Pflaster reinigen mit Vitamin C
Wer seinen Garten mit Brunnenwasser bewässert, kennt dieses Problem: Das im Wasser enthaltene Eisen lagert sich mit der Zeit auf Pflastersteinen, Terrassen und anderen Oberflächen ab und hinterlässt unschöne braune Flecken.
Unser Garten wird über einen eigenen Brunnen mit Wasser versorgt. Das Wasser ist sehr eisenhaltig. Leider habe ich diesen Umstand nach dem Bau der neuen Werkstatt unterschätzt.
Nach etwas mehr als einem Jahr war das Pflaster bereits so stark verfärbt, dass das ursprüngliche Muster kaum noch zu erkennen war.
Also habe ich erneut einen 5-kg-Eimer Vitamin C (Ascorbinsäure) bestellt und die Pflasterfläche damit behandelt. Das Ergebnis war beeindruckend – die Verfärbungen verschwanden und das Pflaster sah wieder nahezu wie neu aus.
Die von mir verwendete Ascorbinsäure ist lebensmitteltauglich. Natürlich kann sie grundsätzlich auch als Nahrungsergänzung verwendet werden. Für die Reinigung von eisenhaltigen Ablagerungen ist sie jedoch ebenfalls hervorragend geeignet und aus meiner Sicht deutlich angenehmer in der Anwendung als viele aggressive Reinigungsmittel.
Auch bei Kunststoff zu verwenden
Die Viereckregner von Gardena – die ich persönlich übrigens nicht empfehlen würde – bewässern unseren kleinen Vorgarten. Eigentlich handelt es sich nur um einen schmalen Rasenstreifen entlang des Weges mit einer frisch gepflanzten Hecke.
Durch die anhaltende Trockenheit laufen die Regner derzeit recht häufig. Dabei wurde auch die Kunststofffassade meiner Werkstatt in Zaunnähe regelmäßig mit Brunnenwasser benetzt. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten: Die eisenhaltigen Ablagerungen verfärbten die hellen Wandpaneele unschön braun.
Zur Reinigung habe ich etwas Vitamin C (Ascorbinsäure) mit Wasser zu einer dünnen Paste angerührt. Diese habe ich mit einem gewöhnlichen Haushaltsschwamm auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Bereits beim Einreiben war zu sehen, wie sich die Eisenablagerungen lösten.
Nach einer kurzen Einwirkzeit habe ich die Fläche einfach mit dem Gartenschlauch und etwas Druck abgespritzt. An einigen Stellen war eine zweite Behandlung erforderlich, doch anschließend waren sämtliche Verfärbungen vollständig verschwunden. Das Ergebnis hat mich wirklich überzeugt.
Vitamin C ist nicht gleich Vitamin C
Einmal hatte ich Ascorbinsäure für den industriellen Einsatz bestellt. Sie war gekörnt und nicht lebensmitteltauglich. Das war ein Fehlkauf. Zum Entfernen der Eisenablagerungen hat sie bei mir nicht annähernd so gut funktioniert wie die feine, lebensmitteltaugliche Ascorbinsäure.
Das Verteilen des sehr feinen Pulvers ist allerdings eine kleine Herausforderung. Selbst mit einem engmaschigen Küchensieb ließ sich keine gleichmäßige Verteilung erreichen. Deshalb streue ich das Pulver inzwischen vorsichtig von Hand aus. Das funktioniert für mich am besten.
Wichtig ist dabei, die zu behandelnde Fläche vorher gründlich anzunässen. Ein sichtbarer Wasserfilm sollte noch vorhanden sein, wenn die Ascorbinsäure aufgestreut wird. So löst sie sich sofort an und kann ihre Wirkung optimal entfalten.
Bei Wind wird die Arbeit allerdings schwierig. Das feine Pulver wird leicht verweht, sodass es kaum möglich ist, die gesamte Menge gezielt auf der zu reinigenden Fläche zu verteilen.
Schrubben lohnt sich
Unmittelbar nach dem Ausbringen der Ascorbinsäure auf das Pflaster habe ich die Fläche mit einem Schrubber bearbeitet. Dabei ging es weniger um kräftiges Schrubben als vielmehr darum, das Pulver gleichmäßig auf der gesamten Fläche zu verteilen.
Zwischendurch habe ich das Pflaster nochmals leicht mit Wasser benetzt. Dadurch lässt sich der Säurefilm besser verteilen und die Wirkung verbessert sich spürbar.
Oft wird eine Einwirkzeit von 15 bis 20 Minuten empfohlen. Ich habe die entstandene Lösung jedoch bereits nach etwa fünf Minuten mit dem Gartenschlauch gründlich abgespült.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Eisenablagerungen waren nahezu vollständig verschwunden und das ursprüngliche Erscheinungsbild des Pflasters kam wieder deutlich zum Vorschein.
Wundermittel?
Nein. Entscheidend ist hier die Ascorbinsäure (Vitamin C), denn sie reagiert besonders gut mit den Eisenablagerungen und kann diese wirksam lösen.
Vitamin C benötigen wir täglich und nehmen es normalerweise in ausreichender Menge über eine ausgewogene Ernährung auf. Dennoch greifen viele Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln, die häufig erstaunlich teuer verkauft werden.
Rechnet man den Preis mancher Vitamin-C-Präparate auf den Wirkstoff um, kostet ein Gramm Ascorbinsäure nicht selten rund 10 Cent. Das klingt zunächst wenig. Hochgerechnet auf einen 5-kg-Eimer wären das jedoch etwa 500 Euro.
Der Unterschied liegt dabei oft nicht im Wirkstoff selbst – Ascorbinsäure bleibt Ascorbinsäure. Unterschiede können allerdings in Reinheit, Körnung, Verpackung und den vorgesehenen Qualitätsstandards bestehen. Doch kann man dieses Vitamin C genau so auch einnehmen.







