 € angeboten.
Macht zusammen stolze 2.859,37 €!
Wenn ich meinen Einkaufspreis vom offiziellen Verkaufspreis abziehe, ergibt sich eine Ersparnis von sage und schreibe 972,68 €!
Das ist schon eine Hausnummer.
Fast 1.000 € gespart – zumindest fühlt es sich so an! 😉










